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1870.
Dienstag den 15. November.
M 135.
Oberhessif cher Anzeiger.
Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.
Friedberger Jntelligenzblalt.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Kriegs nachrichten.
Officielle militärische Nachrichten.
Versailles, 11. Nov. Der Königin Augusta in Homburg. Vorgestern hat sich Ge neral v. d. Tann fechtend vor der Uebermacht don Orleans nach Toury zurückgezogen, wo er ich gestern mit General Wittich und Prinz Albrecht (Vater), von Chartres kommend, vereinigt hat.
e Großherzog von Mecklenburg stößt heute zu ihnen.
Wilhelm.
Versailles, 11. Nov. General von der Tann hat am 11. Nov. kein weiteres Vorrücken
es vor ihm befindlichen Feindes gemeldet.
v. Podbielsky.
Verdun, 11. Nov. Bei der Capitulation don Verdun wurden zu Gefangenen gemacht: 2 Generale, 11 Stabsoffiziere, 150 Offiziere und twa 4000 Mann. An Geschützen sind vor⸗ jefunden: 136 Stück verschiedenen Kalibers, außer⸗ dem 23,000 Infanteriegewehre, sowie bedeutende Bestände an verschiedenem Kriegsmaterial. v. Gail.
Versailles, 12. Nov. Im Gefechte des Generals v. d. Tann am 9. d. M. wurden ämmtliche Angriffe des Feindes mit großem Ver⸗ uste für deuselben zurückgewiesen und erst hierauf der Abmarsch angetreten. Am 10. d. Mittags verirrte sich eine Abtheilung der bayerischen Munitionsreserve, bei welcher sich zwei Reserve⸗ geschütze befanden, und siel in die Hände des Feindes. Am 12. sind keine Bewegungen der Soire⸗Armee gemeldet worden. Auch vor Paris st nichts vorgefallen. v. Podbielskp.
Versailles. Erhebliche Geldcalamitäten ind namentlich unter den ärmeren Klassen der Städte Frankreichs dadurch entstanden, daß die französische Regierung alle Sparkassengelder und das Vermögen der Corporationen und Gemeinden, das nach dem französischen Gesetze in den Staats ⸗ kassen deponirt werden mußte, sich angeeignet und zu Kriegszwecken verbraucht hat.— Mittels Rund⸗ schreiben an die Vertreter des norddeutschen Bun⸗ des notificirt Graf Bismarck den auswärtigen Mächten das Scheitern der Waffenstillstandsver⸗ handlungen und den bevorstehenden Beginn des Bombardemente. Thiers mußte in Paris durch Schildwachen vor dem tobenden Volke geschützt und bei der Abreise mittels starker Cavallerie⸗ dedeckung escortirt werden.— Die deutschen Truppen haben ein Schreiben Favre's an Gam⸗ betta aufgefangen, worin gemeldet wird, daß Paris bis zum 15. Nov. frisches Fleisch, dann
och auf zwei Wochen gesalzenes Fleisch hat.
Dieses Schreiben ist Herrn Thiers übergeben worden.
— Wie dem preußischen„Staatsanzeiger“ zus Versailles geschrieben wird, erwartet man dört in den nächsten Tagen auch den König von Bayern. Es ist vielleicht nicht ungerechtfertigt, an dies Erscheinen des jungen Fürsten im Haupt⸗ quartier die Hoffnung zu knüpfen, daß die bayerische Regierung die bis daher erhobenen Bedenken gegen den Eintritt in den Nordbund fallen gassen werde.
— Nach den vorliegenden telegraphischen Nachrichten kann die Räumung der Stadt Drleans von Seiten der deutschen Truppen nicht als beunruhigend erscheinen. Es handelt sich hier um eine Rückzugsbewegung ganz natür⸗ cher Art vor der angeblich 80,000 Mann starken
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Loire⸗Armee, der eine schwache Truppe, wie das Tann'sche Corps unmöglich Stand halten konnte. v. d. Tann ist ziemlich weit, bis Toury nördlich von Orleans, zurückgegangen; dort ist das Corps des Großherzogs von Mecklenburg(das 13.), außerdem die ibm ursprünglich zugetheilte 22. preußzische Division(v. Wittich) von Chartres aus zu ihm gestoßen und die Verbindung mit der in Eilmärschen anrückenden Armee des Prinzen Friedrich Karl wird zur Stunde gleichfalls vollzogen sein, so daß der Feind der Gefahr ausgesetzt ist, durch die über Troyes, Auxerre, Ghien ihm in den Rücken kommende Armee des Prinzen von seiner
Rückzugslinie nach Süden abgeschnitten und zur
Capitulation gezwungen zu werden. Die Nach- richten von wichtigen Ereignissen auf diesem Punkte werden nun nicht lange auf sich warten lassen.
— Aus Paris liegen Briefe und Corre⸗ spondenzen bis zum 7. vor. Sie behandeln die Periode der Waffenstillstandsunterhandlungen ꝛc. Alle stimmen sie dahin überein, daß das Scheitern derselben die Mehrheit der Bevölkerung stark ent- täuscht hat, daß die Regierung aber nichtsdesto⸗ weniger einen festeren Halt gefaßt, und daß man in allernächster Zeit einen starken Ausfall erwartet.
— Laut einem Telegramm aus Petersburg hat der Kaiser von Rußland den Generalstabs- chefs der 2. und 3 deutschen Armee, v. Stiehle und v. Blumenthal, den Georgsorden vierter Klasse, verliehen.
— Die Nachrichten aus Paris deuten an, daß man sich in der Berechnung der Lebensmittel, namentlich des Schlachtviehs verrechnet hat, und dem Correspondenten der„Daily News“ zufolge ist in den Restaurationen nur noch sehr selten Hammelfleisch zu haben, wiewohl dies dem Tarif gemäß billiger ist als Rindfleisch. Der Einzelne hatte seit vierzehn Tagen schon nur mehr ein Recht auf sechszig Gramme Fleisch(¼ Pfd.) per Tag, wozu es noch überdies einer besonderen Anweisung bedarf. Vom 1. Nov. ist die Ration auf 50 Grammt(¼0 Pfd.) reducirt, und auch die wird man nicht immer bekommen, denn um 7 Uhr Morgens ist in den Fleischläden nichts mehr zu haben. Schon um Mitternacht wird bei den Fleischhauern Queue gemacht. Butter fehlt ganz, Milz kostet das Pfund 5 Francs, Kartoffel ebensoviel das Maß und Bohnen sind nicht mehr zu haben. An Brod und Wein herrscht Ueber- fluß. Das frische Fleisch wird in 8 bis 14 Tagen aufgezehrt sein. Was die Stimmung angeht, so herrscht augenblicklich noch fast überall die Ansicht, daß Frankreich am Ende siegen muß, und daß die Welt in Staunen und Bewunderung über die Haltung von Paris die Hände über dem Kopf zusammenschlägt. Die Arbeiterklassen bekommen so gute Nahrung, wie sie je hatten, und haben weiter Nichts zu thun, als Soldat zu spielen. Noch hofft man, daß es zu einer wirklichen Ge. fahr nicht kommen wird, daß die„hehre Haltung“ von Paris den Feind von einem Angriffe abhalten wird, und daß die Pariser der Geschichte als Helden überliefert werden, ohne daß sie etwas Heldenmüthiges gethan hätten. Anfangs glaubte ich, so sagt der erwähnte Correspondent, die Ar- beiter würden sich gut schlagen, aber ich fange an, auch dies zu bezweifeln. Seit der Einschließung haben sie jeder ihre 1½ Fres. per Tag und die Lebensmittel für ihre Familien bekommen, ohne daß sie etwas anderes zu thun hätten, als zu
exereiren, plaudern und vielleicht einmal in der Woche auf Wache zu ziehen. Ihnen behagt
dieses Faullenzen so sehr, daß Privatwerkstätten 6 Fres. per Tag anbieten und keine Arbeiter um diesen Lohn bekommen können.
— Der„Staatsanz.“ berichtet:„Das Gefecht der 9. Infanteriebrigade hat in dem südöstlichen Theile der Champagne, im Departement der Haute⸗ Marne, und zwar zwischen Bologne und Chaumont, stattgefunden. Die Brigade hatte am 5. Bologne erreicht und stieß in ihrem weiteren Vormarsch bei Brethenay auf französische Mobilgarden. Diese wurden längs der Marne südwärts bis nach Chaumont zurückgedrängt, bei welchem Kampfe sie 70 Todie und 40 Verwundete in unserer Hand zurückließen. Der Schauplatz des Gefechtes ist an und für sich der Beweis für das rastlose Vorrücken der zweiten Armee. Die wesentliche Bedeutung des Gefechts liegt darin, daß durch den fast vollendeten Vormarsch bis an die Gränze der Franche-Comte die Verbindung der zweiten Armee mit dem Corps des Generals v. Werder einer-, mit der Reserve-Division des Generals v. Schmeling andererseits als völlig gesichert er⸗ scheinen muß.“
Nanteuil. Man hat davon Abstand ge⸗ nommen, den eingestürzten Tunnel wieder her⸗ zustellen. Die Bergmasse ist so lose, daß die Erschütterung des durchbrausenden Eisenbahnzuges die aus ihrer bisherigen Lage gebrachten Stein schichten zur neuen Senkung bringen würde. Man ist anscheinend noch unentschlossen, ob man die bereits erwähnte Zweigbahn wieder in Angriff nehmen soll. f
Metz. Der Gesundheitszustand in und um Metz ist andauernd befriedigend. In den preußi⸗ schen Lazarethen der, Umgegend sollen sich nur noch etwa 200 Kranke befinden. Auch mit Ent⸗ leerung der französischen Lazarethe in und um Metz konnte bereits der Anfang gemacht werden.
Altbreisach. Die„Karlsr. Ztg.“ schreibt: Das Fort Mortier bietet das Bild der gründ- lichsten Zerstörung dar. Sämmtliche Gebäude sind der Erde gleich, mit Ausnahme der bomben⸗ festen Thorbaulichkeiten, worin sich auch die Küche und die Bäckerei befindet. Sämmtliche Eingänge zu den Casematten und dem Thor waren mit doppelten und dreifachen Lagen von Baumstämmen gedeckt. Von den 7 Geschützen des Forts sind 6 durch das feindliche Feuer unbrauchbar gemacht worden; nur eine Granatkanone ist unversehrt geblieben. Das Pulver wurde von dem ab- ziehenden Feind in die Wassergraben geworfen, Patronen und Bomben liegen in dem Ziehbrunnen und Tausende von Granat-⸗ und Bombensplittern sind in allen Richtungen zerstreut vorhanden. Wären die Geschütze nicht demontirt worden, so hätte sich die Besatzung noch mehrere Tage halten können; der Vorrath an Geschossen jeder Art würde dazu ausgereicht haben. Ihr Verlust be⸗ schränkt sich auf 2 schwer und 4—5 leicht Ver⸗ wundete; Todte hatte sie keine. Die Eroberung ist speziell das Werk der badischen Artillerie, die hier in dem gleichem, wenn auch wegen des ge— ringeren Operationsobjekts kleineren Siyl dasselbe geleistet, wie jüngst gegenüber der Straßburger Citadelle. Der Verlust der Belagerungstruppen soll bis jetzt ungefähr 11 Todte und 30 Ver- wundete betragen.
Bern, 11. Nov. Gestern fand ein Gefecht bei Montbeliard statt. Die Deutschen waren siegreich und besetzten Beaucourt und Etupes. Bei Montbeliard findet laut offizieller Meldung die Concentration größerer französischer Truppen
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