Ausgabe 
11.1.1870
 
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1870.

Vienstag den

11. Januar.

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Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.

Friedberger Intelligenzblall.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samsiag.

Fürsorge getroffen, daß noch

beliebe man deßhalb baldigst

Die Zahl unserer Abonnenten hat mit dem neuen Jahr aber mals in erfreulicher Weise zugenommen. Wir haben indeß

ständig von Nr. 1 an geliefert werden kann.

eine Anzahl Exemplare voll Bestellungen Die Expedition.

zu machen.

Amtlicher Theil.

Betreffend: Die Beiträge der wohlstehenden katholischen Kirchenfonds zu dem allgemeinen katholischen

Kirchensond für kirchliche und geistliche Zwecke für 1870.

Friedberg den 6. Januar 1870.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die katholischen Kirchenvorstände.

Zur Bestreitung der Büreaukosten der katholischen Dekane und zu anderen kirchlichen Zwecken, sowie zur Zahlung des Gehaltes des Stiftungsanwaltes bedarf der allgemeine kath. Kirchenfonds im Jahre 1870 die Summe von 1796 fl., welche nach höoͤchster Verfügung auf die betr. kath. Kirchen- und milden Stiftungsfonds ausgeschlagen worden sind.

Indem wir Ihnen nachstehend einen Auszug aus der gefertigten Repartition mit dem Auftrage übersenden, für die Berichtigung zu

sorgen, weisen wir Sie zur Zahlung der den einzelnen Kirchen zu

Last kommenden Beiträge an die Großherzoglichen Districtseinnehmereien an, und ertheilen den etwa fehlenden Credit zu Last des Reservefonds. Lr 8

1) Kirche zu Friedberg 2 fl. 17 kr., 2) Kirche zu Nieder-Mörlen 1 fl. 48 kr., 3) Kirche zu Ober⸗Mörlen 2 fl. 29 kr., 4) Kirche zu Ober- Wöllstadt 26 fl. 47 kr., 5) Kirche zu Ockstadt 10 fl. 32 kr., 6) Kirche zu Oppershofen 11 fl. 13 kr., 7) Kirche zu Rockenberg 3 fl. 55 kr., 8) Kirche zu Wickstadt 2 fl. 14 kr., 9) Kirche zu Ilbenstadt 7 fl. 55 kr.

n Betreffend: Hebung der Obstbaumzucht.

Nach Beschluß der Generalversammlung des landw. Bezirks des Kreises Friedberg vom 16. Dezember v. J. sind 100 fl. zur Unter stützung solcher unverheiratheter jungen Leute, welche in den in der Kürze in dem pomologischen Institut zu Reutlingen beginnenden Lehr curs für Obstbaumwärter eintreten wollen, zu verwenden, ich fordere daher Lusttragende zur baldigen schriftlichen Anmeldung bei mir unter dem Anfügen auf, daß den Anmeldungen Bescheinigungen über einige

m. ann

9. Uebung in der Baumcultur und besondere Liebe zur Erlernung der Obstbaumzucht sowie guten Ruf und uber das Alter anlzegen müssen. Die Herren Bürgermeister wollen Vorstehendes in geeigneter Weise veröffentlichen. Friedberg den 9. Januar 1870. Der Director des landw. Bezirksvereins des Kreises Friedberg Tr à p F.

Hessen. Darmstadt. 1866 in unserem Lande massenhaft statigehabten Pensionirungen ist ein großartiges Mißverhältniß zwischen activen und pensionirten Offiziern ein getreten. Es sind nämlich gegenwärtig General lieutenants activ 2, persionirt 6; Generalmajore activ, pensionirt 8; Oberste activ 6, penstonirt 21; Oberstlieutenants activ 4, pensionirt 113 Majore activ 18, pensionirt 23. Außerdem zählen zu den Pensionären 39 Hauptmänner, 27 Militärbeamte 1c. Vom Major auswärts sind nur 30 Offiziere im activen Dienst, in der Pen sionsliste dagegen 69 zu finden. Während die Militärpensionen früher die Summe von 130 bis

können.

Preußen. besetzt. den

schonung betreffend, vor. Das

In Folge der seit-Rechenschaft gezogen werden wird. Anzeiger äußert sich darüber: Alle bis jetzt nommen, in der Hamburger Generalversammlung in dieser Sache abgegebenen Erklärungen geben aufs Unzweideutigste zu erkennen, daß die Erklärer, vom Alp gedrückt, nicht mit der Sprache heraus

Berlin. haus hat seine Sitzungen wieder aufgenommen. Die Bänke der Abgordneten waren nur spärlich Minister v. Selchow legte dem Hause Uebereinkunftsvertrag Rheinuferstaaten von Basel abwärts, die Fischerei

in der Affaire Zastrow

DerMainz. des Vereins eigenmächtig und statutenwidrig ent-

aber die Genehmigung zur Entnahme weiterer 500 Thaler nur gegen einen Schuldschein über die Gesammtsumme von 1000 Thlrn. erlangt haben, welche er in zehn Monaten zurückzuzahlen versprach, dieß Versprechen aber nicht hielt, und sich äußerte, überhaupt nichts zurück zahlen zu wollen.

Würtemberg. Stuttgart. In der schon erwähnten Landesversammlung der würtem- bergischen Volkspartei wurden folgende Anträge angenommen:1) Die Anhänger und Genossen der Volkspartei werden aufgefordert, bis spätestens

Das Akgeordneten

Preußens mit den

erlassene

140,000 fl. betragen haben, ist seit 1866 eine alljährliche Steigerung von 4050,000 fl. ein- getreten, so daß für diesen Zweck dermalen schon über 300,000 fl. verwendet werden müssen. Und dabei spricht man immer noch von weiter bevor stehenden Penstonirungen.

Gießen. Im laufenden Wintersemester be trägt die Gesammtzahl der Zuhörer an der hie sigen Universität 307, wovon 14 nicht immatri⸗ culirte. Von den Immatriculirten studiren Theo logie 22, Jurisprudenz 68, Medizin 55, Thier arzneikande 14, Cameralwissenschaft 1, Architecten 24, Forstwissenschaft 12, Philosophie und Philo logie 63, Pharmacie und Chemie 24.

Mainz. Bei unserer städtischen Verwaltung sind schon vor einiger Zeit großartige bei Er- hebung des Oetrois vorgekommene Unterschlagungen entdeckt worden. Die eingeleitete Untersuchung fördert immer größere Betrügereien zu Tage, und es steht fest, daß die Stadt in den letzten Jahren um Tausende von Gulden betrogen worden ist. Es zeigt sich deßhalb unter unserer Einwohner- schaft eine leicht begreifliche Aufregung und mit großer Spannung sieht man der Entscheibung

entgegen, wer für diese Unterschlagungen zur

Urtheil hat jetzt die Rechtskraft erlangt, indem dieser Tage das Obertribunal die von dem Ver urtheilten eingelegte Nichtigkeitsbeschwerde abge wiesen hat. Somit wird der Verurtheilte dem- nächst seine Zuchthausstrafe von 15 Jahren an- zutreten haben.

Sachsen. Dresden. Bei Berathung verschiedener Anträge gegen die Bundesstrafgesetz gebung in der ersten Kammer kritisirt Professor Heinze scharf der Staatsverbrechen, welcher zufolge die Einzelstaaten zu Provinzen, die Landesherren zu mediatisirten Bundesfürsten herabgedrückt wür den, was zugleich Süddeutschland noch sicherer dem norddeutschen Bunde entfremden müsse. Der Redner erhält großen Beifall. Die Ministerbank schweigt. Der Commissionsantrag gegen die Bei behaltung der Todesstrafe und gegen die Ein mischung der Polizei in Strassachen wird ein stimmig angenommen.

Leipzig. Der allgemeine deutsche Arbeiter- verein hat gegen

zum 1. März in jedem Oberamt des Landes, in welchem seither kein Bezirksvolksverein war, einen solchen zu gründen. 2) In jedem Wahlbezirke des Landes ist Seitens der Partei dafür zu sorgen, daß saͤmmtliche Wähler zur Unterzeichnung einer an die Kammer gerichteten Adresse Gelegenbeit haben, in welcher dem Verlangen des Volkes nach Aenderung des Kriegsdienstgesetzes im Sinne der wahrhaft allgemeinen Dienstpflicht mit militärischer Jugend vorbereitung und kurzer Präsenz Aus- druck gegeben ist. Die Adresse soll jedem Ab- geordneten mlt den Originalunterschristen durch eine Deputation aus seinem Bezirke überreicht und derselbe persönlich aufgefordert werden, seinen ganzen Einfluß und alle der Volksvertretung zu⸗ stehenden Mittel anzuwenden, um die Regierung zum Eingehen auf die verlangte Gesetzesänderung zu bestimmen.

Baden. Karlsruhe. In dem ordentlichen Budget der Badeanstalten erklärt die großherzogl.

seinen des Amts enthobenen[Regierung, daß sie unter keinen Umständen das

Präsidenten v. Schweitzer wegen Unterschlagung Spiel über 1872 hinaus verlängern werde, da

und Betrug Anklage erhoben,

nämlich 500 Thaler, angeblich zur Unterhaltung land auf den gleichen

v. Schweitzer soll die allgemeine Aufhebung der Splele in Deutsch

Zeitpunkt nunmehr durch

seines Blaties(Social- Demokrat), der Kasse! die norddeutschen Gesetze gesichert ist.