hadua
2 2 —
— en dei Af B
ibn
Gastwirtb.
—
zinchen,
de tatn Ken
diener,
ttrneifer“
—
mmer
Nödel zn 10
——
bel.
0
f
2
— . 2˙
in dnn
Pütctladet un digen pPreisn csenmacher, Gataillon.
—
unn.“
Larlsbad. 4. ling. 009 bei ditt deb ensauret = N01; tit Koßltn⸗
4 Outllen i it ger Uastr⸗ E 7
1 den krsten ckung det rt uarth Nactenleiden
r ohne Wein T dellebt 1d 16 flesthtn und acer nt. et atung don arlsbad.
zuktn 14 und
a 6
Donnerstag den 7. Juli.
N 79.
Oberhessischer Anzeiger.
Entbält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.
Friedberger Intelligenzblalt.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Amtlicher Theil.
Betreffend: Die Communalumlagen in den Gemeinden des Kreises Friedberg für 1870.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Sie werden, da Ihnen die Communalsteuerregister unter Couvert gegen die in den Hebregistern enthaltenen Ansätze binnen der ersten
zugehen, mit Bezug auf das Ihnen unterm 26. März 1853. Int. Bl. Nr. 27, mitgetheilte höchste Ausschreiben Großherzogl. Ministeriums des Innern vom 3. September 1852 alsbald bekannt machen lassen, daß die Communalsteuerregister zu Jedermanns Einsicht 8 Tage in Ihren Gemeinden offen liegen, unter dem Anfügen, daß Beschwerden
mündlich zu Protokoll
Friedberg den 4. Juli 1870.
4 Wochen nach Ablauf der Offenlegungsfrist entweder schriftlich oder
bei uns angebracht werden müßten, und daß
später vorgebrachte Beschwerden keine Berücksichtigung finden könnten, Ueber die erfolgte Bekanntmachung werden Sie eine Notiz in der Registratur niederlegen.
Trapp.
Hessen. Darmstadt. Vom 1. Juli ab ist die Taxe für frankirte Briefe nach England via Ostende auf 9 kr. herabgesetzt. Unfrankirte Briefe kosten dagegen doppeltes Porto. Waaren⸗ proben, Drucksachen und Muster müssen frankirt werden und kosten je 2½ Loth 3 kr. Zeitungen unter Band werden, wenn sie nicht oder auch nicht ausreichend frankirt sind, gar nicht abgesen⸗ det; deßhalb empfiehlt es sich, dieselben am Post⸗ Schalter zur Baarfrankirung zu übergeben. Auch die überseeische Correspondenz ist via Ostende⸗ England im Allgemeinen um 9 kr. einfachen Porto- satz billiger geworden. So kostet jetzt ein Brief nach Neuseeland via Ostende-England⸗New⸗-Nork'⸗ San- Francisco(in Folge der Eröffnung der Pacisse⸗Bahn der gewöhnliche Weg von England ab) 24 kr.
Preußen. Berlin. Berliner Blätter melden von der Absicht eines Besuches des Kaisers Napoleon III. bei König Wilhelm in Ems, welcher als Gegenbesuch angesehen wird für den Besuch, den König Wilhelm in Gemeinschaft mit dem
Kaiser von Rußland im Jahre 1868 in Paris
abstattete.
— Die allgemeine Studentenversammlung, welche von der Minorität des ständigen Ausschusses berufen war, um über den Beschluß des letzteren bezüglich der Nichtbetheiligung der Studentenschaft an der Feier des 3. August endgültig zu ent⸗ scheiden, hatte eine so zahlreiche Theilnahme ge⸗ funden, daß das größte Auditorium der Univer- sität die Zahl der Anwesenden kaum zu fassen vermochte. Das Resultat der Abstimmung war, daß die Betheiligung der Studentenschaft an der Feier mit etwa 400 gegen 100 Stimmen ab- gelehnt wurde. Die Minorität erklärte, daß sie sich ihrerseits durch diesen Beschluß nicht als ge— bunden erachte.
Wiesbaden. Die„Mittelrh. Ztg.“ schreibt: Durch Entscheidung des k. Amtsgerichts zu Bie- denkopf(welchem als unparteiischem, weil vormals nicht nassauischem Gerichte die Entscheidung über- tragen war) ist nunmehr bestimmt, daß das nassauische Gemeindegesetz von 1854, nach welchem active Staatsdiener Gemeindesteuern nicht zu zahlen brauchen, noch zu Recht besteht. Die königl. Regierung hat gegen diese Entscheidu ng nicht remonstrirt.
Bayern.
Augsburg. Die„Augsb.
Allg. Ztg.“ enthält ein Telegramm aus Rom
vom 3. Juli, wonach fast alle Bischöfe aufs Wort verzichteten und die Entscheidung über die Unfehl⸗ barkeitsfrage unmittelbar bevorsteht.
— Wie es heißt, soll in Bayern die im Ver-
lage von Moritz Schaumburg in Lahr erschienene Broschüre„Der heilige Antonius von Padua“,
* 21 von Wilhelm Busch, welche viele Illustrationen en
enthält(man sagt wegen Verspottung der Religion), mit Beschlag belegt worden sein.
Oesterreich. Wien. Im Reichs⸗Kriegs⸗
ministerium herrscht große Aufregung. Ein hoch- gestellter Offizier, bisher der Militär-Baudirektion in Wien angehörig, soll wegen Unterschleifen, die eine enorme Höhe erreicht haben— man spricht in unterrichteten Kreisen von 280,000 fl.— in Untersuchung gezogen worden sein.
— Am 4. d. begann die auf mehrere Tage anberaumte Gerichtsverhandlung gegen die vier- zehn des Hochverraths beschuldigten Arbeiter. Der Staatsanwalt entwickelte in der Anklage, daß dieselben einem sotial-demokratischen Comfte in Oesterreich angehörten, mit ausländischen Arbeiter- vereinen in Verbindung ständen und gleich Letzteren auf die Umgestaltung aller socialen und staatlichen Einrichtungen hinwirkten.
Frankreich. Paris. Die„Agence Havas“
meldet aus Madrid: Das Ministerium hat den Beschluß gefaßt, dem Prinzen von Hohenzollern die spanische Krone anzubieten und eine Depu— tation beauftragt, den Prinzen von Hohenzollern hiervon zu verständigen. Die Deputation ist nach Deutschland abgereist. — Das„Univers“ veröffentlicht ein Telegramm aus Rom vom 4. d., wonach die Diseussion über das Capitel, betreffend die Unfehlbarkeit, da un- gefähr 60 Redner aufs Wort verzichtet, im Laufe des Vormittags geschlossen werde.
— Der„Moniteur“ hört, daß der Minister des Aeußern sich anschickt, den Kammern die auf das Concil bezügliche diplomatische Correspondenz vorzulegen. In den Regierungskreisen glaubt man, daß die Diskussion über das Schema von der Unfehlbarkeit im Laufe dieser Woche zum Abschluß gelangen werde.
Italien. Rom. In einem geheimen Con- sistorium bestätigte der Papst eine Anzahl von Bischöfen, darunter den Bischof Konrad Reither von Speier und Dr. Bernhard Brinkmann von Münster.
— In Rom wird viel von der Rede des Cardinals Guidi, Erzbischofs von Bologna, ge— sprochen. Das erste Organ der Kirche, die„Unita Cattolica“, ist wüthend, während die liberale Partei sich ganz gleichgültig zeigt. Die Ver⸗ söhnung wird immer unmöglicher, und doch ist ein gänzlicher Bruch gerade Das, was Italien jetzt am schädlichsten wäre, denn seine natürlichen Folgen sind die Unruhen und Streitigkeiten, deren wir seit langer Zeit ohnehin genug haben.
Florenz. Die Klagen über das Briganten- wesen häufen sich in der letzten Zeit. Besonders die römisch⸗neapolitanische Gränze wird von einem gewissen Pomponio, dem Führer einer ansehnlichen Bande, unsicher gemacht. In diesen Tagen ist einer Frau aus der Romagna, Elementine Mon- dolest, eine öffentliche Auszeichnung bereitet worden, weil sie, allein, vier bewaffnete Briganten in die
lucht geschlagen hat. 5 Aumlelke. Washington. Das Reprä⸗ sentantenhaus nahm die Schenk'sche Consolidirungs-
bill mit 129 gegen 41 Stimmen an. Nach gegen⸗ wärtiger Fassung bestimmt die Bill die Ausgabe von 1000 Mill. Dollar vierprozentiger Bonds, die in baarer Münze in 30 Jahren al pari zurück- zahlbar und abgabenfrei sind. Die neuen Bonds sind al pari umtauschbar gegen die bereits im Verkehr befindlichen Bonds, oder verkäuflich gegen Goldzahlung. Der hieraus resultirende Erlös soll zur Einlösung der fällig werdenden 5/20 Bonds verwendet werden. Die Ausführung der Bill bleibt der Discretion des Schatzamtssekretärs überlassen. Wie es heißt, dürfte aber die Annahme der Bill seitens des Senates unwahrscheinlich sein.
Asseuheim. Die Versammlung des Mitteldeutschen Gartenbau⸗Vereins am 4. d. war recht zahlreich besucht, — Nachdem Herr Bürgermeister Best die Versammlung eröffnet hatte, hielt Herr Lehrer Berntheusel einen Vortrag über Düngung tragbarer Odstbäume, Mittheilun⸗ gen der Anhalter Gartenzeitung zu Grunde legend. Herr Pfarrer Hoffmann von Lindheim theilte seine mehr⸗ jährige Erfahrung über Rosencultur mit, eine mitgebrachte schöne Collection Rosen vorzeigend, sprach er zunäachst über die Cultur der Wildlinge, über die Zeit der Versetzung der verschiedenen Rosenarten und das Beschneiden derselben, sodann über Düngung der Rosenstämme durch flüssigen Dünger; ferner erklärte Referent die Systeme und Namen der von ihm ausgestellten Rosen und bob besonders her— vor, wie aus Samen Reuheiten erzielt werden. Referent erklärte sich bereit, auf Verlangen in einer der nächsten Flugschristen einen auf praktische Erfahrung gegründeten Aufsatz in diesem Sinne zu liefern. Alle Anwesenden waren sehr befriedigt über die lebhafte und interessante Discussion, die sich in Folge des Vortrags entspann und man erkannte allgemein wie segensreich es sei, wenn solche Versammlungen regelmäßig gehalten und die gegenseitigen Erfahrungen mitgetheilt würden. Als nächster Versamm⸗ lungsort wurde Lindheim bestimmt und hofft man dorten auf recht zahlreiche Betheiligung.
Frankfurt. Bei dem am verflossenen Samstag statt⸗ gehabten Gewitter gingen drei Arbeiter über die Wiesen nach Praunheim, als sie plötzlich mit großer Gewalt zu Boden geschleudert wurden; der eine konnte sich alsbald wieder aufraffen, der zweite und dritte waren einige Mo⸗ mente betäubt, doch erholten sie sich wieder; dem Einen lief das Blut zum Mund heraus, dem Andern waren die Extremitälen gefühllos und mußte nach Haufe transportirt werden.
Darmstadt. Seit Februar sind hier im Ganzen 90 Erkrankungen an Blattern vorgekommen, wovon 3 einen lödilichen Ausgang nahmen. Gegenwärtig befinden sich noch 14 Blatternkcanke, welche indeß sämmtlich auf dem Weg der Herstellung begriffen sind, in ärztlicher Behand— lung. Das Militär und die Gensdarmen sind revaccinirt worden.
Darmstadt. Am 4. d. Nachmittags um 5 Uhr wurde auf dem hiesigen Friedhof am Grabe des im vorigen Monat an der Blatternkrankheit verstorbenen und aus sanitätlichen Rücksichten Morgens in der Frühe in aller Stille beerdigten Großherzoglichen Hauptmanns Pfaff die militärische Nachscier durch dreimalige Militärsalden und Trauermusik begangen.
Vom Taunus. Das Feldbergsest war von dem Welter nicht begünstigt. Es regnete auf dem Berge fast unausgesetzt. Troßdem waren die Turnvereine von Wiesbaden, Frankfurt, Offenbach, Darmstadt, Hanau, Usingen und vielen andern kleinen Orten zahlreich erschienen. Zu dem Preisturnen batten sich 150 Mann ange— meldet, aber nur etwa 100 waren am Platz. Sturm und Regen erschwerten den Wellkampf unausgesetzt. Die kräftige Schsar hielt troßdem wacker aus.
. ͤ——...—— 3 V——
—————————
.
—


