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otel eingefunden, um Kriegs nachrichten zu fahren. Trochu erschien und sprach: So den kehre ich von den Festungswerken zu⸗ nick; ich habe alle Forts von Paris besichtigt; ich bin fast nüchtern und habe keine Nachrichten. Wer seien Sie ruhig, halten Sie Ordnung
und kommen Sie morgen wieder. Ich hoffe, nir werden zu einem guten Einvernehmen ge⸗ ungen. Was die Bewaffnungsfrage betrifft, ber die ich befragt werde, so verwundern Sie sich nicht, daß die Waffen nur gewissen, tur solchen Leuten gegeben werden, die sich drselben unmittelbar bedienen können. Man hitte die Zahl der im Magazin vorhandenen Cewehre auf zwei Millionen angegeben; nach— dm ich genaue Nachforschung gehalten, muß id Ihnen mit Bedauern erklären, daß wir ur dreißig Tausend Stück vorhanden haben.
— Die Absetzung des Kaisers hat nach der
Neinung der Linken außer der Befreiung detz undes von der imperialistischen Verfassung noch din Zweck, Napoleon zu verhindern, einen dem unde nachtheiligen Frieden zu schließen, der seiner Tynastie auf Unkosten Frankreichs zu gut käme. est der Kaiser seines Amtes entkleidet, so hat er us Recht verloren, im Namen des Landes zu katerhandeln. Man ist hier auf's Acußerste ge⸗ ißt.— Das Volk vernichtete alle neunapoleo- rschen Straßenbenennungen. Das Potträt der gaiserin im Rathhause, gemalt von Horace Vernet, ii vernichtet worden. Noch ist der allgemeine zuf nach Vertheidigung der Hauptstadt nicht ab- g schwächt, doch ist eine Reaction bei wirklicher innäherung der Preußen unausbleiblich.“ Was die Vertheidigungsfähigkeit von garis anbelangt, so bringen selbst Pariser Blätter herüber, namentlich aber über die Verproviantirung der Hauptstadt recht bemerkenswertbe Mittheilungen. So lesen wir in einem Blatte, daß in der Mehr- zihl der größeren Stadtviertel, besonders aber im Mertel de la Madelaine, einem der reichsten, Käse, geis und andere Gegenstände des taglichen Ver⸗ bauchs bei den Krämern nicht mehr zu haben smd. Der„Constitutionnel“ macht die Pariser, in Speciellen aber die Wirthe, Kaufleute und dergl. mehr darauf aufmerksam, daß bei der An- kKherung der Preußen die Gasometer werden ge— lert werden, daß die Fabrikation überhaupt wird aufhören müssen, da eine in einen gefüllten Gaso— neter fallende Bombe die fürchterlichste Explosion zr Folge haben würde.
— Die Regierung hat für alle politischen erbrechen und Vergehen seit dem 3. Dezember 1352 bis zum 3. September 1870 gänzliche und wllständige Amnestie proclamirt. Alle solcher⸗ negen noch in Haft befindliche Verurtheilte sollen mverzüglich in Freiheit gesetzt werden. Der Mi. uster des Innern, Herr Leon Gambetta, erläßt Jamens der Regierung ein Circular an alle Prä⸗ scten, Unter-Präfecten, Generale, an den General- Jouverneur von Algerien und an alle Telegraphen- Stationen, worin er die Absetzung der Dynastie und die Proklamirung der Republik anzeigt und n auffordert, dies auf jede Weise öffentlich zu v rkündigen.
— Die„Liberte“ verlangt die Gründung ener deutschen Republik, der Frankreichs Freund- daft sicher sei, ferner Gesammtentfernung aller Unstreitbaren, denn Preußen rücke gewaltigst heran; signalisirt den Regierungsbeschluß einer Ver— steidigungsanleihe von 2 Milliarden.
— Der„Independance“ wird aus Paris b egraphirt, daß Gambetta als Minister des Jnnern ein Decret erlassen hat, wodurch Herr
Lalentin zum Präfect und Herr Engelhart zum
Maire von Straßburg ernannt werden, und es ihrer Energie und ihrem Patriotismus überlassen wird, in die Stadt einzudringen, ihren Posten einzunehmen und den tapferen Straßburgern und ihrer heroischen Garnison den bewegten Dank Frankreichs, der Stadt Paris und der rupubli—⸗ kanischen Regierung zu überbringen.“
— Der Minister des Aeußern, Jules Favre, hat unter dem 6. d. eine Circulardepesche erlassen, in welcher er zunächst daran erinnert, daß er per⸗ sönlich stets für eine Politik des Friedens gewesen
sei und empfohlen habe, Deutschland frei über seine Geschicke bestimmen zu lassen. Der König von Preußen habe seinerseits erklärt, nicht gegen das französische Volk, sondern gegen die kaiserliche Dynastie Krieg zu führen. Die Dynastie sei ge— fallen, ein freies Frankreich habe sich erhoben. Wolle der König von Preußen diesen argen Krieg fortsetzen, so stehe es ihm frei, die Verantwort- lichkeit dafür vor der Welt, vor der Geschichte zu übernehmen. Wenn das sein Wille ist, wir acceptiren es. Keinesfalls werden wir einen Fuß breit Landes oder auch nur einen Stein unserer Festungen abtreten; ein schimpflicher Frieden würde über kurz oder lang immer wieder einen Krieg auf Leben und Tod erzeugen. Wir werden nur einen dauerhaften Frieden abschließen; unsere Interessen sind diejenigen des ganzen Europa's; bleiben wir aber auch in diesem Kampfe ganz allein, nirgends werden wir uns schwach zeigen.
— Das„Journal officiel“ dementirt die Gerüchte über eine neue Anleihe und erklärt, daß Paris reichlich verproviantirt sei, um einer Bevölkerung von zwei Millionen den Lebensunterhalt für zwei Monate zu gewähren. Das„Journal officiel“ veröffentlicht ferner einen Brief des amerikanischen Gesandten Washburn, welcher mittheilt, er sei be— auftragt, die französische Regierung anzuerkennen und derselben die Glückwünsche des Volkes und der Regierung der Vereinigten Staaten auszu— sprechen.
Belgien. Brüssel. Ein Pariser Corre— spondent der„Presse“ meldet, daß es der italienische Gesandte Herr v. Nigra und der österreichische Botschafter Fuͤrst Metternich waren, welche die Kaiserin Eugenie„unter großer Gefahr“ aus den Tuilerien gerettet und ihr zur Flucht verholfen haben.
— Specialberichte aus Paris melden: Eine Anzahl Offiziere der Mobilgarde hat demissionirt, ein Theil der Nationalgarde ist mit der Pro— clamation der Republik unzufrieden. Im Armee⸗ corps Vinoy soll ebenfalls starke Unzufriedenheit herrschen.
— Der„Moniteur“ erklärt, daß die Zahl der deutschen Soldaten, welche die belgische Grenze überschritten haben, eine ganz unbe— deutende ist.
Großbritannien. London. Der Sohn des Kaisers Napoleon ist in Hastings angekommen. Gladstone, Earl Granville, sowie der französische Minister Herzog von Grammont und die Herren von Lavalette und Persigny befinden sich hier. Die„Times“ räth den Franzosen, Elsaß und Lothringen abzutreten.
—„Times“ und„Daily News“ widerlegen die im Rundschreiben Jules Favre's ausge— sprochene Ansicht, daß die Republik nicht ver— antwortlich für den Krieg sei; nachdem Frankreich ihn gut geheißen, müsse Frankreich die Verant⸗ wortlichkeit tragen.
Italien. Florenz. Eine Deputation der Linken überbrachte dem Minister Lanza eine Adresse, welche erklärt das Cabinet werde an Italien zum Verräther, falls nicht binnen 24 Stunden auf
dem Capitol die itali Tricolore wehe. Auch Rattazzi ist unter de zeichnern. Die Linke ist in Permanenz.
— Es heißt, das Florentiner Cabinet werde an den Papst die Aufforderung richten, alle Sol⸗ daten, die nicht italienischer Nationalität, aus seinen Diensten zu entlassen.
— 7. Sept., Abends 11 Uhr.(Officiell.) In den größeren französischen Städten wurde heute die falsche Nachricht verbreitet, daß in Italien die Republik proclamirt worden sei, während vielmehr in Italien vollständige Ord⸗ nung herrscht. In Marseille wurde versucht, das königliche Wappen an dem italienischen Consulatsgebäude herunterzureißen, welches Tag und Nacht bewacht werden muß. Eine Deputation von Nizzanern ist zu Garibaldi abgereist, um denselben zu bitten, daß er nach Nizza komme und die italienische Republik proclamire. Die Regierung des Königs bürgt für die Aufrechthaltung der Ordnung im König⸗ reich und ergreift die nöthigen Maßregeln, um die Ordnung im römischen Gebiete eventuell zu gewährleisten.
Rom. Von hier gingen viele päpstliche Emissäre in verschiedene Städte des Königreichs ab, um republikanische Bewegungen hervorzurufen und so der Regierung Verlegenbeiten zu bereiten.
Genua. Einwohner von Nizza übersendeten dem italienischen Parlament eine Adresse mit der Bitte um Wiedereinverleibung ihrer Grafschaft in Italien.
Turin. Auf der Börse und in der Presse tirculirt das Gerücht von der Abdankung des Königs und einer Ministerkrisis in Folge der Uneinigkeit, welche Politik zu befolgen sei.
Amerika. New⸗Nork. Allerorten un⸗ ermeßlicher Sieges jubel der Deutschen. Häuser und Schiffe sind reich beflaggt. In allen größeren Städten werden deutsche Massen— versammlungen vorbereitet, die der Heimath begeisterte Grüße zusenden wollen.
Erfrischung
der durchpassirenden Truppen und zurückkommenden Verwundeten und Gefangenen im hiesigen Bahnhofe.
Zehnte Liste
der Gaben aus hiesiger Stadt und Umgegend:
a) an Naturalien: Nichts.
d) an Geld: Ueberschuß bei einer durch mehrere hiesige Herren veranstalteten Schaustellung eines gefangenen Turko 30 fl.
Zur Beachtung. Alle diejenigen, die ihre Rechnungen über an uns gelieferte Waaren noch nicht eingereicht haben, wollen dies innerhalb 8 Tagen thun, da dieselben spater nach Auflösung des Comité's keine Berücksichtigung mehr finden können.
Friedberg den 8. September 1870.
Das Comité für die Erfrischung der duichpassirenden Krieger.
Vitte um Eier& Jutter,
deren erstere täglich über 200 Stück für unsere Verwundeten gebraucht werden, ergeht nament⸗ lich an die Spender vom Lande, denen wir ja seither so viel zu danken haben so lange es aber die Nothwendigkeit erheischt, müssen wir unsere Bitten erneuern. Friedberg, 9. September 1870. Fuͤr das Comite: Jean Huber, Rechner.
7 4 2 Orgel-Versteigerung. 281 Eine in der Kirche zu Nieder⸗Florstabt zum Gebrauch noch dienliche Orgel soll wegen Anschaffung ener größeren Orgel Mittwoch den 14. September l. J., Lormitiags 10 Uhr, meistbletend versteigert werden Emsichtenahme kann jeden Tag stallfinden.
Nieder⸗Florstadt am 26. August 1870.
Für den Kirchenvorstand: Wagner, Bücrgermeister.
Grummetgras-Versteigerung.
2172 Montag den 12. September d. J., Vormittags 11 Uhr, soll im hiesigen Ratbhause auf freiwilligen Antrag des Bürgers Johannes Falch dahter das dies jährige Grummetgras von einem Morgen Wiese im
Straßheimergruud öffentlich meistbtetend versteigert werden. Friedberg am 9. September 1870.
Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg Fouc ar.
2 0 g 0 el 0 Maurergesellen 2106 finden bei Erbauung eines neuen Schulbauses zu Hausen(bel Butzbach) gegen guten Lohn Beschäftigung durch Mautermeinler Martin Schäfer zu Zad Nauheim.
Ein w freundliches Logis 2174 für eine Familie ist in einem vor der Stadt ge
legenen Hause zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden. Näheres bei der Erped. d. Bl.


