Ausgabe 
27.9.1870
 
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Hessen. Darmstadt. Das Großberzoglicht Kegierungsblaft Nr. 45 enthält:

1. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums es Innern, die Bestätigung von Stiftungen und Ver⸗ nächtnissen betreffend. f

Im Laufe des zweiten Quartals 1870 sind von des droßherzogs Königlicher Hoheit nachstehende Stiftungen und Vermächtnisse bestätigt und hierauf die betreffenden Zehörden zu deren Annahme ermächtigt worden; 1) das Zermächtniß der Bilhildis Therese Martel zu Gunsten et Genossenschaft der Schul- und Krankenschwestern zu nthen im Betrage von 3850 fl.; 2) das Vermächt⸗ üß des katholischen Pfarrers Paul Joseph Schmitz zu Nainz an die dasige Kirche zu St. Peter behufs alljähr⸗ cher Abhaltung von drei heiligen Messen im Betrag von 50 fl.; das Vermächtniß des Pfarrers Schmitz zu St. Peter in Mainz an die katholische Kirche zu Ocken⸗ eim, im Dekanate Bingen, im Betrag von 800 fl. zum wecke der inneren Einrichtung des an die vierzehn zothhelfer-Capelle auf dem Jacobsberge zu Ockenheim gebauten Hauses; 4) das Vermächtniß der Wittwe Sarbaxa Schott zu Mainz an die katholische Kirche zu Deisenau, im Dekanate Nieder-Olm, im Betrag von 00 fl. zu Gunsten der Armen und für die Unterhaltung et ewigen Ampel! 5) die Schenkung der Wittwe elena Hepp zu Bretzenheim an die katholische Kirche aselbst, im Dekanate Nieder-Olm, im Betrag von

0 fl. zur Stiftung einer Caplanei; 6) die Schenkung 2s Pfätrers Georg Lulai zu Offstein an die katholische kirche zu Guntersblum, im Dekanate Oppenheim, im betrag von 100 fl. für die Abhaltung eines Jahres- dächtnisses; 7) das Vermächtniß der Wittwe des zohannes Islaub zu Holzhausen, Ursula, geb. Vilioth, in die Landes⸗Waisenhaus-⸗Anstalt im Betrag von 200 fl.; 8) die Schenkung der Erben des verstorbenen Samuel Frier von Offenbach an die Armen der Kreisstadt Offen⸗ lach im Betrag von 100 fl. 9) die Schenkung des Wufikinstituts⸗Vorstehers Philipp Schmitt zu Darmstadt A das Mathilden⸗Landkrankenhaus zu Darmstadt, be⸗ hend in dem Reinertrag eines von ihm veranstalteten toncertes im Betrag von 200 fl.; 10) die Schenkung u verstorbenen Kreisraths Seitz und dessen nunmehr beichfalls verstorbenen Ehegattin Anng, geb. Schmidt, in Betrag von 150 fl., zu Gunsten der Armen aller (onfessionen der Kreisstadt Vilbel; 11) die Stiftung dis Freiherrn Philipp Wambolt von Umstadt und seiner bemahlin Josephine, geb. Gräfin von Boineburg⸗Lengs⸗ d in die katholische Kirche zu Darmstadt im Betrag wn 200 fl. für die Abhaltung eines Jahrgedächtnisses fer die verstorbene Gräfin Maximiliane Lon Oyen; n:) die Schenkung des Bonifacius⸗Vereins an die katho⸗ liche Kirche zu Darmstadt im Betrag von 100 fl. zu rchen⸗ und Schulzwecken für die Katholiken der Ge⸗ inden Eberstadt und Pfungstadt; 13) das Ver⸗ nächtniß der Michael Stenner 1. Eheleute zu Biblis, im breise Bensheim, a. an die katholische Kirche zu Biblis u, Betrag von 240 fl. zur Stiftung von vier Seelen⸗ äntern, b. an den Armenfonds zu Biblis im Betrag von 10 fl.; 14) die Schenkung der Eheleute Johann d Christina Uebinger zu Ludwigshöhe an die katholische kurche daselbst, Pfarrki Guntersblum, im Dekanate Tcpenheim, im Betrag von 120 fl. behufs Abhaltung beier Seelenämter alljährlich nach deren Ableben; 1 die Schenkung der Wittwe des Johann Becker III. aim Obettshausen, Anna Marla geb. Becker, an die kath. erche zu Obertshausen im Dekanate Seligenstat, im Betrag im 100 fl. für Unterhaltung, des ewigen Lichtes; ) die Schenkung der Kreis⸗Schmid⸗Stiftung zu Scheer, n Königteich Würtemberg, als Universalerbin des zu Meßen verstorbenen ordentlichen Professors in der philo enhischen Fakultät der Landes⸗Untversität Dr. Leopold ihmid, an die Bibliothek der Landes: Universität, be⸗ hend in den theologischen und philosophischen Werken is der Bibliothek des Professors Schmid im Werthe um 582 fl. 56 kr., unter der Benennung:Schmid⸗ Fiftung; 17) die Schenkung des Beigeordneten Aepfel zu Darmstadt in Verbindung mit einer Anzahl emer Freunde an die Stadtkapelle zu Darmstadt, be⸗ chend in zwei Abendmahlskannen, zwel Kelchen, einer Hestienkapfel, zwei Hostienteller, Patene, einer Taufkanne, aer Taufschüssel und zwei Altarleuchter im Gesammt⸗ onth von 350 fl.z 18) das, Vermächtniß des ver⸗ Aürbenen Oberappellations- und Cassationsgerichtsraths ssebs und seinet verstorbenen Ehefrau Agnes, geb. Seola, die katholische Kirche zu Darmstadt, im Decanate Durmstadt im Betrage von 5144 fl. 49% kr. behufs Aähaltung einer jährlichen Seelenmesse und Ueberweisung en 2% bdieser Summe alljährlich an das barmherzige Schwesse rnhaus zu Darmstabdt? 19) die Schenkung tes Ungenannten an die Ludwigs⸗ und Mathilden⸗ londesstiftung im Betrag von 567 Thaler; 20) die Senkung der Wittwe des pensionirten Grenzaufsehers Ssbastian Heußenröder zu Crainfeld an die evang, Kirche helbst, im Decanate Lauterbach, im Betrag von 100 fl, won die Zinsen alljährlich an die Ortsarmen zu ver⸗ alen find; 21) das Vermächtniß der Josepha ochmidt von Wiesbaden an den katholischen Klrchenfonds 1 e im Dekanate Bingen, im Betrag von 00 fl. für pie Abhaltung einer söhrlichen Seelenmesse Der vierzehn Nothhelfer-Kapells zu Ockenheim;

22) die Schenkung der Anna Marie Jung von den Buttenstaͤdter Höhen an die katholische Kirche zu Helden bergen, im Betrag von 150 fl. für die Abhaltung von zwei Seelenämtern und zum Ankauf von Wachskerzen; 23) die Schenkung des Joh. Spanter zu Abenheim an die katholische Kirche daselbst im Decanate Osthofen, im Betrag von 120 fl. für die Abhaltung von zwei jähr⸗ lichen Seelenämtern; 24) die Schenkung der Martin Eckstein's Wittwe zu Vadenrod an die Gemeinde Vaden⸗ rod, im Kreise Alsfeld, im Betrage von 100 zur Reparatur der Kirche daselbst; 25) das Vermächt⸗ niß der zu Gonsenheim verstorbenen Elisabeth Späth an die katholische Kirche daselbst, im Decanate Nieder-Olm, im Betrag von 200 fl. mit, der Bestimmung daß 50 fl. zum Besten des Kirchenbaues und 150 fl. zur Abhaltung eines jährlichen Seelenamtes verwendet werden sollen; 26) das Vermächtniß des Fürsten Basil Ghyka aus Jassy im Betrag von 100 fl. an die Gemeinde Bad⸗ Nauheim, im Kreise Friedberg, zu Gunsten ihrer Armen; 27) die Schenkung der Ehefrau des Dr. Ludwig Bamberger von Mainz an das Hospital zu Alzei im Betrag von 1000 fl. In Folge Allerhoͤchsten Auftrages werden diese Stiftungen zum ehrenden Andenken der Stifter dankend zur öffentlichen Kenntniß gebracht.

(Schluß folgt).

Am 22. wurden die seither in den un⸗ benutzten Localitäten der Reiter- und Artillerie Kaserne untergebrachten gefangenen Franzosen, auf ergangene Verfügung des preußischen Kriegs- Ministeriums in die Infanteriekaserne übergeführt und die noch hier liegenden Hessen bei Bürgern einquartirt.

Wiederum ist einer unserer Offiziere in Folge seiner am 18. Aug. bei Metz empfangenen Wunde verschieden. Es ist dies der Artillerie. Hauptmann Adolph Freiherr v. Schäffer⸗Bernstein, Ritter des eisernen Kreuzes. Er starb am 23. d. zu Darmstadt.

DieH. V. melden: Für die nächsten Tage werden nach amtlichen Mittheilungen wieder 60,000 Mann norddeuische Truppen unsere Stadt passiren. Dieselben sind bestimmt den Süden Frankreichs zu besetzen und dort die Bildung einer neuen französischen Armee zu verhindern und der gegenwärtigen französischen Regierung alle Ressourcen zu entziehen. Vor allen Dingen wird es sich um die Besetzung von Lyon handeln.

Mainz. Vor einigen Tagen kamen 180 deutsche Gefangene hier an, die gegen eine gleiche Anzahl französischer Gefangenen ausgewechselt wurden. Die deutschen Gefangenen erzählen von sehr humaner Behandlung Seitens der Franzosen in Metz, und dasselbe werden die französischen Gefangenen von hier berichten können. Die Kriegsbrücke an der Petersaue ist abgebrochen worden.

Preußen. Berlin. DerStagtsanz. veröffentlicht zwei Erlasse des Grafen Bismarck an die Vertreter der Regierungen des nörddeut schen Bundes bel mehreren neutralen Regierungen. Der erste Erlaß, datirt Reims, 13. Sept., legt die Nothwendigkeit dar, als Garantien gegen den nächsten Angriff der Franzosen eine bessere Bürg⸗ schaft als die des Wohlwollens, nämlich materielle Bürgschaften, zu gewinnen. Wir können die Forderungen für den Frieden lediglich darauf richten, Frankreich den Angriff auf die deutsche, namentlich auf die bisher schutzlose süddeutsche Gränze, dadurch zu erschweren, daß wir dlese Gränze und damit den Ausgangspunkt der fran⸗ zösischen Angriffe weiter zurücklegen und die Feslungen, mit denen Frankreich uns bedroht, als Bollwerke in die Gewalt Deutschlands zu bringen suchen. Der zweite Erlaß, datirt Meaux, 16. Sept., beleuchtet das erste Circularschreiben Jules Fapre's. Graf Bismarck betont, Deutschland sei fern davon, sich in die inneren Verhältnisse Frank- reichs einzumischen. Welche Regierung Frankreich sich geben wolle, sei gleichgültig; formell sei die Regierung des Kaisers Napoleon allein anerkannt. Unsere Friedensbedingungen sind davon unab- hängig. So lange Frankreich Straßburg und Metz bleibt, ist seine Offenstve stärker als unsere Desensive; in deutschem Besitz gewinnen Straß burg und Metz einen defensiven Charakter. Deutsch⸗ land sei niemals der Angreifer gewesen; Frankreich

dagegen werde jeden jetzt zu schließenden Frieden als einen Waffenstillstand ansehen und, um Rache für die jetzige Niederlage zu nehmen, wieder an⸗ greifen, sobald es sich stark genug fühlt. Von Deutschland ist keine Störung des europäischen Friedens zu besorgen. Da der Krieg uns auf⸗ gezwungen, so wollen wir zukünftige Sicherheit

fl. als Preis unserer jetzigen Anstrengungen.

Nach der Auflösung der ersten Armee, welche bisher unter dem Oberbefehl des Generals v. Steinmetz gestanden, ist die Armee des Prinzen Friedrich Karl wieder auf dieselbe Stärke wie vor der Abtretung der drei unter den Oberbefehl des Kronprinzen von Sachsen gestellten Corps gebracht worden; sie umfaßt also sechs Armeecorps nebst der Landwehr-Division Kummer. Daß die Versetzung des Generals v. Steinmetz nach Posen durch Zerwürfnisse zwischen demselben und dem großen Generalstabe herbeigeführt worden, ist trotz der Erklärung in der Kreuzzeitung eine nicht zu bezweifelnde Thatsache.

DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung schreibt? Mögen die Franzosen den Wahn aufgeben, durch fortgesetzten Widerstand einen bessern Frieden zu erkaufen. Mit jedem neuen Opfer des Krieges mehrt sich der Unwillen Deutschlands, mehren sich die Ansprüche, die wir zu machen berechtigt sind. DieKreuz⸗ zeitung veröffentlicht einen Brief des Herzogs von Mecklenburg, welcher die Thatsache feststellt, daß die Unteroffiziere von der Artillerie des Forts mit oder ohne Wissen des Comman⸗ danten die Pulverkammer in Laon angesteckt haben.

DerNat.⸗Ztg. wird aus Petersburg geschrieben:Am 3. Sept. hat der Kaiser, als er in Moskau die Depeschen von dem Siege bei Sedan und der Gefangennahme Napoleon's erhalten, bei der Mahlzeit sein Glas auf, die Gesundheit seines königlichen Onkels geleert und es dann sofort nach alter deutscher Sitte von sich geschleudert, damit es in keines Andern Hand mehr gelange.

Zu der Geheimgeschichte vor dem Kriege und über die Gründe, die bei dem Ausbruch mitgewirkt haben, wird derKöln 3. Fol⸗ gendes erzählt: Als die Nachricht von dem Verzicht des Prinzen von Hohenzollern auf die spanische Throncandidatur am 12. Juli nach Paris gelangte, war der Herzog von Gramont an der Börse stark à la baisse engagirt. Die Beilegung der Sache, für welche es nach seinem eigenen späteren Geständniß zwanzig Mittel gab, hätte dem französischen Minister des Auswärtigen einen schweren finanziellen Verlust bereitet. Man versichert das auch von noch höher stehenden Personen in der Umgebung des Kaisers, doch mag das auf sich beruhen. Von dem Herzog von Gramont, der früher Legitimist, dann Fussonist gewesen war und in der letzteren Eigenschaft auch dem Leichenbegängniß der Gemahlin Louis Philipps beigewohnt hatte, steht fest, daß mer tief ver schuldet war und in den Dienst des Kaiserreichs zu treten durch seine Geldverlegenheiten ge zwungen wurde. Daß das sogenannte Ministe rium der ehrlichen Leute diesen Mann unter den bekannten friedens gefährlichen Umständen in seine Reihen aufnehmen konnte, wird zur Charakteristik jener Menschen für alle Zeit genügen.

Hannover. In den letzten Tagen sind mehrere in Algier ansässig gewesene Deutsche hier- her zurückgekehrt, da Frankreich auch in seinen Colonten an der Spitze der Civilisation marschirt und auch dort die barbarische Ausweisung der Deutschen begonnen hat.

Königsberg. Laut Corpsbefehl des Ge⸗ nerals v. Manteuffel haben die Generale des

ersten Armee Corps auf die 18 diesem Armee⸗

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