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denn Europa von einer schrecklichen Kriegsgefahr edroht. Der spanische Erbfolgekrieg, der einst ber ein Jahrzehnt Deutschland verwüstete, soll ine neue Auflage erleben in einem spanischen Ahronfolgekrieg. Dazumal fiel es Niemand ein, die Völker zu fragen, ob sie sich hinmorden woll⸗ un, und den Völkern fiel es nicht ein, eine Mei⸗ zung zu haben, wenn die Dinastien ste auf die Schlachtbank führten. Sind sie heute noch Nullen?

Das deutsche Volk will den Frieden, die spani⸗ shen Händel kümmern es nicht einen Pfifferling! Sollte es den Krieg über sich ergehen lassen, weil ügend ein deutscher Prinz Lust hat, einen Purpur

zu tragen hätte, wäre himmelschreiend. Noch haben die spanischen Cortes nicht gewählt, noch ist allenthalben Zeit, der Stimme der Vernunft und des Gewissens Gehör zu geben. Ein Krieg, in seiner Veranlassung so winzig und ungereimt, in seinen Folgen so schrecklich, ist nicht denkbar. Das Betrübende bei der Sache ist nur, daß derlei Fragen den politischen Himmel auch nur für einen Augenblick noch trüben können, und daß die vorliegende als willkommenes Mittel zur Agitation gegen Verminderung der uns erdrücken⸗ den Militärlast wird benutzt werden und bereits benutzt wird.

u tragen? Sollte die Bismarck'sche Politik sich u der Ungeheuerlichkeit versteigen, die Geschicke Deutschlands wegen eines einzigen Menschen, und häre er ein mit dem Königshaus verwandter Jrinz, auf die Spitze des Schwertes zu stellen? Sollte das französische Volk wegen des Phantoms zon angeblich gestörtem europäischen Gleichgewicht

Advokat Trapp IV. I fl., Ungenannt 18 kr., Ungenannt fl.

erklären, sagen wir allen Gebern unsern herzlichsten Dank.

inen Krieg provociren, dessen Ausgang für Frank⸗ ich keineswegs verbrieft, der aber unter allen Imständen für Sieger und Besiegte ein namen⸗

Tausend Dank und Lebewohl!

* 2 l kleinen Kinderchen beschieden werden kann, hat mir einen pses Unglück wäre? Die Verantwortung, wer sie mehrwöchentlichen Aufenthalt hier, in der mir fremden,

Jür dit von ihrem Manne verlassene Fran ist serner noch eingegangen: Von Hofgerichts-Adokat Trapp II. 1 fl., Hofgerichts⸗

Während wir hiermit unsere Sammlung für geschlossen

Das traurigste Geschick, das einer Frau mit zwei

inzwischen unvergeßlich gewordenen, lieben Stabt Frieb⸗ berg angewiesen. In einer schmerzlichen, hart bebrängten Lage ohne Gleichen, von allen Mitteln entblößt, fand ich sofort edle Menschen, die sich unserer mit der größten Hingebung angenommen haben. Das Mitgefühl und die Theilnahme, die diese für mich und meine Kinderchen er⸗ weckt und auch so vielfach gefunden haben, ihnen verdanke ich meine und meiner Kinder Erhaltung, so wie die Mittel zur Heimreise in mein engeres Vaterland. Im Begriff diese anzutreten, sage ich den wohlthätigen Leuten der Stadt und Umgegend Friedbergs tausendfachen Dank, der in mir, so lange ich lebe, nicht erlöschen wird. Mit einem herzlichen Lebewohl Abschied nehmend, lege ich schließlich die Versicherung nieder, daß ich stets Friedbergs und seiner edlen Menschen gedenken werde. Gott segne sie!! Friedberg, den 8. Juli 1870. Florentine v. Arndt.

Verloosung.

Mailänder Fr. 43 Loose. Ziehung am 1. Juli. 6838590 Serien: 981 2001 2703 3111 5644 6520 6688 7006 7272. Hauptpreise: 6520 Nr. 46 100,000 Fr., S. 5644 Nr. 45 5000 Fr., S. 2001 Nr. 2, S. 2703 Nr. 16, S. 5644 Nr. 4 je 1000 Fr., S. 2001 Nr. 35, S. 5644 Nr. 7, S. 6520 Nr. 20, S. 6688 Nr. 50 je 400 Fr., S. 981 Nr. 37, S. 2703 Nr. 24, S. 3111 Nr. 13, 36, S. 6688 Nr. 32, S. 7272 Nr. 43 je 200 Fr., S. 981 Nr. 30, S. 2703 Nr. 47, S. 3111 Nr. 18, 31, 42, S. 5644 Nr. 19, 44, S. 6520 Nr. 27,

45, S. 7006 Nr. 26 je 100 Fr.

fer d t un, g.

331 Der seit langen Jahren abwesende Johannes inter von Hoch⸗Weisel hat am 12. März d. J. as 70. Lebensjahr zurückgelegt und so lange keine Nachricht von sich gegeben, daß sein Tod angenommen verden muß und der von seinen nächsten Angehörigen ind präsumtiven Erden geßtellte Antrag auf Ueberlassung ines Vermögens gegen Caution begründet erscheint.

Als nächste Erben haben sich ausgewtiesen seine Brüder Johann Conrad Winter II., Conrad Winter III. ind Heinrich Winter, sowie die Kinder seiner verstorbenen Schwester Anna Elisabetha, der Ehefrau des Heinrich Dink, Conrad Bink II., Johann Conrad Bink III., peinrich Bink und Catharina, die Ehefrau des Bernhard partmanns Denn, sämmtlich von Hoch⸗Weisel.

Es werden demnach Johannes Winter oder dessen itwaige Leibeserben, sowie alle diejenigen, welche nähere Erbansprüche an den Nachlaß des Johannes Winter zlauben bilden zu können, biermit aufgefordert, binnen Monaten vom ersten Erscheinen dieser Aufforderung an sich dahler anzumelden, widrigensalls das seither turatorisch verwaltete Vermögen des Abwesenden den angeführten Präsumtiverben gegen Caution überwiesen werden soll.

Butzbach den 4. Mai 1870.

Großherzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gil mer.

Edietalla dung.

In Sachen des Petet dauser VI. von Niedet⸗ Weisel, Klägers

gegen Pbilipp Bill von da, dermalen un; dekannt wo abwesend, Beklagten.

neto. deb.

1895 Der Peter Häuser VI. von Nleder⸗Weisel hat auf den Grund eines angeblichen Darlehns und schrift⸗ lichen Anerkenntnisses gegen den mit unbekanntem Aufenthalt schon seit einer Reihe von Jahren abwesen⸗ den Phtlipp Bill von Nieder ⸗Welsel auf Zahlung eines Capitals von 600 fl. nebff versprochenen Zinsen 3 5% vom 21. März 1866, als dem Tage, an welchem das Schuldbekenntniß ror dem Friedenerichter in Balarat in Auflralien erfolgt sein soll, und auf Perurtbellung in die Prozeßkosten, durch einen Anwalt Klage erhoben, behauptend, daß die für die Rückzahlung des Capftals P drelmonatliche Kündigung rechtzeltig erfolgt ei.

Die Zustänbigkeit des dlesseitigen Gerichtes wird darauf gegründet, daß der Beklagte annoch dem hessischen Unterthansverband angehöre, im hlesigen Gerichtobezirk mit beweglichem und unbeweglichem Vermögen, als Erbe seines verstorbenen Vaters Philipp Bill III. possessionirt und daß das Darlehn im Domicil des Gläubigers, sonach in Nieder⸗Weisel, rückzahlbar sel.

Demgemäß wird Philipp Bill, oder werden im Falle seines Ablebens seine Rechtsnachfolger, unter Ge⸗ flattung der Acteneinsicht bet Gericht, hiermit auf⸗ gefordert, sich binnen 3 Monaten vom ersten Ein. rücken der Aufforderung in der Zeitung an, bel Strafe Eingeständnisses und Einrede ⸗Ausschlusses in Selbstperson, oder durch einen Bevollmächtigten auf die Klage zu erklären.

Zugleich wird bekannt gemacht, daß die welter in ver Sache ergebenden Verfügungen durch Anschlag an der Gerichts tafel 1* e werden.

Butz bach den 6. Juli 1 0

g Großherzogliches Landgericht Bußzbach Dr. Gil mer.

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1846 Montag den 18. d. M., Vormittags 10 Uhr, wird der Bedarf von 1580 Ceutner Steinkohlen und 8 Stecken Kiefern⸗Scheitholz für die Garnison Butzbach im Büreau der unterzeichneten Verwaltung auf dem Soumissionswege in Lieferung vergeben.

Ote Lieserungsbedingungen liegen jetzt schon zur Einsicht dahler offen. Jeder Soumittent hat in seiner Soumission anzugeben, daß er Kenntniß von den Be dingungen genommen hat.

Butzbach den 4. Juli 1870.

Großherzogliche Garnison Verwaltung Butzbach.

Prokla m.

1897 Nach mißlunge nem Güteversuch ist über das Ver⸗ mögen des Philipp Wilhelm Gruner Johannes Sohn zu Oberdorfelden der förwmlsche Concurs erkannt und Termin zur Anmeldung und Begründung der Forderungen an den genannten Cridar auf

den 9. August d. J., Vormittags 910 Uhr,

in das Lokal des unterzeichneten Gerichts Schloß.

raße Rr. 28 beim Rechtsnachtbeil der Ausschließung anberaumt. Das ergebende Präclusivdeeret wird nur durch Anschlag im Gerichtslokal veröffentlicht. Hanau am 5. Jult 1870. Königliches Amtsgericht Abtheilung II. C st err. dt. Strohmeper.

Die Gartenlaube

bringt in Nr. 28 folgende Beiträge! Die Thurmschwalbe. Erzählung von Levin Schücking.(Fortsetzung.) Alt, deutsches Rügegericht in den Harzer Bergen. Von bd. Rahn. Mit Abbildung; Die Rügebülte auf der Volkmanroder Wüste. Nach der Natur auf⸗ genommen von W. Castendyk. Ein klertkaler Induftrie Ritter. Von Th. W. in Brüssel.(Schluß.). Aus dem Aspl einer Königsmutter. Von S. M. Mit dem Portrait der Herzogin von Berry. Ein Blick hinter die Coulissen. Von Herbert König. Mit Illustratlonen. Der Bergwirtb. Geschichte aus den dalrischen Bergen. Von Herman Schmid.(Fortsetzung.) Kleiner Briefkasten. Zur Ehrengabe für Roderich Benedix.

Bekanntmachung.

1894 Nächsten Mittwoch den 13. d. M., Vormittags 11 Uhr, werden die bei Erbauung einer neuen Schleuße

vorkommenden Arbeiten, als: fl. kr. Steinhauerarbeit, veranschlagt zu 129 36 Maurerardett, 29 6 Schlosserarbeit, 33 20

auf biesigem Ratbbause veraccordirt. Nieder⸗Wöllstadt den 8. Juli 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Niedet⸗Wöllstadt Stoll.

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