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eite oelage. Vberhessischer Anzeiger.
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Amtlicher Theil.
Betressend: Die Verwendung von einem Oritttheil der eingehenden Pollzeistrafen zur Besoldung des
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg
Auffichtspersonals.
an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Beienheim, Bönstadt, Bruchenbrücken, Maibach, Münzenberg, Bad⸗Nauheim, Nieder-Florstadt, Nieder-Mörlen, Ober⸗Wöllstadt, Ockstadt, Oppershofen, Ossenheim, Pohl-Göns, Rockenberg, Södel,
Unter Bezugnahme auf unser Ausschre n ben vom 14.
wir heute die Belege über die Strafantheile
die erforderliche Ausgabsdecretur zu ertheilen.
der nach dem Gesetze vom 21. Juli 1870(Bundesgesetzblatt Seite 499) auszugebenden
Die Darlehnskassenscheine des Norddeutschen Bundes zu 25, papier gedruckt, und ist die Schau, und Kehrseite mit einem farbigen Die Farbe des Untergrundes ist bei den Scheinen zu 25 Thlr. blau, zu 10 Thlr. Die Schauseite enthält in schwarzem Typendruck links: das
Nieder-Weisel,
Beschrei bun
Bundes zu 25, 10 und 5 Thaler.
die Werthzahl auf gemustertem Felde, rechts daneben in Zeilen untereinander:
Preussische Hauptverwaltun
Darlehns- Kussenschein
Funfundzwanzig(Zehn oder Fun) Thaler
vollgültig in allen Zahlungen Geseta vom 2 1. Juli 1870. Berlin, den 1. August 1870.
v. Wedell. Lowe. einecke. Eck.
und die Strafandrohung gegen die Nachbildung. Die Kehrseite enthält in schwarzem Typendruck an den Seiten rechts und links:
25
oben die Litera und Nummer, auf der rechten Seite die
Beamten. Auf der linken Seite befindet sich a
Werthiahl auf guillochirter Nosette in der Farbe
Thaler 25(10 Thaler 10, 5 Thaler
ls Trockenstempel das Wappen des des Untergrundes.
Bußbach, Fauerbach b. Fr., Nieder-Wöllstadt, Nieder-Nosbach, Ober⸗Mörlen, Steinfurth, Weckesheim und Wölfersheim.
Januar d. J. Nr. 8 des Oberhessischen Anzeigers benachrichtigen wir Sie, daß der Denunzianten Ihnen unter Couvert zugehen lassen. nahme zu decretiren und controliren zu lassen und erm
Friedberg den 12. August 1870.
Ilbenstadt, Langenhain,
Die einzelnen Beträge sind in Ein—
chtigen wir Sie zugleich bezüglich der Auszahlung an die betreffenden Denunzianten
Trapp.
Darlehnskassenscheine des Norddeutschen
10 und 5 Thaler, 4“ 10½““ breit und 3“ 1“ hoch, sind auf Hand⸗ von weißen guillochirten Linien durchbrochenen Untergrund versehen.
roth, zu 5 Thlr. grün. g Wappen des Norddeutschen Bundes und unter demselben
der Staatsschulden.
50
Werthzahl und unter derselben:„Ausgesertigt“ mit der Namensunterschrift des
Norddeutschen Bundes und darunter die
Kriegs nachrichten.
Aus einem Berichte der„Fr. Ztg.“ geben wir folgende Einzelnheiten über die Schlacht bei Wörth 7. Aug.: Es war eine gewaltige Schlacht, wie lange keine auf französischem Boden geschlagen wurde. Ein Blick auf die Höhe vor mir genügt, sich die Schwierigkeiten zu vergegenwärtigen, welche die Deutschen zu überwinden hatten und siegreich überwanden. Die Hügel mögen zweihundert Fuß hoch sein, sind sehr steil, an den Abhängen größ⸗ tentheils mit Reben bewachsen, auf den Gipfeln aber bewaldet. Hier nun lag in einem Umkreis von zwei bis drei Stunden die Hauptmacht der Franzosen, deren Truppen auch das davorliegende Thal und Wörth besetzt hielten. Die Deutschen rückten von den viel niedrigeren Höhen zwischen Sulz und Wörth heran, die übrigens theilweise noch vom rechten französischen Flügel besetzt waren. Zwischen 3 und 4 Uhr eröffneten unsere Truppen den Kampf, sie warfen den Feind aus Wörth und zwangen den Feind zum Rückzug auf die gegenüberliegenden Höhen. Den die Franzosen durch das Thal verfolgenden Preußen donnerten alsbald die französischen Geschütze entgegen, unter denen sich auch die Kugelspritzen durch ihr eigen— thümlich rauschendes Knattern bemerkbar machten.
Weder die Kanonen, noch die Kugelspritzen rich⸗
teten, wenn auch mancher Wackere dahinsank solch großes Verderben an, wie man befürchtet hatte. Der blutigste Kampf begann erst am Fuße der Höhen. In den Weinbergen hatten nämlich die Zuaven und Turcos Posto gefaßt, die vor den heranstürmenden Deutschen den doppelten Vortheil hatten, daß sie geschützt waren und sich ihr Ziel wählen konnten, während die Deutschen ungedeckt
Zweimal erober⸗ ten die Franzosen Wörtb wieder und warfen die Deutschen in ihre Positionen vom Morgen zurück. Einmal hielten sie den Sieg schon für so gewiß,
als dieselben plötzlich aus ihren Verhauen heraus ins Thal sprengten. Aber die preutzische Artillerie that ihre Schuldigkeit. Zwei Salven und die ganze stolze Reiterschaar wälzte sich in einem Knäuel in wüster Flucht in den Wald zurück. Die Verwirrung war so groß, daß die Infan⸗ terie mit in die Flucht hinein gerissen und auf die Höhen zurückgetrieben wurde. Neu entbrannte um diese der Kampf, der sich endlich nach 15 stün⸗ digem Ringen endgültig für die Deutschen ent schied. Von diesen standen auf dem linken Flügel und im Centrum neben den meisten Truppen des 5. und 11. Armeecorps und 6. preußischen Armee⸗ corps auch Württemberger und Badenser. Den rechten Flügel bildeten dagegen die Bayern, welche durch ihr rechtzeitiges Eingreifen, namentlich durch eine geschickte Flankenbewegung(nach des Kron- prinzen eigenen Worten) viel zur günstigen Ent scheidung des Tages beitrugen. Ueber die Tapferkeit aller deutschen Truppen herrscht nur eine Stimme, sie hat sich überall auf's Glänzendste bewährt. Die zahlreichen Verluste, die annähernd(ich nehme die niedrige Zahl) auf 6000 Todte und Ver⸗ wundete geschätzt werden, beweisen aufs Deutlichste ihre Todesverachtung. Beim Anblick der eroberten feindlichen Position erscheint einem diese schreckliche Zahl fast gering. Der Verlust des Feindes wird auf 12,000 Todte und Verwundete und 9000 Gefangene geschätzt. Die Letzteren sah ich vorhin vorübersühren. s dauerte fast eine halbe Stunde, bis der Zug beendet war. Mehr als die Hälfte waren Turcos und Zuaven. Empörung erfaßt Einen, wenn man bedenkt, daß diese wilde Horde
bestimmt war, den Vormarsch beim Angriff auf
unser Vaterland zu bilden. Unsere Soldaten haben eine wahre Wuth darüber, daß sie mit solchem Gesindel zu kämpfen haben. Viele Scheußlichkeiten werden von denselben erzählt. Gewiß ist, daß ein Zuave auf einen Krankenträger, der ihn ver⸗
daß sie zwei Regimenter ECürassiere zum Angriff bunden hatte, einen Schuß abfeuerte. Noch schreck⸗
zur Ausnützung des Sieges vorcommandirten. lichere Greuelthaten werden von einzelnen Be—
Es soll ein wunderbarer Anblick gewesen sein, wohnern Wörths und der Umgegend berichtet:
ich möchte dieselben gern in das Fabelbuch ver⸗ weisen, aber leider habe ich mit meinen eigenen Augen den sechszehnjährigen Buben gesehen, welcher einen preußischen Verwundeten beraubt und ihm dann die Augen ausgestochen hatte. Anderen Scheusalen, die mit dem Frevler, der mit gespaltener Stirn auf einem Karren lag, vor— übergeführt wurden, wird nachgesagt, daß sie Verwundeten die Zunge ausgeschnitten hätten. Gewiß ist, daß, als die Deutschen zum zweiten Mal aus Wörth zurückgedrängt wurden, ihnen neben dem Triumphgeschrei der Bevölkerung auch mehrere von Civilisten abgefeuerte Kugeln folgten. Wörth ist deßhalb auch ganz als eroberte Stadt behandelt worden. Die Häuser sind größtentheils verwüstet. Mancher Unschuldige mag da mit den Scheldigen gelitten haben. Noch schrecklicher sieht es in Fröschweiler aus, wo sich während des Kampfes eine Zeit lang das französische Haupt- quartier befand und über welches Dorf sich das Rückzugsgefecht hinzog. Bis jetzt habe ist erst einen kleinen Theil des Schlachtfeldes besuchen können. Zu Hunderten liegen in den Weinbergen die Todten umher, meistens Zuaven und Turcos, von denen gewiß die Hälfte aufgerieben ist. Jetzt, vierundzwanzig Stunden nach dem Gefecht, werden noch fortwährend Verwundete von dem Kampf platze zu den Feldlazarethen getragen. Auch sind im Lauf des heutigen Tages noch mehrere hundert Gefangene gemacht worden, die sich in den Wäl⸗ dern versteckt hatten. Leider haben die Deutschen bei den verschiedenen Rückzügen, zu denen sie gezwungen waren, auch einige Gefangene, doch kann ihre Zahl nur gering sein, verloren. General von Bose, der Commandant des 11. Armeecorps, ist schwer, doch nicht gefährlich verwundet, sein Sohn hat eine Wunde im Arm.“)
„) Beide reisten vor einigen Tagen in einem Zuge mit Verwundeten auf der Main⸗Weser-Bahn nach sbrer Heimath. Dem General, in einem Güterwagen zu Bette legend und von seinem Sohne begleitet, wurde in hiesigem Bahnhofe ein frischer Verband aufgelegt. D. Red.


