7
Protestanten⸗Versammlung zu Nidda
1872 Sonntag den 10. Juli, Nachmittags 3 Uhr, in der Ludwigshalle. Herr Hof⸗ gerichtsadvokat Ob ly von Darmstadt und Herr Stadtpfarrer Manchot von Bremen haben ihre Theulnahme zugesagt und werden über das Wesen und die Zwecke des Protestantenvereins Vorträge halten. Der Vorstand des Protestanten vereins zu Nidda.
Schwalheimer Brunnen.
1884 Sonntag den 10. Juli, Nachmittags 4 Uhr
CONCERT,
ausgeführt vom ganzen Musikcorps des Großherzoglichen I.(Garde-) Jägerbataillons. Entrée 12 kr. George Bailly.
Er wiederung.
1892 Die vorige Nummer des„Anzeigers“ bringt eine gegen mich gerichtete Erklärung des Verwaltungs raths der hiesigen freiwilligen Turnerfeuerwehr, welche mich zu solgender Erwie⸗ derung veranlaßt, weil möglicherweise der eine oder andere meiner Mitbürger mein Verhältniß zu genanntem Vereine nicht näher kennen möchte.
Da mir auf eine frühere Erklärung: von meinem Amte als Vorsteher der Turnerfeuer⸗ wehr zurücktreten zu wollen,(weil die Turner einige meiner besten Kräfte, welche dem Turn⸗ vereine nicht mehr angehören wollten, aus der Feuerwehr ausgestoßen und dadurch andere kräftige und sehe brauchbare Mitglieder zum Austritte veranlaßt hatten, mir aber als Ersatz nur einige junge zum Dienste noch unbrauchbare Leutchen geboten wurden) entgegengehalten wurde, ich muͤsse den Ablauf der für drei Jahre gültigen Wahlzeit abwarten, so nahm ich Veranlassung, an diesem mit dem 13. März d. J. eingetretenen Zeitpunkte mein Amt nieder⸗ zulegen. In diesem Blatte habe ich damals den geehrten Gebern, sowohl hiesigen Einwohnern als den Vertretern der verschiedenen Feuerversicherungs⸗Gesellschaften(die Stadt und der Turn; verein haben nichts gegeben), öffentlich Rechnung abgelegt und wird man daraus ersehen haben, daß die Kasse sters Vorlage von mir hatte. Ich mußte damals eine längere Re ise antreten und übergab dethalb die Rechnung sammt Belegen und Einlagebüchelchen Hrn. Ober⸗ brandmeister Ruths mit der öffentlichen Aufforderung an die Interessenten, Einsicht von den Papieren nehmen zu wollen, den Turnern aber wurde durch Herrn Ruths persönlich erklärt, daß er beauftragt und bereit sei, auf Verlangen Rechnung ꝛc. denselben vorzulegen.
Trotzdem aber ist in der erwähnten Erklärung zu lesen, daß man sich bis jetzt umsonst bemüht habe, von mir eine Abrechnung in der Feuerwehrangelegenheit zu erlangen!
Mit der Abgabe der betreffenden Aktenstücke an Herrn Rukhs habe ich aber selbstver⸗ ständlich nicht darauf verzichtet und auch durchaus nicht darauf verzichten wollen, über die zweckentsprechende Verwendung der von mir und meinen Beauftragten gesammelten Gelder zu wachen und nöthigenfalls selbst zu verfügen, wozu ich glaube um so mehr Veran⸗ lassung zu haben, da der Turnverein die ihm zu Zwecken der Feuerwehr überlassenen Requissten als Eigenthum des Turnvereins betrachtet, ich mich aber in meiner mehrerwähnten Auf⸗ forderung den Gebern gegenüber verpflichtet habe,„die gespendeten Gelder auf das Vortheilhafteste und nur zum Besten der Stadt anlegen zu wollen. Denn wurden die vorhandenen, für die jeweilige Feuerwehr bestimmten Geräthschaften Eigen thum des Turnvereins sein, so würde bei einer möglichen Auflösung desselben(ist schon da gewesen!) eine Veräußerung des Vereins⸗Eigenthums stattfinden müssen und damit die erlösten Gelder der Kasse des Turnvereins zufließen, wozu solche von den Gebern gewiß nicht bestimmt wurden.
Daß man mich auch von anderer Seite noch als Densenigen betrachtet, welcher uͤber das erwähnte Eiulagebüchelchen und die eingegangenen Gelder zu verfügen hat, mag daraus ersichtlich sein, daß mich Herr Oberbrandmeister Ruths mit Schreiben vom 30. Juni ersuchte, über das ihm s. 3. übergebene Büchelchen ꝛc. zu verfügen, in Folge dessen ich auch diese Papiere wieder in Verwahrung nahm. Als ich nun am 4. d. bei der Kasse des Vorschuß⸗ vereins sonstige Geschäfte zu besorgen hatte, erfuhr ich dort zu meiner großen Verwunderung, daß die von mir deponirten 200 fl.(in welchem Betrage 18 fl. 59½ kr. als ein von mir
zur Abrundung gemachter Zuschuß inbegriffen) gegen Revers Dritter erhoben werden sollten, obgleich statutengemäß nur der Besitzer des Einlagebüchelchens als der zum Empfange der Einlage Berechtigte betrachtet werden kann. Diese Mittheilung veranlaßte mich, den einge⸗ legten Betrag sofort einzuziehen, den von mir gemachten Zuschuß zurückzunehmen und den Rest mit den erwachsenen Zinsen, zusammen fl. 185., auf hiesiger Bürgermeisterei zu deponiren. Alle in erwähnter Erklärung angebrachten Phrasen und Grobheiten zu beantworten, halte ich nicht der Mühe werth, auch gestehe ich gerne ein, in diesem Punkte den Herren Gegnern nicht gewachsen zu sein, und kann wohl dem Publikum in dieser Angelegenheit das Urtheil um so ruhiger überlassen, da ja zur Genüge bekannt ist, daß fast sämmtliche Gelder nur durch mich, zu sammengebracht wurden, die Anschaffungen ebenfalls nur durch mich geschahen, (Porto und Fracht zahlte ich 7 Jahre lang aus meiner Tasche), daß ich ferner meinem Geschäfte die so nöthige Zeit entzogen und im Eifer für die Sache meine Gesundheit geschädigt habe. Wie bereits mehrfach erwähnt, wurde die betreffende Sammlung für höchst nöthige Gegenstände und zwar zunächst zur Anschaffung einer neuen Spritze von mir unternommen und dies auch den Gebern durch die Sammelnden ausdrücklich bemerkt, weßhalb auch mir die Pflicht zur Verwendung in diesem Sinne auferlegt bleibt. Dem angedrohten Schritte gerichtlicher Klage will ich mit Ruhe entgegensehen. Friedberg. Fr. Roß bach.
100 bis 250 fl. ene
Preiskegelschieben.
D. Fritz.
Annonce.
1850 Alle geschäftlichen Aufträge sür mich, welcher in Ganz m, Art sie auch selen, bitte ich bei Herrn Hof Schlosser selwisene Rumpf, nächst der Stadtkirche, abzugeben. 1
2 5. Vin 2%„ „ s 2 S842 8 S SS 2 2 — 23 8 2 88 3 D 23 8 2 2 2— 2 2 9 5 1— — 5 a— 1 8 2 1 — 2 28 2 8 0— == SCO„„ 5 N 8 5 8 3 Enthält di l S2 2 3 38332 38 * 2 52 2 4 — 2— 2 e. 8 8 15 S= 2 8 etteffen! 2 8 5 1 S. S. S 8 9 3 N. 8 5—** 1 8 S— 1— bei Meiduf — 2— — 2 2 2 5 2 S888 8 8 5 bettesfend 2 2 2 2 0—.— SS S —— 2— E 1 S288 3 S 22 S. ne.— S des Oberhe — 325 3 berests erst, S 8 04 2 5 S S 22 2 2 N SA S 3 0 Hessen 2 ie— 22 S dhe Regi S= De ZS eee SSN 2 4 S SS„ I Schng S833 S SS 1 28. uh ee 3 885 2823 8 2 05 I Guldenülgun S* dulden Staat —=— 2 A l. 80 GEA 258 f . e 25 657305. I Vecloohung. 2 rercon erenz, be Section Friedberg, In bahn 1868 Dienstag den 12. Juli d. J. f f Zugung 760 8 I Sanesguld Bad Nauheim J ung ftr 8 6 9 39,800 fl. 2
schen Anlete
a Kapital
1890 Das Stechen um die Preise Sonntag den 06 77800 10. d. M., Nachmittags 2½ Uhr.
9 bolbene Sta dale e hie Cal.
I e zu.
chigen nie
H. Engel, Büchsenmacher, Luplalg
in Gießen.
Zu verkaufen.
n. 15 planmz 1877 Ein Paar einspännige Erndteleitern, 1 Sättelchen dun Rol mit Hintergeschtirr, 1 gutes Pemmklotz mit starker Pemm⸗ 0 9 8,756 schraube, 1 vorderes Wagenrad, 1 Hintergestell mil 100 starker Achse, 2 Paar Rückriemen mit Zugkettenn. N
K. Mulch.
Evangtlische Gemeinde. 1
Pfarramtswoche Herr Pfarrer Diegel.„
4. Sonntag nach Trinitatis.
Gottesdienst in der Stadtkirche:
Vormittags: Herr Candidat Wahl. Nachmittags: Herr Diakonus Meyer.
Gottesdienst in der Burgkirche Vormittags: Herr Pfarrer Sch wa be. 0 (A ben d ma h l.)
Nachmittags: Herr Candidat Jakobi. Katholischt Gemeinde. Samstag um 5 Uhr Nachmittags Beichte. 5. Sonntag nach Pfingsten.
Vormittags: 8 Uhr Hochamt und Predigt.
Nachmittags: ½2 Uhr Christenlehre und Andacht. Beginn des Gottesdienstes an den Wochentagen Mor⸗
gens 6½¼ Ubr.
Häringe!
1674 tönnen aus der Ofsenbeimer Klrchenkasse aue. 5 geliehen werden. Keller, Kirchenrechner. 1668 bet
W.. Fertsch.
Verantw. Red.: Hermann Schimpff. 1 Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. 1 7
(Hierzu Unterhaltungs- Blatt Nr. 28 und eine Beilage.)
7 ddt vom
Kirchliche Anzeigen für Friedberg.
2
000,75
aten


