Ausgabe 
8.1.1870
 
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den einige Worte der Begrüßung, worauf kurzem a seine Rückkehr nach Gießen ags darauf, am 29., wurde die Bahn dem öffentlichen Verkehr übergeben und wird seitdem von den nahellegenden Städten und Dörfern fleißig benutzt, na⸗ menilich war dieß an den beiden Neujahrstagen der Fall, die gar manchen Bewohner unserer bisber slillen und ent⸗ legenen Gegend zu seiner, ersten Eisenbahn⸗ Platsirfahrt veranlaßten. An der Sirecke nach Büdingen wird rüstig gearbeitet und darf man wohl hossen, dieselben bis zum August fertig zu sehen. 1

Fraukfurt. Die Versammlung des landwirihschaft⸗ lichen Monatsclubs war äußerst zahlreich besucht. Herr Oekonom Dieffenbach trug Namens der Commmission die Grundzüge der bei dem Reichstage des norodeutschen Bundes einzuceichenden Denkschrift, betreffend die Ein⸗ führung der Brenncrei⸗Fabrilaisteuet, vor und fanden die⸗ selben allgemeine Billigung. Hinsichtlich der Anwerbung schwedischer Arbeiter wurden weitere interessante Mit⸗ ihtilungen gemacht: demnach stellt sich der Transport per Kopf incl. Verköstigung von Schweden hierber auf 18½ Thlr. wovon dem Agenten, welcher die Lieferung über⸗ nimmt, 15 Thli anzubezahlen sind, der Rest bei Ablie ferung zu geben ist. Mit jedem Arbeiter wird ein Con⸗ trakt Namens des Miethenden auf ein Jahr abgeschlossen und erhält ein Hausmädchen 1822 Thlr.; ebensoviel ein Milchmädchen, welches gleichzeitig das Füttern der Kühe besorgt; ein Stallknecht 22 30 Tytr., ein Voll knecht 3437½ Thlr. z. ein Halbknecht(meistens Bursche von 1820 Jahren) 2230 Thlr.; ein Mädchen für die Feldwirthschaft 15 22 Thlr., ebensoviel ein Mädchen für Spinnereien. Die schwedischen Arbeiter wurden, was die Kost anlangt, als äußerst genügsam geschildert. fort erklärten sich 15 Oekenomen bereit, derartige Arbeiter zu nehmen, und verabredeten dieselben auf Montag den 17. Januat zum Austrag der Sache eine Zusammenkunst imHotel Drexel. Hieran schloß sich noch eine längere Debatte über das Verhäliniß der Dienstyerrschaft zu den ländlichen Dienstboten. Da indeß die Ansichten in dieser wichtigen Angelegenheit sehr auseinander gingen, wählie man schließtich eine Commission, welche die Sache prüsen und weitere Vorlagen machen solle.

Fraukfurt. Am Neujahrsabend wurde einem hiesigen Zamilienvater die Wiege gestohlen; das Kind jedoch wurde vom Diebe nicht annectirt. Das Amtsblatt fordert nicht weniger als 32 Reservisten, welche der 21. Division angehören, auf, sich zu stellen, widrigenfalls sie als Deserteure erklärt würden.

Franfurt. Die vorjährigen Manöver bei Vilbel und Bergen haben in der Form eines Processes ein Nach spiel bekommen. Nach der Fahrt des Königs durch Vilbel siritten sich zwei wohlhabende Einwohner, der eine von Obereschbach, der andere von Odererlenbach, ob der König einen Helm oder eine Mütze aufgehabt habe. Es kam zur Wette von 20 Friedrichsd'or. Es wurde nun constalirt, daß der König eine Mütze aufgehabt hade. Damit gab sich der verlterende Theil jedoch nicht zufrieden und verweigerte die Bezahlung der Wette. Darüber wurde der Gewinnende beim Landgerichte in Vilbel klag⸗

So⸗ ihr ein Vorbild nehmen!

bar und wurde diesem nun der Beweis auferlegt, daß der König nicht, wie Beklagter behauptet, eine Pickelbaube, sondern eine Mütze aufgehabt habe. Das Zeugenverbör findet diese Woche statt, unter den vorgeschlagenen Aus⸗ kunstspersonen befindet sich auch ein Generalabjutant des Kinigs; einer beantragten Vernehmung des Letzteren wurde nicht statigegeben. Hieraus erhellet, daß man sich wie um des Kaisers Bart, so auch um des Königs W streiteu kann.

Lauterbach. Dieser Tage wurde von einem hiesigen Fabrikanten ein Schwein geschlachtet. Da daslelbe in den Füßen schwach war und etwas lahmte, so fand sich einer det hiesigen Aerzte veranlaßt, das Fleisch micro⸗ seopisch zu untersuchen, wobei sich ergab, daß dasselbe ein große Menge eingekapselter Trichinen enthielt. Ein Be weis, daß auch die Trichinose in hiesiger Gegend zu finden und beim Genuß von Schweinefleisch Vorsicht zu em pfehlen ist.

Biebesheim, im Kreise Groß⸗Gerau, hal 3 Schulen. Die beiden ersten Lehrer sind Männer in den 70er Jahren und zählt der ältere Roth bereils 56 Dienstjahre, die er zum größten Theile in der Gemeinde verlebie. Nunmehr möchte der würdige Veteran feinen langjährigen und gesegneten Wirkungskreis verlassen und den Rest seiner Tage in Ruhe verleben. Auf eine dies⸗ sallsige Anfrage Seitens des Großh. Kreistrathes erklärte! sich der Ortsvorstand sosort und gern bereit, ibrem alten! treuen Lehrer Wohnung und vollen Gehalt als Pension zu belassen, wogegen derselbe dem an seine Stelle ernannt werdenden Vikar nur ein Stübchen einräumen möge. Ehre der Gemeinde Biebesheim! Möchten sich andere Ge meinden so lange wir ein Pensionsgesetz entbehren, an

Essen. In der Krupp'schen Fabrik erfolgte am 4. d. die Exploston eines Dampfkessels, wodurch Gebäude zer stört wurden und Todte nebst vielfachen Verwundungen vorkamen. Auch die benachbarten Häuser haben Schäden erlitten. Gleich nach der Katastrophe wurden von der Krupp'schen Feuerwehr und massenhaft requtrirten Ar dettern die umfassendsten Rettungs- und Räumungsar⸗ beiten bewerksteklligt. Wie viele Verunglückse zu beklagen sind, ist noch nicht festgestellt.

Chemnitz. Das hiesigeTageblatt berichtet Folgen⸗ des über einen Eisenbahnunfall, der durch einen Zusammen⸗ sioß zweier Züge in nächster Nähe dieser Tage erfolgte. Der Zusammenstoß war so hestig daß eine größere Zahl Wagen ca. 1215, darunter ein Personen⸗ wagen, zertrümmert oder stark beschädigt wurden. Einem Bremser wurden beide Beine abgequetscht, so daß derselbe nach einer halben Stunde verschied. Außerdem erhielten sechs Passagiere starke Verletzungen.

Baden. Der Spielpächter in Baden-Baden zahlt für die Jahre 1870 und 1871 500,000 fl. jährlichen Pacht, sodann zu nützlichen Einrichtungen; Theater u. s. w. für beide Jahre 216.000 fl. Am 31, Dezember 1871 bort das Spiel in Baden auf.

Schwe z. DieLuz. Ztg. meldet aus Andermatt, daß daselbü der Thermometer am 29. Dez. 23 Grad Kälte zeigte. In Zürich wurde am Sylvesterabend ein aus

Schleften gebürtiger Preuße fesigenommen, ber sich zu Hause als Cassier eines bedeutenden Geschäsies eine Unterschlagung von wenigstens 40.000 Thlr. zu schulden kommen ließ. Er lebte als reicher Pankce in Luzern unt suchte sich einen Bauplatz, um eine hübsche Villa zu er⸗ . nun sind ihm alle diese Projekte apgeschnitten worden.

Sagen aus der Wetterau. Von Heinrich Hensler.

15. Vom Schiffloch bei UAntet-Klorstadt.

Das die Wetterau durchziehende Flüßchen Nidda entspringt imLandgrafenborn auf der Höhe des Vogelsberges, unweit demGeiselstein und densieben Ahorn und nimmt, nachdem es bei den Städtchen Nidda und Staden vorbei gegangen, unweit Ober Florstadt die Horloff in sich auf, bis es endlich bei Höchst in den Main fällt.

Zwischen Unter-Florstadt und Wickstadt ist in der Nidva eine gewaltige Tiefe, welche das Schiffloch heißt. In ihm soll eine Kirche mit ihrem Thurme, wenn man sie bineinßellte, unter- gehen. Einst war aber ein kühner Schwimmer da, der spranz hinein und tauchte in die Tiefe. Man hielt ibn für verloren, doch kam er nach einiger Zeit wieder herauf und hatte unter jedem Arme einen Fisch und einen zwischen den Zähnen, alle von außerordentlicher Große und von einer Gestalt, wie man in der Nidda noch nie gesehen datte, und er brachte sie mit heraus auf das Land.

Man horchte staunend auf das, was er von der Ticse unten erzählte. Dort, sagte er, sei eine ungeheure Menge von Fischen selbst von noch gewaltigerer Größe, als die mitgebrachten, und die stünden da, wie hier oben die Ochsen und Küde an den Krippen. Dann ging er abermals hinunter zu den Fischen, um noch mehr herauf⸗

zuholen, und sich noch mehr unter ihnen umzu⸗

sehen. Die Umstehenden warteten begierig und lange bis er wieder heraufkomme, aber Minute um Minute verging, sie warteten vergebens, der kühne Schwimmer kam nicht wieder herauf.

5 Die drei großen schweren Fische legten sie auf einen gerade vorbeifahrenden Wagen, um sie mit in die Stadt zu nehmen, und deckten Tücher darüber, aber als sie nach Hause kamen und die Fische herabnehmen wollten, waren sie ver⸗ schwunden.

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