Ausgabe 
24.12.1870
 
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a Sanitäts⸗Detachement.

Krankenttäger Hr. Ludw. Risfling, Erbach i. O., l. v., Streisschuß an der Brust. 5

Amerika. Newyork. DerTribune zufolge beabsichtigt Schenk, den Antrag zu stellen, Amerika möge an England folgende Forderungen in der Alabamafrage richten: Entschädigung der Eigenthümer von Schiffen, welche von aus eng⸗ lischen Häfen hervorgegangenen Kreuzern zerstört wurden, sowie volle Erstattung der Interessen und Ersatz der für den Aufwand zur Unschädlich⸗ machung der Kreuzer gemachten Auslagen. Endlich Anerkennung der Grundsätze der Neutralität, welche die Union aufstellte. DieTribune ist überzeugt, England werde diese Forderungen be⸗ willigen.

Washington. Die Ernennung Schenk's zum Gesandten in London ist dem Senate zur Bestätigung mitgetheilt worden.

Frankfurt. Als Curiosum wird derN. fr. Pr. mitgetheilt, daß bei dem Fransurter Magistrat von der Präfectur in Nancy angefragt worden, ob er für 1590 Thaler in einzelnen Kreuzerstücken Verwendung habe, die dort unter den Regierungsgeloern vorgefunden wurden. Das läßt sich nur dadurch erklären, daß in der Zuversicht, der Krieg werde nach Süddeuischland gespielt werden, die französische Regierung diese Scheidemünze aufgekauft hatte, um ihre Soldaten mit kleiner Landesmünze versehen zu kennen.

Frankfurt. Der Main hat am 20. d. seine Ufer Uberschritien und zeigte der Fahrthorpegel 13½. Die Jahrten der Verbindungsbahn sind eingestellt. Die Militär⸗ schlächtetei am Grindbrunnen ist überschwemmt und mußte das Vieh schleunigst aus derselben entfernt und in die Stadt zurückgetrieben werden. Hiesige Blätter melden: Wir hatlen Gelegenheit, einen nach dem Kriegsschauplatz abgebenden Artilleristen von der 11. Artilleriebrigade zu sprechen, der vor kaum 14 Tagen in Deutschland aus Amerika eintraf, um den Krieg gegen Frankkeich mitzu⸗ machen. Wit constatiren diese Thatsache, welche sich vielleicht tausendfach wiederholt hat, lediglich zum Beweise der Slimmung der Deuischen im Ausland.

g Mainz. Die französischen Gefangenen scheinen sich in Deuischland zu acclimal siren. Ein junger französischer Oeconom, welcher in deutsche Gefangenschaft gerieth, kam ach Mainz und von da zur Arbeit, auf eine benachbarte

economie, woselbst er nach seinen Kenntnissen die ent⸗ sprechende Beschäfligung erhiell. Der Herr des Gutes gewann den schmucken jungen Mann lieb und die Tochter sand auch Gefallen an ihm. Der Gefangene hielt um die Hand des Mädchens an, die elterliche Zustimmung wurde gegeben und wird die Hochzeit nach beendigtem Kriege ge⸗ seiert. Der Schwiegersohn bleibt vorerst aber auf dem Gute.

Vom Rhein. Eine englische Dame, deren Namen unbekannt bleiben soll, hat für die Frau, Mutter oder sonstige Angehörige desjenigen preußlschen Offiziers, der zuerst ein feindliches Geschütz erobern würde, ein kostbares Erinnerungezeichen, bestehend in einem großen Kreuz aus gediegenem Golde und einer dazu gehörigen Halskette, gestiftet und dem Grafen Münster übersendet, nachdem ermittelt worden, daß der Lieutenant Brandenburg vom nieberschlesischen Grenadier-Regiment Nr. 46 bei Wörth das erste Geschütz erobert. Graf Münster wird das Ge⸗ schenk der Frau Kronprinzessin überteichen und Ibre kgl. Hoheit um Uebermittelung des Geschenkes an die Mutter des noch unverheiratheten Lieutenants, Frau Bauräthin Brandenburg in Rüdesheim, ersuchen. Das Kreuz trägt in englischer Sprache die Inschrift:Eine englische Frau dem Lieutenant Brandendurg für seine Tapferkeit bei Wörth. Die Stifterin bat die Besiimmung hinzuge⸗ fügt, daß das Erinnerungezeichen sich in der Familie fort⸗ erben sol.

Köln. Am 21. Dec. stieß der sogenannte englische Zug bei Pepinster, zwischen Verviers und Lüttich, gleich nach dem Verlassen des Tunnels auf mehrere Waggons,

welche sich von einem Güterzuge getre tten und durch den Wind getrieben wurden, wobei ein Maschinist sofort tobt blieb; das Dienstpersonal wurde fast sämmilich verletzt, schwer der Zugführer. Die Passagiere kamen mit dem Schrecken und leichten Contusionen davon; nur eine Dame, welche aus ihrem Coupe über den Damm sprang, verschwand in den Wellen des nahen Flüßchens.

Kassel. Am 21. Dec. kam ein Zug mit 1500 ge⸗ sangenen Franzosen von der Loire-Armee unter Begleitung von einigen 80 Bayern und preußischer Landwehr auf hiesigem Bahnhof an; dieselben sollten über Gnntershausen nach Stettin fahren, da aber der größte Theil in offenen Lowtren lag und bei Gensungen schon ein Mann vor Frost gestorben war, so hatle der den Zug führende Offi cler sich an hiesige Etappe gewandt und gebeten, daß den Gefangenen in Kassel eine Erfrischung gereicht werde; in Folge dessen blieb der Zug hier und wurden die Ge⸗ sangenen, nachdem sie auf dem Bahnhof von der Etappe erfrischt waren, in verschiedenen Reithäusern und in den Bahnhofssälen untergebracht; die Begleitmannschaft wurde von dem Verpflegungs-Comite auf dem Bahnhof aus⸗ reichend erquickt.

Karlsruhe. Am Abend des 15. d. stieß der von Mannheim nach Karlsruhe gehende Rheinthalbahnzug zwischen den beiden Karlsruher Stationen auf einen vor dem Hauptbahnhof schon über Stunden auf der Ein fahrt wartenden Zug der pfälzischen Eisenbahn, welcher mit verwundeten und kranken Soldaten besetzt war. Einem Eisenbahnbediensteten wurden die Beine zerschmettert, die Zahl der übrigen Verletzungen ließ sich bei Nacht und Nebel nicht übersehen. 5

Aus Bayern wird gemeldet: Bei einem französischen Kriegsgefangenen Namens Berlau, welcher in Landshut internirt ist, soll man nach demKurier für Niederbayern Briefschaften aufgefunden haben, welche den Traupmann' schen Raubmord betreffen und die Existenz zweier Mit⸗ schuldigen an diesem Verbrechen constatiren. Untersuchung soll bereits eingeleitet sein.

München. Einem hiesigen Handlungshause ging durch die Unvorsichtigkeit eines Lehrlings auf dem Wege zur Post ein Geldbrief mit einem Tausendthalerschein und einem Hundertthalerschein verloren. In Folge der Auf forderung, daß der Finder den Brief gegen eine Belohnung von 150 fl. zurückstellen solle, kam dem Eigenthümer die Taufendthalex⸗Bankaote anonym durch die Post mit dem Bemerken zu, daß der Finder den Hundertthalerschein als Finderlohn behalten habe.

Berlin. Eine Prager Firma hat für Rechnung des norddeulschen Bundes die Lieferung von 40,000 Paar Schuhen für die in preußischer Gefangenschaft befindlichen Franzosen abgeschlessen. Es ist ein eigenthümliches Zu sammentreffen, daß dieselbe Firma lange vor der Eröffnung des preußisch⸗französischen Krieges im Auftrag der franzö sischen Regierung 200,000 Paar Schuhe für die franzö⸗ sische Armee lieferte.

Verloosunge n.

Mailänder Loose. Bei der am 16. d. vorge⸗ nommenen 17. Ziehung der 10 Fr.⸗Loose der Stadt Mailand wurden die Serien 649, 7317, 150, 1895 und 5300 gezogen. Serie 649 Nr. 1 gewann den ersten Treffer von 50,000 Fr., Serie 5200 Nr. 39 1000 Fr., die Nr. 79 derselben Serie 500 Fr. Die Serien 5300 Nr. 71, 31 und 62, S. 159 Nr. 31 und 70 je 100 Fr. Die Serien 7317 Nr. 95, 86, 87, 100, 88, 80, 59 und 92, S. 159 Nr. 76 und S. 649 Nr. 65. je 50 Fr Andere Gewinnste zu 20 und 10 Fr.

Abrechnung.

Aus Anlaß der Abschätzung der Entwerthung an den Kriegsfuhren sind dem Unterzeichneten von nachfolgenden Fuhrenbesitzern die beigesetzten Gaben für die Hülfsver eine des Kreises für verwundete und erkrankte Soldaten, zugesagt und inzwischen eingezahlt worden. Von den Herren:

Beigeordneter Fenchel in Gambach 37 fl., Hilbert Kautz⸗ müller daselbst 5 fl., H. Ohnemotz das. 5 fl., F. Mull daselbst 5 fl.; Müßhlenbesitzer Schudt zu Görbelheimer

Mühle 20 fl.; Pachter Heyl zu Wickstadt 20 fl.; Pachter Leonhard zu Steinfurt 5 fl.; Pachter Koch in Assenheim 5 fl.; Konrad Seipp in Trais⸗Münzenverg 3 fl.; Ambros Oberländer dahier 1 fl. Müller Bopp in Reichelsheim 10 fl., Wilbelm Schmidt daselbst 10 fl., Ph. Fich daselbst 5 fl., K. Barbehön daf. 8 fl.; Wilhelm Hilger III. zu Weckes⸗ heim 10 fl.; Wilhelm Jäger in Münzenberg 9 fl., Ph. Hitzel das. 13 fl. 30 kr., Verwalter Lorenz daf. 5 fl. 30 kr. Wilhelm Alles III. daf. 2 fl. 30 kr., Heinrich Weisel da⸗ selbst 7 fl., Heinrich Klein daselbst 1 fl. 36 kr., Adam Walter II. daselbst 18 ke., Wilhelm Müller das. 1 fl. 30 kr. Summa 189 fl. 84 ke.

Hiervon habe ich, die Zustimmung der verehrlichen

Geber voraussetzend, übersendet: b. dem Hülfs verein zu Friedberg 69 24 4 7 Bad⸗Nauheim 60 30 5*Butzbach 60

Summa 189 54 was ich hiermit zu meiner Entlastung veröffentliche. Friedberg den 22. Dezember 1870. Haas, Kreisassessor.

Für die Lazarethe zu Dad-Nauheim

sind bei hiesigem Hülssverein weiter eingegangen und wer⸗

den dankend bescheinigt: fl. kr. durch Herrn Pfarrer Ebel in Steinfurt Collecten⸗

gelder 7 18 von der Gemeinde Bauernheim aus der Ge⸗

meindekasse 12 30 durch Herrn Pfarrer Siebert aus Münster aus

der Gemeinde Fauerbach v. d. H. 5 8.12 vom Gesangverein Frohsinn zu Bad- Nauheim**

nachträglich vom Concert 5 50 von Herrn Cbristian Meier zu Schwalheim

durch einen Vergleich mit Herrn Kaufmann

Richhard Huber zu Friedberg 6 26

durch Herrn Bürgermeister Jeckel aus der Ge⸗

meindckasse zu Obermörlen 35 durch Herrn Pfarrer Decker Hochweisel Kirchenopfer 5 durch denselben von einer Hochzeitsgesellscha ft

zu Hochweisel gesammelt 3 von der Gemeinde Nieder⸗Wöllstadt 15 Ungenannt 2 durch Herrn Pfarrer Ebel in Steinfurt Collecten⸗

gelder 3 30

von den Mitgliedern des Hülfsvereins zu Bad⸗

Nauheim die vierten monatlichen Beiträge 174 33 für unrechtmäßig gefressenen Hafer im Salinenstall 18 von den Frauen und Jungfranen Melbachs N

aus einer Verloosung

An Naturalien: von Sr. Erl. dem Grafen von Leiningen: 3 Körbe mit Wirsing, 1 Korb mit Suppen⸗ grünes, 1 Korb mit Gelben-Rüben und Schwarzwurz, 1 Korb mit Rothenrüben, nebst 3 Körbe mit Aepfeln und Birnen; von der Gemeinde Fauerbach: circa 400 Haupt Weißkraut, 10 Malter Kartoffeln, 10 Pfund Dörrobst, 1 Sack voll Aepfel und Pfund Butter; von Unge⸗ genannt 2 fl. in baarem Geld, 1 Korb Aepfel, 1 Säckchen Dörrobst; von der Gemeinde Ockstadt: Malter Ka. toffeln; von Frau Ostermeyer hier 4 Paar Socken und 4 Paar Unterhosen; von Herrn Bäckermeister Heß hier: 1 Bettüberzug und 1 Paar Strümpfe; von Ungenannt: 1 Paar Strümpfe, und ¼ Pfund Wollegarn; von der Gemeinde Ober-Hͤrgern 5 Säcke Kartoffeln, 2 Säge Aepfel, 1 Sack Weißkraut, 2 Säcke Gelbe-Rüben, 65 Stuck Eier, 1 Sack Dörrobst und 1 Topf Schmelzbutter; von Frau Grünbaum hier: 2 Hemden und 3 Kopfkissenüben⸗ züge; von Ungenannt: 18 Ellen weißen Shirtina zu E neuerung der Fahnen; von Herrn Präceptor Müller zu Steinfurt: 1 Korb Aepfel, 1 Päckchen Dörrobst; vo Frau Gebringer hier 1 Korb voll Aepfel; von der Ge⸗ meinde Ober-Mörlen 61 Gebund Roggenstroh. s

Ng. Bezüglich der Veröffentlichung der Gaben in Nr. 138 dieses Blattes ist zu berichtigen: es ist nicht ein, sondern zwei halde Dutzend Handtücher als empfangen zu bescheinigen.

Bad⸗Nauheim den 22. Dezember 1870.

Der Vereinsrechner Der Lazarethmeister Grünewald. Meister.

Glaͤubiger-Aufforderung.

3000 Johann Jacob Kißler IV. von Nieder⸗ Weisel bealsichtigt mit seiner Fam lie nach Amertka aud uwandern, Nechtsanspaüche an denselben find binnen 4 Wochen bel Großberioglichem Landgericht Butzbach anzumelden und zu begründen, wibrtgenfalls ihm die Enlossungsurkunde ertbtilt werden wird.

Kriedberg den 21. Dezember 1870.

Großherzogliches Kreisamt Frtedberg

Trapp.

Schellsische

3000 find wieder frisch angekommen bel. 5 Pb. Dan Kümmich

Feinslen Sraunschweiger-

und Melzener-Steinflachs! Wilh. Fertsch.

Hosapotheke n Mohren.

2928 ßeinste Portwein⸗ Punsch⸗Essenz in

e e ganzen und halben 5 Klas Gesundheits⸗ 0 Flaschen,

achten alten Rum de Jamaica, Arrac de Batavia, Cognac(alter) 0 Wilh. Sturmfels, Hof- Apotheker.

g Fur Welbnochlen empfeblen wir:

Kutschke⸗Marsch

ven H. F. Peter für Pran o forte. Preis: 27 kr. f Her Ertrag ift für die Verwundeten und die Frauen und Kinder unserer undemittelten Wehrleute bestunmt.

Bindernagel 8 Schimpf.

billigst.

Krippen, Tröge

und Gossensteine

aus s. g. Lungstein(Dolerit) empfiehlt die Ziegelei am Bahnhof zu Bad Nauheim.

Holländische Vollhäringe,

3008 bei Abnabme von ¼ Tonnen dilligst, bei Dan. Kümmich.

1821

Halsbinden

2 und Sblips zc. in schoͤner Auswahl, sowie Fonlards seldene Umknöpftücher und schwarze seidene Halstücher bel

K. Friedrich neden der Post.