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Po al. Lissabon. Ein Manifest des Marschalls Saldanha wird angekündigt,
welches erklärt, daß die portugiesische Bewegung in keinem Zusammenhang mit der Idee der iberischen Union stehe. Die portugiesische Presse beschuldigt Spanien, die Bewegung angestiftet zu haben. Man wußte in der politischen Welt, daß Marschall Saldanha demnächst die Regierung wieder übernehmen sollte. Das Ministerium Loule hatte, um dies zu verhindern, Vorkehrungen zu der sofortigen Verhaftung des Marschalls getroffen, der dann an Bord eines Kriegsschiffes gebracht werden sollte. Der Capilän vieses Schiffes sollte, nachdem er in See gegangen, ihm ein versiegeltes Schreiben überreichen, in welchem ihm eine Mission in's Ausland angetragen wurde. Wenn der Marschall diese abgelehnt hätte, so sollte er in einer entfernten Colonie internirt werden. Diese Entwürfe des Ministeriums kamen zur Kenntniß des Marschalls Saldanha und hätten ihn bestimmt, zu einem militärischen Pronuneiamiento seine Zu— flucht zu nehmen, welches seinen Eintritt in das Minislerium nur um einige Tage beschleunigt hat. Italien. Genua. In Folge eines Minister- raths⸗Beschlusses ist eine Verstärkung des Ge— schwaders vor Caprera von hier abgegangen. Amerika. Veischiedene Kabeldepeschen reden von einem Angriff, den die Fenier wieder einmal auf Canada unternommen haben. Die Expedition, unter der Anführung des Generals O' Neil und etwa 2000 Mann stark, beabsichtigte von Mil- waukie aus Westcanada anzugreifen, wurde aber von den englischen Truppen in die Flucht ge— schlagen. O' Neil wurde auf der Flucht vom Vereinigten⸗Staaten⸗Marschall wegen Neutralitäts- verletzung verhaftet. Die Fenier sind entmuthigt. — Die sich am Frontrivere befindlichen Fenier— banden bestehen größtentheils aus dem unorganisirten Pöbel aus der Nachbarschaft von Malones, Ge— neral Nade ist mit 300 Mann V.⸗St.⸗Infanterie in Malone angekommen. Es sind Befehle ertheilt worden, die Waffenvorräthe der Fenier zu confisciren.
Friedberg. Der schon so vielfach diskutirte„Höhen— rauch“ oder„Heerrauch“ hat im Laufe der letzten Woche wieder so ziemlich ganz Nocddeuischland überzogen. In Frankfurt, Leipzig, Würzburg, Coburg ꝛc. wurde er beobachtet, und in Bremen„wurde unter dem Einfluß mehrtägigen Heerrauchs von seltener Stärke und Wider— wärtigkeit beschlossen, einen Verein gegen das Moorbrennen ins Leben zu rufen.“ Hier in Friedberg machte er sich namentlich am Mittwoch bemerklich. Gegen Abend stand die Sonne wie eine blutrothe Scheibe am westlichen Horizont, und um 10 Uhr war bei empfindlicher Kälte der Luft der fatale Höhenrauchgeruch so intensiv, als wenn er von einer nihen Btandstätte käme. Die Laudleute fürchten diesen norddeutschen Gast, dem viel Schlimmes
in Bezug auf seine vergiftende Einwirkung auf Obst- und
Getreideblüthe nachgesagt wird, wie das Feuer, und es wäre eine dankenswerthe Aufgabe z. B. für den nord⸗ deutschen Reichstag, eine Meni e Feststellung des Ursprungs und der Schädlichkeit des Höhenrauchs zu ver⸗ anlassen und eventuell gegen das Moorbrennen völkerrecht⸗ lich einzuschreiten.
Frankfurt. Louise Mühlbach ist am 5. Mai mit ihrer Tochter Thea von Cairo abgereist, um über Konstan— tinopel nach Berlin zurückzukehren. Vor ihrer Abreise besichtigte sie noch die Ruinen von Memphis, Sakkarah und das Grabmal des Ti, wozu ihr Seitens des Vice— königs ein Dampfer zur Verfügung gestellt worden,
In Hassenbach(Unterfranken) wurde ein an Krämpfen leidender Knabe vom Districtsschulinspektor Gaß in Alters⸗ bausen und dem Pfarrer in Arnshausen als vom Teufel besessen erklärt und so lange mit Hokuspokus mißhandelt, bis er an Körper und Geist fast vernichtet war. In⸗ spector Gaß hat einen Arzt, welcher behauptete, daß es lediglich Krämpfe seien, für einen Ketzer erklärt.
Wien. Biererzeugung der Wiener-Brauereien vom 1. Januar 1869 bis 1. Januar 1870. Klein⸗Schwechat 650,460, St. Marx 402,400, Liesing 368,200, Brunn 246,000, Hütteldorf 221,004. Ottakring 198,015, Nusdorf 174.200, Schellenhof 137450, Simmering 117,300, Währing 99,600, Fünfhaus 95.200, Lichtenthal 83,150, Gaudenzdorf 76,780, Döbling 76,080, Grinzing 64,395, Neudorf 60,300, Hernals 45,200, Leopoldsdorf 39,600, Perchtolsdorf 28,700, Margarethen 26,800, Kloster Neuburg 6,060, Gablitz 5,580, Fischamend 3,180, Him⸗ berg 840, Summa 3,126,434 Eimer österreichisch. Für diese 3,126,434 Eimer wurden Steuer bezahlt 4,233,448 fl.
34 ke. ö. W. Ein Eimer Oesterreichisch 30 Maaß Darmstädtisch.(Carl Burck. Brauerei Liesing.) Wien. Seit einigen Tagen treibt sich hier eine Dame
umher, welche sich für die Schriststellerin Frau Marlit, Verfasserin der„Gold-Else“,„RNeichsgräsin Gisela“ ꝛc. ausgibt, angeblich auf der Reise durch Verlust ihres Taschenduches in Geldverlegenheit gekommen ist und sich nun an in Künstlerktreisen bekannte Persönlichkeiten wen- dete, um diesem Uebelstande abzuhelfen. Die Betrügerin vertieth sich dadurch, daß sie in Wahl der Fremdwörter wenig kritisch war.
Aus Denham, einem Dörschen bei Urxbridge in Buckinghamshire, wird eine haarsträubende Gräuelthat ge— meldet: Eine Familie von sieben Personen ist ermordet
worden. Die Blutscene spielte höchst wahrscheinlich am 21. d. Abends in der Wohnung und Werkstätte des
Wagenbauers Marshall. Da dieselden bis Montag Abend verschlossen blieben, öffnete die Polizei die Thüre, und man fand Marspall's Frau, Mutter, Schwester und drei seiner Kinder, Alle im Neglige, ermordet. Als man bei weiterem Nachsuchen in die Werkstatt vordrang, sah man die Leiche Marshall's in seinen Arbeitskleidern ermordet daliegen, und da in der Nähe seiner Leiche kein schweres Instrument vorgefunden wurde, wiewohl der Tod in allen Fällen durch ein solches hervorgebracht worden sein mußte — alle 7 Leichen batten den Schädel zerschmetlert— er⸗ wies sich der anfänglich gehegte Verdacht, er habe sich nach Ermordung seiner Familie selber das Leben genommen, als durchaus grundlos. In einem Schranke fand man endlich einen Hammer und eine Axt, die mit Blut befleckt waren und mit denen das Verbrechen muthmaßlich be⸗ gingen wurde. Wahrscheinlich hat man es mit einem ganz gemeinen Raubmord zu thun. Zwei Uhren und ein Anzug wurden in dem Unglückshause vermißt, während der Mörder seine eigenen Schuhe zurückließ. Schon ist ein Bursche verhaftet worden, der der siebenfachen Mord— that dringend verdächtig ist, der— wenigstens einer Zeugenaussage gemäß— den Anzug des Ermordeten am
monatlichen Haft entlassen worden war.
Leibe und eine der vermißten Uhren zum Pfandleiher getragen hatte. Es ist dies ein schon mehrfach bestraftes Subjekt, welches erst seit wenigen Tagen aus einer mehr⸗ Die Polizei ist der Ansicht, der Mörder habe den Familienvater zuerst umgebracht, und dann die übrigen Familienglieder, wie sie der Reihe nach aus ihren Betten auf die Hülferufe herbeieilten.
Das Zinßer'sche Mädcheninstitut hat dieser Tage seine Prüfungen und den Fesiactus abge⸗ halten und damit aufs neue an den Tag gelegt, wie vor⸗ trefflich es seine Aufgabe zu lösen versteht. Außer dem Vorsteher, der uns schon lange als ein lüchtiger, gewissen ⸗ hafter und unermüdlich thätiger Lehrer belannt ist, wirken erprobte Kräfte an dieser Anstalt, und die Namen eines Herrn Störger oder eines Herrn Klein bürgen schon ge— nugsam dafür, daß dasselbe nur Tüchtiges leisten kann. Vor allem aber müssen wir Herrn Zinßer unsere volle Anerkennung für seine Actusrede aussprechen, in welcher er die Grundsätze darlegt, welche bei der Leitung von Mädcheninstituten gelten müssen. In richtiger Erkenntniß der Dinge hebt er zuvörderst das sittigende Element des religiösen Unterrichtes hervor, als die Grundlage, auf welcher sich das Tiefinnige und das unbewußt Schöne und Edle in der Seele des Weibes aufbaut. Sodann zeigt er die große Bedeutung des geschichtlichen Unterrichtes gerade für das weibliche Geschlech!(dazu des literatur⸗ geschichtlichen Unterrichts), worin es mit den Idealen der Menschheit bekannt gemacht wird. Hierdurch wird der Geschichtsunterricht eine Stütze des religißsen, in dem dieser an herrlichen Erscheinungen nachweist, was jener als erziehend will und vorbereitet. Ebenso steht der natur⸗ wissenschaftliche Unterricht dem religiösen erweiternd zur Seite, indem er zur Demuth, zur Zufriedenheit, zum Ahnen der ewig waltenden Gesetze führt, ohne daß darum seine practische Bedeutung für das Haus außer Acht ge⸗ lassen wird. Gerade diese Seite ist von nicht zu verken⸗ nender Wichtigkeit, da bisher unsere Frauen hierin eine beschämende Unwissenheit zum Schaden des ihrer Obhut anvertrauten Hauswesens besaßen. Ebenso dient der Gesang⸗ und Zeichenunterricht recht eigentlich zur Enk⸗ wickelung des Sinnes für das Schöne, der bei dem weib⸗ lichen Geschlecht in so reicher Anlage vorhanden, aber meist unverantwortlich vernachlässigt wurde. In der Be⸗ urtheilung dieser letzten beiden Gegenstände zeigte Herr Zinßer ganz besonders sein richtiges Verständniß der Sache, indem er von allem das nichtige Streben nach prunkvollen Leistungen verurtheilt, das, schon überall verwerflich, bei dem weiblichen Geschlechte geradezu frevelhaft genannt werden muß. Daran schließt sich seine Beurtheilung des Unterrichtes in fremden Sprachen, die wir nur durchaus billigen können. Es gibt nichts Lächerlicheres und Arm⸗ seligeres als das sogenannte Parliren unserer jungen Mädchen; und der baare, schale Schwindel, den so viele, ja fast die meisten Mädcheninstitute(doch auch Knaben⸗ instiiute), hervorgerufen und großgezogen durch den Un⸗ verstand und die Aeußerlichkeit unserer Zeit, zu treiben sich genöthigt sehen, selbst wenn ihre Leiter ein besseres Verständniß haben sollten, wird in der weitaus größeren Anzahl von Fällen widerlich. Herr Zinßer weiß auf der andern Seite aber den Nutzen des Betreibens fremder Sprachen wohl zu würdigen, den dasselbe auch für unsere Frauen hat, aber er verweist es in die richtigen Schran⸗ ken.— Diese Schulfeierlichkeiten mußten auf den vorur⸗ theilsfreien Beobachter einen wohlthätigen Eindruck machen, und die Bewohner unserer Stadt können nur mit Ver⸗ trauen ihre Kinder diesem verständig geleiteten Institute übergeben.
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1351 Aus Anlaß der in diesem Sommer in Cassel flaltfindenden Induflrle⸗Ausffellung wird die Gültig⸗ keitsdauer der Retourbillets nach Cassel während der Monate Juni, Jult und August d. J. auf 8 Tage ver⸗ längert. Cassel den 8. Mat 1870.
Königliche Direction der Maln⸗Weser⸗Bahn.
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1486 Freitag den 3. Jizni c., Vormittags 11 Uhr, wird die Lieferung des Brodbedarfs pro 3. Quartal 1870 für die hiesige Garntson auf dem Soumissionswege in Accord gegeben. Die Bedingungen liegen auf dem Büreau der Garnison⸗Verwaltung Frledberg zur Einsicht offen. Frledberg den 28. Mai 1870. Lautenberger, Mafor und Bataillous⸗Commandeur. Faselochs⸗Versteigerung. 1483 Freitag den 3. k. M., Vormittags 10 Ubr, soll eln der Gemeinde Ossen heim gehörender, zum Schlachten geeigneter Faselochs meistbletend versteigert werden. Ossenheim den 28. Mat 1870. 5 Großherzogliche Bürgermeisterei Ossenbeim a u l.
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Braunkohlen⸗Verkauf.
1428 Auf den Fürstlichen Gruben zu Weckes heim,
friß bis 31. März 1871 verbundene Creditperiode. Grube Weckesheim den 21. Mai 1870.
Dorn ⸗Assenheim und Wölfersheim(önnen von
jetzt ab wieder Braunkohlenklötze der neuen Aufbereitung, sowie auch Holzkohlen zu den seilberigen Preisen bezogen werden und beginnt gleichzeitig eine neue bis zum 31. Dezember d. J. laufende, mit einer Zahlungs-
Fürstliche Bergverwaltung ber.
1498 Die in Nr. 51, Ins. 1194 des Oberhesfischen Immobilien wollen dieselben tbeils verpfänden, theile können sich aber über den Erwerb derselben nicht aus irgend einem Rechtsgrunde Ansprüche an diese
Friedberg am 25. April 1870.
Oeffentliche Aufforderung.
urkundlich ausweisen. Immobilien glauben bilden zu konnen, aufgefordert solche binnen drel Monaten so gewiß dahter geltend zu machen; als sonst die Veräußerungsurkunden obne Rückficht auf sie bestätigt, beziebungsweise die betreibenden Theile im Grundbuche nach Maßgabe des Art. Gesetzes vom 21. Februar 1852 als vermutbete Eigenthümer werden eingeschrieben werden.
Anzeigers aufgeführten Besitzer der dort verzeichneten veräußern, theils ihren Erwerbtitel nachtragen lassen, Es werden deshalb Dritte, welche
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Großherzogliches Landgericht Friedberg N in
Oeffentliche Aufforderung. 1484 Forderungen und sonstige Ansprüche an den Nach · laß der Peln eich Guck IV. Eheleute von Ober⸗ Mörlen find binnen einer zerflörtichen Frist von 14 Tagen, vom ersten Erscheinen dieser Aufforderung in den öffentlichen Blättern an gerechnet, dadier anzu⸗ melden, widrigenfalls sie bei ne des Nach: lasses nicht berücksichtigt werden können.
en am 25. Mat 1870.
Großherzogliches Landgericht Bad Naubelm Je d.
Hüter ⸗Versteigerung. 1494 Donnerstag den 2. Junt d. J., Vormlttags 11 Uhr, soll im biesigen Ratbbause das zur Debitmasse der Firma Georg Wagners Wittwe dahter ge⸗ hörende Grundfück; 31 Klafter an der Schlockergasse,
in Folge eines eingelegten Nachgebots nochmals öͤffent⸗ lich meistbietend versteigert und dem Letztbtetenden die Genebmigung alsbald erthellt werden.
Friedberg am 30. Mai 1870.
Schnittspahn,
Londgerichts Assessor.
Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Wou car.


