Ausgabe 
29.10.1870
 
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1870.

Samstag den 29. October.

Oberhessischer

Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.

Friedberger Intelligenzblatt.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerslag und Samstag.

Darlehn baldigst angemeldet werden.

rechte Deu welten ixzpihn burte, die Henn n delannten Syn B e 12g ntutt nun- lrtnturg i, In seiner heutigen Sitzung hat die Herzen I, bt l auch geh

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dein ee Arsatz durch den Staat nicht erfolgt, definitiv von dem Kreis über⸗ e nee lein nommen werden sollen.

* bverdtt, dit f. Die zu diesem Zwecke erforderlichen Mittel sind durch Kapital⸗ ech el. gufnahme zu beschaffen und sind wir dierzu bis zum Betrage von

errgtenttleig, 4,000 fl. ermächtigt worden. 10 Andi i 0 Indem wir daher Gemeinden, Kirchen⸗

an die Großherzoglichen Bürgermeist ereien,

Indem wir Sie auf unsere heutige Bekanntmachung obigen Betreffs aufmerksam machen, fordern wir Sie auf, sich angelegentlich darum zu bemühen, daß Kapitalien in dem erforderlichen Maße als Insbesondere wollen Sie, im Falle entsprechende Baarmittel in den Ihrer Verwaltung unterstehenden Jonds vorraäthig sind, die Großherzoglichen Bürgermeistereien mit den

Amtlicher Theil.

Betreffend: Kriegsfubren, bier die Aufnahme von Kapitalien für die Kreis kasse des Kreises Friedberg. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg

die sämmtlichen Kirchenvorstände und die Vorstände der milden Stiftungsfonds.

Gemeinderäthen in Erwägung ziehen, ob nicht diese günstige Gelegen⸗

heit zur sicheren Kapitalanlage benutzt werden soll und bejahenden

Falls sofort Vorlage machen.

Die Großherzoglichen Bürgermeistereien werden angewiesen uns über alle bei denselben angemeldeten Kapitalien sofort berichtliche

Anzeige zu erstatten.

E K enten enn

Betreffend: Kriegsfuhren, hier die Aufnahme von Kapitallen für die Krriskasse des Kreises Friedberg. der Bezirksrath diesseitigen Kreises beschlossen, daß die für die bei den Kriegsfuhren entstandenen

Entwerthungen und Verluste und für die geleisteten Fuhrdienste zu zewährenden Vergütungen aus der Kreiskasse vorgelegt und, soweit

und milde Stiftungs-

sämmtlicher Gemeinden und der Kreises und ist sonach hinlängliche Sicherheit geboten.

Es erscheint im Interesse der Gemeinden und Kreisangehörigen wuͤnschenswerth, daß der ganze Bedarf durch einfache Darlehen gegen von uns und die Bevollmächtigten des Bezirksraths im Namen des Kreises zu vollziehende Schuldscheine beschafft werden kann, da hier⸗ durch die bei den jetzigen Zeitverhältnissen nicht ohne Verluste zu bewerkstelligende Ausgabe von Partialobligationen vermieden wird.

Angebote konnen auch bei den Großherzoglichen Bürgermeiste⸗ reien des Kreises angemeldet werden, welche dieselben unverweilt zu

Friedberg den 27. Oktober 1870.

Ter a pp.

n 8.

selbstständigen Gemarkungen des

en onds, Corporationen und Private auffordern Kapitalien in be⸗ ic bei egen, e liebigem Betrage als Darlehen an die Kreiskasse bei uns bald uahenen Wer n e wee möglichst anzumelden, bemerken wir, daß der Zinsfuß auf 5% Friedberg den 27. Oktober 1870. rranfreich od 0 estgesetzt ist und die weiteren dan der bei uns zu erfahren sind. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Oiuscht guter 1 Die Anlehen erfelgen durch den Kreisverband unter Garantie N ν Tr. % tien D 0 N Kriegs nachrichten. 1 Aus M 8 1* 1 dortige vorhandenen Geschütze zum Angriff nicht ausreichten 1 4 0 J ommandant große Vertheidigungs⸗Anstalten ge- und weil die Munition ausgegangen war. eee W1ftischf Nat troffen und die Einwohner der Stadt Charles- Es ist nunmehr 175 daß der Bericht zelegramm an J. M. die Königin ville, die nur durch die Maas von Mezieres des großen Ausfalls aus Metz, welcher von ngestn vit Aug usta in Homburg. getrennt ist, in Kenntniß gesetzt hat, daß er ihre Tours verbreitet wurde, nur ein Manöver Gam⸗ tu tusert hab Versailles, den 27. Okt. Diesen Stadt zusammenschießen werde, für den Fall, daß betta's war, um den schlechten Elndruck zu ver⸗ 740 dens 8 9 210 d die Preußen die Belagerung beginnen werden. scheuchen, welchen die Nachricht von den Unter⸗ Nite Norgen hat die Armee Bazaine 8 un Die Eisenbahn von Nanzig nach Parts handlungen, die Bazaine mit dem preußjschen inn bie Festung Metz capitulirt. 150,000[hat bekanntlich durch eine Sprengung bei Nanteuil Hauptquartier angeknüpft hat, überall gemacht hatte. 0, Gefangene incl. 20,000 Blessirte und Kranke. eine seht empfindliche Unterbrechung erlitten. Die Die Gefangenen, welche jüngst bei Eper nap bee heute Nachmittag wird die Armee und die Bahn ist da an einer Stelle unterbrochen, wo sie durch Franctireurs wieder befreit wurden, waren durch 1 Sinti, fin Garnison das Gewehr strecken Dies eines auf erhöhtem Damme längs der Marne laufend, die Capitulation von Sedan kriegsgefangen worden. e ee arm 5 diese schließlich auf einer Brücke überschreitet und Eine französische Depesche über dasselbe Ereigniß aus

der wich tigsten Ereignisse in diesem Monate. a Dank der Vorsehung! Wilhelm.

Versailles, 25. Okt. General v. Werder rurf den 22. die aus zwei Divistonen bestehende .stgenannte Ostarmee unter General Cambriels,

ale neiche sich bei Rioz(Departement Haute Saone,

e ee urdlich von Besangon) und Etuz stellte, in dur gesagt 10 4 hcßigem Gefechte über den Ognon und aus Auxon be ie d Pessus(2) gegen Besangon zurück. Dies⸗

% eus waren im Gefechte: die Brigade Degenfeld, e Truppen der Brigaden Prinz Wilhelm und Keller N und zwei Bataillone des Regiments Nr. 30. luser Verlust: 3 Offiziere, etwa 100 Mann.

fg · Ter Feind hatte bedeutendere Verluste, dabei 2 U n, Stabsoffiziere, 13 Offiziere, 180 Mann Gefangene e, in zog sich in größter Unordnung zurück.

1 l v. Podbielsky.

7(Vergl. die Depesche des Generallieutenants eee. Beyer an den Großherzog von Baden in uriger Nummer.) 111 Verfsailles, 25. Okt. Der heute con- 1 sellirte Verlust der Bayern im Gesecht vor Paris 4 m 13. d. beträgt: Todt 3 Offiziere, 57 Mann; 2 Aerwundet 7 Ossiziere, 255 Mann; vermißt e Mann. a

in die Berge tritt. Da es sich heraus stellte, daß die Oeffnung des Tunnels mehr Zeit in Anspruch nehmen würde, als die Leitung einer neuen Schienenlinie um den Berg herum, hat man sich entschlossen, eine neue Bahnstrecke bei Nanteuil um den Berg herum zu bauen und hofft damit in 3 Wochen fertig zu sein.

Die Beschießung von Verdun begann, wie berichtet wird, am 13. Morgens und wurde am 14. und 15. d. M. mit größter Energie fort- gesetzt. Die Leistungen der Bedienungsmann- schaften waren ausgezeichnet. Am 14. Morgens eröffnete der Feind, der die Nacht dazu benutzt hatte, sämmtliche disponible Geschütze auf die an⸗ gegriffenen Fronten zu bringen, ein so energisches wohlgezieltes Feuer, daß die Brustwehren vieler Batterien, die am ersten Tage noch Stand gehalten hatten, von den schweren Geschossen der Festung durchbohrt wurden, so daß sie der Bedienung den nöthigen Schutz nicht mehr gewährten und in einzelnen Batterien ein Drittel aller Mannschaften todt oder verwundet und ein Theil der Geschütze demontirt wurde. Am 15. um 11 Uhr Morgens wurde, nachdem drei Stunden hindurch das hef tigste Feuer unterhalten war, dasselbe gleichzeitig in allen Batterien eingestellt, weil sich wohl all seitig die Ueberzeugung gebildet hatte, daß die

Druay besagt: Ein wenig mörderisches Schar mützel fand zwischen der gefangenen Garnison von Soissons und ihrer Escorte Statt. Sieben Mobilgarden von Vervins wurden getödtet und drei Liller Mobilgarden verwundet. Der Verlust der Linientruppen ist unbekannt. Eine große An⸗ zahl Flüchtlinge irren in den Wäldern und auf dem Felde herum.

In Bitsch sollen nur noch die Kirche und 13 Häuser stehen. General Failly hatte sein

Gepäck in der Festung gelassen und daher nach

seiner Gefangennahme die Erlaubniß nachgesucht und erhalten, sich dasselbe kommen zu lassen. Zu diesem Zwecke wurde der Landwehrlieutenant im 5. bayerischen Chevauxleger-Regt., Graf Wieser, als Parlamentär hineingeschickt, den der Com- mandant überall herumführte, um ihn zu über zeugen, daß die Vorräthe so bedeutend sind, daß an eine Aushungerung der Festung noch lange nicht zu denken ist.

Straßburg. Der Erlös aus den Eintritts- karten zur Citadelle beträgt bis jetzt zusammen 42,602 Fr. In dem heute veröffentlichten zweiten Gaben-Verzeichniß figurirt an erster Stelle Frank- furt mit 20,000 Fres., ferner Köln mit 2000 Thlr., Mannheim mit 4000 Fres. Am Sonntag früh hat eine Inspektion der hiesigen Feuerwehr