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Dedolph vertreten und hat derselbe bei dieser Instanz die Ansprüche der Actuare siegreich durchgeführt.

Bayern. Dem Beispiele der Pfalz solgend begiunt auch im diesseitigen Bapern die Agitation gegen das Wehrgesetz. Bon Seiten des geschäfts⸗ leitenden Ausschusses der Volkspartei in Bayern ergeht an die Parteigenossen die Aufforderung zur Absendung von Adressen an die Abgeordneten⸗ kammer gegen das Wehrgesetz. Die Petitionen sollen die in der Kaiserslautener Adresse formu⸗ lirten Punkte enthalten.

München. DieBayerische Landeszeitung vernimmt, daß sich Graf Bray zur Annahme des Portefeuilles des Ministeriums des Aeußern nun⸗ mehr definitiv entschlossen habe.

Das Entlassungsgesuch des Ministerprä⸗ sidenten Fürst Hohenlohe ist durch königl. Dekret vom 7. März genehmigt und Graf Bray⸗Stein⸗ burg zu seinem Nachfolger ernannt worden.

Oesterreich. Wien. DieWien. Ztg. veröffentlicht eine Verordnung des Gesammtmini⸗ steriums vom 7. März, wodurch für das Gebiet der Bezirkshauptmannschaft Cattaro die getroffenen Ausnahmeverfügungen aufgehoben werden.

Frankreich. Paris. Großes Aussehen trregt in der französischen Presse die Nachricht, daß der norddeutsche Reichstag die Abschaffung der Todesstrafe votirt hat. Unter den Blättern, welche diesen Beschluß mit lebhaftem Beifall be⸗ grüßen, nennen wir dieFrance, dieOpinion nationale und denTemps. Das letztere Blatt schreibt:Es wird interessant sein, die Gründe zu erfahren, mit denen der preußische Premier eine Reform bekämpft hat, die gegenwärtig von allen wahrhaft aufgeklärten Geistern Europas und der gebildeten Welt angenommen ist; aber einst⸗ weilen zollen wir gern unsere Anerkennung den edelmüthigen Gesinnungen, welche den Beschluß des Reichstags diktirt haben. Es ist möglich, daß dieses Votum für jetzt noch zu keinem prak⸗ tischen Resultate führt: Die preußische Regierung ist Herrin im Bundesrath und ohne Zweifel wird sie mit ihrem ganzen Gewicht auf die Entschließun⸗ gen dieses Raths drücken, um die Todesstrase aufrecht zu erhalten. Aber der Anstoß ist gegeben und in einer mehr oder weniger nahen Zukunft wird diese Strafe aus dem deutschen Strafgesetz verschwinden. England ist auf dem Punkte, uns in der Anwendung des Princips des obligatorischen Unterrichts zuvorzukommen; wird uns Deutschland in der Anerkennung des Princips der Unverletz⸗ lichkeit des menschlichen Lebens ebenfalls zuvor kommen?

Der Kaiser soll sich mit der Absicht tragen, am 16. März, als dem fünfzehnten Geburtstag seines Sohnes(an welchem derselbe bekanntlich

geoßjährig erklärt werden kann), ein Manifest an das französische Volk zu erlassen. N

Eine vomFrangals veröffentlichte Cor respondenz aus Rom glaubt zu wissen, daß die jüngste Depesche des Grafen Daxru in ehrerbietigen Ausdrücken abgefaßt sei und sich darauf beschränke, für die französische Regierung das Recht in An⸗ spruch zu nehmen, beim Coneil über diejenigen Fragen gehört zu werden, welche eine gewisse politische Tragweite haben könnten. Die Mäßigung der Sprache der Depesche des Grafen Darn mache in Rom einen guten Eindruck.

DerMoniteur de l' Armee veröffentlicht ein Circular des Kriegsministers Leboeuf des Inhalts, daß die Soldaten der Classe 1864, welche gegenwärtig beurlaubt sind, in die Cadres der Reserve eingeschrieben werden.

Ein amtliches Madrider Telegramm de⸗ mentirt die Meldung desGaulois über den angeblich enthusiastischen Empfang des Herzogs von Montpensier in Madrid.

Die Prinzen des Hauses Orleans bemühen sich um die Erlaubniß, nach Frankreich zurück zukehren. Trotz der Vorstellung ihrer Anhänger, daß ihre Rückkehr nach Frankreich während des Kaiserreiches einer Verzichtleisung auf den Thron gleichkomme, wollen sie zurück.

Die Exkönigin Isabella sieht sich hier juridischen Unannehmlichkeiten ausgesetzt. Es hat in ihrem Hotel eine Beschlagnahme bereits statt⸗ gefunden in Folge eines verlornen Prozesses, da sie nicht die über sie verhängte Zahlung gutwillig leistet. Die Gunst des Hofes kann dabei nichts gegen den Ausspruch eines competenten Civilgerichts. Jules Simon hielt im Circus der Ely⸗ säischen Felder einen Vortrag gegen die Todes- strafe. Er knüpfte gleich im Eingange an das jüngste Votum des norddeutschen Reichstags in dieser Frage an, und indem er dann einige Auf- stellungen des Grafen Bismarck eingehender be⸗ kämpfte, enthielt er sich, wie er selbst sagte, ab⸗ sichtlich jeder krankhaften Sentimalität und be- diente sich nur der Waffen der Logik und des Rechtsgefühls. Nicht ohne Beschämung mußte er schließlich constatiren, daß, während das nord- deutsche Peflament seinem Bundeskanzler zum Trotz die Abschaffung der Todesstrafe mit starrer Majorität verlangte, die französische Kammer einen analogen Antrag nicht einmal zur Discussion zuließ.

Italien. Rom. Es stellt sich heraus, daß auf dem Coneil zu Rom die Katholiken Nord⸗ deutschlands für 810,000, die des Kirchenstaats für 12,000 Seelen eine Stimme haben. Man fand, daß die 512 Infallibilisten im Concll eine Bevölkerung von 73,011,000 Seelen, 94 Gegner der Infallibilität aber bereits 216,278,000 Ka⸗

tholiken vertreten. Bei den Infallibilisten kommen auf eine Stimme 142,570, bei den Gegnern der Unfehlbarkeit 492,320 Seelen. i

Der Papst hat befohlen, am 7. d. den Entwurf zu vertheilen, welcher den Ausspruch der Unfehlbarkeit vorschlägt. Einwendungen gegen den Entwurf können bis zum 17. März erhoben werden.

* Aus der Wetterau. In den nächsten Tagen werden die durch Vermittlung des land wirthschaffilichen Monatsclubs zu Frankfurt verschriebenen schwedischen Arbeiter, 109 an der Zahl, in hiesiger Gegend eintreffer. Zum Orte der Abnahme ist Nieder⸗Wöllstabt bestimmt.

T Gießen. Nächsten Freitag den 11. b. findet in der hiesigen Stadtkirche ein Concert unter Leitung des akademischen Musikdirektors W. Mickler und unter Mit⸗ wirkung des akademischen Gesangvereins statt. Zur Auf⸗ führung kommen 1. Requiem, Missa pro defunctis, von W. A. Mozart und 2. der 42. Pfalm, von F. Mendels⸗ sohn. Anfang des Concertes 3 Uhr, Ende gegen 5 Uhr. Die Kirche ist geheizt.

Frankfurt. Hiesige Blätter bringen folgende Ver⸗ öffentlichung: Seit Samstag Abend wird ein dreizehn⸗ jähriges Mädchen, welches um sechs Uhr das Institut verließ, vermißt. Dasselbe war mit einem schwarzen an⸗ liegenden Mantel, einem ditto Käppchen mit Astrachan und schwarzem Schleier, einem pense-wollnen Kleid mit schwarzem Orleansüberwurfe, schwarz und weiß gestreiften wollenen Strümpfen und Lederstiefeln bekleidet. Ihre Haare sind lichtbraun und in zwei herunterhängende Zöpfe geflochten. Alle Zeitungsrebactionen werden im Interesse der unglücklichen Mutter ersucht, diese Anzeige in ihren Spalten aufzunehmen und wird ein Jeder dringend gebeten, im Falle einer Entdeckung von dem Aufenthalt des Mädchens kgl. Polizet in Frankfurt davon in Kenntniß setzen zu wollen.

Offenbach. Die hiesige deuisch⸗kathollsche(srei⸗ religiöse) Gemeinde begeht nächsten Sonntag(13. März) ihr 25 jähriges Stiftungsfest. Die gottesdienstliche Feier, geleitet durch Herrn Pfarrer Heribert Rau, beginnt Mor⸗ gens 10 Uhr in der deutsch⸗ katholischen Kirche, während die gesellige Zusammenkunft Nachmittags 3 Uhr im Saale desSchwanen stattfinden wird,

Hanau. Eine Anzahl hiesiger Bürger hat einen Aufruf erlassen zur Stiftung einer Gedenktafel für die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm an deren Geburts⸗ hause, dem jetzigen Landrathamts⸗Gebäude. Der Tafel soll das Reliefbild Beider beigefügt werden.

Eingesandt.

8. Friedberg. In Nr. 29 dieses Blattes lasen wir eine Einsendung von Nauheim, die dortige Gasbereitung betr., und glauben, daß in Friedberg eine sanitätspolizeiliche Ueberwachung resp. Untersuchung der Gassabrikation im Interesse der Consumenten und Aller derjenigen, die ge⸗ zwungen sind, in Räumen zu arbeiten, welche durch Gas erhellt werden, mehr und dringender geboten ist, als es vielleicht in Nauheim der Fall war. Denn eine widrigere, die Athmungsorgane vollständig beschwerende und reizende Luftart, selbst in Zimmern wo nur eine Gasflamme gebrannt wird, kann kaum gedacht werden und läßt Jeden leicht den Ort seines Aufenthalts mit Cloaken und Dunggruben übelriechendster Art, verwechseln. Nicht einmalige Vor⸗ kommnisse dieser Art sondern der fast constante Befund des Gases rechtfertigt diese öffentkiche Rüge und hoffentlich wird hier, wie in Nauheim, der Stadtvorstand als Auf⸗ sichtsrath sofort die nöthigen Schritte zur Hebung dieses Uebelstandes thun.

Immobiliar-Versteigerung.

495 Freitag den 4. März l. J., Vormittags 11 Uhr, wird im hiesigen Rathhause in Folge Auftrag Groß⸗ berzoglichen Landgerichts Friedberg ein dem hiesigen Bürger Johannes Christian Pagemann, dermalen in Frankfurt a. M., gehörendes Grund stück: Flur. Nr. Klstr, 5. 134,5. 47. Grabgarten am Schützenrain öffentlich meifibietend versteigert. b Friedberg am 17. Februar 1870. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Fouc ar.

Holzversteigerung

im Fürstlich Solms Braunfels'schen Walde bei 9 1 0 ontag den 14. d. M., Morgens 10 Uhr, im vorbezeichneten Districte: f e 108 Eichen⸗Stämme, zusammen 1611 Cubiksuß, 108

33 Stangen. 5 1 93 Hainbuchen⸗Stämme 1392 5 52 Nadelholz⸗ 1 5 779 81 Stangen 380

. und Dienstag den 15. d. M., Morgens 10* g daoselbst: 5 90 Uhr, eben

156 Stecken Eichen-, Buchen- und gemischtes

Scheltholz, 227 Stecken desgl. Prügelholz, 693/ 60 desgl. Stockholz,

12 Schichten and 434 Stecken desgl. Reiser öffentlich verkauft werden.

Hungen am 4. März 1870. Fürstliches Rentamt Dem me.

Bekanntmachung.

674 Die von den Inhabern der hiesigen Gasfabrik, Henry Hendrickr zu Eisleben und August Hendrickr zu Pont-A-Mousson unter der FirmaGebrüder Hendrlckx zu Eisleben am 13. September 1867 gegründete Zweig⸗ Nlederlassung ist erloschen und Löschung des desfallsigen Eintrags im Firmen⸗Register erfolgt.

Bad⸗ Nauheim am 4. März 1870.

Großherzogliches Landgericht Bad-Nauheim Ulrich, Schnittspahn, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor.

Güter ⸗Versteigerung. 679 Dienstag den 15. März d. J., Vormittags 11 Ubr, sollen in hiefigem Ratbbause auf freiwilligen Antrag des Bürgers Friedrich Wilhelm Kaußz dahier dessen nachbeschriebene Güterffücke

Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klafter. S 224 165 Acker am grünen Weg. 10 278 296 Acker, Krummgewann, öffentlich meistbietend auf 6 jährige Zahltermine ver⸗ steigert werden. Friedberg den 9. März 1870. Großberzogliches Ortsgericht Friedberg Fo uc ar.

Agenten ⸗Gesuch.

664 Zum Absatz eines leicht und überall verkäuflichen Artstelg, wozu weder Raum noch kaufmäuntsche Kennt⸗ nisse nöthig find, weiden Agenten gegen eine angemessene Provision gesucht. Refleckanten belteben ihre Adresse unter den Buchstaben B. B. Nr. 20 an die Exped. d. Bl. fraueo einzusenden.

Holz ⸗Versteigerung in den Domanlalwaldungen der Oberförsserei Ober⸗ Ros bach. 660 Montag den 14. März d. J., von Morgens 9 Uhr an, kommen in den Schlägen Nr. VIII., XII. und XIX. des Domankalwalddifirtets Frauenwald bei Nieder⸗Mörlen zur öffentlichen Versteigerung: Stecken Birken⸗Prügelholz, 97 3 Birken- u. Eichen⸗Stockholz, 13250 Wellen desgl. Relsholz. 200 2 welchts 75 2 Eichen Stämme mit 19 Cubikfuß. Zusammenkunft und Anfang der Versteigerung im Schlag Nr. VIII. bei den ersten Polzuummern. Ober⸗Rosbach am 5. März 1870. Großherzogliche Oberförsterei Ober⸗Rosbach

e Zo ch e m, Forst.Accessist Bekanntmachung.

671 Bei der diesjährigen Verloosung der Partial⸗

Nr. 19 zur Rückzahlung gezogen. Der Inhaber dieser Obligatton, kann den Betrag dafür am 15. April 1870

in Friedberg, unter Rückgabe der Obligation nebst Coupon

Zinsenlauf aufhört. Assenheim den 7. März 1870. Der israelitische Vorstand S. Hir ss ch.

Obligationen der isr. Gemeinde Assenheim mit Bruchenbrücken d. d. 15. April 1862 wurde die

dei dem tor. Gemeinderechner, Geometer Schneider

und Talon in Empfang nehmen, indem von da an der

8 hat bei der in Gegenwart des Herrn Nr. 28 Beigeordneten Steinhäuser dor menen Verloosung den Teppich gewonnen.

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Holsatl. Len Fobelholn pen N 195 30 Faf, zunat Plelgalweg gbr Ve Dae a schlag ga borgtzeigt, woche ge⸗ wollen daff lich auf d dürre Ei Nidde

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