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1870.
Samstag den 19. März.
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Oberhessischer Anzeiger.
Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.
Friedberger Intelligenzblalt.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Auf den wöchentlich dreimal erscheinenden„Oberhessischen Anzeiger“
kann man für das zweite Quartal l. J. bei allen Poststellen für
38 kr., mit Bestellgeld für 47 kr. abonniren. Bei der Verlags⸗ Expedition kostet das Blatt für das zweite Quartal 30 kr.
Amtlicher Theil.
Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publieiren:
Nr. 7. zustandes vom 7. August 1869 betreffend. sub. 2. Friedberg den 16. März 1870.
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Betreffend; Die Verwaltung der Bürgermeistere! Oppershofen. 2 Wir hringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß in Erledigung der Bürgermeisterstelle zu Oppershofen die Dienstgeschäfte dem
Friedberg den 17. März 1870.
Großherzoglichen Beigeordneten Schmidt daselbst bis auf Weiteres übertragen worden sind.
sub. 1. Bckanntmachung, die Intruction zur Ausführung des Gesetzes über die Quartterleistung für die bewaffnete Macht während des Friedens Bekanntmachung, die Außercourssetzung Großherzoglich Sächfischer Kassenanwelsungen betreffend.
Kreisamt Friedberg.
Großherzogliches Trapp.
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Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp.
Hessen. Darmstadt. In der Sitzung der zweiten Kammer vom 15. d. berieth dieselbe noch über die für dringlich erklärte Vorlage bezüglich des Ankaufs der Brust'schen Häuser in der Hügelstraße
Hund genehmigte gegen die Stimme Dernburgs,
welcher die fraglichen Häuser nicht geeignet für beabsichtigten Zweck hält, den Ankauf für 36,000 Gulden. Bezüglich der von der 2. Kammer be⸗ schlossenen Verschmelzung der Gemeindeausgaben 2. und 3. Klasse beharrt dieselbe gegen 5 Stim- men auf ihrem Beschluß und wird sodann um 2 Uhr auf unbestimmte Zeit vertagt. Preußen. Berlin. In der Reichstags⸗ sitzung vom 15. d. wurde die Berathung des Strafgesetzbuches fortgesttzt. Von den Liberalen
wurde der Antrag gestellt, 1. die Zuchthausstrafe
bezüglich politischer Verbrechen nur bei solchen Verbrechern zuzulassen, welche aus ehrloser Ge⸗ sinnung entspringen, 2. da, wo Schwurgerichte bestehen, sollen dieselben auch über politische Ver⸗ brechen erkennen. Justizminister Leonhard und Graf Bismarck bekämpften den Antrag. Bei der Abstimmung wurde der erste Theil des Antrags angenommen, der zweite abgelehnt.
— Am 16. d. beantwortete im Reichstage der Staatsminister Delbrück die Interpellation des Abgeordneten Hirsch und verheißt demnächstige Vorlagen über Arbeiterkrankenkassen, sowie über die Haftpflicht der Unternehmer an den Bundes⸗ rath zu machen. Die Petition um Beseitigung der Zeitungskautionen wurde dem Bundeskanzler zur Kenntnißnahme und weiteren Veranlassung überwiesen. Hierauf wurde die Berathung des Strafgesetzbuch⸗ Entwurfs fortgesetzt und der am 15. d. unerledigt gebliebene§. 78 wurde mit F. 79 verschmolzen. Das von dem Abg. Meyer beantragte Amendement auf Zulassung der Festungs⸗ strafe neben der Zuchthausstrafe(für politische Verbrechen) wurde abgelehnt.— Die„Provin⸗ zial-Correspondenz“ bestätigt, daß das Zollparla⸗ ment etwa auf den 21. April einberufen wer⸗
den wird.
Bayern. München. Der„Augsburger Posiztg.“ schreibt man von hier:„Nachrichten aus Regensburg zufolge hat der dortige Bischos von Rom aus an sein Generalvicariat die Weisung ergehen lassen, daß jenen Theologen, welche der-
malen ihre Studien an der Universität München
betreiben, bekannt gegeben werden solle, daß sie nicht ordinirt würden, wenn sie weiters an dieser Universität verweilten.“
Baden. Karlsruhe. Die Abgeordneten⸗ kammer beschloß in ihrer am 15. d. abgehaltenen Abendsitzung mit allen gegen 3 Stimmen den Bau folgender Eisenbahnen: 1) im Wattachthal, 2) von Mannheim nach Worms(Rosengarten), 3) von Neckargemünd nach Eberbach.
Würtemberg. Stuttgart. In der Sitzung der Abgeordnetenkammer wurde der An- trag von Schott und Consorten in Betreff der Militärlast näher entwickelt. Es wird darin die Herabsetzung der Präsenzzeit bei der Infanterie und Artillerie auf 1 Jahr, bei der Reiterei auf 2 Jahre beantragt. Der Antrag wurde der Finanzeommission zur Berichterstattung zugewiesen und wurden in dieselbe 10 Mitglieder der groß⸗ deutschen demokratischen und 5 Mitglieder der deuischen Partei gewählt
Frankreich. Paris. Die Gerüchte von einer Meinungsverschiedenheit zwischen dem Kaiser und Ollivier in der famosen Complott⸗Angelegen- heit, die so viele Menschen noch in Haft hält, ohne daß ein Complott herauszubringen ist, er⸗ halten sich fortwährend; doch wird wohl schließ⸗ lich nichts übrig bleiben, als daß Pietri zum Opfer fällt und eine Amnestie zum Geburtstag des kaiserlichen Prinzeu die ganze schmachvolle Geschichte begräbt.
— Wie der Constitutionell mittheilt, ist dem Don Franz von Assisi durch einen General das tiefe Mißvergnügen zu erkennen gegeben worden, welches der Kaiser über dessen Zwist mit seiner Gemahlin empfindet; Don Franz möge zu einem gütlichen Einverstänoniß gelangen, um Maßregeln zu vermeiden, bei welcher die Würde der fronzö⸗ sischen Gastfreundschaft betheiligt sei.
— Der am 13. d. dahier nach längerem Leiden verslorbent Hr. v. Montalembert war am 29. Mal 1810 zu London geboren und kämpfte unter ver Jali-Regierung als Mitglied der Palrskammer für die ultrawontane Freiheit der Kirche. Nach der Februar-Revolution schloß er sich der Re- publik an, begrüßte aber mit Jubel den Staats- streich. Dann wurde er Gegner des Kaiserreichs und trat 1857, von dem officiellen Candidaten
besiegt, vom parlamentarischen Schauplatz ab. Seit 1851 war er Mitglied der französischen Akademie. Sein Tod ist ein Verlust für die liberalen Katholiken, deren Partei er in der letzten Zeit gegen die Anhänger der Unsehlbarkeitslehre ergriffen hatte.
Italien. Florenz. Auf den traurigen Zustand des Unterrichts- und Erziehungswesens in Italien wirft ein neuester Bericht des Kriegs- ministers folgenden neuen Schlagschatten. Im Einverständniß mit dem früheren Unterrichtsminister Berti hatte derselbe die Verfügung erlassen, daß bei der Aushebung der Militärpflichtigen der Altersklasse von 1847 jeder Rekrut einige Worte laut lesen und seinen Vor- und Zunamen schreiben sollte. Das Ergebniß hierron war, daß von 86,953 jungen Leuten nur 26,514 lesen und schreiben, 55,682 aber oder 64 von 100 weder lesen noch schreiben konnten.
* Frankfurt Die diesjährige Ostermesse deginnt für den Großhandel wie für den Kleinhandel am Mitt⸗ woch den 6. April und endigt mit Dienstag den 26. April. Das Auspacken der Waaren darf schon am Montag den 4. und Dienstiag den 5. April geschehen. Für Leder beginnt die Messe am Mittwoch den 13. April, an welchem Tage die öffentlichen Waagen zum Verwiegen desselben geöffnet werden und endigt mit Dienstag den 26. April.
Darmstadt. Dieser Tage wurde ein hiesiger Silder⸗ arbeiter das Opfer eines fein angelegten Gaunerstreichs. Ein elegant getleideter Fremder ließ sich filberne Eßlöffel vorlegen, wurde auch bald über ein Dutzend Löffel Pandels einig, welche wie üblich in Seidenpapier eingewickelt wur⸗ den, und die der Herr in ein seines Fulardtuch nochmals sorgsällig einschlug und zu sich sieckte. Beim Bezahlen des Kauspreises fand es sich, daß die Baarschaft des Fremden nicht ganz reichte. Dieser sirich das aufgezählle Geld wieder ein und zog das Paquet mit dem Bemerken aus der Tasche, daß er dem Verkäufer unmöglich zumuthen könne, ihm die Lössel anzuvertrauen, man mdͤge sie ihm in zwei Stunden in sein Hotel schicken. Dieß geschah, aber ein Herr des angegebenen Namens war nicht zu finden, der Verkäufer glaubte anfänglich, daß der Fremde sich im Namen des Hotels geirrt, daher wurde es Abend, es läßt sich Niemand dlicken. Da wiilterte der Verkäufer Unrath, wickelle das Paquet auf, welches auch richtig noch 12 Lössel, aver nicht von Silber, sondern von Zinn enthielt.
Grosigerau. Während am 27. v. M. der letzte hestige Erestoß staltsand, hat man seil dem 14. d. wieder häufigere Erderschütterungen wahrgenommen, von welchen die am 16. Morgens 10 Uhr 30 Min. und 11 Ubr 41 Min. seyr kräftig waren,


