1 N 8 9 el prodetirie weldliche er Vorstand.
d N hricht. neu aden dit heren
Dr. Schäfer tnt den
70
ßer, Stabsarzt. ———
* auf. er dilig verschiedene t Pfeifen unter dim tarck's Witwe.
tüctadri der 1h tuntrsteg ein Ran zin
r tedliche Finbet cheung bei det Erpid,
Handen
us wadl gestickter detten, Kragen, de, Corseten 1.
acben ber Post, neben der N.
Dimmer
5. Lune, Magaf. „
salbetti
benden alltr möt⸗ 1 Fanden unter 30 alen Putlibn N 9* 1 7 9 ut Pach rich, 5 Naubt im en
Dienslag den 10. Mai.
MN 55.
Oberhessischer Anzeiger.
Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.
Friedberger Intelligenzblalt.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Für die Monate Mai und Juni kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-CExpedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden,
Hessen. Darmstadt. Nach der neuesten Viehzählung im Großherzogthum vom 3. Dec. v. J., deren Ergebnisse nunmehr in den Mit- theilungen Gr. Centralstelle für die Landesstatistik vorliegen, waren vorhanden: Pferde 43,745, Rindvieh 279,497, Schaafe 174,554, Schweine 182,978, Ziegen 71,683, Esel und Maulesel 580, Bienenstöcke 39,619 Stück. Der Capital- werth dieses Gesammtviehstandes ist zu 33,12 Mill. Gulden veranschlagt, wovon auf die Provinz Starkenburg 11,87, Oberhessen 12,10, auf Rhein- hessen 9,15 Millionen Gulden entfallen. Im Vergleich zum Vorjahre ergibt sich, veranlaßt durch eine unergiebige Futtererndte, ein nicht un— beträchtlicher Rückschlag in der Stückzahl der Thiere und ein um nahezu 1 Million Gulden geringerer Capitalwerth des Viehstandes. Be— dauerlich ist die Abnahme der Pferdezucht, d. h. die verminderte Aufzucht von Fohlen, wozu der Grund in den größtentheils im Ausland statt— findenden Remonteankäufen der Militärverwaltung gefunden werden will.—
Mainz. Vom Großherzoglichen Ministerium ist, dem„Mainzer Anzeiger“ zufolge, die Mit— theilung eingetroffen, daß dasselbe auf die Vor- stellungen der Bürgermeisterei und der städtischen Delegirten eine vorläufige Entschließung dahin getroffen habe, das Prämienanlehen der Stadt Mainz zum Zwecke ihrer Erweiterung nicht zu beanstanden, jedoch einer Beschränkung auf diesen Zweck, respective auf die dafür nothwendigen Mittel, stattzugeben. 5
Preußen. Berlin. Im Zollparlament wurde der Entwurf der Besteuerung des Stärke- zuckers nach Ablehnung der Besteuerung der ersten Paragraphen vom Zollbundesrath zurückgezogen. Es folgte hierauf die Schlußberathung über die Tarisvorlage. Zu derselben bringt der Staats- minister a. D v. Patow einen Antrag ein, wo⸗ nach die Ermäßigung des Garnzolls fortfällt, der Zell für Roheisen auf 2½ Sgr., der für Reis auf 15 Sgr. ermäßigt, dagegen aber der Zoll für Kaffee in seiner vollen Höhe bewilligt wird. Staatsminister Delbrück erklärte, daß die Regierungen übereingekommen seien, das Amende⸗ ment Patow als untrennbares Ganzes zu acceptiren, da dasselbe zu der Hoffnung berechtige, daß die Zoll- vereinstinnahmen dadurch nicht verringert würden. Bei der Abstimmung wird der Antrag Horerbeck auf Aufhebung der Roheisen zölle abgelehnt. Der Antrag Runge, betreffend vie Ablehnung der Kaffeczollerhöhung, wird mit 183 gegen 91 Stimmen verworfen und der Antrag Patow als Ganzes mit 186 gegen 84 Stimmen angenommen.
— Der„Wahlverein der beutschen Fort- schrittepartei“ hat solgendes Wahlprogramm er- lassen: Der Wahlvercin der deutschen Fortschritts⸗ partei, getreu den leitenden Grundsätzen des Partei- programmes, stellt bei den bevorstehenden Wahlen folgende Junkte in den Vordergrund: Für den Reichstag. 1) Herstellung der deutschen Ein- heit auf frirelichem Wege; Erweiterung des Nord⸗ bundes zum deutschen Bundesstaate, reshalb Aus- bildung der Bundeeverfassung in freiheitlicher Entwicklung, besonders durch Einführung der; Grundrechte und eines verantwortlichen Bundes- ministeriume in dieselbe, wie durch Gewährung
ein Hoch auf denselben aus.
der Diäten an die Abgeordneten. 2) Vermin—
derung der Militärlast durch Verringerung der Friedensarmee und Verkürzung der Dienstzeit. Unterstützung aller auf allgemeine Abrüstung in Europa gerichteten Bestrebungen. 3) Keine Steuererhöhung, vielmehr Verminderung der be— stehenden, zunächst durch Beseitigung der die ärmeren Klassen vorzugsweise drückenden Ver— brauchssteuern auf nothwendige Lebensbedürfnisse. 4) Gleiches Recht für Alle! Allgemeines gleiches Wahlrecht wie im Bunde, so in den Einzelstaaten. Gleiche Möglichkeit zur humanen und bürgerlichen Ausbildung durch die freie und unentgeldliche Volksschule. Schutz für Leben und Gesundheit der Staatsbürger. Gewährung der vollen Frei— heit und Rechtssicherheit des Vereinswesens. Ab— weisung jeder Ausbeutung des Staates für die Sonderinteressen einzelner Gesellschaftsklassen, mögen dieselben Seitens der bisher privilegirten Stände, oder Seitens der socialistischen Arbeiterparteien geltend gemacht werden.— Für das Abgeord⸗ netenhaus. 1) Volles Steuerbewilligungsrecht des Abgeordnetenhauses. 2) Selbstverwaltung in Gemeinde, Kreis und Previnz. Verantwortlichkeit der Beamten vor dem Richter.
— Der preußischen Armee gehörten am Schluß des vorigen Jahres zusammen 3283 penstonirte Offtriete an. Darunter befanden sich: 26 Generale, 148 General-Lieutenants, 199 General-Majore, 434 Obersten, 648 Oberst-Liecutenants, 1413 Majore, 9067 Hauptleute und Rittmeister und 748 Premier- und Seconde⸗Lieutenants. Hierfür wurden an Pensionen gezahlt zusammen 3,435,563 Thaler.
— Im Zollparlament wurde vom 7. d. bei der Schlußabstimmung die Tarifreform in der be— schlessenen Fassung mit 179 gegen 65 Stimmen angenommen. Minister v. Delbrück verlas hierauf die königliche Prästdialbotschaft, wonach die Session des Zollparlaments Nachmittags um 3 Uhr ge— schlossen werden soll. Der Schluß fand im Weißen Saale des Schlosses unter Anwesenheit von etwa 250 Abgeordneten statt. Bei dem Eintritt des Königs von Preußen brachte Präsident Simson Der König verlas hierauf folgende Thronrede:„Geehrte Herren vom deutschen Zollparlamente! Als ich Sie bei Er— öffnung der ersten Session der Legielaturperiode willkommen hieß, deren letzte Session ich heute schließe, sprach ich die Zuversicht aus, daß Sie das gemeinsame deutsche Interesse fest im Auge haltend, die einzelnen Interessen zu vermitteln wissen würden. Die kurze aber bedeutungsvolle Session, welche heute zu Ende geht, hat diese Zuversicht gerechtfertigt. Die Revision des Ver⸗— einszolltarifs, welche den Schwerpunkt Ihrer Thätigkeit bildete, berührte zahlreiche und wichtige Interessen und mußte deßhalb zu einem lebhaften Kämpfe der Ausichten führen. Es ist Ihnen ge— lungen, aus dusem Kampfe zu einem Abschlusse zu gelangen, welcher die großen für die verbündeten Regicrungen leitend gewesenen Gesichtspunkte fest— hält und die streitenden Interessen versöhnt. Sie verdanken dieses Ergebniß dem nationalen Geiste, welcher liebgewordene Wüysche und lebhaft em— pfundene Besorgnisse zurücktreten licß vor der Er— kenntniß, daß ohne ein Opfer von jeder Seite die im Interesse unseres Vaterlandes gebotene Vollendung des Ihnen vorliegenden Werkes uner—
reichbar sei. Die verbündeten Regieruygen sind Ihnen in demselben Geiste entgegengekommen und so ist, bei allseitigem ernsten Bemühen, die Fest⸗ stellung einer Reform gelungen, welche durch die Berathungen dreier Sessionen gereift war. Diese Reform, indem sie den Tarif vereinfacht und die Beschaffung von Gegensfänden des Verbrauchs, von Hülfsmitteln für die Arbeit und von Mate- rialien für die Gewerbe in ausgedehntem Maße erleichtert, eröffnet der Production neue Bahnen, sichert dem Verkehr einen weiteren Aufschwung und verheißt dem Wohlstande im deutschen Zoll⸗ verein eine steigende Entwickelung, während sie durch geringe Mehrbelastung eines Verbrauchs— gegenstandes die finanziellen Grundlagen des Tarifspstems wahrt, die mit den Vereinigten Staaten von Mexico und mit dem Königreiche der Hawaischen Inseln abschlossenen Handelsver— träge haben Ihre einmüthige Genehmigung ge— funden. Ich vertraue, daß die durch diese Ver⸗ träge gewonnene Sicherung der Rechte des deutschen Handels, der deutschen Schiffahrt und der in ienen fernen Ländern wohnenden Angehörigen Deutschlands nicht nur die wirthschaftlichen Be- ziehungen zu jenen Ländern fördern, sondern auch ein Pfand der Anhänglichkeit unserer auswärts weflenden Landsleute an das gemefinsame Vater⸗ land bilden werde. Im Laufe der dreijährigen Thätigkeit, welche Sie heute beenden, haben Sie, geehrte Herren, im Zusammenwirken mit den ver— bündeten Regierungen zu dem Abschluß der räum— lichen Ausdehnung des Zollvereins den Grund gelegt, die Beziehungen des Zollvereins zu zweien durch Stammesverwandtschaft mit ihm verbundenen Nachbarstaaten und zu andern für seinen Verkehr wichtigen Ländern geordnet, die Besteuerung zweier wichtigen einbeimischen Erzeugnisse geregelt und die Gesetzgebung über den Verkehr mit dem Auslande in allen ihren Theilen neugestaltet. Die segensreichen Früchte dieser Thätigkeit sind zum Theil bereits vorhanden, zum Theil mit Sicherheit zu erwarten. Der Dank des deutschen Volkes, dessen Gedeihen Ihre Thätigkeit gewidmet war, wird Ihnen nicht fehlen. So entlasse ich Sie, geehrte Herren, in der zuversichtlichen Hoff nung, daß auch die künftigen Versammluugen des Zollparlaments unserem gemeinsamen Valerlande zum Segen gereichen werden.“ Die Tbronrede wurde nach dem ersten Passus sowie am Schluß mit Beifall aufgenommen. Nach Beenrtzung der Thronrede erklärte Staatsminister Dalbrück auf Präsidialbesehl die Session für geschlessen. Der bayerische Gesandte, Freiberr v. Verglas, brachte aledann das Hoch auf den Könsg aus. Wiesbaden. Pon gut vnterrichteter Seite geht dem„Rh. K.“ die Mittheilung zu, daß die Erbauung einer Eisenbahn don Wies baden nach Mainz, mit Ueberbrückung des Rheins, in naher Auesicht stehe. Die Verhandlungen für Erwir⸗ kung einer Concessten zur Erbauung einer Bahn von Wicobaden über den Wester wald nach Wissen oder Betzdorf bätle vagegen bis jetzt den erwünsch— ten Eifolg nicht gababt. f Bayern. München. Frhr. v. Thüngen, der Reserent in der Reichsrathskammer über den außerordenllichen Militärectat, beantragt die meisten der Kolb'schen, von der zweiten Kammer ange— nommenen Anträge auch in der Kammer der


