Ausgabe 
15.11.1870
 
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wide vor Dienstag Abend eintreffen, um Gam⸗ beta von der Nothwendigkeit, die Constituante aißerhalb Paris zusammenzuberufen, zu überzeugen.

DeFrance behauptet, die neutralen Maͤchte wollten jetzt Europa einen Congreß proponiren.

Die belgisch-deutsche Telegraphenlinie ist gäört. DerNouvelliste de l' Quest behauptet, 7 Armee Ketätrp's sei zur Einschiffung für die Jordsee bestimmt. Ein Telegramm desDaily Tlegraph meldet das Gerücht, daß Garibaldi sso ergeben habe. An dem anderen Gerüchte un dem Vorschlage eines europäischen Congresses si kein wahres Wort.

Echo meldet: Louis Blanc ist in Ost⸗ ede eingttroffen. Zahlreiche aus Lille flüchtige srenzösische Familien sind in Tournay eingetroffen.

Während Gambetta Siegestelegramme herhersendet, veröffentlicht gleichzeitig ditInde⸗ pridance einen Bericht aus Tours vom 10. d. Pends, wonach alldort die größte Besorgniß witer der Bevölkerung berrscht, daß Prinz Friedrich 2 die Loire Armee zu umgehen und unter

operation mit dem General v. d. Tann einzu- ließen beabsichtigte. Dit Loire ist bedeutend * geschwollen und unschiffbar geworden.

Großbritannien. London. Die Times hingt aus der Feder ihres nach Metz entsendeten Epetial-Correspondenten die schwersten Anklagen igen Bazaine.

Italien. Rom, 9. Nov.Osservatore domano meldet, daß die italienische Regierung estern den Quirinal besetzt hat. Der Com⸗ zandeur Guerra notificirte dem Municipium esiziell den feierlichen Einzug des Königs mit nde November in Begleitung sämmtlicher könig⸗ chen Prinzen und Prinzessinen, der Minister, er Repräsentanten der Mächte und der Vertreter der Presse.

Florenz. Wie man versichert, hat Cardinal Intonelli an das diplomatische Corps in Rom enen Protest gegen die Besetzung des Quirinals 9 richtet.

Nußland. Petersburg. Gutem Ver tehmen nach ist der Kronprinz von Preußen zum zeldmarschall in der russischen Armee ernannt rorden. General Annenkoff aus der Suite des

J baisers ist beauftragt, die Ernennung nach Ver⸗

seilles zu bringen.

P. Aus der Wetterau.(Deutsche Freibeits⸗ taume). Auch in unserm Hessenlande wurden nach der Echlacht bei Leipzig unter Festlichkeiten sogenannte Frei⸗ lätsbäume gesetzt. In vielen Gemeinden sind sie ge⸗ lührend geschützt worden, in andern mußten sie leider, bonders wo sie auf Privateigenthum sianden, der sort⸗ reitenden Landwirthschaft weichen. So fällte man im wrigen Jahre auf einem herrschaftlichen Gute unserer begend eine schöne Freiheitslinde und in diesen Tagen vurde merkwürdiger Weisegefangenen Franzosen, welche orselbst schon mehrere Wochen beschäftigt sind, der Auftrag, se zu Brennholz zu zerhauen. Es steht zu erwarten, zum Andenken an die jetzige große Zeit, zur Erinnerung n die einheitliche Erhebung gegen den alten Erbfeind zuch dem Fiiedensschlusse manche Giche, manche deutsche nde gesetzt wird. Einsender möchte schon jetzt darauf zufmerksam machen dazu nur solche Standorte zu wählen, zelche Gemeindeeigenthum und nicht allzu abgelegen sind, damit die Bäume von dem Publikum schützend hobachtet werden können.

Frankfurt. Seit Freitag ist auf unseren Bahnhöfen ene seither ungewohnte Stille eingetreten. Die letzten hefangenen von Metz(etwa 2500 Mann), die übrigens r abgerissen aussahen und größtentheils ohne Winter⸗ keider und Schuhwerk waren, wurden nach Colberg trans⸗ fortirl. Daß noch kleine Krankentransporte vorkommen,

die durch Translocationen und Evacuirung der Lazarethe verursacht werden, ist selbstverständlich.

Darmstadt. Vom nächsten Mittwoch an finden da⸗ hür kige Ausfellung französtscher Ttophäen zum n des Hülfevereins für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde statt und zwar im Local des Herrn Fabrikanten Blumenthal. Ausgestellt werden die dei Wörih erbeutete französische Mitrailleuse nebst anderen französischen Beutestücken, wie Chassepots⸗, Snider- und Tabalidre⸗Gewehre, Grenadier- und Kürassier⸗ helme, Sappeur⸗Aexte, Pauken, Tornister.

Vom Rhein. Die deutschen Heere, welche Frank⸗ reich besetzt halten, umfassen gegenwärtig an streitbaren Kräften circa 690000 Mann mit 160,000 Pferden. Der Unterhalt dieser Armee erfordert an Lebensmitteln läg⸗ lich 225,000 Stück Brode, 185 Stück Rindvieh, 400 Ctr. Speck ꝛc., 540 Centner Reis, 160,000 Quart Branntwein, 10 Centiner Kaffee, 3400 Wispel Hafer, 6800 Centner Heu und 1000 Schock Stroh.

Kassel. Am 10. d., Nachts, hat in dem Bahnhofe zu Kassel ein Zusammenstoß zwischen einem Güter- und Personenzug staugefunden. Das Unglück, eessen Ursache noch nicht sest ermittelt werden konnte, hat glücklicherweise keine anderen Folgen gehabt, als daß mehrere Personen⸗ und Güterwagen nur unbedeutend beschädigt worden sind. Verluste an Menschenleben sind nicht zu beklagen; auch sollen nur einzelne leichte Verwundungen vorgekommen sein. Der allergrößte Theil der Passagiere kam mit dem bloßen Schreck davon.

Dortmund. Das hiesige Kreisgericht macht bekannt, daß im Lause dieses Sommers über 1700 unächte Ein⸗ Thalerstücke zu Heerdt bei Düsseldorf angefertigt und davon gegen 1200 bis 1400 Stück in Düsseldorf, Köln, Krefeld, Barmen, Elberfeld und Dulsburg verausgabt worden sind. Gegen 6 der vperausgabten sind einge⸗ gangen, die übrigen sind noch im Umlauf. Sie tagen die Jahreszahl 1868 ober 1869, sind um etwa ¼ dicker, als die ächten, im Herzblatt des Adlers meist mat ausge führt und von unächtem Klang. Das Kreisgericht ersucht vor⸗ kommenden Falles um Einlieferung dieser unechten Thaler.

Forbach. Nach Mittheilung eines preußischen Offi⸗ ziers(Augenzeugen) ereignete sich am Sonntag Nach⸗ mittag auf dem Forbacher Bahnhofe eine entsetzliche Scene. Einen dort eingefahrenen, stark besetzten Zug französtscher Gefangenen umringten sosort nach dem Stillhalten eine Masse Civilisten, den hungrigen Soldaten Speise und Getränke bietend. Eine große Anzahl derselben stieg aus den Wagen auf die Schienen, das freundlich Gebotene in Empfang nehmend. Als die Haltstist zu Ende, ertönte das Signal zum Weiterfahren und der Zug setzte sich langsam in Bewegung, während die Soldaten noch immer in die Waggons strebten. Mehrere stürzten bei der zunehmenden Schnelligkeit des Zuges herunter, ohne Schaden zu nehmen. Ein Mann jedoch gerieth so un⸗

ücklich unter die Schienen, daß er von den Rädern buch⸗

blich über den Lenden entzwei geschnitten wurde.

Berlin. DerN. Fr Pr. wird von hier gemeldet: Sie dürften wissen, daß für die erste eroberte französische Fahne von einem hiesigen Bankier eine Summe von tausend Louisd'ors ausgesetzt worden ist; ebenso ist die Thatsache nicht neu, daß der preußische Soldat, der sie bei Wörth eroberte, ein Jude ist. Als der tapfere Mann und Jude vor wenigen Tagen nach Berlin kam, wohin er Gefangene escortirt hatte, ergriff die jüdische haute nnance mit Enthusiasmus die Gelegenheit, den Helden festlich zu bewirthen. Es gab ein brillantes Banquier⸗ Banket und an SFr ef i s thronte der jüdische Sieger von Weh an ließ ihn unzählige Male hoch⸗ leben und forderte ihn am Schlusse des Bankets auf, doch die näheren Details seines kühnen Streiches zum Besten zu geben.Ach sehen Sie, sagte der brave Füsilier sehr bescheiden,die Sache ist bei Weitem nicht so gefährlich gewesen, als sie allgemein geschildert wird. Als wir Sturm auf die Höhen liefen, sehe ich plötzlich einen Franzmann mit der Fahne stehen. Jetzt oder nie! sagte ich mir und sprang auf den Kerl zu: Gieb die Fahne her, schreie ich, denn ich muß die 1000 Louisd' ors haben.... Der Andere ruft; Comment s'appelle?(Wie heißt 2) Ah, schreie ich hocherfreut, du blst auch ein Jude so gib die Fahne her, bekommst 500 Louisd'ors von meiner Prämie. Hier ein Wechselchen!.... Gesagt, ge⸗ than. Ich sprang mit der franzöfischen Fahne zurück und jetzt bin ich hier und bitte schoͤn um mein Geld, weil ich die Hälfte davon fortschicken muß. Die Gesell⸗ schaft wollte zwar mit Recht dieser Erzählung keinen Glauben schenken, aber der humoristische Füsilier war jetzt erst recht der Held des Tages.

Braunschweig. Einer unserer Husaren schreibt; Du wirst Dich erinnern, daß nach der Schlacht von Mars la Tour, den 16. August, ich Dir geschrieben, daß eine Schwadron unseres Regiments an diesem Tage auch eine feindliche Batterie genommen habe. Trotz der Bemühungen des Commandeurs ist dieselbe bislang dem Regiment nicht zugeschrieben worden. Wir hatten näm⸗ lich, nachdem die Bedienung der Batterie niedergehauen, letztere vollständig verlassen stehen lassen müssen, weil der Commandeur das Regiment, der erheblichen Verluste wegen, weiter rückwärts wieder sammeln und rangiren mußte. Nun hat sich folgende für das Regiment wichtige Geschichte zugetragen. Bazaine, der seinen Adjutanten als Unterhändler ins große Hauptquartier zu Bismarck geschickt hatte, läßt sich erkundigen, welches Husaren⸗Re⸗ giment(schwarz mit gelb) am 16, an dem und dem Orte und um die und die Zeit eine Attaque gemacht und dabei eine Batterie genommen habe. Da nun nach genauer Beschreibung der Uniform und Angabe des Ortes und der Zeit nur unser Regiment es sein konnte, läßt Bazaine durch seinen Adjutanten unserm Regiment sagen: Er grüße den Commandeur und das tapfere Husaren⸗ Regiment auf das Freundlichste und spreche seine Achtung aus für das schneidige Draufreiten. Er selbst habe an jenem Tage in der Batterie gehalten und habe sich plötz⸗ lich von Husaren umringt gesehen, die teuflisch auf ihn eingehauen hätten, einer seiner Adjutanten sei vom Pferde geschossen und er selbst sei glücklicherweise nur mit flachen Hieben nicht schlecht tractirt kurz er sei mit genauer Noth entkommen. Wenn wir nur eine Ahnung davon gehabt, wir hätten ihn sicherlich gefaßt. Auf diese Weise kommen wir doch noch zu unserm Recht und es herrscht im Regiment darüber eine sehr fröhliche Stimmung.

Bescheinigung. Bei dem Rechner des Comités für die Unterstützung der verwundeten und erkrankten Soldaten sind weiter ein⸗ gegangen und werden dankend bescheinigt: fl. kr.

von Herrn Dr. Matthias 2 15 durch denselben von Herrn Dr. A. Trapp 10 von Herrn Semtinarlehrer Stamm von Herten D. und M. 2 für 30 Pfund Lumpen 2 Ungenannt 1

Malerialten: Von Frau Kirchenrath Görtz in Florstadt 2 Säcke Kartoffeln, 1 Säckchen Dörrobst, 1 Korb Gemüse, von der Bürgermeisterei Ossenbeim 1 Säckchen Dörrobst, 1 Butterweck, 1 Kanne Milch; von Herrn Emmel in Berstadt 1 Butlerweck; aus der Gemeinde Ober-⸗Rosbach 2 Wagen voll Wirsing, Weißkraut, Kartoffeln, Rüben, Zwiebeln, Sellerie und Quch, 2 Körbe Frischobst, 18 Pfund Dörrobst, 45 Eier; von den Herren Kammer und Thomas in Fauerbach Korv Gemüse und 2 Körbe Rüben. Von der Gemeinde Gettenau zur Beförderung an Hessische Division im Felde: 1225 Pfund Mehl und die Ohm Kümmel⸗ Branntwein. Unsere Bitte um fernere Liebesgaben halten wir no th gedrungen aufrecht. Friedberg den 10. November 1870. Für das Comité: J. Huber, Rechner.

Sendungen zur Hessischen Division!

Unsere Expedition Nr. 8, welche unter der umsich⸗ tigen Führung unseres Delegirten Herrn Dr. Meis am 26. October a. c. von hier avging, kam am 5. d. Mis. in Bar⸗le⸗Duc zu unserer Division und konnte während des Marsches derselben durch diese Stadt den verschiedenen Regimentern und Abtheilungen die je für dieselden be⸗ slimmten Päckereien übergeben.

Die Expedition Nr. 9, unterm 3. November von hier abgesandt, folgt zur Zeit unsern Truppen nach dem mitt⸗ leren Frankreich und hoffen wir, daß auch sie dald im Stande ist, sich ihres Auftrags zu entledigen.

Den Abgang der Expedition Nr. 10 müssen wir noch einige Zeit zurückhalten, bis wir erfahren, daß unsere Division wieder einige Zeit in einem Standquartier ruhig liegen bleibt. Den Tag des Adgangs werden wir de⸗ kannt geben.

Allen! die seither mit Baarmitteln den Verkehr un⸗ serer im Felde stehenden Soldaten mit den Angehörigen in der Heimath unterstützt haben, danken wir und bitten, uns auch in der Folge in derselben Weise zu unterstützen.

Darmstadt den 10. November 1870.

Das Comité zur Versorgung Hessischer Feldtruppen Ohly. Blumenthal.

Cdict grau g. 809 Heinrich Bangel, Privatseribent in Friedberg, lessen Vermögen überschuldet ist, bat am 10. September 1 J. mit der Mafortidt seiner bekannten Gläubiger sich trrangirt. Unbekannte Gläubiger, denen dle Einficht ter Aclen freisteht, haben binnen 14 Tagen ihre For derungen dahter anzumelden und etwalge Einwendungen zwrzubringen, als sonst Zuftimmung zu dem abgeschlossenen Vergleich unterstellt und demselben die Beffätigung er⸗ heilt werden wird. grtedberg den 1. November 1870, Goßberzogliches Landgericht Friedberg Re itz Sleinberger, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor.

Eine Grube Dung

678 hat zu verkaufen W. Schreiber.

Bekanntmachung.

2659 Freitag den 18. d. M., Vormittags 9 Uhr, sollen in hiesiger Strafanstalt die abgängig gewordenen Gegen⸗

stände, als: 130 Stück Bettteppsche, 5 Centner alte Lumpen, 2 Centner altes Eisen, eine Quantität Blechgefäße, eine Parthie altes Glas, öffentlich an die Meistbietenden versteigert werden. Marienschloß am 7. November 1870. Großherzogliche Landegzuchthaus⸗Kasse Schäfer.

Ein möblirtes Zimmer

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2648 gleicher Erde ist zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden bei Joh. Fillmar.

Arbeits ⸗Versteigerung. 2667 Freitag den 18. November, Mittags 1 Udr, sollen zu Ober ⸗Florstadt die Handarbeiten auf den Vizinal⸗ wegen in der Gemarkung Oder⸗Florstadt, beginnend mit dem 1. Januar 1871, auf die Dauer von 3 Jahren an den Wenigstfordernden in Accord gegeben werden.

Ftiedberg den 11. November 1870. Der Bezirke⸗Bauausseher Schneider.

Emser Pastillen, 2489 aus den Salzen der Koͤnig-Wilbelms⸗Felsen⸗ quellen bereitet, ärztlich empfoblen gegen Magen⸗ beschwerden, als Catarrhe, Verschleimung, Säuredildung, Aufstoßen und Verdauungsschwäche, Preis der plom⸗ dirten Schachlel 30 kr. Nur allein ächt auf Lager in Friedberg bei Hof⸗Apotheker C. Görtz. Die Administration der Felsenquellen.