Ausgabe 
18.6.1870
 
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Assenheim und zuweilen ist dasselbe zur Gewinnung von Sand aufgeschlossen.

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zum Fuße der beiden Grenzgebirge Vogelsberg

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mertheilen der älteren Schiefergesteine,(Grau-

der Stelle wo er entstand, durch Wasserfluthen oder Anschwemmungen fortbewegt wurde und man Entstehungsstelle liegen

boden oder Die

Die ältere Anschwemmung sei durch eine

Hofraithe⸗ und Guterversteigerung.

Der Lehm der Wetterau verbreitet sich bis

und Taunus und da er seiner Zusammensetzung nach verschieden ist von dem Grundgestein auf welchem er lagert(der unterlagernden Gebirgs- schichte), so kann er unmöglich aus diesem ent⸗ verdankt vielmehr jedenfalls seine

des Vogelsberges und den Feldspatb⸗ und Glim

wacke, Thonschiefer ꝛc.) des Taunus. Wir haben es daher hier mif einem Boden zu thun, der nicht mehr auf seiner ersten(primären) Lager stätte wo er entstand lagert, sondern offenbar von

nennt bekanntlich solchen Boden angeschwemm- ten Boden, im Gegensatz zu dem auf seiner gebliebenen Verwit⸗ terungsboden, den man auch Primitiv- angestammten Boden nennt. Geologen unterscheiden gewöhnlich eine ältere und eine jüngere Anschwemmung.

vor der historischen Zeit stattgefundene große Erdüberschwemmung(Diluvion) veranlaßt worden und nennen daher deren Ablagerungen Dilu vialgebilde oder Diluvium, wozu der Lehm der Wetterau und der Löß der Rhein gegenden(ein etwas kalkhaltiger mit unregel mäßigen Mergelknollen vermengter Lehm) gerechnet werden. Zu der jüngeren Anschwemmung dagegen rechnen sie alle Anschwemmungen(Allu

vionen), welche in der neuesten geologischen Zeit-

periode entstanden sind oder noch entstehen und nennen deren Ablagerungen Alluvialgebilde oder Alluvium, worunter also alle unter Mit- wirkung des Wassers gebildeten Ablagerungen verstanden werden, welche sich in der neuesten geologischen Zeitperiode gebildet haben, auch wenn sie nicht mechanisch zusammengeschwemmt sind, wie z. B. Torf, Raseneisenstein, Kalktuff ꝛc.

Sowohl die Diluvialen als alluvialen Ab lagerungen bestehen aus Sand, Lehm, Geröllen ꝛc, und obgleich man hiernach von diluvialem und und alluvialem Lehm⸗ und Sandboden spricht, so besteht für den Landwirth wenigstens kein greif⸗ barer Unterschied zwischen denselben. Der hiesige Lehm wird als Diluviallehm bezeichnet, weil sich in ihm nicht selten Knochenstücke von vorweltlichen Thieren finden, wie z. B. Zähne von Elephanten, Rhinocerosknochen u. dgl. Erst in diesem Sommer

*

wurden zu Fauerbach bei Friedberg beim Weg- räumen einer, über einem Basaltsteinbruch liegen- den Lehm- und Geröllschicht bedeutende Knochen- überreste eines vorweltlichen Thieres gefunden, die näher zu bestimmen, einem erfahrenen Fachmanne überlassen werden muß. Auch in den Gemarkungen Bruchenbrücken, Assenheim, Ilbenstadt und Nieder wöllstadt wurden früher solche Ueberreste gefunden. Ob jedoch aller Lehm der Wetterau als Diluvial- lehm zu bezeichnen sein dürfte, ist eine andere Frage. An manchen Stellen, z. B. in der Nähe der Hockenmühle bei Friedberg läßt sich seine Entstehung aus dem Basalt nachmweisen, ebenso auf vielen Wiesenböden, steine fortdauernde Ab- lagerung. Oft bemerkt man an einem durch senkrechten Einschnitt bloß gelegten Lehmflötze 10 und mehr deutlich abgegrenzte horizontal lagernde Schichten und es dürfte auch dem geübtesten geologischen Auge schwer werden, hier die Grenze anzugeben, wo die Diluvialablagerung aufhört und die alluviale beginnt. Vielfach wird der, aus einer durch Eisenoxydhydrat gelblich gefärbten Mischung von Thon, Sand, Kalk ꝛc. bestehende Lehm bei uns zur Fabrikation von Ziegeln und Backstein(hier auch Russensteine oder Russen genannt) benutzt und dieß Geschäft auch als landw. Nebengewerbe betrieben. Im Kreise Friedberg bestehen zur Zeit 20 Russensteinfabriken, 9 Ziegelbrennereien und 13 Ziegelbrennereien mit Kalkbrennereien verbunden. Das Hundert Back steine wiegt 7 Ctr., ein zweispänniges Fuhrwerk sollte vaher nie mehr als höchstens 800 Stück laden. Aus den Tertiär⸗ und Diluvial⸗ gebilden der Wetterau treten oft dit unter ihnen lagernden älteren Eruptiv- und Sediment⸗ gesteine zu Tage. Von den Exuptivgesteinen ist es der Basalt, der in zahlreichen einzelnen Kuppen hervortritt wie z. B. zu Friedberg, dessen Burg auf einem Basaltberge ruht, der auch kleine Lager von Halbopal einschließt; ferner bei Fauer

bezahlt. Von sedimentären Gesteinen erstreckt sich ein bemerkbarer Zug der Grauwackensormation des rheinischen Schiefergebirges östlich vom Taunus bis Holzheim und Wisselsheim in das tertiäre Gebiet hinein, und rothes Tobtliegendes bildet den bewaldeten Höhenzug von Vilbel über Altenstadt bis Selters, wo es von der Zechstein⸗ formation überlagert wird. Da das rothe Todt⸗ liegende der gewöhnliche Begleiter von Stein- kohlen ist, so werden seit einigen Jahren bei Altenstadt und Vilbel Bohrversuche auf Stein kohlen angestellt. Steinbrüche im rothen Todt liegenden finden sich bei Vilbel, Büdesheim und Heldenbergen. Weiter östlich nach Büdingen hin, tritt die Buntsandsteinformation auf. Steinbrüche überhaupt haben wir zur Zeit

im Kreise Friedberg 36 und zwar

a. im Basalt 14: zu Assenheim, Fauerbach bei Friedberg(2), Niedermörlen, Rödgen, Schwalheim(2), Södel, Steinfurt, Wissels⸗ heim(2), Wölfersheim(2), Wickstadt;

im Grauwacke- oder Uebergangskalk (Stringocephalenkalk) 7: zu Bodenrod, Gam⸗ bach, Griedel, Hochweisel(2), Nieder weisel(2);

im Grobkalk 4: Bönstadt(2), Bruchen⸗ brücken(2);

im Blättersandstein 11: zu Münzen⸗ berg, Rockenberg(9), Griedel. Nebenbei sei noch bemerkt, daß wir im Kreise auch einige Eisenstein- und eine Braun- steingrube besitzen, von denen ich die Braun- eisensteingrube zu Griedel und die Brauneisenstein

b.

C.

d.

und Braunsteingrube zu Ober-Roßbach am Fuße

des Taunus nenne.

Auch an Torf, diesem fortdauernd sich er⸗ zeugenden Alluvialgebilde ist die Wetterau nicht arm und finden sich Lager desselben bei Münzenberg, Griedel, Bingenheim, Echzell, In⸗ heiden und Salzhausen, werden aber wegen des

bach II., Nieder⸗Wöllstadt und Assenheim in deren Steinbrüchen namentlich in dem zu Fauerbach man die schönsten senkrecht stehenden säulenfsrmigen

von Magnelkies, Grünerde, Arragonit ꝛc. findet, sodann zu Münzenberg, Wisselsheim, Nieder- Mörlen, Ilbenstadt, Engelthal ꝛc. Als gute Bau- und Pflastersteine finden diese Basalte vielfache Verwendung und unserer vorzüglich gebauten Chausseen viel bei. Der kalihaltige Staud dieser Basalt-Chausseen wird in feuchtem Zustande gesammelt und vielfach als gutes Dungmittel benutzt. Das Klafter zu- rechtgehauener Basalt-Pflastersteine wird mit 70 fl.

Absonderungen des Basaltes mit Beimengungen

Reichthums unserer Gegend an Braunkohlen weniger benutzt. Nur bei Münzenberg wird etwas Torf gestochen. Im Torfe zu Echzell fand man öfters Knochenüberreste und Hufeisen von Pferden und Maultbieren, wovon Referent einige Exemplare besitzt.(Fortsetzung folgt.)

Der Wetterauer Zweig-Verein der

tragen zu dem guten Rufe Gustav⸗Adolf⸗ Stiftung

wird sein Jahressest Sonntag den 26. Juni, Nachmittags 2 Uhr, in Södel feiern, wozu alle Freunde des Vereins eingeladen werden. Herr Professor Dr. Köhler von Friedberg wird die Festpredigt halten. Friedberg den 17. Juni 1870. Der Vorstand.

Versteigerungs⸗ Anzeige. 1686 Mittwoch den 22. Junt d. J., Vormittags 11 Uhr, soll in hiesigem Rathhause auf freiwilligen Antrag der Eiguldations Commission des aufgelösften Friedberger Schützenverelns und zum Zwecke der Regelung der Angelegenheisen dieses Vereins die erst vor einigen Jabren ntu massiv von Steinen erbaute Schützenhalle nebft Schleßmauern am Usaflusse und dem Nauheimer Promenadewege, ganz in der Nähe der Stadt gelegen, getrennt und im Ganzen öffentlich metstbietend ver⸗ sieigert, auch bei entsprechenden Geboten den Letzt⸗ bietenden die Genehmigung alsbald ertheilt werden, da wahischeinlich weitere Versteigerungen dieser Objekte nicht stattfinden.

Friedberg den 17. Juni 1870.

Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Fou car.

Montag den 27. Junl d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hlesigem Rathhause die zu dem Nachlasse der ver⸗ slorbenen Heinrich Heß I. Wittwe dahier gehörenden Immobllten:

Gemarkung Friedberg. 42% Klafter Hofralthe in der Vorstadt zum Garten, 58/10 Grabgarten daselbst, 14%0 desgleichen, 0 Grabgarten in der Kehl, oͤffenilsch meistbletend versteigert werden. Friedberg den 17. Juni 1870. N Groß herzogliches Ortsgericht Friedberg 1687

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