di dran. Bad Nauheim. Der hiesige Kurverein hat boden 3 des zweiten Jahres seines Bestehens in dem %, dag Aurzlich veröffentlichten Jahresberichte den Bewohnern ollen. die Nauheims Kenniniß von seiner Thätigkeit im verflossenen Folgt de 5 Jahre gegeben. Es ist aus demselben ersichtlich, daß der
fla sen Kutverein, sein Ziel unverrückt im Auge haltend, eine
en, und für die Hebung und Blüthe unseres Badcortes sehr er⸗ aufg Beste sprießliche Wirksamkeit nach allen Seiten hin entfaltet.
rücdtisen Zunächst hat er sich bemüht, durch die Presse und zwar u burch eine Reihe von Artikeln in öffentlichen Blältern
den ig Ig. und durch die Herausgabe und Verbreitung eines Schrift⸗ 1 Nirien chens„Der Fremdenführer für Bad Nauheim und Umgegend“
Ander. J in weiteren Kreisen die Aufmerksamkeit auf die Heilquellen u 22. A Nanheims zu lenken. Den Bemühungen des Kurvereins
„ 0 lin. ist es zu danken, daß die Beleuchtung der Allee nach dem
Bahnhofe ausgeführt wurde und daß ferner die demnächsige Errichtung einer Bundes⸗Telegraphen⸗Station in biesiger Stadt gesichert erscheint. Die Hospitalfrage wurde von Seiten des Kurvereins in die Hand genommen und der Ankauf des Dürrholz'schen Hauses(Villa Paradies) ab⸗ geschlossen, wobei vorläufig zwar die Stadt Nauheim als Käuferin aufgetreten, da der Kurverein Corporationsrechte noch nicht besitzt, jedoch die Zurückgabe an den Kurverein durch Seporatvertrag gesichert ist. Sodann hat der Kur— verein sich für Verwilligung von Freibädern für kranke Militärs vom Feldwebel abwärte und von Bädern zu ermäßigtem Preise für höhere Grade bemüht, er hat der göchst wichtigen Frage der Gründung eines Kurfonds für das Ini Nauheim steie Beachtung geschenkt und für Realisirung 0,000 7 dieser Angelegenheit nach Kräften zu wirken gesucht, auch 9 Rancs die Beibehallung der Fahrpostverbindung zwischen Nauheim Soßrgg der und Usingen, sowie die Ausdehnung der Fahrpost zwischen dann lam die Homburg und Friedberg bis nach Nau heim zum Gegen⸗ desen Bezüge fande seiner Bemühungen bei der Oberpostbehörde gemacht. a 3 Ferner wurde auf Kosten des Kuxvereins wiederum eine
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„Preße⸗ Jig: M den großen
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Anzahl Bänke angeschafft und an geeignete Orte in der ts der In ⸗ Umgebung der Stadt vertheilt, die Begießung der Straßen der Stadt ermöglicht und andere eben so zweckmäßige als
ut Anlaß erpwünschte und gebotene Einrichtungen gefördert und ins 2 Leben gerufen. Es erhellt hieraus, daß der Kurverein seine uf Herab⸗ Aufgabe zum Wohle unseres Badeortes zu lösen eiftigst datt der dem bemüht ist und daß er mit Befriedigung auf seine zwei⸗
Nans, ein; jährige Thätigkeit zurückblicken kann. Möge er sich in . seinem Streben auf die krästigste Weise unterstützt sehen
8 von allen Bewohnern Nauheims, denen das Wohl unserer
1 r Erof⸗ Stadt am Herzen liegt. Nur durch einmüthiges Zu⸗
Bicrkönig von Da in Folge ung in den u Constitutio · fart gestrichen
sammenwirken kann auch hier Ersprießliches geleistet werden und Vieles bleibt ja noch zu thun übrig.
Frankfurt. In der am Montag stattgebabten Sitzung des landwirihschaftlichen Monatsclubs beschäftigte
Foribildungsunterrichts und nahm schließlich folgende Thesen an: 1) Der Club der Landwirthe erblickt eines der sundamentalsten Mittel zur Hebung der wirthschaftlichen und socialen Verhältnisse des größten Theiles der land wirthschaftlichen Bevölkerung in der Förderung des land— wirthschaftlichen Fortbildungsunterrichts. 2) Er ist ferner der Ansicht, daß der allgemeinere Ausschwung des Fort⸗ bildungswesens wesentlich davon abhängt, daß der Staat den Lehrern in den Seminarien eine über das jetzige Maß binaus gehende Ausbildung, vor Allem in den Natur⸗ wissenschaften, verschafft und daß die Gemeinden einsehen, wie sehr es in ihrem Interesse liege, alle äußeren Be⸗ bingungen solcher Fortbildungsschulen zu gewähren. Frankfurt. Hiesige Blätter warnen das Publikum, zei dem Ankaufe von Loosen auf der Hut zu sein, da mit solchen Loosen, welche nicht täglich im Coursblatt stehen. don Haustrern großer Unfug getrieben werde. Es wird namentlich darauf aufmerksam gemacht, daß von diesen paufirern Matländer 10» Francs⸗Loose zu 4 fl. 40 kr. säufig angeboten würden, während solche nur 4 fl. werth ien, ähnlich gehe es mit Loosen auswärtiger Lolterien. Darmstadt. In einem in ber Nähe des Bahnhofs gelegenen Hotel hielt sich seit etwa einem halben Jahr
Gatten
a7 — 8
man sich eingehend mit der Frage des landwirihschaftlichen
ein angeblicher Professor Steckowitz mit Familie auf, da ihn die Flüssigmachung einer Erbschaft in Bayern hier unfreiwilllg zurückylelt. Man zweifelte um so weniger an ber Richtigkeit seiner Angaben, als bäufig Briefe und Telegramme unter der angegebenen Adresse hier anlangten und das Auftreten des Herrn Professor das eines Gent⸗ lemans war. Bald halte der Herr Professor sich eine große Zahl von Freunden erworben, welche sämmtlich dem höheren Bürger- und Beamtenffand angehörten und die sich ein Vergnügen daraus machten ihm in häufig vor⸗ kommenden„momentanen“ Verlegenheiten mit zum Theil seyr bedeutenden Beträgen auszuhelfen, wogegen er ihnen Actien eines mythischen Bergwerks, Hohenröhn“ beponitte. Diese edle Aufopferung seiner Freunde mußte natürlich dem Herrn Professor den Aufenthalt hier sehr angenehm machen, so daß derselbe den Entschluß faßte hier für die Dauer sein Domicil zu nehmen, weßhalb er sich auch um die Aufnahme in den hiesigen Bürgerverein bewarb. Seinem Wunsche wäre jedenfalls willfahrt worden, wenn nicht ein unvorhergesehener Vorfall dazwischen gekommen wäre. Der Herr Professor schien Wind bekommen zu baben, daß die Lausanner Polizei sich mehr mit seiner Persönlichkeit befaßte, als ihm lieb sein mochte und reiste in Folge eines erhaltenen Telegramms, welches die schwere Eikrankung einer nahen Angehörigen meldete, die Gemahlin des Herrn via Köln nach Paris ab. Am folgenden Tag benachzichtigte der Herr Professor den Oberkellner, daß er in Folge einer Einladung bei einem hiesigen Gesandten nicht an der Tafel speisen werde. Da die Rückkehr des Herrn Professors indessen am Abend und auch am andern Morgen nich nicht erfolgt war, schickte man zu dem be— treffenden Gesandten, wo sich denn herausstellte, daß dem— selben ein Herr dieses Namens gar nicht bekannt sei und die sofort angestellten Recherchen ergaben, daß der Vogel, nachdem er bei seinen Freunden noch bedeutende Summen, man spricht im Betrag von über 7000 fl., geborgt hatte, ausgeflogen war. Weitere Nachforschungen ergaben, daß man hier das Opfer eines der raffinirtesten Gauner ge— worden und daß der Betreffende, Sohn eines bayrischen Lehrers Namens May, schon Monate lang von der Polizei versolgt wurde, während er hier ein äußerst angenehmes Leben führte. Dieser Hochstabler gehört jedenfalls einer größeren Gaunerbande an, von welcher er rechtzeitig ge— warnt, sich dem Arm der Gerechtigkeit zu entziehen wußte. — Dem Vernehmen nach soll die Verhaftung dieses Schwindlers mittlerweile in einer französischen Grenzstadt erfolgt sein.
Die Familie Senckenberg in Friedberg.
Die in Nr. 22 d. Bl. enthaltene Mittheilung über die Gebrüder Senckenberg in Frankfurt, deren Einem die Senckenbergischen Stiftungen daselbst ihren Ursprung verdanken, veranlaßt mich zu der weiteren Mittheilung, daß der Vater jener Brüder, der 1730 verstorbene Physikatsprimarius Dr. Joh. Hartmann Senckenberg, ein geborener Friedberger und Enkel eines hiesigen Pfarrers war. Er war am 15. Januar 1655 dahier geboren, als zweiter Sohn von Johann Senckenberger(dies die ursprüngliche Form des Namens), welcher, 1610 zu Troppau in Oberschlesien geboren, hiesiger Bürger und Apo— theker wurde und sich am 28. November 1643 mit Anna Katharina Henriei, Tochter des Stadt— pfarrers Johannes Henrici, verheirathete,„Schöff und des Raths“ wurde, 1651 und 1653 zweiter Bürgermeister, 1659, 1663, 1669 und 1674 erster Bürgermeister war und als solcher starb.
Er wurde am 10. Sept. 1674 beerdigt, und hinterließ außer seinem obengenannten Sohne Johann Hartmann einen älteren Sohn: Johannes Henritus und mehrere Töchter; eine Tochter war mit Pfarrer Walther zu Liederbach, eine andere mit Pfarrer Rodaug zu Nieder Rosbach ver⸗ heirathet. Wie er, so gelangten auch seine Söhne und einer der hiesigen Enkel seines Namens zu den höchsten Aemtern in des Heil. Röm. Reichs Stadt Friedberg. Joh. Hartm. Sencken⸗ berg wurde 1676 zu Straßburg Licentiat der Medicin, wirkte dann in Friedberg als Physicus ordinarius und wurde 1685 zweiter Bürgermeister. Die drei Söhne aus seiner ersten Ehe mit Maria Margaretha von der Birghden, von welchen zwei in Friedberg 1682 und 1684 und der dritte in Frankfurt 1688 geboren wurde, starben im Kin- desalter; die berühmt gewordenen Gebrüder Senckenberg stammten aus der zweiten Ehe des Johann Hartmann Senckenberg, mit Anna Mar- garetha Raumburger aus Frankfurt. Nach Frank⸗ furt ist Johann Hartmann Senckenberg wahr- scheinlich 1688 übergezogen.
Während Johann Hartmann Senckenberg in Friedberg als Arzt wirkte, war sein älterer Bruder Johannes Henricus, geb. om 31. Det. 1647, Apotheker und hierin des Vaters Nach- folger; auch er wurde, wie es sein Vater gewesen, Rathschöffe und 1590 zweiter Bürgermeister, 1699 erster Bürgermeister. Er verheirathete sich am 18. Nov. 1690 mit Anna Dorothea Bausch, starb am 25. April 1707 und hinterließ außer mehreren Töchtern, deren eine an Pfarrer Cor- nelius in Reichelsheim verheirathet war, zwei Söhne: Otto Rudolf und Johann Heinrich. Otto Rudolf, getauft am 1. Oct. 1691, war, wie sein Vater und Großvater, Apotheker, Raths schöffe und Bürgermeister, nämlich 1727 zweiter und 1733, 1738, 1743 erster Bürgermeister. Er starb am 4. März 1745 ohne männliche Nachkommen, und mit dem Tode seiner Tochter Maria Philippine, gestorben am 27. Jan. 1781, erlosch hier der Name Senckenberg. Otto Rudolfs Bruder Jobann Heinrich, getauft am 21. Dec. 1697, war Weinwirth und Handelsmann und starb am 25. Nov 1750 als Stadtwagen⸗ meister. Er hatte neben mehreren Töchtern zwei Söhne, die aber beide im Kindesalter starben. Mit dem zweiten derselben, Johann Christian, dem Pathen des Stifters der Frankfurter Anstalten, getauft am 6. Sept. 1745 und gestorben kurz nach seinem Vater am 29. Dec. 1750, starb der Mannsstamm der Familie in Friedberg aus.
Das Haus der Familie Senckenberg, worin Johann Senckenberg, sein Sohn Johann Heinrich und sein Enkel Otto Rudolf als Apotheker wohnten, ist das jetzt dem Herrn Hofapotheker Sturmfels gehörige Haus.
K. Baur.
Repskuchen!
gets frlsch von der Müble bei
D Wilh. Fertsch. Eine gut erhaltene Treppe
1 ist billig zu verkaufen. Dr. med. Trapp.
Aerztliche Empfehlung. 164 Die Stollwerck'schen Brustbonbons baben bor allen andern gegen Helserkeit, Husten, ꝛc. empfoh 1 nen Mitteln den ganz besondern Vorzug, daß sie, nur aus Zucker und Pflanzensäften bestehend, vom Körper icht afficinitt werden und die Verdauung nicht stören. Sie werden nebenbei von Kindern und zarten Personen gerne und mit Erfolg genossen, wie ich mich selbst durch Jersuche in dem unter meiner Leitung stehenden Pospftal ber zeugt babe.
Breslau, 21. Februar 1847.
14 Dr. Bürkner, pract. Arzt, Wundarzt ꝛc.
Man findet die Stollwerck'schen Brufbonbone echt bversiegelten Pacheten mit Gebrauchsanweisung à 14 kt. I rlerberg del Wilh. Fertsch, in Assenheim Carl Bauer, in Bellershelm bei B. Stern Sohn, in Butzbach bei Val. Wiesiler, in Ber; fannt det Chr. Eichelmann Sohn, in Hungen bert A. Buch, in Vad Nauheim bel Ph. J. Weiß.
* 5
Strumpf-Längen,
707 bis zur Ferse gestrickt, oder s. g. Anstricker haben in verschiedenen Gröben vorräthig und durch den Besitz einer Strickmaschine ist es uns möglich, auf Ver— langen die ganzen Strümpfe binnen ganz kurzer Zeit von unsern auf Lager habenden Garnen dilligst zu ver⸗ fertigen.
Für das Stricken der Strümpfe wird so wenig berechnet, daß es einer Hausfrau kaum mehr lohnend sein dürfte, sich dieser zeitraubenden Arbeit selbst zu unterziehen. Geschwister Schloß.
Friedberg.
Kiefern- eic. Zapfen
162 kauft die Liegelel am Bahnhof zu Naubeim.
12000 Huchsbaumpflanzen
656 hat zu verkaufen Steinfurt.
.S. Hemmersbach.
Mailänder Ficg. 10 Loose
604 nächsie Ziehung am 16. dieses. 8 Eduard Hirsch.
Roggen Kleie
Stern neden dem kandgeric.
Daheim
Die nächste Nr. 24 des neuen, VI. Jahrganges
688
Vlerteljährlich 1 fl. 3 kr Wöchentlich 1 Nummer uzhstzg ut upon ub ann r in
enthält: Eine Cabinetsintrigue(Fortsetzung.) Historischer Roman von G. Hiltl.— Studentenmütterchen.(Fortsetzung.)
Von Arnold Wellmer.— Zur Charakteristik der Frauen- frage. I. Von Dr. R. König.— Eine Stunde unter dem Preisgeflügel. Mit 6 Illustrationen von R. Krelsch⸗ mer.— Die gespenstische Baßgeige.(Schluß.) Von Max von Schlägel Am Famillentische: Nomaden leben am Ufer der Welchsel. Zu dem Bilde; Polnische Flöͤßer auf der Rast. Von Ernestine Friedrichsen.
Zu Bestelungen empfehlen sich Bindernagel und Schimpff in Friedberg.
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