Ausgabe 
9.8.1870
 
Einzelbild herunterladen

demanf 0. Augus

* at bt eden gegn chaupt in Ge auf sammtiig egswissenscha sich für Unia Jatacken m een und nit

Stadtvorstz e der Vern anffurter Aer täten, wie du

5* chert dert, ebensal

tt nit den da passenden In. en % h den Bahn- tte Der gegen eint gule tees

Köchin

rtbtz det Pei.

feigelun

Ade ich N

1

een eat 20 gießen.

70

em- due Uberhessischer Anzeiger.

Amtlicher Theil.

Betreffend: Das Feuerlöschwesen in den Markt- und Landgemeinden von L. Jung.

Friedberg am 6. August 1870.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg

an die Großherzogliche Polizei-Verwaltung Bad-Rauheim, Großherzoglichen Polizei-Commissär zu

Wickstadt und die Großherzoglichen

Bürgermeistereien. 5

Wir nehmen Veranlassung, Sie auf die Druckschrift:

Das Feuerlöschwesen in den Markt, und Landgemeinden

von Ludwig Jung, Vorsitzender im Landes-Ausschuß der

Bayerischen Feuerwehren und Vorstand der freiwilligen Feuer

wehr in München. Dritte Auflage. München. In Commission

der Gg. Franz'schen Buchhandlung(Eduard Lotzbeck). aufmerksam zu machen.

Es enthält diese Schrift in Abschnitt I. eine kurze Anweisung für die Organisation und Verwaltung der Löschmannschaften.

In Abschnitt II. eine Beschreibung der hauptsaächlichsten Lösch geräthschaften mit Angabe der Preise derselben.

Der Abschnitt III. handelt von dem eigentlichen Löschdienst.

Endlich findet sich darin in einem Anhange eine recht schätz bare Zusammenstellung von Lehren zur Verhütung von Feuersbrünsten, sowie von practischen Feuerlöschregeln.

Das ganze Werkchen ist kurz und faßlich geschrieben und ver⸗

dient deßhalb allen Denen, welche sich über das Feuerlöschwesen belehren wollen, sowie den Mitgliedern von Feuerwehren, namentlich auf dem Land, empfohlen zu werden. Eine Auschaffung desselben auf Kosten der Gemeinden dürfte indeß nur daun von Nutzen sein, wenn dieselbe in einer solchen Anzahl erfolgt, daß den einzelnen Mit⸗ gliedern der vorhandenen Löschmannschaft je ein Exemplar überlassen werden könnte, oder wenn von geeigneten Persönlichkeiten förmliche Vorträge über dessen Inhalt gehalten würden. Uebrigens gestattet der billige Preis von 24 kr. die Anschaffung jedem Einzelnen.

Wir beauftragen Sie, die Gemeinderäthe, in Friedberg und Butzbach auch die Vorstände der Feuerwehren, darüber zu vernehmen, ob sie die fragliche Schrift anschaffen wollen und demnächst hierüber Bericht zu erstatten. Bei gemeinschaftlichem Bezug in größerer Anzahl wird sich der Preis vielleicht noch billiger stellen. Geeigneten Falls wollen wir die Vermittlung der Bestellung übernehmen.

e

Betreffend: Die Verausgabung falschen amerikanischen Papiergeldes an Auswanderer in deulschen Ein

schiffungshäsen.

Friedberg am 2. August 1870.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzogliche Polizeiverwaltung Bad- Nauheim, Großherzoglichen Polizeicommissär zu Wickstadt und die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Den abschriftlich nachstehenden, von dem General-Consul des Norddeutschen. Bundes zu New Nork an das Bundeskanzler⸗Amt des

Norddeutschen Bundes erstatteten Bericht theilen wir Ihnen unter dem Auftrage mit,

hiernach Aus wanderer zu belehren und zu warnen. Trapp.

General- Consulat des Norddeutschen Bundes

Abschrift Nr. 629.

Es haben sich in letzter Zeit die Klagen von Auswanderern hier, wie an den andern Ausschiffungs plätzen gemehrt, daß ihnen bei dem Einwechseln von amerikanischem Papiergeld in den Einschiffungs häfen falsche Noten behändigt worden sind, aus denen oft, wenn sie hier ankamen, sie ihre ganze Baarschaft bestehend fanden, so daß sie keine Mittel hatten, ihre Reise nach dem Westen fortzusetzen.

Es scheint, als wenn mit der Verbreitung der Kenutniß der Merkmale echter Noten hier, die falschen mehr und mehr nach Europa Hinübergespielt werden. Besonders gefährlich sind die 50 Dollars Noten, welche meist sehr gut und, wie es scheint, auf gestohlenem Banknotenpapier angefertigt sind. Es liegt mir ein Exemplar davon dor, welches ich nach Bremen, wo die Ausgabe stattgefunden hat, zur Untersuchung des Falles sende, nachdem ich die Unterscheidungs⸗ leichen auf dem Schatzamte habe feststellen lassen. Da dieses das vollkommenste Exemolar seiner Art ist, das mir bis jetzt vorgekommen und geeignet, selbst hier gewiegte Geschäftsleute zu täuschen, so be ihre ich mich, die Kennzeichen in Nachstehendem Einem Hohen Aus wärtigen Amte ganz ergebenst mitzutheilen: Die echte Note zeigt unter dem Aufschlage des Rocks der Vignette einen halben Knopf, welcher auf der falschen nicht erkenntlich ist. Die Weste hat auf der ichten Note 5 scharf ausgeprägte Knöpfe(wovon der unterste zu heknöpft), während auf der unechten nur 4, wenig scharf ausgeprägte,

New⸗Nork den 21. Juni 1870.

zu sehen sind. Die Zahlen 50 in dem Kranze auf der Rückseite sind auf den echten Noten durchweg vollständig ausgeprägt, während auf den unechten bei den Biegungen unten, an beiden Seiten die 0 der einen 50 fast von der folgenden 50 bedeckt wird, so daß es aussieht wie 5050; auch sollen die Medaillons, welche diese Zahlen einfassen, Seckig geformt sein, während dieselben auf der nachgemachten Note fast rund erscheinen.

Es wäre vielleicht angemessen, eine Warnung nicht nur gegen die hier deschriebenen falschen Noten, sondern gegen den Ankauf amerikanischen Papiergeldes überhaupt drüben, wo man dasselbe so genau nicht unterscheiden kann, zu erlassen und den Auswanderern zu empfehlen, lieber gute Wechsel unter Anweisung der Nachweisungs büreaus in Bremen und Hamburg zu kaufen. Ließen sich dieselben dabei von Agenten und Wirthen leiten, so sind sie, wie neuere Er fahrungen wiederholt dargethan, freilich auch mit Wechseln, für die hier keine Deckung war, in Ungelegenheiten gerathen Sicher gehen die Leute auch, wenn sie bei den im Castle Garden und am Landeplatz in Baltimore autorisirten Geldwechselgeschäften ihre Baarschaften um setzen, wenugleich dieses nicht so vortheilhaft für sie ist, als gute Wechsel. Den in New⸗Nork Verweilenden ist zu empfehlen ihre Geldgeschäfte bei der deutschen Gesellschaft, 13 Broadway zu machen.

gez. Johannes Rösing.

Beke en nt

Me nnn.

Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß Kreisamtsgehülfe Fink dahier, auf Vorschlag des Bezirksraths, zum Rechner

ser Kreiskasse für den Kreis Friedberg ernannt worden ist. Friedberg den 6. August 1870.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg TI on.

Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Die Gemeinderäthe Anton Brückel IV., Anton Pommer II., Anton Pommer III., Anton Brückel V., Konrad Schepp IV., Konrad Göbel IV., und Wilhelm Brückel II. zu Pohl-Göns sind auf den Feldschutz ernannt und verpflichtet worden.

Kriegsnachrichten.

Saarbrücken vom 6. August: Batterie der 1.

nittags 9 Uhr. 1) Steinmetz an Hanenfeldt. unterstützt.

beute von Mittag bis nach einbrechender lich vom Exercierplatze, Dunkelheit sehr heftiges Gefecht zwischen und der Feind auf Forbach zurückgeworfen.

Saarbrücken und Forbach.

Friedberg, 9. Aug. Die im Laufe des zuerst im Gefecht engagirt, wurde dem sich leutigen Morgens eingetroffenen Zeitungen bringen immer mehr verstärkenden Feinde gegenüber zachstehende Telegramme über das Gefecht bei nach und nach durch 3 Bataillone und eine Division, Mainz, Sonntag den 7. August, Vor- 2 Batterien und Cavallerie der zweiten Armee

Während dieser Zeit war die 13. Division über Völcklingen vorgegangen, hatte Rosseln genommen und erreichte gegen Abend mit der Spitze Forbach. Wir haben viele Sol daten verschiedener Regimenter des Frossard

Die 14. Division

3 Bataillone,

schen Corps gefangen genommen. Ich habe Die Höhen von Spicheren, süd-(das Commando übernommen. wurden erstürmt 2) Alvensleben an Hanenfeldt. Theile

der ersten Armee waren gegen das Frossard'sche