Ausgabe 
15.1.1870
 
Einzelbild herunterladen

mation

ut,

det Legiti der dem d 31. der geschriebene oder die uf bas der ng ertheilt. Formulare erorkaung Apel ven dert Mu⸗

62. Absaz t Bürger⸗ t dat den enung zu Ucedung enlagt, o gabe 8 Tttesec

det des 1 Baates⸗ ich von zen Ent⸗ Dezember rot paltat vetin et leit bal, elcht au t Weist 2 nicht

Orteung r stutg 7 Zus⸗/ zart 4 tettaung Ordaung

Oberhessisch

1870.

N 7.

Samstag den 15. Januar.

er Anzeiger.

Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.

Friedberger Intelligenzblalt.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samsiag.

8 .

Betreffend: Die Gründung einer Anstalt für blödsinn

Amtlicher Theil.

ige Kinder im Großherzogthum Hessen.

Friedberg den 14 Januar 1870.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Durch die Landpostboten erhalten Sie die Protokolle über die unserer Genehmigung versehen, zurück. Sie wollen die Beträge zur Zahlung anweisen

und

an unseren Gehülfen Fink, der mit deren Erhebung beauftragt ist, unverzüglich abzusende

Betreffend: Das Kreisersatz⸗Geschäft für 1870, hier Reclamationen auf Jurüchstellungen.

*

der obigen Anstalt aus

n sind.

den Gemeinde- Kassen bewilligten Gaben, mit die Gemeinde Einnehmer bedeuten, daß solche Trapp.

Friedberg den 13. Januar 1870.

Der Cioilvorsitzende der Großherzoglichen Kreisersatz-Commission des Kreises Friedberg

an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Unter Bezugnahme auf den Schluß meines Aasschreibens

6. Januar d. J. eröffne ich Ihnen, daß bei

Ansprüchen um Zurück

vom die früheren Verhältnisse eine Aenderung erlitter

noch

haben.

fortbestehen oder in wiefern solche Die Protokolle sind dann wieder als

stellung, welche schon früher statt hatten, es genügt, wenn Sie bald mit dem Protokoll über den erneuerten Anspruch an mich

den erneuerten Anspruch kurz zu Protokoll nehmen und auf dem bei zurückzusenden.

mir zu erhebenden Protokolle auf der 4 Seite bescheinigen, daß Trapp. Hessen. Darmstadt. DieD. Ztg. Bremen. Die Büragerschaft hat den Ver- für den Gesandten wiederholt und bestätigt. Der

bringt an ihrer Spitze folgenden Artikel: Angeb. lich aus dem Odenwald schreibt man demSchul boten:Der Lebrermangel, wie er uns aus Preußen und anderen Staaten berichtet wird, scheint auch bei uns in Hessen eintreten zu wollen. Bereits sollen über 30 Stellen nicht besetzt sein und an Errichtung neuer Stellen vorläufig nur in den allerdringendsten Fällen gedacht werden können. Dabei mehren sich die Fälle, in denen junge Lehrer im Ausland ein besseres Unterkommen suchen und finden. Wir lassen die Tendenz dieses Artikels dahin gestellt und constatiren nur die Thatsache, daß ein derartiger Lehrermangel bei uns noch nicht eingetreten ist, daß alle Stellen besetzt sind, und daß es auch bei Errichtung neuen Stellen an verfügbaren Lehrer-Aspiranten zur Verwaltung oder Besetzung derselben bis jetzt nicht gefehlt hat.

Mainz. In der Octroiangelegenheit kommen immer neue unerfreuliche Enthüllangen in die Oeffentlichkeit. Der Vos sitzende der Octroicom- mission, Dr. Jung, hat eine Tabelle über den Steinkohlenoctroi angefertigt und das Resultat der von ihm angestellten Ermittelungen ist die Thatsache, daß an den Thoren für 4588 fl. mehr Scheine abgegeben wurden, als in den Büchern der Staotkasse als verkauft verzeichnet standen. Daraus ertziebt sich, daß entweder der Stadt- rechner die Bücher falsch geführt, oder hiesige Kohlenhändler auf Grund falscher Scheine Kohlen in die Stadt verbracht haben.

reußen. Berlin. DieProv. Corr. best bezüglich des Uebergangs des Ministeriums des Auswärligen auf den norddeutschen Bund, daß das Ministerium des Auswärtigen unter seinem bisherigen Titel nur diejenigen Geschäfte besorgt, welche aus den Beziehungen Preußens zu den übrigen Bundesstaaten hervorgehen, ohne versassungs mäßig einer Bundesbehörde obzuliegen. Für den übrigen Heschäftsbetrieb tritt das Mini sterium des Auswärtigen unter der Bezeichnung Auswärtiges Amt des norddeutschen Bundes unter die unmittelbare Leitung des Bundeskanzlertz. Der bisherige Unterstaatssekretär(Here v. Thile) erhält den TitelStaatssekretär des auswärtegen Amtes.

Die von mehreren Zeitungen gebrachte Nachricht, daß die Anwesenheit des badischen Kriegsministere Generallieutenant von Beyer in Berlin mit der Frage des Eintritts Badens in den Nordteutschen Bund in Verbindung stebe,

trag mit Preußen, betreffend die Gebietserweiterung Bremerhafens, cinstimmig angenommen.

Bayern München. In der Abgeord netenkammer wurde bei einer absoluten Majorität von 71 Stimmen Weiß mit 78(ultramontanen) zum ersten Präsidenten gewählt. Barth erhielt 55 Stimmen von Seiten der Liberalen. Zum zweiten Präsidenten wurde Graf Seinsheim mit 78(ultramontauen) Stimmen gewählt, während Barth 56 Stimmen erhielt.

Baden. Karlsrube. netenkammer wurde mit allen gegen 1 Stimme der Gesetzentwurf angenommen, wonach an allen Gelehrtenschulen Lehrer jeder Confession angestellt werden können.

Oesterreich. Wien. Die amtlicheWiener Zeitung veröffentlicht das Memorandum der Majorität des Ministerliums, sowie das der Mi norität. Der Inhalt beider Schriftstücke entspricht vollständig den bisherigen Mittheilungen; beide schließen mit dem Demissionsgesuch der betreffenden Minister. Man erwartet nunmehr eine unmittel bare Entschtidung des Kaisers bezüglich der Ministerkrisis.

Der Budgetausschuß des Abgeordneten hauses genehmigte das Gesetz betreffs der Durch führungsbestimmungen des Staatsschulden-Unifica lionsgesetzes, mit dem Zusatz, daß auch die Besitzer auf Namen lautender Obligationen zur Conver tirung zu verhalten seien, aber die Convertirung stempelgebührenfrei erfolgen solle.

Prag. DerN. fr. Pr. berichtet man von hier:An einem der Höfe, die wir in Prag be sitzen, wurde das gemüthliche Stillleben füngst unterbrochen. Bei Sr. königl. Hoh, dem hessischen Kurfürsten gab es nämlich eine kleine Palast revolution. Ihre Hoh die kurfürstliche Gemahlin wünschte einen Ausgleich mit Preußen; Se. Hoh. aber widersetzte sich diesem Wunsche so energisch, daß er einmal im Zorne sogar eine Statue eines preußischen Königs zum Fenster hinauswarf. Ihre Hoheit hatte nämlich als erste Condition die Ent lassung des Ministers Schimmelpfennig verlangt.

Frankreich Paris. Ein Circularschreiben des Ministers des Innern versichert, daß das Ministerium eine liberale Politik befolgen werde, und spricht zugleich den festen Entschluß aus, die Ordnung in jeder Beziebung aufrecht zu erhalten.

Im Senat brachte Rouland eine Inter pellation betresse des Coneils ein. Der Minister Daru antwortete durch Verlesen einer Depesche

wird von der Rreuzzeitung als unrichtig bezeichnet. vom 8. Januar, welche die früheren Justrukttonen

In der Abgeord⸗

Ministec erklärt zugleich, daß die Regierung sich neutral verhalte, im Vertrauen darauf, daß die Beschlüsse des Concils die Staatsgewalt nicht präjudicirten. In dem gesetzgebenden Körper richtete Rochefort an den Justizminister E. Ollivier die Frage. ob er die Absicht habe, gegen die Ein- wendung des Prinzen Bonaparte auf Unzulässig⸗ keit der Anklage auf Mord eines Mannes aus dem Volke Einsprus zu thun. Der Redner er- geht sich in den beftigsten Worten und macht einen Vergleich zwischen der Famille Bonaparte und der Familie Borgia, worauf Redner von dem Prästdenten zur Ordnung gerufen wird. Der Justizminister Ollivier antwortet:Wir sind die Justiz und die Gerechtigkeit. Die Regierung wird Sie nicht beleidigen. Die Person des Angeschul⸗ digten muß auf jeden Fall respektirt werden. Der Prinz Peter Bonaparte hat den Wunsch ausgesprochen, daß seine Sache vor dem ordent lichen Richter zur Entscheidung komme. Angesichts der ausdrücklichen gesetzlichen Bestimmungen müßte jedoch der Staatsgerichtehof berusen werden. Das Laud bedauert die Aufreizungen des Volkes; wir sehen diese Dinge ohne Furcht; wir sind das Recht ünd die Gerechtigkeit, aber wenn Sie uns dazu zwingen, werden wir die Gewalt sein. Am Schlusse der Rede erhob sich von allen Seiten, mit Ausnahme der äußersten Linken, stür⸗ mischer Beifall. Der Mäsident macht noch Mit- theilung von einem Antrage auf Einleitung eines gerichtlichen Verfahrens gegen Rochefort cuf Grund einer der letzten Nummern derMarseillaise. Ueber die Affaire des Prinzen Peter Bo naparte lauten die Nachrichten noch so sehr wider sprechend, daß es bis jetzt vollständig unaufgeklärt erscheint, wer von beiden Theilen als der provo cirende betrachtet werden muß. Während der Constitutionnel, wie bereits mitgetheilt, den Prinzen Peter als den angegriffenen Theil hinstellt, erklärt der Mitbetheiligte de Fonvielle mit seiner Namensunterschrist, daß der Prinz, nachdem er den ihm überreichten Brief des Hen. Grousset gelesen und in den Handen zerknittert hatte, sagte: Ich habe Hrn. Rochefort gefordert, weil er der Bannerträger des Pöbels ist. Was Hrn. Grousset betrifft, so habe ich ihm nichts zu antworten. Sind Sie etwa solidarisch mit diesen Schand buben?Mein Herr, antwortete ich,wir kommen zu Ihnen, um in höflicher und redlicher Weise das Mandaf zu erfüllen, das unser Freund

uns anvertraut hat.Sind Sie mit diesen