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Donnerstag den 24. November.
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dein 180 l 1870. nimmt * ban 1 8428 14111
berhefsischer Anzeiger.
— de 2 g 2 g slfäse önthölt die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 1 Amtlicher Theil.
Kümmich Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publieiren:
7 Nr. 54. sub 1. Bekanntmachung, die Einberufung des Norddeutschen Bundes betreffend. Amlethen örtedberg am 22. November 1870. Oioßbemogliches Kreisamt Friedberg
rap p.
1 3418 tn 5 . 3 deaegtn— Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bundes publizirt worden. chuchard, Nr. 47. Nr. 587. Berordnung, betreffend die Einberufung des Reichstages des Norddeutschen Bundes. Vom 12. November 1870.
1 am die Großherzoglichen Bürgermeistereien Bodenrod, Fauerbach v. 207678,% Münster, Münzenberg, Nieder⸗Mörlen, Rieder⸗Rosbach, Nieder-Weisel, Ober⸗ Florstadt,
Wa* 3 Tagen bei Ordnungsstrafe. Mat Kleideiscit „Tic und Stih a u. N., sowit jn „ n ien, dichter. * 18˙⁰ 1
J Dretbauer
Chaise
solches den Obstzuͤchtern zu empfehlen.
Betreffend: Das Feuerlöschwesen in den Markt- und Landgemeinden von L. Jung.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg d. H., Gambach, Hoch⸗Weisel, Ilbenstadt,
Die Erledigung unserer Auflage vom 6. August d. J., Extrabeilage zum Oberhessischen Anzeiger Nr.
Betreffend: Vorkehrungen gegen Beschädigungen junger Obstbäume durch Schaafe und Wild.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Unter Berweisung auf unser Ausschreiben vom 27. November v. 3. auf, auch in diesem Jahre das hiernach Nöthige
bezüglich des Schutzes junger Obstbaume
Betreffend: Die Statistik der Bewegung der Bevölkerung, insbesondere der Zu- und Wegzüge im Jahr 1869. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg
an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Ilbenstadt, Nieder⸗Rosbach, Ober Oberhessischer Anzeiger
Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedb
Friedberg am 21. November 1870.
Langenhain, Maibach, Staden, Weckesheim und Wisselsheim. 93, erwarten wir binnen Trapp. Friedberg am 22. November 1870.
Bürgermeistereien des Kreises.
in Nr. 140 des Oberhessischen Anzeigers, fordern wir Sie durch Schaafe und Wild sofort anzuordnen, re sp.
Ter a p p. Friedberg am 23. November 1870.
⸗Florstadt und Ober⸗Wöllstadt.
Nr. 124, bei Meidung der Ordnungs⸗ Trapp.
erg. Schwalheim bestellt und verpflichtet worden.
Unsere Cavalerie wollte sich nicht bei dem Ver⸗ luste der beiden bapyerischen Reservegeschütze be⸗ ruhigen, welche am 10. mit einer vom rechten Wege abgekommenen bayerischen Munitionscolonne Schnell entschlossen setzten sich einige Schwadronen in Marsch und jagten der Loire- Armee die beiden genommenen Reservekanonen kurz vor Orleans
at at enn b. A. 6 70 gtbtunt⸗ Sie haben binnen 24 Stunden unserer Verfügung vom 18. v. M., strafe zu entsprechen. gen Letkrnst läglid im u Sezen.. 5. f 1 —— Heinrich Dietz von Schwalheim ist als Gemeinde-Einnehmer für die Gemeinde chen, ö Kriegsnachrichten. . Officielle militärische Nachrichten. an Kümmic 1 Versailles, 20. Nov. Der Feind ver⸗ ; suchte heute mit 6 Compagnien und 4 Geschützen ee ee itillen, 5 0 la Fere(Dep. Aisne, nordwestlich von Laon) zu dem Feinde in die Hände gefallen waren. 1 de. 250 entsetzen, wurde jedoch am rechten Oise⸗ Ufer durch 2 ein Bataillon des Regiments Nr. 5 mit bedeu- e ene, tendem Verluste zurückgewiesen, desgleichen ein bald en t.
bei ker e wee darauf erfolgter Ausfall aus der Festung.
ee e Meg, 21. Nor. Im Fort Plappeville ist e- wen heute früh 9¼ Uhr ein Munitionsmagazin in 160 die Luft geflogen. Einige Todte und 40 Ver⸗ ber, ersenug, wundete. Ursache und Details bis jetzt noch l unbekannt. v. Löwenfeld. 115i. Versailles, 21. Nov. Die bei Dreux und entinde Chateauneuf geschlagenen Mobilgarden flüchten
nach Westen und Nordwesten. Das Landwehr⸗
ch , be Bataillon Unna und die 2. Escadron des 5.
— E za Reserve⸗Husarenregiments sind am 19. d. in . ben, Chatillon(sur Seine) angegriffen worden und
buaben sich mit Verlust von 120 Mann und 70
— 90%, Pferden auf Chateau Villain(nordöstlich von ee ee, Chatillon s. S. bei Chaumont) zurückgezogen. 0 17% Von den Armeen liegen sonst keine Meldungen be, von Bedeutung vor. v. Podbielsky. 190 4— Der„Köln. Ztg.“ wird aus Versailles, e 18. Nov., gemeldet: Die Wiederoccupirung von 9 772 Dreux geschah durch die 17. Division, deren ,, Chef, General Schimmelmann, erst wenige Tage — 17 vorher durch den bisherigen Chef des Militär- il full Cabinets des Königs, General v. Treskow, ersetzt 5 worden war. Inzwischen scheint es constatirt, 1 daß General Aurelles de Paladines mit der 1 40 eigentlichen Loire-Armee in der Gegend von 1 pe Orleans stehen geblieben. Dieses Faktum erfuhr — man bei Gelegenheit eines kühnen Reiterstückchens. 1 Y
Diese Thatsache ist durchaus verbürgt. Wie ich so eben höre, ist gestern in Paris die Nachricht von der Wiederbesetzung Orleans durch die Franzosen und das glückliche Gefecht des Generals Paladines bei Coulmiers eingetroffen. Der Jubel war groß. In allen Kaffeehäusern mußte die Botschaft von den Tischen herab ver⸗ lesen werden— kurz, die Illusionen blühten wieder so schön wie nur im Juli und August d. J. Ein baldiger Ausfall dürfte wohl in Folge dieser Aufregung zu erwarten sein.
— Die„Kreuzztg.“ enthält folgende erfreu⸗ liche Mittheilung aus Versailles: Das Wetter ist unerwartet günstig, die Verwundungen und die Todten auf Vorposten wenig zahlreich, der Ge— sundheitszustand sogar überraschend gut.
— Ueber die Waffenstillstands⸗Verhandlungen zwischen Graf Bismarck und Herrn Thiers erfährt die„Köln. Ztg.“ Folgendes aus zuverlässiger Quelle: Der Waffenstillstand sollte bekanntlich 28 Tage dauern und während dieser Zeit die Wahl der Constituante, sowie der Zusammentritt der- selben stattfinden, und zwar die erstere allenthalben frei und unbehindert vor sich gehen, auch in den von den Deutschen occupirten Landestheilen. Für die genannte Zeit wurde das Aufhören der beider⸗ seitigen militärischen Operationen beantragt, aber die Fortdauer der Rekrutirungen(natürlich der französischen) beansprucht. Die conditio sine qua
non für die Regierung von Paris-Tours war:
„Die Armeen beider Theile dürfen sich nach den zu ihrer Verfügung stehenden Mitteln während des Waffenstillstandes verproviantiren, aber die Requisitionen(nämlich der Verbündeten) sind als eine Kriegsmaßregel, die mit den Feindseligkeiten selbst suspendirt werden muß, während derselben zu unterlassen. Die festen Plätze können für die Dauer des Waffenstillstandes und nach der Stärke ihrer Bevölkerung und Besetzung verproviantirt werden und dies wird— vor Allem für Paris beansprucht.“ Die Hauptstadt sollte während der Zeit durch vier namentlich aufgeführte Bahnhöfe an Vieb und Lebensmitteln erhalten: 34,000 Ochsen, 80,000 Schafe, 8000 Schweine, 5000 Kälber, 100,000 Cir.(Quinteaux) Salzfleisch, das nothwendige Futter für jene Thiere in Gestalt von 8 Millionen Centner Heu und Stroh, dann 200,000 Ctr. Mehl, 30,000 Ctr. trockenes Ge⸗ müse, endlich zur Heizung und zum Kochen 100,000 Tonnen Steinkohlen und 500,000 Klafter (Steres— 29 Kubikfuß) Holz, wobei die gegen⸗ wärtige Bevölkerung von Paris mit Einschluß von 400,000 Vertheidigern und den Bewohnern der Bannmeile zu 2,700,000 bis 2,800,000 Seelen angenommen ist. Daß bei der gegen- wärtigen Lage der militärischen Verhältnisse die Vortheile eines solchen Waffenstillstandes fast aus⸗ nahmslos auf französischer Seite gewesen wären, während die deutschen Truppen um anderthalb Monate in der Belagerung von Paris zurückver⸗ setzt gewesen wären, liegt nahe. Da französischer⸗ seits gar kein Aequivalent geboten war, so muß man annehmen, daß es von den Regierungs- männern, mit Ausnahme des Herrn Thiers, wohl nicht ernstlich mit der Einstellung der Feindselig⸗ keiten gemeint war. Die Herren wollten eben nicht die Wahlen, weil sie fürchteten, daß die Con- stituante ihrem Regiment ein Ende machen werde.


