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Nockenberg den 4. Juli 1870.

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wordene Staatsschuld 344 fl. 37 kr. gezablte Depositen 505,939 fl. 15 ¼ kr. 6) Durch zurück⸗ gezahlte Cautionen 554,101 fl. 30 kr. N gezahlte zu 3 Proz.

Sate 9 garde dem

pegen abgelöster nicht fiscalischer Grundrenlen 1648 fl.

Dienstag den 12. Juli.

berhefftscher

81.

nzeiger.

Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.

Ititdberger Jutelligenzblalt

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Amtlicher Theil.

Betreffend: Wahlen zum Reichstag des Norddeutschen Bundes.

Das Gro

ßherzogliche Kreisamt Friedberg

Friedberg den 11. Juli 1870.

an die Großherzoglichen Bürgermeisterei en und den Polizei⸗Commissär zu Wickstadt.

Nur sehr Wenige baben un bei Meidung von Wartboten erinnern.

Betreffend: Die den Industrieschulen des Kreises Ftiedberg aus dem Mathil denstifte für 1869 bewilligten Summen.

serer Verfügung vom 2. d. M entsprochen, weshalb wir hiermit an deren Erledigung bianen 24 Stunden

Tex a p p.

Friedberg den 10. Juli 1870.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Ortsschulvorstände des Kreises.

Wir sehen Ihrem vorschriftmäßigen Bericht über die Verwendung der nach dem Ausschreiben vom 3. Novembet 1869(in Nr. 132

bereits erstattet.

des Obderhessischen Anzeigers v. J) den Cemeinden überwirsenen Summen binnen 8 Tagen entgegen; nur wenige von Ihnen haben solche

T e pep,

Hessen. Darmstadt. Das Großherzog liche Regierungsblatt Nr. 26 enthält:

. Bekanntmachung Großh. Minisieriums ber Finanzen, die Prüfung von Bewerbern um Forstwartstellen betr. II. Zusammenstellung der Ergebnisse der Staats⸗ schuldenulgungskasse⸗Rechnung für 1866. Der Stand der liquiden Staatsschuld war hier nach Ende 1865 16,498,755 fl. 213 kr. Die Staatsschuld hal sich int Jahre 1866 um 5 Beträge vermehrt: 1) durch eingelleferte Depositen 537,920 fl. 45 kr., 2) durch eingelieferte Cautlonen 457,795 fl. 26 ke. 3) Nicht ethobener Beitrag det 30. Vecloosung des Roihschild'schen Anlehens von 6 ½ Mill. Sulden, welcher als un verzinslich zugeht 106,868 fl. 4) Von der liquid gewordenen Staatsschuld 344 fl. 37 kr., im Ganzen 1,102,728 fl. 48 kr. Summe einschließlich Zugang 17,60 1,484 fl. 9% kr. Dagegen gat sich die Staatsschuld im Jahre 1866 vermindert: 1) Durch Rück⸗ zahlung jährlich verzinslicher und unverzinslicher Capitalien

39,800 fl. 2) Dutch zurückgezahlte Preise des Roihschild'

schen Anlehens von Millionen Gulden, welche bei der 1. bis 29. Verloosung herausgekommen ader früher nicht erhoben worden sind 91,085 fl. 3) Minderbetrag des Kapitalwerihs des vorbemerkten Anlehens vom 1. Juli 1806 278,000 fl. 4) Durch Abtrag auf die liquid ge⸗ 5) Durch zurück⸗

verzinsliche Capitalien an die Be⸗ rtechliglen nicht fiskalischer Grundrenten 3578 fl. 21 kr., im Ganzen 1,492,848 fl. 43½ kt. Verglichen ist definitiv überwiesene Staatsschuld Ende 1866 16,108,635 fl. 26½ kr. Diese Summe heilt sich: a) in unverzins⸗ liche Capialien 3,339,530 fl., b) in Capilalien 3 Proz. 856,752 fl. 9⅜ kr., e) in Capiialien 32 Prozent 757800 fl., d) in Capitalien 4 4 Proz. 2 388,119 fl. 56/8 kr., e) in Capitalien à 5 Proz. 433 fl. 20 kr., J) der planmäßige Capitalwerth des zu Ente 1866 ver⸗ bliebenen Rothschild'schen Anlehens von Mill. Gulden beträgt 8,756,000 fl. Vergleichung der Activen und Passiben der Großh. Staatsschuldentilgungskasse zu Ende 1866. I. Die Actlven betragen: 1) Staats- Activkapitalien 1 6,556,123 fl. 14% ke,, 2) Dergleichen ausgeliehen Behufs ber Grundtenten⸗Ablösung nach Maßgabe der beiden Ge⸗ seße vom 27. Juni 1836, betreffend die Ablösung der SDrundrenten: 2. wegen fiskalischer Renten 2,477,506 fl. r kr., b. wegen nicht fiekalischer Renten 7,622,488 fl. 3 kr.= 10,099,994 fl. 55 kr., 3) Aussiehende Zinsen und Erhebungskosten wegen fiskalischer und nicht fig kalischer BGrunbrenten 2163 fl. 44½ kr., 4) Kassevorrath 626,833 fl. 34½ kr.; zusammen 14,285,115 fl. 25½ ke. II. Die Pafstpen betragen: 1) Definitiv überwiesene Staatsschuld: 16,077,711 fl. 291 kr., 2) Kapitalien deren Berechtigten licht siekalischer Grundrenten, an welche die Ablösungs⸗ tapilalien milielst Obligationen auf Namen entrichtet wurden 30923 fl. 57½ kl., 3) Noch zu zahlende Zinsen don Passivkapilalien 149,230 fl. 29¼ kr., 4) Noch nicht erhobene, zur baaren Zahlung überwiesene Kapitalien

J kr. 5) Noch zu zahlende Zinsen von mittelst Obligationen

auf Namen entrichteten Kapftalien wegen abgelöster nicht

stskalischer Grundrenten 3 fl. 15 kr; zusammen 16,259,517 fl.

14½ kr. Verglichen ist Stand der Passiven oder eigene

che Staatsschuld zu Ende 1866 1,974,401 fl. 48% ke, (Schluß folgt.)

Preußen. Berlin, DieNordd. Allg. tg. führt ferner in dem bereits erwähnten

15 über die Interpellation Cochery's aus,

7) Durch zurück- Wünschen oder Befürchtungen des Auslandes; die wie dieBresl. M.-Z. meldet, hier angekommen,

noch des Großsiegelbewahrers völlig versländlich seien, namentlich sei nicht zu begreifen, was der Verweis auf Krieg von Seiten des Großsiegel⸗ bewabrers bedeute.

Der preußische Botschafter am französischen Hofe Frhr. v. Werther ist in Ems beim Könige eingetroffen und wird dort etwa 8 Tage ver⸗ weilen. Man ist natürlich aufs Höchste gespannt, welche Antwort der Gesandte nach Paris zurückbringt. Der preußische Militärbevollmächtigte am Tullerienhofe, Graf Waldersee, ist bereits nach Paris zurückgikehrt.

Man schreibt aus Berlin vom 8. d.: In bestunterrichteten Kreisen ist bis jetzt von einer Genehmigung des Königs, als des Familienober⸗ euptes, zur Annahme der spanischen Krone Seitens des Prinzen von Hohenzollern nichts bekannt.

DieNordd. Allg. Ztg. sagt, die fran⸗ zösische Presse habe sich mit der spanischen Can⸗ didaturfrage stark übereilt. Die Frage hänge von der Entscheidung der Cortes ab, nicht von den

deutschen Regierungen betrachteten Spanien als selbstständig und hätten in einer schwebenden inneren Frage Spaniens nicht zu rathen, noch weniger sich darin einzumischen; keinerlei Ursachen gäben ihnen dazu den Beruf. Dasselbe gälte von dem deutschen Volke; Deutschland wolle Spanien keinen König aufzwingen, es sei kein Grund vorhanden, an die Weisheit Deutschlands zu appelliren. Die Weisheit des spanischen Volkes, repräsentirt durch die Cortes, habe hier allein zu reden. Deutsch⸗ land habe sich neutral zu verhalten und werde sich neutral verhalten. Wolle man anderswo eine andere Stellung einnehmen und bestimmend oder rathend oder drohend oder zwingend auf die Entscheidung der Frage einwirken, so möge man es versuchen, wir lassen die Hände davon.

DieKreuzzeitung enthält einen Artikel über die spanische Throncandidatur. Sie miß⸗ billigt entschieden die Aeußerungen des Herzogs v. Gramont. Der französische Minister des Aeußern müsse wissen, daß wever König Wilhelm, noch Preußen, noch der norddeutsche Bund ein Interesse daran habe, wenn ein Prinz von Hohenzollern den spanischen Thron besteige. Der Minister des Aeußeren einer befreundeten Macht dürfe Preußen nicht beschuldigen, daß es das Gleichgewicht Europa's störe. Der Herzog von Gramont wisse übrigens, daß der Prinz von Hohenzollern kein königlich preußischer Prinz sei. Der König habe, wie gemeldet, abgerathen; nahme der Prinz die spanische Krone aus der Wahl der Cortes an, warum sci dann die spanische Nation zu schulmeistern? Würde der Prinz durch

sei den Spaniern aufrichtig dazu Glück zu wünschen. Im Uebrigen geht uns die Sache weiter nichts an. Wir hoffen, Frankreich werde bald die neutrale Stellung Preußens in dieser Frage richtig würdigen. Bereits im April 1868 unter dem un⸗ mittelbaren Eindruck des Lugauer Grubenunglücks beschäftigte sich der norddeutsche Reichstag mit einer aus Leipzig an ihn eingegangenen Petition, welche den Erlaß eines Gesetzentwurfs in Berreff der Entschädigungspflicht bei Unglücksfällen auf Eisenbahnen, Bergwerken u. s. w. erstrebte. Der Reichstag beschloß, diese Petition dem Bundes⸗ kanzler zur thunlichsten Berücksichtigung zu über⸗ weisen und im September 1869 berieth auch der volkswirthschaftliche Congreß zu Mainz über den nämlichen Gegenstand auf Antrag des Dr. Braun (Wiesbaden). Jetzt ist nunmehr der Entwurf eines derartigen Gesetzes vom Bundes-Präsidium ausgearbeitet und auch vom Bundesrath in seiner Mehrheit angenommen worden und liegt gedruckt vor.

Breslau. Der Fürstbischof Dr. Förster ist,

hat also die endliche Abstimmung über die In- fallibilität nicht abgewartet.

Oesterreich. Wien. Eine authentische Nachricht aus Rom meldet, daß die Votirung über das Capitel de eececlissia(worin die Unfehl- barkeit enthalten ist) unwiderruflich am 16. oder 17. d. M. in öffentlicher Sitzung stattfindet. In maßgebenden Kreisen wird die Beseitigung der Candidatur des Erbprinzen von Hohenzollern für sicher erachtet.

Bemerkenswerth ist, wie die unter dem Einflusse des Reichskanzlers v. Beust stehende Neue freie Presse über die Taktlosigkeit, mit der die Pariser Offiziösen die Thron-Candidatur des Prinzen von Hohenzollern behandeln, sich aus läßt. Indem sie daran erinnert, daß in Spanien nicht ein Plebiscit, sondern die Majorität der Cortes über die Besetzung des Thrones entscheide, und indem ste als vorläufig feststehend annimmt, daß es mit dieser versprochenen Lösung der Thron frage ehrlich gemeint sei, bemerkt sie u. A.:Unter solchen Umständen muß die Art, wie diese neueste spanische Thron⸗Candidatur in der napoleonischen Regierung nahestehenden Organen behandelt wird, im höchsten Grade ungeschickt und taktlos erscheinen. Wenn die Repräsentanten des spanischen Volkes einen König ausrufen, mag er welchen Namen immer tragen, so ist dies ein Akt der Volkssou veränetät, vor dem sich keine Regierung mehr als die von Plebisciten lebende napoleonische zu verneigen hat Im Uebrigen meint das Wiener Blatt, wenn einmal in Spanien ein neues Königthum errichtet werde, so könne es Oesterreich sehr gleich-

daß weder die Erklärung des Herzogs v. Gramont

die Wahl der Cortes König von Spanien, so

giltig sein, wer dort auf den Thron gesetzt werde.