Ausgabe 
8.12.1870
 
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Würtemberg. St art. DerStaals- unzeiger mel! Der König stimmt dem Vor dlage des gs von Bayern zu, gemeinschaft⸗ ch mit den deutschen Fürsten bei dem Könige,

F e weg ut den 1 on Preußen anzuregen, daß mit der Führung des

vundesprästoinms der Kaisertitel verbunden werde. Im 6. d. ist der Adjutant des Königs, Oberst-

ene ei sutenant Fränzinger, mit einem Handschreiben 15 bes Königs nach Versailles abgegangen. e, Schweiz.

Bern. Ein Telegramm des

4 eit dir 95 er 0 Bundes aus Pruntrut vom 5. December meldet

2 Batrauen, 5 dee dur Uasasin aerkatcbanz ting ranch Keiserpin Gd. Naitt en Battrlanda rim autiba die beasschen Firia gentinschaftlich u. ungrig 5 bringa

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Nat Legierung erge die Loire-Armee hat den Marsch eingestelln, da agen f vor sich beträchtliche Streitkräfte des Feindes be,. c funden hat.

5 sositionen zurückgegangen, welche sie vor Orleans Fhauptet hat.

Zahn: ein en siegreiches Gefecht der Preußen mit Francti⸗ Sun nurs bei Montbeliard. Delle ist abermals von

un Preußen besetzt. Bei Belfort lebhafte Kanonade. Frankreich. Tours, 4. Dezember. Die veröffentlicht folgende Mittheilung:

Die französische Armee ist in feste

Dieselbe hat die Forisetzung der bewegung vertagt. Der Feind scheint seine Streit-

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fhäfte zwischen Pithiviers, Artenay und Orgeres

2 concentriren.

Tours. Die hiesige Regierung verbreitet lgende Nachricht: In der Nacht vom 3. zum Dez erklärte General Aurelles für nöthig, rleans zu räumen und den Rückzug auf das Ake Loire-Ufer anzutreten. Die Regierung war ur Ansicht, Orleans zu halten, da aber General zurelles bei der Nothwendigkeit des Rückzuges urblieb und versicherte, die Truppen würden nicht tand halten, ließ man ihm volle Freiheit der Am 4. d. M. telegraphirte General zurelles, er habe seine Ansicht geändert, er wolle i Orleans Widerstand leisten. Der Kriegsminister fihr nach Orleans ab, doch mußte der Zug bei

berftragen, l lr Chapelle halten, da preuß. Cavalerie auf den

dice One lt hte ö imd, welcher mittheilte, daß der 7er e däumung von Orleans verlangt habe, widrigen-

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dug schoß. Der Minister kehrte 3 Uhr Morgens

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uch Tours zurück, wo er eine Depesche Pallier's Feind die

fils die Stadt beschossen würde. Pallier gestand Lamens Aurelles zu, daß Orleans geräumt werde. len Mitternacht war die Stadt von den Preußen

daß dort die größte Rathlosigkeit hertsche. Die

besetzt. Von Aurelles sind der Regierung keine wilt n Nachrichln ge 48 10 1

Die neuesten Depeschen aus Tours melden, Generale der Westarmee und General d' Aurelles de Paladines gestehen zu, daß Orleans ohne Schwertstreich besetzt wurde. Die Volksstimmung schwankt aus einem Extrem in's andere.

Ein Telegramm desEcho du Parlement aus Tours meldet:In den Kämpfen am Sonntag wurde das Truppencorps der ehemaligen päpst- lichen Zuaven bis zu drei Viertheilen aufgerieben. Colonel Charette wurde schwer verwundet. Die Loirearmee wich bis nach Blois zurück.

DerConstitutionnel vom 2. December enthält die Ernennung Bourbaki's zum Comman- danten des 18. Armeecorps der Loire-Armee; der

verläßt die ringsum gewonnenen Positionen. Von ntergang zu verwandeln. Havre's Flagge muß, eine der ersten, auf den Mauern des befreiten Paris wehen! Erhebt Euch! Schwören wir, nicht zurückzukehren, so lange Frankreich nicht wieder an der Spitze der befreiten Nationen marschirt! Obercommandant Ballier, Souspräfekt Chamel, Maire Guillemard.* a

Belgien Brüssel. Die durch Pariser Ballon hierher gelangte Nummer desJournal officiel vom 28. Nov. sagt: Wir wissen nicht, ob Europa sich dahin entscheidet, Frankreich in den Stand zu setzen, daß es unter, Umständen, welche die Wahlfreiheit und das Ansehen der Gewählten schützen, eine Nationalversammlung

selbe soll sich bereits auf seinen Posten begeben baben. Ein Decret der Regierungsdelegation in Tours dehnt das Verbot der Ausfuhr für Cerealien auch auf Algier aus. Pröclamaksonen des Re⸗ gierungscommissärs Testelin und des neuen Com- mandanten der Nordarmee, Faidherbe, beklagen die erwiesene Unfähigkeit der bisherigen Officiere der Mobilgarde, namentlich in Amiens, und ordnen die Wahl der Officiere durch die Truppen an. Bezüglich der wachsenden Disciplinlosigkeit unter den Truppen verfügen sie gleichzeitig, daß im Wiederholungsfalle die Truppen Marschbefehl zum Vorrücken gegen den Feind erhalten würden. Ballondepeschen aus Paris vom 4. d. bestätigen völlig die letzten Angaben aus Versailles und zeichnen sich nur in gewohnter Weise durch Ueber⸗ treibungen aus, indem sie die deutschen Verluste auf 20,000 Mann angeben. Sie melden ferner: eaß die Anhänger Blanquis eine Demonstration der Frauen vorbereiten für den Augenblick, wo Hungersnoth sich füblbar machen wird. Eine Anzahl französischer Nationalgarde aus dem De partement du Nord hat sich auf belgisches Gebiet geflüchtet.

Havre, 4. Dez. An der Börse wurde folgender Aufruf angeschlagen:Citoyens! Die Republik hat decretirt: Es muß gesiegt werden! Die Befreiungsstunde hat geschlagen! Der Feind

einberufe. Das Gemetzel wird aber unbedingt fortdauern, wenn Europa ee duldet und Preußen nicht davon absteht. Wie es auch kommen mag,

und überhaupt keinen Krieg will(2), wird aus dem Kampfe mit ungeschmälertem Gebiete und unverletzter Ehre hervorgehen.

Großbritannien. London, 5. Dez., Nachts. Genkral Manteuffel hat Rouen besetzt.

Spanien. Madrid. Die Studenten in Madrid, Sevilla, Santiago, Saragossa und Sala manca veranstalten große Demonstrationen gegen dit Wahl des Herzogs von Aosta.

Italien. Florenz. Die hier eingetroffene Commission der Cortes hat dem Herzog von Aosta offiziell die spanische Krone überreicht; der Herzog nahm dieselbe an. 2

Australien. Die australischen Posten be⸗ richten alle von dem ungeheuren Aufsehen, welches die Nachrichten von der Capitulation von Sedan in den Colonien erregten. Die Deutschen waren in Melbourne ganz außer sich vor Freude über die großen Erfolge der vaterländischen Waffen, und Engländer, Schotten und Amerikaner stimmten in den Jubel ein. Nur die Irländer hielten es wie anderwärts mit den Franzosen. Sammlungen für die Verwundeten wurden von beiden Parteien eifrig betrieben. Die Nachricht gelangte, bei läufig bemerkt, nach Sydney in 19 Tagen.

244 Die in der öffentlichen Aufforderung vom 21. FJumobilien wollen dieselben theils verpfänden, theils

kuinen sich aber über den Erwerb derselben nicht urkundlich auswelsen.

Oeffentliche Aufforderung.

Juli l. J. aufgeführten Besißer der dort verzeichneten veräußern, theils ihren Erwerbtitel nachtragen lassen, Es werden deshalb Dritte, welche aus

mend einem Rechtsgrunde Ansprüche an diese Immobilien glauben bilden zu können, aufgefordert, solche binnen

% det Monaten so gewiß dahier geltend zu machen, als sonst die Veräußerunggurkunden ohne Rücksicht auf sie

bsftätigt, beziehungsweise die betreibenden Theile im Grundbuche, nach Maßgade des Art. 29 des Gesetzes vom ., Februar 1852 als vermuthete Eigenthümer werden eingeschrieben werden.

5* Friedberg den 10. September 1870.

Groß berzogliches Landgericht Frledberg Rei ß.

Bekanntmachung.

298 Am Mittwoch den 14. Dezember J. J., Morgens Uhr, werden zwei ausrangirte 6sitzige Postwagen in entlicher Auction zum Verkaufe gestellt. Es können ee Wagen täglich hler in Augenschein genommen erden. Die Verkaufsbedingungen werden dei migerung bekannt gemacht. Friedberg den 28. November 1870. Postamt. Brentano.

Lieferung von Erleuchtungsmaterialien be das Garnsson⸗Lazareth Friedberg auf das erste f Halbjahr 1871.

42 Montag den 12. d. M., Vormittags 10 Uhr, ell die obige Lieferung auf dem Lazareth⸗Büreau unter nm daselbst zur Einsicht bereit liegenden Bedingungen srrch Summission vergeben werden

Frtedberg den 5. Dezember 1870. Hoffmann.

Arbeits- Versteigerung. 59 Samsiag den 10. Dezember, Vormittags 11 Uhr, ell auf dem Büreau des Großberzoglichen Bürger⸗

det Ver⸗

weiflers zu Münzenberg für 1200 fl. Plankrarbelt

entlich an den Wenigsinehmenden versteigert werden. Gambach am 6. Dezember 1870 N Schneider, Bezirks-Bauaufseber.

Ruhter Steinkohlen, 2

kus erste Qualität, bet a h. Dan. Kümmich.

Immobilien⸗Versteigerung. 2861 Montag den 16. Januar 1871, Vormittags 11 Uhr, sollen die dem Apolheker Hermann Otto zu Rüdesbeim eigenthümlich zustehenden, in der hlesigen Gemarkung belegenen Immobilien, nämlich:

3) 12 Ruthen 41 Schuh Hofratthe in der Untergasse, zwischen Wilhelm Schmid und dem Kirchhof, Nr. 7 des Stockbuchs,

b) 6 Nuthben 59 Schuh Garten bei dem Hause, zwischen dem Kirchhof und sich selbst, Nr. 1707 des Stockduchs,

o) 10 Ruthen 14 Schub Acker auf dem Altendorf, zwischen Reinbard Knöpp Wittwe und Nicolaus

Steten, Nr. 1714 des Stockbuchs in dem hiesigen Rathhause zwangsweise versteigert werden.

Reichelsheim den 5. Dezember 1870.

In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Großherzogliches Ortsgericht Reichelsheim Schmid

Faselochs-Versteigerung. 2851 Dienflag den 20. d. M., Vormittags 10½ Uhr, soll in der Stein' schen Wirthschaft ein der hlesigen Gemeinde gehöttger Faselochs meifibietend versteigert werden. ö

Beilenheim am 5. Dezember 1870. Großherzogliche er Belenheim u t h.

Ein

tüchtiger Pranntweinbrenner

2832 wird gesucht. Näheres bet

Gottfried Mondigler.

Hofguts⸗Verpachtung.

2841 Das Gräflich Leiningen'sche Hofgut derNonnen⸗ hof bei Ilbennadt in der Wetterau, bestehend in

3 Morgen 140[◻IKlafter Hofratthegrund,

11 33 4 Gärten u. Baumstücke,

43 09 7 Wiesen, und 396 e 8 Ackerland, zus. 455 333,6 Großherzoglich Hess

Normalmaß- 493 Morgen, 2 Viertel, 31,4 Ruthen Ilbenstädter Ortsmaß, mit ausgedehnten Wohn und Oeconomiegebäuden und der Schäsereigerech tigkeit in der Gemarkung Nieder ⸗Ilbdenstadt, soll für die Zeit vom 22. Februar 1872 bis Ende 1880 auf dem Sub⸗ missionswege wieder verpachtet werden.

Die Pachtbedingungen liegen in der Kanzlei des unterfertigten standes herrlichen Verwaltungsamtes und bel Großberzoglichem Ober-Domänen⸗Regiffrator Augst in Darmstadt zur Einsicht offen.

Deßfallsige Offerten deliede man bis längstens 31. Dezember d. J. mit der AusschriftSubmission wegen Verpachtung dee Nonnendofes versehen in den bierorts aufgebängten verschlossenen Kasten einzulegen oder einlegen zu lassen.

Bemerkt wird hierbei noch, daß die Gebote in Ildenstädter Ortsmaß abzugeben sind.

Schloß Ilbenstadt den 29. November 1870.

Gräflich Leiningen⸗Westerb urgische Rentei Bie ra u.

Versteigerung.

2856 Der Unterzeichnete läßt Montag den 12. Dez., Mittags 12 Ubr, nachsolgende Viehgattungen versteigern:

1) 2 fette Schweine,

2) 3 gute Ziegen, Platiköpfe, trächtig,

3) 9 fette Gänse,

4) 3 Enten und f a f

5) 10 größtentheils diesjährige englische Hühner, wozu Lustiragende hiermit eingeladen werden.

Wölfersheim den 5. Dezember 18790, 1

Konrad Stieber III.

golländischen Syrup und Gienenhonig

in beffer Qualität dei 9 Ph. Dan. Kümmich.

2817

uns hangt es ab, seinen Rückzug in Flucht und

Frankreich, welches keinen Krieg gewollt hat(2)