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Marburg. Landrath Mayer dahier, vor 1866 in Homburg v. d. H. Polizeiassessor, ist, wie die„O. 3.“ vernimmt, als Polizeidirector mach Straßburg entsendet.
Hamburg. Privattelegramme der„Ham- burger Nachrichten“ melden, daß die neutralen Regierungen bis jetzt noch keine Nachricht von [Erneuerung der Blokade erhalten haben.— Offi⸗ riell wird ferner gemeldet, daß auch bei Dünkirchen sich eine französische Flotte gesammelt habe. Diese Nachricht, verbunden mit dem unerwarteten Er— scheinen des französischen Geschwaders in der Nordsee, veranlaßte das Generalgouvernement, die
sofortige Beseitigung der innern Schiffzeichen und
die rasche Wiederherstellung der Schiffsperre zu befehlen. Bei den Beobachtungsstationen vor der Elbmündung sind bis jetzt noch keine französischen Schiffe gesehen worden.
— 18. Oct. Der„Hamb. Correspondent“ schreibt: Im Laufe des gestrigen Tages sind keine weiteren Nachrichten über den Aufenthalt und die Stärke der französischen Flotte in der Nordsee, auch nichts über eine Behelligung von Kauffahrtei⸗ schiffen hier eingetroffen.
Bauern. München. Sicherem Vernebmen nach ist die Einberufung des Landtages für Mitte November in Aussicht genommen.
— Der König wurde nach der Einnahme von Orleans durch den Kronprinzen von Preußen wegen des neuen großartigen Erfolges der bayerischen Waffen beglückwünscht. Der König dankte dem Kronprinzen und sandte auch an General v. d. Tann folgende telegraphifche Depesche:„Sie haben vurch die jüngsten Siege bei Orleans die ruhm. zeichen Erfolge dieses Feldzuges um eine glänzende Waffenthat vermehrt. Mit bewegtem Herzen spreche ich Ihnen, mein lieber General, sowie den Tapferen, die unter ihnen fochten, meine volle Anerkennung aus und gedenke mit innigem Bei ⸗ seide Jener, welche heldenmüthig gefallen.“
Oesterreich. Aus Wien theilt man mit, daß das demnächst erscheinende Rothbuch eine Depesche neuesten Datums enthalten werde, welche, unter vollständiger Wahrung des österreichischen Standpunkts, die zukünftige Organisation Deutsch⸗ ands in einer Weise auffasse und erörtere, die in en deutsch⸗patriotischen Kreisen hoher Anerken— nung und Befriedigung begegnen werde und bei en deutschen Regierungen, zu deren Kenntniß- nahme sie zunächst bestimmt gewesen, bereits be- legnet sein dürfte.
Frankreich. Tours. Der„Moniteur“ ihreibt: Eine unabweisbare Nothwendigkeit legt Bambetta die Pflicht auf, sich sofort in die Vogesen u begeben, woselbst die Preußen vom Vormarsch auf Lyon abgehalten werden müssen.— In Tours lagt man über die Disciplinlosigkeit der fran—
Fösischen Truppen, welche, berauscht, ihre Führer
er Unfähigkeit und des Verraths beschuldigen. Zwei Mann sollen erschossen werden.
Tours. Die schon erwähnte Proclamation Gambetta's über erlogene Siege lautet:
„Mit unbeschreiblicher Freude verkünde ich die nachssehende Nachricht aus Paris vom 12. d.: Das Volk, ungeduldig, wollte dem Feinde ent⸗
gegengehen. Hier der Bericht des ersten Sieges. Die Preußen sind aus den Stellungen gedrängt, die sie seit drei Wochen einnahmen. In der Richtung von St. Denis sind sie über Stains, Pierefitte und Digny zurückgeworfen. Wir nahmen Joinville, Creteil, Robigny und das Plateau von Arron wieder. Der Feind, aus Bas Meudon und St. Cloud vertrieben, ging bis Versailles zurück. Der Feind weiß, was es heißt, wenn ein Volk entschlossen ist, seine Institutionen und seine Ehre zu retten. Mögen nun die Provinzen ihre Pflicht thun.“— Ein Schreiben Gambetta's an den General Cambriel zeigt die Ernennung Garibaldi's zum Commandirenden der Freicom— pagnien der Vogesen und einer Brigade Mobil— garde an. Eine Depesche der Regierung vom 16. d. meldet: Beaugeney scheint vom Feinde ge- räumt zu sein. Die Preußen haben sich von Ecouis(Dep. Eure, Arr. les Andslis) gegen Gisors zurückgezogen.
Holland. Rotterdam. Der frühere Direktor unserer Bank, Herr W. Betzold, ehedem Privatsecretär des Baron Anselm v. Rothschild in Wien, ist, nach hierher gelangten authentischen Nachrichten aus dem deutschen Hauptquartier in Versailles, von einem Consortium Berliner Bankiers mit einer Mission dahin betraut und alldort ein- getroffen.
Großbritannien. London. Die„Times“ enthält folgende Depesche: Versailles, 16. Oct. General Boyer, ein Adjutant Bazaine's, ist von Metz hier angekommen und hat zweimal Bismarck gesprochen. Oberst Lindsay ist aus Paris ange- kommen, woselbst er 20,000 L. den Hospitälern übergeben bat. St. Cloud ist eine vollständige Ruine.— Die Viehseuche nimmt in Paris zu.
Italien. Florenz, 16. Oct. Es heißt, Thiers werde morgen wieder nach Tours abreisen. — Der König wird nach den bisherigen Bestim— mungen im Laufe des Monats November seinen Einzug in Rom balten.
— Garibaldi's Abreise hat allgemeines Er— staunen erregt, da Gerüchte sagten, er sei schwer erkrankt und könne die Reise nach Frankreich nicht unternehmen. Nachdem er den Aufruhr der Se— cesstonisten von Nizza befördert hatte, glaubte kein Mensch, daß er noch immer die Absicht hege, für die provisorische Regierung, die eigentlich sein Dienstanerbieten nicht annehmen wollte, zu kämpfen. Man sagt, Garibaldi beabsichtige Truppencorps zu bilden, um in die Schweiz(2), Baden, Württemberg vorzudringen und so den Krieg nach Deutschland zu tragen.— Die„Amtszeitung“ enthält ein Decret, welches in den römischen Pro— vinzen alle Rechtsungleichheit der Bürger wegen, des Religionsbekenntnisses aufhebt.
— Thiers, dessen Abreise nach Frankreich um einen Tag verschoben worden ist, hatte, im Bei⸗ sein Senard's, eine lange Besprechung mit Vis⸗ conti⸗Venosta.— Ein soeben erschienenes Derret hebt die Zolllinie a der römischen Gränze auf.
Rußland. Petersburg. Das„Peters- burger Journal“ meldet: General Burnside theilte Jules Favre die deutscherseits neuerdings gestellten Waffenstillstandsbedingungen mit, welche der General für annehmbar erklärte. Dieselben wurden jedoch verworfen. Der Grund der Verwerfung ist un- bekannt.
Amerika. Washington. Der Präsident hat eine Proclamation folgenden Inhalts erlassen: Da gewisse übelwollende Staaten der Union Truppenkörper organisiren, unter dem Vorwande, daß sie Seitens der Regierung die Vollmacht hierzu besäßen, und militärische Expeditionen gegen die Gebiete von Mächten, mit welchen die Union in Frieden lebt, ins Leben gerufen, sowie Gelder gesammelt, Leute angeworben und Schiffe aus⸗ gerüstet haben, um sie zu dem qu. Zwecke zu ver- wenden, so wird verkündet, daß alle Betheiligten von der Regierung keine Schonung vor den Folgen ihrer Schuld zu erwarten haben. Der Präsident schärft allen Beamten der Regierung ein, jede Anstrengung zu machen, die Uebertreter des Ge⸗ setzes festzunehmen und wegen Verletzung der be—
treffenden Gesetzesparagraphen vor Gericht zu bringen. Newpork. Ein furchtbarer Sturm hat auf
Cuba gewüthet. Es geht das Gerücht, 2000 Personen seien dabei umgekommen.
Offenbach. Kürzlich wurde in hiesigem Landgerichts⸗ locale aus dem verschlossenen Pult des Landgerichts⸗Actuars die ebenfalls verschlossene Armenbüchse ihres erheblichen Inhalts beraubt und dafür zur Täuschung Kupferstücke eingelegt. An Pult und Armenbüchse fand sich keine Ver⸗ letzung, und waren beide nach dem Diebstahl wieder ver⸗ schlossen worden. Ein Schreiber beim Actuariat ist verhaftet.
Darmstadt. Nach der„M. Zig.“ ist der Lazareth⸗ brand in einigen hiesigen Lazarethen zum Ausbruch ge⸗ kommen.
Mainz. Es werden gegenwärtig für alle Gisenbahn⸗ Hauptlinien der Militärstraßen in Deutschland und in dem occupirten französtischen Gebiete besondere Lazarethzüge eingeführt, wie sie Bayern schon seit Mitte August für seine Armee besitzt. Die Wagen und Züge werden nach dem Vorbilde des Virchow'schen Ambulancezuges einge⸗ richtet. Die Verwaltung der hessischen Ludwigsbahn wird für ihre Strecken einen Park von 50 Wagen, jeden zu je 12 Hangebetten herrichten lassen. Dieser Zug wird schon in einigen Tagen in Dienst gestellt werden können. So weit nöthig, werden auch die Verwaltungen der betreffenden anderen Bahnen eben so rasch solche Züge bereit stellen.
Der Stadt Bühl hatten die Franzosen in den 90er Jahren zwei kleine eiserne Kanonen abgenommen und dieselben nach Straßburg geschleppt. Die Sache war dem Gedächtmisse der Bühler nicht entschwunden. Nach der Eroberung von Straßburg machten sich einige Bürger auf, um das entführte Gut aufzusuchen. Sie fanden dasselbe, erlangten von der Militärbehörde die Erlaubniß, es wegzuführen und brachten die zwei Kanonen unter großem Jubel der Bevölkerung nach Bühl zurück.
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