Ausgabe 
30.6.1870
 
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Donnerstag den 30. Juni.

N 76.

Oberhessischer Anzeiger.

Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.

g Friedberger Intelligenzblatt.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

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Donnerstag und Samstag, erscheinen wird.

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brechung eintritt.

damit in der Zusendung des Blattes keine Unter⸗

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ausdrücklich Abbestellung erfolgt.

Die Expedition.

Hessen. Darmstadt. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 23 enthält(Schluß):

VI. Ecmächtigungen zur Annahme fremder Orden.

S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 30. April fungirenden Capellen die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen

und der

dem Kammerherrn, Obersthofmarschall

Oberststallmeister Freiherrn van

des ihm von Seiner Majestät dem Könige von Preußen verliehenen Kronen⸗Ordens erster Klasse mit dem Emaille bande des Rothen Adler-Ordens, am 6. Juni dem Dr. Wilhelm Cahn von Mainz, dermalen in Paris, die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von der tunesischen Regierung verliehenen Nischant⸗Iftikhar⸗ Ordens zweiter Klasse, am 8. Junt dem Medicinal⸗ rathe Dr. Bode zu Bad⸗Nauheim die Erlaubniß zur An⸗ nahme und zum Tragen des ihm von Seiner Köutglichen Hoheit dem Fürsten zu Hohenzollern verliehenen Ehren⸗ kreuzes dritter Klasse des Fürstlich Hohenzollern'schen Hausordens und am 9. Juni dem General⸗Consul für Spauten v. Solerneu- Fernandez die Exlaubniß zur An⸗ nahme und Tragen des ihm von dem Präsidenten der Centralamerikanischen Republik Honduras verliehenen Groß kreuzes des Ritterordens der bl. Rosa zu ertheilen. VII. Dienstnachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 18. Januar den Sergeanten im 3. Inf.⸗Regl., Engel aus Kirtorf, zum Cabinets⸗Kasse⸗ Diener bei der Cabinels⸗Kasse⸗Direklion zu ernennen;

am 27. Mai dem Schullehrer au der dritten evangelischen Schulstelle zu Osthosen, Leilich, die zweite evangelische Schulstelle zu Osthofen und an demselben Tage dem

Schulamtsaspiranten Förster aus Leydhecken die zweite

evangelische Schulstelle zu Maar zu übertragen; am 2. Juni den Oberförster der Oberförsterei Grebenau, Rohr, in gleicher Diensteigenschaft in die Oberförsterei Nidda zu versetzen, den Calculator 2. Klasse bei der Steuer⸗

controle und Calculatur der Ober⸗Steuer-Direction, Fuhr, zum dritten Registrator bei der Ober-Steuer⸗Directlon und den Finanz- Accessisten Kramer aus Darmstadt zum Calculator 2. Klasse bei der Steuercontrole und Calculatur der Ober⸗Steuer⸗Dircktion zu ernennen; an dem⸗ selben Tage dem Schulamts⸗Aspiranten Dietz aus Büdes⸗ beim die zweite katholische Schulstelle zu Weiskirchen am 8. Juni dem evangelischen Pfarrer zu Bingen, Hof, die evangelische Pfarrstelle zu Ober-Ingelheim, dem evangelischen Schullehrer zu Ober-Wegfur th, Eifert, die evangelische Schulstelle zu Kesselbach, dem Schullehrer an der evangelischen Schule zu Nieder⸗Moos, Bönsel, die erste evangelische Schulstelle zu Stammheim zu über⸗ tragen; die Bremser bei der Main-Weser⸗Eisenbahn

Keppler und Schröder zu Conducteuren bei der Main⸗

Neckar⸗Eisenbahn zu ernennen. Am 22. April

wurde dem Kaplan Jennewein zu Ockstadt die katholische Pfarrstelle Kempien übertragen.

VIII. Charakterertheilungen. S. K. H. der Groß⸗

herzog haben allergnädigst geruht: am 19. Mai dem

Apotheker und Chemiker Leopold Krauth und dem Dro⸗ guisten Eduard Krauth, Juhaber der FirmaJ. B. Lindts Nachfolger in Frankfurt a. M. den Charakter als Hof⸗ lieferanten, am 8. Juni dem Seiler Johannes Georg

Hein zu Darmstadt den Charakter als Hosseiler und dem

Photographen Schmitiner zu Friedberg den Charakter als

Hosphotograph zu ertheilen.

IX. Versetzungen in den Ruhestand. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 18. Januar den Cabinetsbiener bei der Cabinetsdirektion Becker auf

sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen meeuen Dienste, am 12. Mai den Schullehrer an der evangelischen Schule zu Ernsthofen, Dehn, auf sein Nach⸗ suchen,

am 19. den Oberbrückenwärter bet der Schiff⸗

brücke zu Mainz, Hänlein, auf sein Nachsuchen und unter

Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Diensle

und am 23. Mai den Distriktseinnehmer der Distrilts⸗

einnehmerei Alsfeld und Rendanten bei dem Nebenzollamt erster Klasse bdaselbst, August Friedrich Weber, auf sein

Nachsuchen und unter Anerkennung seiner treuen Dienste in den Ruhestand zu versetzen.

X. Gestorben sind: am 5. April der Regterungsrath

Dr. Spamer zu Wimpfen; am 10. Mai der pensionirte Forstwart Philipp Stumpf zu Lehrbach. Die Einnahmen aus Stempelpapier, Stempelmarken und Spielkartenstempel sind schon seit einer langen Reihe von Jahren in fort⸗ währendem Steigen begriffen. Während z. B. die Staatsrechnungen von 1863 in dieser Rubrik eine Einnahme von 520,033 fl. nachweisen, über⸗ stieg im Jahr 1869 die wirkliche Einnahme sogar noch den für dieses Jahr veranschlagten Betrag von 580,000 um eine Kleinigkeit, indem sich die Totalein nahme auf 581,493 fl. bezifferte.

Gießen. Im laufenden Semester befinden sich auf unserer Hochschule 306 immatriculirte Studirende, wovon auf die Theologie 27, die Rechtswissenschaft 65, die Mediein 63, die Thier⸗ arzurikunde 13, die Cameralwissenschaft 7, die Architectur 21, die Forstwissenschaft 9, die Philo sophie und Philologie 68, die Pharmacie und Chemie 18 kommen und 15 nichtimmatriculirte.

Mainz. Der hier erscheinendeIsraelit enthält einen Aufruf an die Handelskammern Europa's, in welchem es anläßlich der neuesten Judenversolgungen in Rumänien heißt:Man entziehe dem Staate Rumänien die Mittel der Existenz! Jetzt wäre der Zeitpunkt gekommen, die Macht des Geldes zu einem der Menschheit wohl- thätigen Zwecke zu erproben. Nicht allein die Juden Europas, die ganze gebildete Welt müßte dem sich aufblähenden Zwerge Rumänien gegen- über Front machen.... Zu unserer großen Beschämung aber haben sich auch jüdische Firmen als Uebernehmer der rumänischen Schuld betheiligt, eine Schmach, für welche es nicht Worte der Entrüstung genug gibt. Ist so sehr aller Ge. meinsinn geschwunden? Hat der Tanz um das goldene Kalb noch nicht aufgehört? Blutgeld sind die Summen, die man Rumänien zugewendet, Blut klebt an dem Gelde, das man durch Ru- mänien und an Rumänien verdient und gewinnt. In den europäischen Handelskammern ist die Blüthe der Intelligenz und der Cultur vertreten und nicht Wenige unserer Glaubensgenossen nehmen hervorragende Stellungen in denselben ein; es muß eine That geschehen, die Macht des Geldes muß im Dienste der Humanität und des Fort- schrittes entfaltet werden. Es darf für die Zu- kunft keine rumänische Anleihe an den Börsen des civilisirten Europa Eingang finden.

Preußen. Berlin. Für das Militär zahlte vor 15 Jahren der Kopf der preußischen Bevölkerung Thlr., selbstverständlich weniger in den übrigen deutschen Staaten. Jetzt fallen auf jeden Kopf der Nordbunds-Bewohner Thlr. Für das Unterrichtswesen kamen vor 15 Jahren auf jeden Kopf in Preußen Sgr. jetzt Sgr. In den übrigen Ländern des Nordbunds wird durch⸗ schnittlich etwas besser für das Uterrichtswesen

gesorgt sein; aber sicherlich sind die Leitungen für dasselbe keineswegs im gleichen oder auch nur ähnlichen Maße gestiegen, wie für das Militärwesen.

Die Correspondenzkarten finden reißenden Absatz. Zwei Millionen waren gedruckt worden und schon mußte ein weiterer Druck angeordnet werden. 8

DieV. Ztg. veröffentlicht nachstehende ihr zugegangene Verfügung des General⸗Postamts vom 21. d. M.:Aus den Kreisen des Publi⸗ kums ist der Wunsch ausgesprochen, die Corre⸗ spondenzkarten auch als Begleitbriefe zu Paket⸗ sendungen benutzen zu dürfen. Vom Standpunkte der Postverwaltung ist hiergegen um so weniger etwas zu erinnern, als die Correspondenzkarten ihrer Form und Gleichmäßigkeit wegen sich zur Verwendung als Begleitbrief bei Paketen ganz be⸗ sonders eignen. Eines Siegel-Abdrucks auf der als Begleitbrief verwendeten Correspondenzkarte bedarf es bei Paketen ohne Werthangabe überall nicht. Dagegen muß bei Paketen mit Werthan⸗ gabe die als Begleitbrief verwendete Correspon⸗ denzkarte einen mit dem Siegel des Pakets über⸗ einstimmenden Abdruck des Petschafts tragen. General-Postamt. gez. Stephan.

Prof. Dr. Friedrich v. Raumer hat dieser Tage(nachdem er vor Kurzem seinen 90. Ge⸗ burtstag gefeiert) seine Vorlesungen geschlossen und dies in folgender Weise angezeigt:An meine verehrten Herrn Zuhörer! Wohlbegründete Selbst⸗ erkenntniß, sowie das strenge Gebot meines Arztes, zwingt mich Kranken, meine Vorlesungen zu schließen! Im Jahre 1811 ward ich Professor in Breslau, 1819 in Berlin. Während dieser fast 60jährigen Laufbahn lebte ich mit der aka⸗ demischen Jugend stets in den angenehmsten Ver⸗ hältnissen: sie hat mich beschäftigt, belebt, belehrt, erfreut, verjüngt. Dieser herzlichen, dankbaren An⸗ erkenntniß füge ich den Wunsch und die Bitte hinzu, daß meine jungen Freunde sich ihres alten Freundes gern erinnern und ihn in gutem An- denken behalten mögen. Berlin 21. Juni 1870. Der commandirende General des 5. Armeecorps v. Steinmetz ist zur Feier des 3. August durch Cabinetsordre zum Generalfeldmar⸗ schall ernannt worden.

Oesterreich. Wien. DieNeue freie Presse äußert sich anläßlich der auf den Schlacht- feldern bei San⸗Martino und Solferino stattge⸗ habten Einweihung der den daselbst Gefallenen errichteten Grab-Denkmale folgendermaßen:Wenn man heute die Tausende, die auf dem Schlacht- felde von Solferino ruhen, zum Leben erwecken könnte und sie fragte, wofür sie in den Tod ge⸗ gangen, was würden sie antworten Würde Einer von ihnen sagen können, er sei für sein Vater land gestorben? Für die Ebre der Fahne, auf Commando haben sie sich nach civilisirtem Brauche niedergemetzelt; ohne gegenseitigen Haß, ohne eigenen Willen. Da ist der Krieg; er führt auf Befehl der