Ausgabe 
29.9.1870
 
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Sept. unternahm General Trochu eine Recognos⸗ rung gegen St. Denis. Die Preußen haben ich noch nicht in Courbevoie und Surenes Courbevoie westlich von Paris, nördlich vom Nont Valerien, Surenes zwischen Mont Valerien und St. Cloud) gezeigt, wohl aber in St. Cloud.

Die Umgebungen von Paris von der Dorte von Neuilly bis zu den Ternes sind zerwüstet. Alle Bäume, mit Ausnahme zweier ypressen, sind abgehauen, auf denen eine Auf

Jchrift steht:Es ist verboten, an diese Bäume

Hand anzulegen. Auch die Gedenkkapelle des Herzogs von Orleans ist verschont geblieben. Der Herzog v. Aumale soll für die Con zituante in der Charente-Inférieure candidiren. Der spanische Geschäftsträger ist in Tours angekommen. Thiers hatte vor seiner Abreise och Conferenzen mit Metternich und Lyons, welcher ihm eine directe Intervention Englands sersprochen hätte.

Belgien. Brüssel. Aus Paris wird meldet: Die Pariser Fortificationen sind unter er Leitung des Nordamerikaners Ripley armirt ind der schwache Abschnitt zwischen dem Fort Nont Valerien und St. Denis fortificatorisch imter Mitanwendung von Minen Torpedos nach nner Anordnung verstärkt worden. Rochefort, er mit der Organisation des eventuellen Straßen- umpfes in Paris betraut wurde, ordnete an, daß de Parterre-Wohnungen und Ladenräume durch übrechen sind, damit alle Häuser mit einander in Lerbindung stehen. Auch sollen Schießscharten inch der Straße angebracht werden.

26. Sept. Dem Vernehmen nach ist Pischen Preußen und Belgien vereinbart, daß un in Belgien aufgenommenen preußischen Ver tundeten nach ihrer Wiederherstellung Beverloo wer Brügge für die Dauer von drei Monaten um Aufenthalte angewiesen wird. Solo hiotestirt im Senat gegen den Angriff Italiens auf Rom, vergleicht die Situation des Kirchen states mit Belgien und fragt, ob die Regierung Paßregeln zum Schutze für die Heimkehr der in Npstlichen Diensten befindlichen Belgier getroffen hbe. Ministerpräsident d' Anethan antwortet, das nutrale Belgien sei zur Vorsicht verpflichtet, je⸗ duch seien Anordnungen zum Schutze der Lands⸗ laute getroffen. Reyntiens protestirt unter dem Viderspruch der Rechten gegen den Vergleich gelgiens mit dem Kirchenstaate.

Ueber den angeblichen Kampf in Paris eßählt man sich hier: Bewohner des Faubourg Lelleville, größtentheils Pöbel, begannen einige käuser zu plündern. Die Nationalgarde inter omirte ohne Erfolg, Mobilgarde und reguläres Hilitär mußte aufgeboten und zwei Kanonen id zwei Mitrailleusen in den Straßen aufge hrt werden, bevor man den Pöbel zu Paaren

iben konnte. Viele Todte und Verwundete.

Der Herzog v. Aumale hat den Wählern im Charente folgende Antwort ertheilt:Ich in allezeit bereit meinem Lande zu dienen, und ihme die Candidatur an. Folgendes ist mein

ogramm: ich erkenne an die gegenwärtige gierung, welche kämpft und unterhandelt; erkenne an die künftige durch die Consti ante frei gewählte Regierung. Ehrenvoller fieden! Freiheit! Ordnung! Rechtlichkeit!

Großbritannien. London.Observer

it ermächtigt, die Angabe zu dementiren, daß die Drupation vom Mont Valerien eine der deutschen Laffenstillstands⸗Bedingungen war. Das bonapartistische JournalLa Si- Antion meldet: Jules Favre ist nach Abbruch e Conferenzen mit Bismarck nach Paris zurück; geehrt, da er als äußerstes Zugeständniß nur die Schleifung von Metz und Straßburg, die Ueber⸗ usfung eines Theils der Flotte und den Ersatz ee Kriegskosten anzubieten vermochte. Palikao tuin Wilhelmshöhe.

Times,Standard,Morning⸗Post, Faily News besprechen die vom Grafen Bis- warck für die Bewilligung eines Waffenstillstandes zu gestellten Bedingungen und finden dieselben naßvoll und den Umständen angemessen.

26. Sept.Situation kündigt in Folge

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der Proklamation der Regierung in Tours ein Manifest Napoleons an, welches in London und Brüssel erscheinen wird. Nach einem Tele- gramme aus Amiens fordert der Präfect des Somme- Departements das Volk zum Kampf bis auf's Messer auf, da die Friedenshoffnungen ge⸗ schwunden seien. Eine Depesche aus Tours meldet, daß die Präfecten der westlichen Departe⸗ ments eine Conföderation gebildet haben, um die Vertheidigung zu organisiren; ob im Anschluß an die Regierung oder unabhängig, wird nicht gesagt. Zwei englische Cabinetscouriere haben Rouen auf dem Wege nach Tours passirft. Gerüchtweise verlautet, daß in Paris die Anarchie in der Zunahme begriffen ist. Der Lloyd⸗Ge⸗ sellschaft wird aus Calais gemeldet, daß die fran⸗ zösische Polizei befohlen habe, keinem Franzosen die Einschiffung nach dem Auslande zu gestatten. Rußland. Petersburg. DasPeters⸗ burger Journal sagt in einem längeren Artikel: Die fremden Mächte ermuthigen die Franzosen zum Widerstande nicht. Das Journal billigt die Bedingungen, welche Deutschland für den Waffen⸗ stillstand gestellt hat. Dem Vernehmen nach erschienen am ver gangenen Sonntag der Gesandte Buchanan und der österreichische Gesandte Chotek beim Fürsten Gortschakoff, um einen bei Preußen zu Gunsten des Friedens zu machenden Collectivschritt zu beantragen. Der Reichskanzler äußerte indeß, ein solcher Schritt könne verletzend wirken; man möge denselben Rußland allein überlassen. Die Ge⸗ sandten erklärten sich hiermit einverstanden.

* Friedberg. Das in der Nacht vom Samstag auf Sonntag bemerkte prachtvolle Nordlicht wurde gleichzeitig in vielen Städten Europas wahrgenommen. Unter enderem wird aus Stockholm gemeldet, daß dasselbe dort eine sast 24 Stunden andauernde Störung des Tele- Richtungen bewirkte. Man wäre sehr dankbar, wenn von wissenschaftlicher Seite eine Ausklärung über die Ursache dieser Erscheinung erfolgen würde.

Frankfurt. Die Einstellung des Güterverkehrs auf der Main⸗Weser⸗Bahn wird, wie wir vernehmen, durchaus nicht von den Truppentransport⸗Zügen nach dem Kriegs⸗ schauplatz verschuldet, sondern wurde durch die Verkehrs⸗ stockungen auf anderen Bahnen, welche in Folge von Proviantzügen entistehen, veranlaßt. In Folge dessen haben sich die Güter auf der Bahn so angehäuft, daß neue vorerst nicht mehr angenommen werden können.

Mainz. Während für die afrikanischen Soldaten des Lagers, Turkos und Spahis, in Baracken und Kasernen Winterquartiere beschafft werden müssen, wird das Zelt lager um 200 gestern eingetroffene große Zelte vergrößert. Die Insassen derselben, abermals einige Tausend Kriegs gefangene, werden in den nächsten Tagen erwartet.

In Mainz sind in verschiedenen Straßen der Stadt schwarz⸗roth⸗goldene, mit einem Plakat versehene Fässer aufgestellt. Die Plakate enthalten die Bitte, jeder Vorüber gehende möge eine Cigarre in das Faß wersen. Die auf diese Art gesammelten Cigarren werden für unsere ver wundeten Soldaten verwendet.

In Kassel sind an vielen Cigarrenläden Kistchen mit dem Genfer Kreuz und der Ausschrift:Herzliche Bilte für die Verwundeten um eine Cigarre! ausgehängt, welche von Zeit zu Zeit geleert werden, um deren Inhalt den Verwundeten zu überweisen; eine Einrichtung, die Nachahmung verdient. 5

Hamburg. Nachdem die Blokade in der Nord- und Ostsee durch französische Kriegsschiffe officiell aufgehoben ist, kinn der regelmäßige Verkehr mit transatlantischen Plätzen wieder beginnen. Seitens der Hamburg⸗Amerika⸗ nischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft sind bereits die nächsten Abfahrten nach New-Vork und New Orleans fest⸗ gesetzt und verweisen wir auf die heutige Annonce.

Einige Anweisungen

für die Gesundheit in dieser Kriegs⸗

zeit, namentlich zum Verhalten an⸗ steckenden Krankheiten gegenüber,

will Herr Dr. Lorenz, an ihn gerichteten Bitten

entsprechend,

Samstag den 1. Oetober, im Saale des Hotel Trapp, bon Abends 7 Uhr an,

mitzutheilen die Güte haben. Wenn auch die bisher dahier behandelten Krankheitsfälle, wie z. B. der Ruhr, noch keine bedenkliche Gestalt an- genommen haben, so sind doch anderwärts, wie J. B. im nahen Gießen, bereits mehrere ansteckende Krankheiten aufgetreten. Solche könnten sich, namentlich auf dem Kriegsschauplatze, noch weit schlimmer entwickeln, und ein Einschleppen in

unsere an einem Hauptverkehrswege gelegene Stadt ist leicht möglich. Deshalb bedarf es wohl keiner weiteren Erinnerung, welche Wichtigkeit gerade jetzt die in Aussicht gestellten Anweisungen haben. Einem Uebel vorbeugen ist weit klüger als es erst bekämpfen, wenn es schon verbreitet und erstarkt ist. Man darf deshalb hoffen, daß recht Viele von dem bei der jetzigen Arbeitsüberladung der Herren Aerzte doppelt dankenswerthen Anerbieten des Herrn Dr. Lorenz Gebrauch machen.

Zum Besten unserer Verwundeten wird ein Eintrittsgeld von 12 Kreuzern für die Person erhoben, ein größerer Betrag wird jedoch dank- barlichst angenommen.

Benachrichtigung.

Laut einer uns soeben gewordenen Nachricht ist unsere Sendung Nr. III.(welche in der Nacht vom Montag auf Dienstag von hier abging) be⸗ reits am 22. Abends im Hauptquartier unserer Divisson eingetroffen und wurde die Vertheilung der Liebesgaben sofort begonnen. Die vierte Sendung ist am 26. von hier abgegangen. Comite zur Versorgung der Hessischen

s Feldtruppen: Ohly, Vors. Blumenthal, Materialverw. Bergsträßer, Schriftführer. Schulz, Rechner.

Friedberg. Seit einigen Tagen passiren wieder zahlreiche Militärzüge, theilweise aus den weitentlegenen Ostseeprovinzen kommend, hier vor⸗ bei und sind damit auch die im hiesigen Bahnhofe errichteten Anstalten für Erfrischung der durch⸗ passirenden Krieger wieder in Thätigkeit getreten. Um dieselbe aber fortsetzen und namentlich auch den aus dem Felde zurückkommenden Verwundeten und Kranken ein Labsal gewähten zu können, thut Beihülfe und Spende von Gaben dringend Noth, denn die Mittel und Vorräthe sind gänzlich erschöpft. Es ergeht daher an die Gemeinden unserer Gegend in Nähe und Ferne, die bisher so hilfreich sich bewiesen, wiederholt die Bitte, in ihrem Liebeswerk nicht zu ermüden, und durch er neuerte Gaben es möglich zu machen, den tapferen Kämpfern für Freiheit und Vaterland wenigstens einen Bissen Brod und einen Trunk verabreichen zu können.

Brod vor Allem und ein Schluck Branntwein für die Gesunden ist das was fehlt und Noth thut und bald, recht bald, wer Etwas ent behren kann und geben will. Das frühere Comite besteht noch und wird jegliche Gabe mit Dank entgegennehmen und bestens zu verwenden suchen.

Unterstützung

der im Felde stehenden hessischen Truppen.

An Gaben gingen(außec den bei der Expedition dieses Blattes eingegangenen und bereits bescheinigten) weiter ein:

a) an Geld; von W. Mai 1 fl., Ungenannt 3 fl. 30 kr., E. Hanstein 2 fl. C. Scriba 2 fl., Seiler Dietrich 30 kr., Hofgerichts-Advekat Trapp II. 3 fl. 30 kr. Pfarrer Bornagius von Fauerbach 1 fl. 45 kr., Professor Roth 3 fl. 30 kr., Bürgermeister Uhl in Nidda 4 fl., Kreisbau⸗ meister Reuß 3 fl., Lehrer Rühl 1 fl., W. Bernbeck 1 fl., Frau Chemiker Trapp 2 fl. 30 kr. Metzger Blum(5), A. F. 1 fl., F. H. 30 kr., N. N. 2 fl., K. Fritz Witwe 3 fl. 30 kr., Oeconom Hill in Fauerbach 15 fl., O. Stoll in Nauheim 5 fl., Frl. Sopdie Groß 2 fl., Director Matthias 1 fl. 45 ke., A. Söllner I. 2 fl. 20 kr., J. Pfeffer 1 fl. Zusammen 99 fl. 50 kr.

b) an Waaren: 23 Hemden, 24 Unterhosen, 66 Paar Strümpfe und Socken, 14 Jacken, 9 Leibbinden, 11 Servietten und Taschentücher, 4 Halstücher, Psund Chokolade,/ Ohm Branntwein, 12 Packete Tabak.

Für das eingegangene Geld wurden haupfsächlich Branniwein und Cigarren angeschafft. Ferner wurden 191 einzelne Packete an Soldaten befördert. Die Fracht von hier nach Darmstadt betrug 16 fl. 10 kr.

Geld, Waaren und Packete für die nächste Sendung wolle man bis zum Samstag Nachmittag 4 Uhr an uns abgeben.

Das Comits zur Erfrischung durchziehender Truppen und Versorgung der hessischen Feldtruppen: C. Bindernagel. C. Groß. G. Hleronimus.

J. Koob. J. Morschel. A. Meßendorf.

J. Pfeffer. Pb. Ritzel. Gerson Schulhof.

G. Schwarz. C. F. Schleuning. A. Velte.