dase digg bei rich reden der vi —
Lobse
k. iu haben
55 Eduard Hirsch
ichn
duet brut mein,
rl, Seict sich seht mn
durtet Fr nrttung:
cheldet
artterrt
Er Lie Spielnaan
T
Nee
tert Tech bertt,
green. dog u
bees
2 77 bersc Git
ben bon
e.
lt Küfurgen
n
*
atter
tlie des:? l
271 51 escape, k. M. K
belm Weis. det pet.**
—
1 sit Kitdben 0 cam. e ble f
1 1114% J etabtkirs s
M144.
1870. ge i
Ober
Dienstag den 6. Dezember.
essischer Anzeiger.
Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.
Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
5—
*
Amtlicher Theil.
Betreffend: Die Aufnahme des Erndte⸗Ertrags im Jahr 1870. a Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Bönstadt, Dorheim, Friedberg, Gambach, Ilbenstadt, Melbach, Münzenberg, Nieder⸗Mörlen, f Ockstadt, Rockenberg, Rödgen, Trais- Münzenberg, Wisselsheim und Wölfersheim. Wir sehen der sofortigen Erledigung unserer Verfügung vom 6. v. M., Oberhess. Anzeiger Nr. 132, bei Meidung von Wartboten
entgegen.
Friedberg am 2. Dezember 1870.
Trapp.
Kriegsnachrichten. Officielle militärische Nachrichten.
Versailles, 2. Dez., Mittags 1 Uhr. Der Königin Augusta in Berlin. Gestern gar kein Gefecht, beute die noch vom Feinde besetzten Punkte diesseits der Marne durch Preußen, Wür⸗ temberger und Sachsen wieder genommen Cham⸗ pigny und Brie sur Marne. Wilhelm.
Versailles, 2. Dez., Nachts 12 Uhr. Die feindliche Armee von Paris hatte nach der vor- gestrigen Schlacht die am Ufer der Marne und unter dem Feuer der Forts liegenden Dörfer Brie und Champigny besetzt gehalten. Bei Tages⸗ anbruch wurden diese Dörfer heute von den Unseren genemmen. Gegen 10 Uhr ging der Feind auf's Neue mit überlegenen Kräften gegen unsere Vertheidigungsstellung zwischen Seine und Marne vor, wurde jedoch abermals in acht⸗ stündigem heißen Kampfe durch Truppen des 12. und 2. Armeecorps sowie der Würtembergischen Division siegreich zurückgeschlagen.
Ein von der Armee Abtheilung des Groß— herzogs von Mecklenburg- Schwerin abgesandtes bayerisches Recognoscirungs-Detachement stieß gestern zwischen Orgeris und Putay auf avan⸗ tirende sehr überlegene feindliche Kräfte und ging in seine Stellung zurück. Als in Folge dessen die Armee- Abtheilung sich heute früh 9 Uhr zum Vorgehen formirte, wurde sie auf der Linie Orgeris⸗Baigneaur heftig angegriffen. Der Feind, bestehend aus dem 15. und 16. Corps wurde
durch die 4. Cavalerie-Division und gefolgt vom ersten bayerischen Corps über Loigny geworfen, während die 22 Infanterie-Division unterstützt durch die 2. Cavalerie-Division Poupry mit Sturm nahm und bis dicht vor Artenay avancirte. Der Feind verlor viele hundert Gefangene. 11 CHeschütze wurden im Feuer genommen. Verlust guf unserer Seite nicht unbedeutend, der des Feindes sehr beträchtlich. v. Podbielsky.
Jannville, 2. Dez. Heute Vormittags 8 Uhr ausgerückt entwickelte sich Schlacht vor⸗ wärts Bazoches les Hautes.
½10 Uhr Feind nach heftigem Kampf mit 17. Infanterie-Division, gefolgt vom 1. bayerischen Armee⸗Corps und unterstützt durch 4. Cavalerie- Division über Loigny geworfen 22. Infanterie- Division unterstützt durch 2. Cavalerie-Division Poupry mit Sturm genommen und Feind auf Artenay zurückgedrängt. Bei Loigny 16. fran⸗ zösisches Armee-Corps, bei Artenay 15. geschlagen. Viele hundert Gefangene eingebracht und 11 Ge- schütze im Feuer genommen. Feindlicher Verlust bedeutend, diesseitiger Verlust nicht zu übersehen, aber viel geringer. Friedrich Franz,
Großherzog.
Stuttgart, 3. Dez., Vorm. General Obernitz an Se. Maj. den König von Würtem⸗ berg. Malhouc, 3. Dez., 5½½ Uhr Morgens.
die vom Feinde besetzte Linie Champigny⸗ Brie statt. Sehr beträchtliche feindliche Streitkräfte standen uns gegenüber. Die erste würtembergische Brigade betheiligte sich neben dem preußischen 2. Armeecorps und der sächsischen 24. Division von Morgens 7 Uhr bis Mittags 4 Uhr am Kampfe. Ein Theil von Cbampignp wurde genommen, die Stellung bei Villiers und Conilly behauptet. Offiziere und Mannschaften zeichneten sich durch hervorragende Tapferkeit aus. Der Verlust ist erheblich. Die 2. und 3. Brigade befanden sich in der Stellung von Sucy⸗Villeneuve⸗St. Georges
und kamen nicht in's Gefecht.
Versailles, 3. Dez. Der Königin Augusta in Berlin. Heute kein Gefecht von Erheblichkeit, doch scheint sich der Feind vor Vincennes noch zu verstärken.
Treskow's Division hat gestern 7 Kanonen genommen, 1800 Gefangene gemacht, darunter 1 General, 20 Offiziere. Wilhelm.
Versailles, 3. Dez. Die feindliche Armee in Paris hat heute keinen neuen Versuch zum Durchbruch unternommen. v. Podbielsky.
Fontaine, 3. Dez. Heute Nacht Batterien erbaut, aus denen Belfort jetzt 8 Uhr Morgens beschossen wird. Regiment Osterowski nahm die nöthigen Positionen und vertheidigte sie mit großer Bravour. v. Treskow.
Versailles, 4. Dez. Der Königin Augusta in Berlin. Gestern hat Prinz Friedrich Karl mit dem 3. und 9. Armeecorpe den Feind bei Chevilly und Chilleurs in den Orleans-Wald geworfen und 2 Kanonen genommen. Wilhelm.
Dresden, 3. Dez. Ein Telegramm des Prinzen Glorg an den König von Sachsen meldet: Freitag früh um 7½ Uhr nahmen zwei Bataillone des 8. Infanterieregiments Rr. 107 Brie sur Marne, die Württemberger gleichzeitig Champigny durch Ueberfall. Später entwickelte der Feind große Massen. Das Gefecht endete gegen 3 Uhr mit der Behauptung unserer Stellung, aber be⸗ trächtlichen Verlusten. Besonders starke Verluste erlitten das Schützen- und das 8. Regiment. Diese und die anderen im Gefecht gewesenen Truppen fochten bewunderungswürdig. Einige Hundert Gefangene wurden gemacht.
Aus Versailles, 28. Nov., wird der„K. Ztg.“ gemeldet: Mittlerweile fangen die Dinge in Paris an, ungemüthlicher zu werden. Die neuesten Zeitungen vom 26. November kündigen an, daß vom 30. d. M. ab die Gasbeleuchtung völlig in Wegfall kommt. Seit dem 22. hat die Vertheilung des Salzfleisches begonnen und die— jenige des frischen Fleisches(mit Ausnahme des Pferdefleisches) aufgehört. General Trochu erließ
leine Verordnung an die Journale, in welcher er denselben mit dem Kriegsgerichte droht, wenn sie
Gestern fand von deulscher Seite ein Angriff gegen fortfahren würden, irgend welche Angaben über
militärische Vorkommnisse zu veröffentlichen, da die früheren Anrufungen des Patriotismus der Blätter sich als unwirksam erwiesen hätten. Inzwischen scheint es dem General selbst nicht mehr recht geheuer zu sein innerhalb des Barrikadengürtels, den er unter Rochefort's Leitung durch die Bürger von Belleville innerhalb der Festungswerke hat errichten lassen. Dieser Barrikadengürtel hat, wenigstens in Belleville und La Villette, wieder eingerissen werden müssen, unter dem Vorwand, daß er bei den beabsichtigten Massenausfällen die freien Bewegungen der Truppen stören müsse.
Aus Paris sind vom 30. v. M. folgende Nachrichten per Luftballon bekannt geworden: General Trochu und General Ducrot erließen unterm 29. eine Proklamation. General Trochu wirft die Verantwortlichkeit für das vergossene Blut auf Diejenigen, deren Ehrsucht die moderne Civilisation mit Füßen tritt. General Ducrot schwört, daß er nach Paris nur todt oder sieg⸗ reich zurückkehren werde. Die Angriffsoperationen begannen gestern Morgen durch Nationalgarden, welche den äußeren Bahnhof von Choisßp besetzten; gleichzeitig wurde l'Hay angegriffen. Heute und in letzter Nacht anhaltende Kanonade. Die Schlacht begann auf verschiedenen Punkten. Ducrot über⸗ schritt heute Morgen die Marne und besetzte Mont Mesly, welcher Ort Mittags wieder geräumt wurde. Zwischen Champigny, Brie und Villiers war der Kampf besonders heftig. Unsere Truppen überschritten die Marne auf acht Brücken. Ge⸗ neral Trochu brachte zu verschiedenen Malen den Kampf wieder zum Stehen, indem er die Linien- Infanterie durch seine Anwesenheit zu entschie— denerem Vorgehen veranlaßte. Der Kampf wurde durch formidables, unaufhörliches Artilleriefeuer, welches rings um Paris durch die Forts unter— halten wurde und sämmtliche Positionen des Feindes bestrich, unterstützt. Ebenso griffen die Kanonenboote auf der Seine und Marne, sowie gepanzerte Eisenbahnwaggons in den Kampf ein. Nachmittags zog sich das Gefecht nach Epinai, dessen sich General La Roneiere bemächtigte. Ge— neral Renault, Commandirender des zweiten Corps, sowie General La Charviere sind verwundet. Im Süden von Paris hatte General Vinoy ein de- deutendes Gefecht engagirt. Unsere Verluste an Verwundeten betragen etwa 2000 Mann.
— Der Anfang des Endes, schreibt der Corre- spondent der„Dally News“ im Hauptquartier des Kronprinzen von Sachsen, zeigt sich in manchen Symptomen. Drei Tage vor der Capitulation von Metz erhielten die Armeelieferanten Ordre, sich bereit zu halten, um im Augenblicke ihre Vorräthe in die Stadt zu werfen und man darf jetzt wohl aus der Wiederholung des Befehls auf die Wiederholung der Veranlassung schließen. Verwichenen Abend wurde an alle Lieferanten für die Einschließungs-Armee telegraphirt, daß in Erwartung einer baldigen Capitulation sie sich gerüstet halten sollten, außergewöhnlichen An⸗ forderungen an ihre Magazine gerecht zu werden.


