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1870.
Donnersiag den 20. October. N 124.
r Anzeiger.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
gritdberger Autelligenzblalt
Auf das vierte Quartal diefes Blattes können noch Abonnements angenommen und vollständige Exemplare desselben geliefert werden.
Betreffend: Die Statistik der Bewegung der Bevölkerung, insbesondere der Zu- und Wegzüge im Jahre 1869.
Amtlicher Theil.
Friedberg am 18. October 1870.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Bei dem Gebrauche der Register über die Zu und Wegzüge des Jahres 1869 hat sich ergeben, daß nicht alle Spalten derselben vollständig ausgefüllt sind. Insbesondere ist in manchen Registern in Spalte 18. ein Eintrag entweder gar nicht oder augenscheinlich fehler⸗
haft erfolgt.
Auf Ersuchen der Großherzoglichen Centralstelle für die Landesstatistik übersenden wir Ihnen die genaunten Register unter Couvert mit dem Auftrag, dieselben nach Anleitung der Muster IV. und V. derselben genau und vollständig zu ergänzen und umgehend
wieder zurückzusenden.
an Betreffend: Die Rinderpeft. Auf geschehene Anfragen bringen wir
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in Erläuterung unserer Bekanntmachung vom 16. d. M. Oberhess. Anz. Nr. 123 insbesondere
pos. 3 derselben weiter zur öffentlichen Kenntniß, daß wie seither ausnahmsweise der Handel mit Schlachtvieh oder zu der als nothwendig
nachgewiesenen Ergänzung des Viehstandes un
der in unserer Bekanntmachung vom 9. v. M.
ter Aufsicht der Behörde, aber auch nur, wenn diese ausführbar erscheint, unter Beobachtung Oberhess. Anz. Nr. 107 Absatz 4 d gegebenen Vorschriften stattfin den darf.
Die Großherzoglichen Bürgermeistereien und Localpolizeibeamten wollen Vorstehendes veröffentlichen lassen.
Friedberg den 19. October 1870.
Be
Aus Veranlassung des Wunsches der Programms dieser Anstalt für das Jahr 1870 zur Einsicht zugesendet werden.
Friedberg den 18. Octoder 1870.
Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp.
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Großherzoglichen Direction der polytechnischen Schule in Darmstadt ist mir ein Exemplar des — 1871 mitgetheilt worden und kann solches Denjenigen, die sich hierfür interessiren, von mir
Der Director des landwirthschaftlichen Bezirks-Vereins
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Kriegsnachrichten. Officielle militärische Nachrichten.
Veneziel, 16. Okt. Heute 3 Uhr Einzug des Großherzogs von Mecklenburg in Soissons an der Spitze von Pommerscher, Magdeburgischer und Hessischer Festungsartillerie, sowie Schleswig⸗ scher Pionniere und der Landwehrbataillone Frank— furt, Küstrin, Landsberg, Woldenberg, Branden burg, Ruppin, Prenslau, Jüterbogk und Halber städter schwerer Reiter.— Unsere Verluste während der dreiwöchentlichen Cernirung, täglichen Vor postengefechten und der viertägigen Beschießung
gering. 4000 Gefangene, 132 Geschütze.
v. Krensky.
(Das Dorf Veneziel liegt 1¼ Stunde süd⸗ östlich von Soissons, an der Eisenbahn nach Reims.)
— Was die von Gambetta ausposaunten Siegesnachrichten anbelangt, so muß ausdrücklich nuf die darauf bezügliche, schon in voriger Nummer mitgetheilte Versailler Depesche, unterzeichnet Pod⸗ hielsky, verwiesen werden. Es ergibt sich daraus, daß Gambetta unverschämt gelogen hat. Es find vom 11. bis 15. Oktober keinerlei größere Gefechte vor Paris vorgefallen, wodurch die deutsche Cerntrungslinie in dieser Weise durchbrochen worden wäre.
— Berichte aus dem Hauptquartier Versailles vom 9. Oktober melden: In den nächsten Tagen wird hier ein bedeutender Theil der in Straßburg gelegenen Truppen erwartet, der andere ist von dort nach Süden beordert. Vorräthe sind in
Folge der ergiebigen Requisitionen aus der Gegend
won Orleans eingetroffen. Der Feind kanonirt anhaltend auf Malmaison und Bougival von Mont Valerien aus.
— Die Festung Soissons, welche am
16. d. Mts. früh nach viertägigem Artillerie- Pont à Mousson, 12. Oet. Heute kam kampfe capitulirt hat, gehört zu den befestigten ein französischer General in Begleitung mehrerer Plätzen erster Klasse und ist durch ihre Lage preußischer Offiziere aus Metz hier an, um ins an mehreren Eisenbahnen ein für die deutschen Hauptquartier des Königs zu gehen. Man be— Armeen um so wichtigerer Punkt, als durch hauptet, es sei dies der General Canrobert gewesen ihren Besitz auch die von Rheims nordwärts(siehe Nancy) und Uebergabe-Unterhandlungen nach Paris führende Bahnstrecke über Villers- wegen Metz der Zweck seiner Reise. Das Schießen Cotterets, Crépy(⸗au-Valois) und Nanteuil in den letzten Tagen war ungeheuer. (le Haudouin) in ihre Gewalt gelangt ist(die Metz. Der Ausfall vom 26. v. M., der südlichere führt uͤber Epernay und Meaux). noch am günstigsten von allen für die Belagerten, Von Laon 4½, von Paris 15 Meilen ent⸗ wenn auch ohne endgültigen Erfolg war, soll von fernt, ist Soissons(12,000 Einwohner zählend) Marschall Canrobert geleitet gewesen sein. außerdem Sammelpunkt der verschiedensten— Das„Echo du Luxembourg“ vom 13. Straßen, welche strahlenförmig nach Chauny, Oktober meldet:„Die Besatzung von Montmedy Compidgue, Villers-Cotterets, Chate-au⸗Thierry, hat in der Nacht von Donnerstag auf den Freitag Dormans und längs der Aisne weiter gehen. einen Ausfall gemacht und sich gegen Stenah, Die Befestigungen von Soissons stammen aus nahe an drei Wegstunden von dort, gewendet; ältester Zeit und werden schon von Cäsar er-[die Preußen, welche diesen Punkt besetzt hatten, wähnt. Soissons sperrte die Bahn, welche wurden zu Gefangenen gemacht, unter ihnen be— aus dem Norden über Laon auf Paris führt, findet sich der Platzeommandant; es soll den und gleichzeitig die eine der Linien, durch welche Angreifern sogar gelungen sein, die Kriegskasse, der wichtige Eisenbahn-Knotenpunkt Rheims ungefähr 80,000 Fr., wegzunehmen. Nach Aus- mit der Hauptstadt verbunden ist. Durch die sage von Reisenden, welche gestern Abend in Arlon Beseitigung dieser Sperre erhalten wir nun- eintrafen, hatten andere preußische Truppen, um mehr von Chalons aus neben der Bahn im ihre Kameraden zu rächen, Stenay an allen vier Marnethal noch eine zweite Linie bis Paris Ecken angezündet. Stenay ist ein Städtchen von zur Benutzung. Dies ist um so wichtiger, als 3000 Seelen. Kanonendonner wurde gestern, die Marnethal-Bahn durch den gesprengten Freitag, während mehreren Stunden des Nach— Tunnel bei La Ferté sous Jouarre schon auf mittags gehört.“ Es scheint wohl Verrath der der Strecke zwischen Chateau-Thierry und Meaux Einwohner von Stenay vorzuliegen. unterbrochen ist, während sich erwarten läßt,— Der„Moniteur officiel du Gouvernement daß wir über Rheims und Soissons bald bis général de Lorraine et du Prefet de la Meurthe“, dicht an unsere Cernirungslinie vor der Pariser des ofsieiellen Blattes vom Civil⸗Commissär in Nordfront werden fahren können. Lothringen enthält folgende Mittheilung:„Am Nancy, 14. Okt. Der General Boyer, 1. d. wurden die in Flavigny und Vezelize erster Adjutant des Marschalls Bazaine, ist nach stehenden Gendarmen durch Franctireurs angegriffen. Versailles abgereist, um wegen der Capilulation Ein Gendarm ward verwundet, ein zweiter schwer von Metz zu unterhandeln. verwundet und sechs andere wurden gefangen


