Ausgabe 
29.10.1870
 
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dabei, keine Waffenstillstandsbedingungen zuzulassen, welche eine Landabtretung einschließen. Thiers ist nach Paris abgereist und geht von da nach Versailles, woselbst derselbe heute eintreffen dürfte.

Nach den dem Generalgouverneur in Algerien zugegangenen Nachrichten sind zahlreiche Haufen Aufständischer in dem südlichsten Theile von Oran auf dem Wege nach dem Osten. Be- deutende Contingente sollen auch Marocco ver lassen haben, um unter der Anführung Si Kadduz ben Hamzar, unterstützt vom Fußvolk und Reitern mehrerer Stämme des südlichen Marocco, in Algerien einzufallen.

Ein Decret der Regierung theilt Algerien in drei Departements ein, unter der Verwaltung von Präfeeten und der Oberleitung eines Civil gouverneurs. Jedes Departement wählt drei Deputirte. Didier ist zum Gouverneur, Lallemand zum Obercommandanten der Streitkräfte zu Wasser und Land in Algerien ernannt. Die Israeliten ssind zu französischen Bürgern erklärt worden. Eine Depesche des Ministers an die Präfecten und Souspräfecten weist dieselben an, die Maires aufzufordern, dem Feinde Widerstand zu leisten. Die Städte und Gemeinden, welche sich widerstand⸗ llos ergeben, werden imMoniteur genannt werden.

Aus dem Oberelsaß. Der in Mühl⸗ hausen erscheinendeIndustr. Alsacien vom 22. d. bringt u. A. folgende Mittheilungen: Preußische Plänkler wurden in der Umgegend von Dijon und Auxerre bemerkt; eine deutsche Armee won 60,000 Mann rückt in Eilmärschen auf die zweite Hauptstadt Frankreichs(Lyon) los. Seit igestern ist die Eisenbahnverbindung mit Lyon unterbrochen. Es ist jedoch schwer zu glauben, daß die preußische Armee feste Plätze wie Belfort jund Bensangon uneingenommen in ihrem Rücken ließe. Kolmar. Unsere Stadt ist abermals von 4000 Mann Preußen, Infanterie, Artillerie jund Cavalerie besetzt. Sie machen wieder Requi ssitionen, die öffentliche Ordnung ist aber ungestört. Es heißt, daß Kolmar zum Sitz der neuen ober irheinischen Regierung bestimmt sei. Alle öffentlichen Dienstzweige sind von ihnen in Besitz genommen.

In Paris werden noch immer die verrücktesten Nachrichten verbreitet und finden daselbst Glauben. Am 11. meldeten die Zeitungen, daß Moltke todt üst, der Kronprinz an einem heftigen Fieber zum Sterben liegt, Bismarck sich nach Friedensverhand⸗ lungen sehnt, daß 300 Preußen aus den polnischen Provinzen auf französische Seite übergegangen ssind, und daß die württembergischen und bayrischen Truppen offene Rebellion gemacht haben. Wahr-

f sscheinlich würden die Deutschen an ihrem Erfolge +werzweifeln und binnen wenigen Tagen die Be⸗

lagerung aufheben. Der diese Mittheilungen machende Correspondent aus Paris setzt denselben hinzu: Von Tag zu Tag überzeuge ich mich mehr, daß ein dauernder Friede nur in Paris unter- zeichnet werden kann, und daß den Parisern aus

eigener Erfahrung die Erkenntniß beigebracht werden muß, wie Sieg allerdings eine Vermehrung der militärischen Gloire, Niederlage aber eine Demüthigung meint, und wie das Eine ebenso möglich ist, wie das Andere. Wenn die Be lagerung morgen aufgehoben würde, dann würde diese eitle, frivole Bevölkerung nach einem halben Jahre nicht mehr glauben wollen, daß Elsaß und Lothringen je von einem Feinde besetzt waren. Und wenn die deutsche Armee nicht geradezu die Boulevards entlang defilirt, sollte es mich nicht wundern, wenn man uns sofort nach ihrem Ab⸗ zuge sagte, daß sie nie dagewesen seien.

Belgien. Brüssel. Nach hier eingelangten officiösen Nachrichten aus Berlin werden sich auf Wunsch des Königs von Preußen dessen Alliirten nächste Woche nach Versailles begeben. Der neueste Bericht derIndep. belge. aus London signalisirt specielle Mittheilungen über die Chancen, welche für den kaiserlichen Prinzen existiren sollen. Dr. Conneau aus Wilhelmshöhe und Prinz Na- poleon sind Gäste der Kaiserin Eugenie

Thiers ist am 25. Abends in Paris ein- getroffen. DasSiecle vom Montag haranguirt auf's Feurigste gegen jeden Vermittlungsvorschlag der Neutralen.Nur Krieg auf's Aeußerste vermag uns eine glänzende Revanche, einen ruhmvollen Frieden und die unsterbliche Republik zu bringen. Eine hier eingetroffene Depesche aus Madrid kündigt den Prinzen Georg von Sachsen als den neuesten Regierungscandidaten an. Derselbe ist 28 Jahre alt, sächsischer Generallieutenant und mit einer portugiesischen Infantin vermählt. Wie man aus London meldet, hat General Boyer mit einem preußischen Offizier einem Rathe der Kaiserin mit Persigry, Rouher, Schneider und Chevreau beigewohnt. Es wurde beschlossen, un thätig zu bleiben, bis die Diplomatie gescheitert ist.

Großbritannien. London. Als erstes Zeichen der Vermittlungsversuche, welche von neutraler Seite unternommen wurden, darf ein von den Morgenblättern gebrachtes Communique anzuseben sein, nach welchem die Kaiserin Eugenie auf die vorgeschlagene Reise nach Versailles verzichtet, unter dem Vorwand, die Gefahr der Situation des schwergeprüften Frankreichs nicht noch zu ver- größern. Die Kaiserin sei bereits nach Chislehurst zurückgekehrt.

Daily News enthält eine Mittheilung, welche der Anschauung entgegenzutreten bestimmt ist, als ob die Kaiserin Eugenie sich bei den Verhandlungen über einen Waffenstillstand irgend- wie betheilige. Die Kaiserin halte solche Ver handlungen solange überbaupt für unmöglich, als der Feind noch auf französischem Boden stehe und die geringste Gebietsahtretung fordere.

Italien. Florenz. Man versichert, das Ministerium des Auswärtigen habe den diploma tischen Vertretern Italiens im Auslande ein Circularschreiben zugesandt, in welchem die Be⸗

hauptung der päpstlichen Bulle bezüglich des Anlasses zur Suspension des Concils zurückgewiesen wird. Das Circularschreiben sagt: Das italienische Cabinet habe weder den Zusammentritt und die Freiheit des Contils gehindert, noch werde es dies thun. Man telegraphirt derAllg. Zig aus Florenz, 23. Oct.Prinz Amadeo nahm die spanische Krone vorbehaltlich seiner Suctessionsrechte in Italien an. An die Staatsprocuratoren er gingen strenge Weisungen, gegen Verletzungen der Neutralität energisch vorzugehen, an die Polizei- behörden, bezüglich Reisen nach Frankreich genaueste Paßcontrole zu üben.

Die spanische Regierung hat dem diplo⸗ matischen Corps die vertrauliche Mittheilung von der Throncandidatur des Herzogs von Aosta zu⸗ gehen lassen. Die Gesandten haben die Regierungen biervon verständigt. Der Herzog von Aosta hat sich bereit erklärt die Krone unter den Bedinaungen anzunehmen, daß* von den Cortes zum Könige gewählt und von den Mächten als solcher an erkannt wird.

Neuestes.

Officielle militäͤrische Nachrichten.

Versailles, den 28. Okt. Gestern Abend ist die Capitulation unterzeichnet worden. Das Victoriaschießen direkt in Berlin befohlen. Am 29., also nicht am 28., werden die Stadt und die Forts besetzt. Gefangene sind 173,000, 3 Marschälle, über 6000 Offiziere.

Wilhelm.

Gedenkblatt.

Die Veste fiel! Ein Wonneschrei durchzittert, Ein freudig Beben alle deutsche Herzen,

Und linde loͤsen sich die bangen Schmerzen; Es hat genug gedonnert und gewittert.

Die Veste fiel! Der Feinde Stolz, zernichtet, Gefangen zieht er hin nach fremder Erde;

Im Rheine wollt' er tränken seine Pferde,

Da hat ihn Gott, der Höͤchste, selbst gerichtet.

Doch theuer ward des Sieges Kranz erworben, In's kühle Grab, ach! sah'n wir Manchen senken, Manch' Edler schläft in fernem Feindesland;

Drum, wenn wir dankend uns zu Gott gewandt, Laßt ehrfurchtsvoll der Todten uns gedenken: Uns ward der Sieg; sie sind dafür gestorben!

Friedberg, N. Oetober.

Güter ⸗Versteigerung. 2561 Montag den 31. October d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen im biesigen Rathhause auf wiederholt freiwilligen Antrag der Fräulein Sophie Groß dahier deren nachbeschriebene Güterstücke:

Gemarkung Friedberg. Nr. Kiftr. 37. 245. Acker im Lachenfeld, 309. 759. Acker am stumpfen Graben, 87. 304. Grabgarten am Schützenrain, Gemarkung Fauerbach b. Fr. Nr. Klftr. 64. 271.

Flur. 10. 10.

1.

Flur. 15 Acker unter der Judenhohl und Edelspfad,

3. 134. 457. Acker gegen den rothen Thurm, einer nochmaligen und letzten öffentlichen Verslelgerung ausgesetzt und bei entsprechenden Geboten den Letzbleten⸗ den die Genehmigung ertheilt werden.

Frledberg den 26. October 1870. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Fouc ar.

Eine vollständige Wohnung

2547 bat zu vermleihen Joh. Becker Wittwe.

Ueue Kastanien! 7

2485 bei Wilh. Fertsch.

Hofraithe-Versteigerung. 2562 Mittwoch den 2. November d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen im hiesigen Rathhause die zum Nachlasse der Margaretha Vogelsberger gehörenden beiden Hofralthen

Flur. Nr. Klftr. 2. 477. 18. Hofraithe in der Stadt, 2. 474. 7,8. desgl. daselbst

auf freiwilligen Antrag der Erben zum letztenmal öffent⸗ lich meistbletend versteigert und bei einem entsprechenden Gebote dem Letztbtetenden alsbald die Genehmigung ertheilt werden. Friedberg den 27. October 1870. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Fouc ar.

Arbeits-Versteigerung. 2561 Dienstag den 1. November 1870, Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Rathhause zu Rodheim nach; benannte Arbeiten öffentlich an die Wenigstnehmenden veraccordirt werden, als:

Zimmerarbeit, veranschlagt zu 27 fl. Spenglerarbelt 27* Welßpbinderarbeit 5*

Vilbel den 27. October 1870. o l,

Bezirks Bauausseber.

mit oder ohne Möbel,

Ein Zimmer, hat zu vermtethen 2⁵⁴8 Joh. Becker Wittwe.

Hand-Dresch-Maschinen

2562 mit transportablem Goͤpel find bei mir angekom⸗ men. Der Göpel bleibt während der Arbeit auf Rädern und wird durch Unterlegen feffsgemacht. Beim Fort⸗ fahren wird die Dresch⸗Maschine auf den Göpel gessellt⸗ Die von mir gelieferten Maschinen find vorzüglich gut gearbeitet, haben leichtesten Gang und liefern vollkom⸗ menen Reindrusch.

Ich gebe die Maschinen auf Probe und unter Garantie. A. Buch in Hungen.

Roggenkleie,

2564 Waizenkleie, Waizenschaalen zu dilligen Preisen dei Jacob Stern n ä ch flder Burg.

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2452 Alle in die Ubrmacherei einschlagenden Reparaturen werden prompt besorgt von Hermann Stadelmann in Friedberg dem Hotel Trapp gegenüber.