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Vonnerstag den 10. November.
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ssischer Aneller.
Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.
Stitdberger Zutrlligerzblatt
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und neee
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Für die Monate November und Paenbet kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der t 9 mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden.
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Betreffend: Die Lehrexeonserenz im Kreise Friedberg.
Amtlicher Theil.
Friedberg den 8. November 1870.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 26. October v. J., in Nr. 124 des Oberhessischen Anzeigers, beauftragen wir Sie, die Gemeinde-Einnehmer zur sofortigen Bezahlung der Zuschüsse der Gemeinden zur Unterhaltung der Lehrerbibliothek des Kreises in die Kasse der Lehrerconferenz pro 1870 mit dem Anfügen anzuweisen, daß Versäumnisse disciplinarisch bestraft werden würden.
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Kriegs nachrichten. Offieielle militärische Nachrichten.
Künheim, 7. Nov. Fort Mortier heute Nacht capitulitt. 220 Gefangene gemacht. Geschütze genommen. v. Schmeling.
Versailles, 6. Nov. Am 6. kein Enga- gement gemeldet. v. Podbielsky.
General v. Treskow meldet aus Les Errues
dor Belfort vom 6. Nov., daß die Division
zwischen Colmar und Belfort in mehreren kleinen Gefechten Franctireurs vertrieben hat. Am 2. d. fanden Gefechte gegen Mobilgarden bei Les Errues, bei Rougemont und Petit Magny Zatt; in letzterem ließ der Feind allein 5 Ofsiziere und 103 Mann todt zurück. Am 3. wurde Belfort cernirt und die Verbindung mit Genera v. Werder gergestellt.
Charny, 8. Nov. tulirt.
Verdun hat capi⸗ v. Gayl.
Versailles, 7. Nov., Nachm. 1 Uhr 41 M. In den fünftägigen Verhandlungen mit Thiers ist demselben ein Waffenstillstand auf Grundlage des militärischen Status quo von jeder Dauer bis zu 28 Tagen behufs Vornahme der Wahlen unter Bestattung derselben in den becupirten Theilen Frankreichs wiederholt angeboten worden. Er war, auch nach erneuerter Besprechung mit der Pariser Regierung nicht ermächtigt, das Eine oder das Andere anzunehmen, er verlangte vor Allem die Verproviantirung von Paris, ohne ein mili⸗ tärisches Aequivalent bieten zu können. Da diese Forderung für die Deutschen militärisch unannehm⸗ gar war, so erhielt Thiers gestern aus Paris die Weisung, die Verhandlungen abzubrechen.
Versailles, 7. Nov., 10 Uhr 30 Minuten Abends. Nachdem die französische Regierung durch Thiers erklärt hatte, das deutsche Angebot eines Waffenstillstandes von beliebiger Dauer auf Basis des militärischen Status quo nicht annehmen zu können, hat Graf Bismarck vorgeschlagen, die Regierung von Paris und Tours möge die Wahlen nach Belieben ausschreiben und den Termin mit⸗ theilen; die deutschen Heere versprächen auch ohne Waffensillstand die Wahlen in den ganzen boccu— pirten Theilen Frankreichs zuzulassen, zu fördern und ihre Freiheit zu achten. Thiers hatte darauf eine Besprechung an der Vorpostenlinie mit Jules Favre und Trochu, war aber nach Versailles zurückgekehrt, nicht nur nicht ermächtigt, den deutschen Vorschlag anzunehmen, sondern er hatte vielmehr den Befehl abzubrechen.
Versailles, 7. Nov., Abends. Nach Pri⸗ watmittheilungen aus Paris ist Jules Favre mit der Mehrzahl feiner Collegen für die Wahlen
und für den durch Thiers vermittelten Waffen⸗ stillstand gewesen; Trochu jedoch, welcher dagegen agitirte, hat seine Ansicht durchgesetzt.— In Folge der mit den zwei Ballons erbeuteten
5 Correspondenzen aus Paris ist von Seiten des
deutschen Obercommandos ein allgemeines Verbot ergangen, irgend eine Person aus Paris heraus oder nach Paris hinein zu lassen. Die fünf in den Ballons gefangenen Personen sind vor ein Kriegsgericht gestellt worden.
— Ueber den Ausfall der Pariser Garnison gegen Le Bourget wird der„Köln. Ztg.“ aus Versailles, 1. Nov. geschrieben: Das Dorf Le Bourget liegt fast unter den Kanonen der deta— chirten Forts von St. Denis; es war daher nur sehr wenig besetzt, kaum von einer Compagnie im Ganzen. Als nun am 29. Oktober Abends der wuchtige Ausfall von französischer Seite geschah, kam es vor Allem darauf an, dikse wenigen Truppen nicht unnütz bloßzustellen, und so wurde ihr Rückzug entschieden. Am Morgen aber begann der eigentliche Angriff von unserer Seite. Die Franzosen hatten die Nacht gut benutzt und sich stark darin verschanzt, einzelne Häuser sogar in kleine Festungen verwandelt. Dennoch stürmte 3 das Königin⸗Augusta⸗Regiment den so befestigten Weiler mit unerhörter Bravour. Le Bourget war genommen. Oberst Graf Waldersee befand sich mit seinem Adjutanten Herrn v. Trotha hinter einem schützenden Hausvorsprung. Da plötzlich schwenken französische Soldaten, welche bis dahin ein schrägüber gelegenes Haus vertheidigt, weiße Tücher, als bäten sie um Gnade. Der Oberst und sein Adjutant treten vor. In diesem Moment, kaum auf 15 Schritt Entfernung, werden beide Offiziere von Kugeln aus jenem Hause mitten in die Brust getroffen und so meuchlerisch ermordet. Einen schnell zu Hülfe eilenden Oberstlieutenant, dessen Namen ich noch nicht in Erfahrung bringen konnte, trifft dasselbe Schicksal. Auch er wird meuchlings niedergeschossen. Die ganze Scene hatte kaum drei Minuten gedauert. Ein Miß verständniß war nicht möglich gewesen, die Ossiziers⸗ uniform allein hatte die Mörder veranlaßt, diese Herren auf's Korn nehmen. Graf Waldersee war einer der trefflichsten Offiziere der Armee und stand ebenso, wie sein Bruder, der Flügeladjutant, und seine ganze Familie in besonderer Hochachtung beim Könige. Der Schmerz über ein so furcht— bares Ende des tapferen Offiziers ist allgemein. Die Wuth der Soldaten ist unbeschreiblich.“
Reims. Ein Erlaß des General-Gouverneurs von Lothringen ordnet an, daß die Maires Listen aller nach französischen Gesetzen Militärpflichtigen, sowie aller Männer unter 46 Jahren aufstellen müssen und daß, falls ein in der Liste eingetra⸗ genes Individuum heimlich oder unmotivirt ab- reist, die Eltern, Bormünder oder Familien des-
selben 50 Francs Strafe per Individuum für jeden Tag zu zahlen haben.
Metz, 1. Nov. Der Transport der 140,000 unverwundeten Gefangenen geschieht abtheilungs⸗ weise und werden täglich an 25,000 Mann nach Deutschland gebracht. Die 6000 gefangenen französischen Ossiziere werden sämmtlich mit der Eisenbahn befördert. Die Division Kummer, eine Division vom 2. Armeecorps und das 7. Armee⸗ corps bleiben vorläufig in und um Metz und werden auch zum Transport der Gefangenen ver- wandt. Das 1. und 8. Armeecorps sind unter dem Befehle des Generals v. Manteuffel bereits nach Nordfrankreich aufgebrochen, eine Diviston vom 2. Armeecorps ist schon auf dem Marsche nach Paris, das 3., 9. und 10. Armeecorps marschiren über Troyes in das mittlere Frankreich gegen Lyon. Prinz Friedrich Karl wird sich in den nächsten Tagen nach Versailles begeben, um dort weitere Befehle zu erwarten. Die Eisen⸗ bahnverbindung von Metz nach Nancgh ist bereits wieder bergestellt.
Aus Metz veröffentlicht die„Times“ folgende Depesche ihres Correspondenten d. d. Saarbrücken,
Nop.: In Metz ist die Ordnung völlig wieder⸗ bag worden, und Alles ist ruhig. Zwei preuß. Armeecorps sind nach Thionville marschirt. Das Bombardement beginnt am nächsten Montag. In Metz verbleiben 30,000 Mann Landwehr unter General v. Kummer. Prinz Friedrich Karl ist mit dem zweiten Armeecorps nach Besangon marschirt und man erwartet einen Angriff auf Belfort. In Metz grassiren bei kaltem, unbestimmten Wetter allerlei Krankheiten.
— Nach einer Correspondenz der„Times“ sollte das Bombardement der nördlich von Metz gelegenen Moselfestung Thionville gestern (Montag) beginnen. Unter anderen Truppen⸗- theilen ist das 81. Regiment dahin abgerückt.
— Wie der„Karlsr. Zig.“ aus Altbrei— sach telegraphirt wird, hat der Commandant von Neubreisach nach der Capitulation von Fort Mortier versprochen, acer mehr auf Altbreisach zu schießen.
Altbreisach, 4. Nod. Abends ½7 Uhr. Colossaler Brand auf der Nordwestseite von Neubreisach. 25 pfündige Haubitzengeschosse bis hierher, ohne Schaden zu thun. Keine Verwun— deten.— 5. Nov., Vormittags. Das Bombar- dement auf das Fort Mortier dauert fort, da sich solches noch nicht ergeben, obgleich seit gestern Abend aus demselben nicht mehr geschossen wird. Auf dem nördlichen Glacis der Festung Neu- breisach eine Kanone aufgepflanzt, aus welcher mit Granaten auf Altbreisach geschossen wurde, wodurch schon viele Häuser sehr beschädigt wurden. Ein Kanonier gestern Nachts getödtet. Ein großer


