Ausgabe 
16.8.1870
 
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DerWürtembergische Staatsanzeiger ist von der italienischen Gesandtschaft zur Erklärung ermächtigt, daß die deutsch⸗ feindliche Zeitschrift Perseveranza di Milano weder die Gesinnungen der italienischen Regierung noch des italienischen Volkes ausdrückt. 8

Oesterreich. Wien. Das neue Wiener Tagblatt schreibt:Von Berlin aus werden Sieges bulletins verschickt wie die des ersten Napoleon. Kämpfen und Siegen ist fast gleichbedeutend ge⸗ worden für die deutschen Armeen. Wir unter- lassen es, die Gefühle zu schildern, welche die Meldungen vom Kriegsschauplatz in der Brust jedes Deutsch⸗Oesterreichers hervorrufen müssen. Ein gewisser Stolz auf die Stammverwandten, die so heldenmüthig gefochten und das alte Schlag wort vondeutscher Tapferkeit wieder zu Ehren gebracht haben, muß sich unwillkürlich vermischen

mit gewissen wehmüthig bittern Erinnerungen.

Und ferner:Die Herren(Gramont und Con⸗ sorten) erleben nun die Demüthigung, daß die französische Armee von den verachteten süddeutschen Contingenten zur Vernichtung geschlagen worden ist. Der österreichischen Armee, die doch gewiß recht herzlich schlecht geführt war, ist es 1866 lange nicht so schlecht gegangen, wie den Siegern von Solferino.

Der Hinweis des PariserJournal officiel auf die österreichischen Rüstungen und die Ver⸗ sicherungen des Organs der französischen Regierung, daß der Augenblick nahe sei, wo Preußen den ernstesten und schwersten Verlegenheiten von öster reichischer Seite begegnen werde, hat in den hie sigen offiziellen Kreisen sehr unangenehm berührt.

Schweiz. Genf. Der Consul des Nord deutschen Bundes in Lyon, Hr. Schlenker, zugleich bayerischer, würtembergischer und badischer Consul, badischer Untertban, ist unter unerhörten Gewalt⸗ maßregeln verhaftet worden. Die franz. Behörden haben die foreirte Liquidation seines Vermögens

zahlungsfähig war. Es herrscht allgemeine Entrüffang.

Basel. Im Elsaß ließen die Maires unter Trommelschlag verkünden, die Bewohner sollten, weil es nicht in der Absicht des Kaisers liege, das Oberelsaß zu vertheidigen, nach der Schweiz füchten, um nicht dem Feinde in die Hände zu allen; bereits in der Nacht trafen daher Züge solcher Einwanderer in Basel ein. Den deutschen Heeren das deutsche Elsaß ohne Schwertstreich zu räumen, ist wohl ein weltgeschichtlicher Entschluß, zefaßt von demjenigen Machthaber, welcher gegen vie andern den Grundsatz der Nationalität in Italien, in Mexiko und in Holstein geltend machte.

Der Rheinübergang bei Basel wurde sistirt, »ie würtembergischen Truppen brechen zur Unter- tützung der Südarmee rheinabwärts auf. In Straßburg liegen 4000 Verwundete. Hier treffen zanze Trains Ausgewiesener aus Frankreich ein.

Frankreich. Paris. Im gesetzgebenden

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Gfaf Palikao antwortet auf diese Interpellation,

rschall Bazaine befehlige en chef die Armee. Der Antrag Jules Favre betreffs der Ausrüstung und Reorganisation der Nationalgarde auf Grund des Gesetzes vom Jahre 1831 wird mit einigen Modificationen einstimmig angenommen. Der sesetzgebende Körper nahm die Gesetzentwürfe, letreffend die Erhöhung des Kriegs Credits auf tine Milliarde Francs, sowie die Einführung des J wangscourses für Bankbillets einstimmig an.

Das Journal officiel veröffentlicht Dekrete, turch welche zwei Regimenter Gens darmen orga risirt werden, und das Departement Haute garonne in Belagerungszustand erklärt wird. Eine Depesche dus Metz vom Donnerstag, Abends 8 Uhr 20 Min. zigte an, daß kein Engagement stattgefunden hat. Es regnete den ganzen Tag.

Ein Bcrichterstatter des National erzählt, duß bei Fröschweiler Mae Mahon gegen 2 Uhr e fuhr, die Artillerie habe keine Munition mehr und die Soldaten hätten ihre Patronen verschossen. Ta machte die Cavallerie einen letzten Versuch: Die Cutrassiere machten eine Charge auf den Wald, aber jeder Baum barg einen Preußen, der

seinen Mann sicher auf's Korn nahm. Da fing das Fliehen an. Die Straße nach Hagenau bedeckte sich mit Flüchtlingen, es war ein schauder⸗ hastes Durcheinander unter dem Artilleriefeuer des Feindes, das sich verdoppelte. Als die Nacht einbrach, wurde die Unordnung in der Dunkelheit noch entsetzlicher; Geschrei, Geheul, Flüche, infer nalisches Wettrennen nach der Eisenbahn und zu der Station Brümpt. Die Regimenter, welche am stärksten litten, sind das 47. und 6, Linien- Regiment und das 2. Regiment Turcos. Oberst Krien(vom 6. Linien⸗Regiment), Oberst Graf Gramont und General Raoult wurden getödtet. Marschall Mac Mahon gesteht in einer Depesche an den Minister des Innern ein,daß er von den 33,000 Mann, die er bei Reichshofen(Wörth) commandirte, nur 18,000 Mann wieder zusammen⸗ gebracht habe. f

Wie derImpartial du Rhin mittheilt, hat der Kaiser verfügt, daß für die Dauer des Kriegs eine Reihe von Fremdenbataillonen organisirt werden sollen,welche Ausländer und Deserteure, die in französische Dienste zu treten geneigt sind, aufnehmen werden.(J)

Ueber Basel wird derKarlsr, Ztg. ge- meldet: Die Einschiffung der Truppen ist aufge- geben. Dieselben wurden von der Seeküste nach Paris gezogen.

12. Aug. Im gesetzgebenden Körper er klärte der Kriegsminister Graf Palikao, Marschall Bazaine sei thatsächlich der einzige Oberbefehls⸗ haber der ganzen Armee; ferner erklärt er, der Vertheidigungszustand von Paris sei bald voll ständig. Den Worten Gambetta's, welcher die Regierung angreift, wird von der Tribüne Beifall gezollt. Die Kammer constituirt sich hierauf als geheimes Comite, um den Entwurf bezüglich des Vertheidigungs-Comites zu prüfen. Der Entwurf wurde nicht angenommen. Der Gesetzentwurf, betreffend die Autorisation zur Ausgabe von Bankbillets im Betrag von 2 Milliarden 400 Millionen Francs wurde hierauf in öffentlicher Sitzung einstimmig angenommen.

Das französische Gouvernement läßt offiziell erklären, daß es die Genfer Convention nicht ver⸗ letzt habe. Es sei nicht richtig, daß französischer⸗ seits nur verwundete Franzosen in Pflege ge nommen seien.

Als bestimmt verlautet, Kaiserin Eugenie habe durch den Fürsten Metternich am Sonntag sich telegraphisch um Hülfe nach Wien gewendet. Die Antwort lautete ablehnend. Für eine stra- tegische Intervention sei es zu spät, für eine diplomatische zu früh.

Das Paris⸗Journal meldet: Es bestätigt sich, daß der englische Botschafter Lord Lyons zu Conferenzen nach dem preußischen Hauptquartier abgereist ist.

Gesetzgebender Körper. Der Kriegsminister General Palikao theilt mit, daß die Demission Leboeuf's als Major⸗General angenommen sei und fügt hinzu, daß in vier Tagen 70,000 Mann in die Schlachtlinie eintreten werden. Chevreau, Minister des Innern, theilt mit, daß die Regierung die Absicht habe, alle deutschen Unter- tbanen vom französischen Gebiete zu vertreiben.(11) Pelletan tadelt die Maßregel. Chevreau erwidert, die Austreibung solle mit Mäßigung(?) zur Anwendung gebracht werden.

DasJournal ofsiziel veröffentlicht die Ernennung Bazaine's zum Oberbefehlshaber des 2., 3. und 4. Corps der Rheinarmee, Trochu's zum Oberbefehlshaber des 12. bei Chalons an der Marne in der Bildung begriffenen Corps und Vonoy's zum Oberbefehlshaber des in der Um- gegend von Paris in der Bildung begriffenen dreizehnten Corps.

Gleich am Tage nach der Affaire bei Saarbrücken erhielt das Pariser Haus Rothschild den Auftrag, für die verwundeten französischen Soldaten im Namen der Gräfin von Paris 10,000, der Prinzessin von Joinville 20,000 und in Erinnerung an die Herzogin von Aumale 50,000 Frs. an das französische Hülfscomite auszuzahlen.

Unter den bei Weißenburg als schwerver wundet Gefangenen befindet sich der Bruder des

jetzigen französischen Ministers des Auswärtigen, der Oberst Latour d' Auvergne.

Pariser Privatbriefe bezeichnen die gegen⸗ wärtig dort obwaltenden Zustände als unerträg⸗ lich; wenn dieselben noch vier Wochen so fort⸗ dauerten, sei nicht abzusehen, wohin das führen könne. Die weniger bemittelten Familien leiden unter den enorm hohen Lebensmittelpreisen. Das Pfund Kartoffeln kostet 45 Sgr. Auch das Trinkwasser ist theuer geworden(wohl in Folge der sehr langen Trockenheit).

Belgien. Brüssel. Die Nachricht von dem Rückzuge der Franzosen hinter die Mosel wird in einer Correspondenz derIndependance belge aus Metz bestätigt.

Von zuverlässiger Seite wird aus Paris berichtet, daß der General Türr, welcher im Interesse des französischen Gouvernements das öffentliche Schreiben an Bismarck gerichtet hat, schon seit Jahren aus der Schatulle des Kaisers, mit welchem er durch seine Frau, eine geborene Solms, verwandt ist, eine jährliche Unter⸗ stützung von 50,000 Francs bezieht.

DerEtoile Belge veröffentlicht einen Brief des Herzogs von Aumale an den fran⸗ zösischen Kriegsminister, worin er für sich und den Herzog von Charres Anstellung in der activen Armee verlangt. Gleichviel, in welcher Charge, verlangen sie für das Vaterland zu kämpfen.

Die Londoner Journale melden, daß der kaiserliche Prinz in London angekommen ist. Die dortige französische Botschaft, ver heimlicht, wie diePall-⸗Mall⸗Gazette be⸗ hauptet, seine Anwesenheit.

Dänemark. Kopenhagen. Der Ein- druck der Nachrichten von dem abermaligen Siege der Armee des Kronprinzen bei Wörth war ein ungeheurer. Als ob Dänemark sich selbst im Kriege befände, füllten dichte Menschenmassen die Straßen. Man war sehr kleinlaut, fast, besser gesagt, lautlos. Nur Einzelne gaben, ohne An⸗ klang zu finden, ihrer Wuth Ausdruck.

Rußland und England machen gemeinsam die äußersten Anstrengungen, die dänische Regierung zum Ausharren in der Neutralität zu bewegen. Gleichzeitig haben beide Mächte bei Frankreich Schritte gethan, um zu erlangen, daß diese Neu⸗ tralität nicht von französischer Seite eompro⸗ mittirt werde. ö

Großbritannien. London. Hier ist allgemein das Gerücht verbreitet, der kaiserliche Prinz von Frankreich sei am 11. Morgens hier eingetroffen und in der französischen Botschaft ab⸗ gestiegen.

DieTimes meldet, daß England ab⸗ gelehnt habe, an der austro⸗italienischen Liga Theil zu nehmen, welche von Beust in Vor⸗ schlag gebracht worden sei, um zu verhindern, daß Frankreich nach seiner Niederlage zu Terri⸗ torialabtretungen gezwungen werde. Für den Fall der Niederlage Preußens soll nach dem betreffenden Vertrage der Auflösung des Nord deutschen Bundes kein Hinderniß in den Weg gelegt werden.

Morningpost undDaily Telegraph stellen die Ankunft des kaiserlichen Prinzen von Frankreich in Abrede. Das Abendblatt des Echo behauptet nichtsdestoweniger die An- wesenheit desselben.

Italien. Rom. Cardinal Antonelli hat Preußen in offizieller Weise wegen seiner Siege beglückwünscht. Herr v. Arnim ist zurückgekehrt.

Erfrischung der durchpassirenden Truppen und zurückkommenden Verwundeten und Gefangenen im hiesigen Bahnhofe.

Vierte Liste der Gaben aus hiesiger Stadt und Umgegend: a) an Naturalien: ½ Ohm Bier(von Ilbenstadt), % Ohm Aepfelwein(von Ilbenstadt), ½ Ohm Brannt⸗ wein(½¼ von Utphe, ½ von Ilbenstadt), 2 Ohm Schwal⸗ heimer Wasser, 17 Flaschen Wein, 30 Maas Milch, 2 Pfund Käse, 80 Pfund Fleisch und Schinken, 15 Pfund Wurst, 36 Wecke, 782 Laibe Brod(53 von Blofeld, 6 von Stammheim, 49 von Staden, 271 von Dauernheim, 72

von Ober-Mockstadt, 82 von Nieder- Florstadt, 200 von