Ausgabe 
6.9.1870
 
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er Stadt, dies Alles bewies die gehobene Stim- nung, in welche die Einwohnerschaft durch die Siegesdepeschen versetzt war. Abends Umzug der. Hesangvereine unter einer Musik durch die geschmückte Stadt vor die Wohnung des jungen Grafen Bismarck, wo mehrere patriotische Lieder inter Musikbegleitung gesungen wurden. Ein Hoch dem deutschen Vaterlande wurde mit Enthu⸗ sasmus aufgenommen und die noch folgenden Hochs auf den König von Preußen, den Kron- srinzen, unseren Landesfürsten, den Grafen Bis- narck ꝛc. fanden begeisterte Zustimmung.. Es gat sich hier das Gerücht verbreitet, daß morgen, Nontag, der Bundeskanzler Graf Bismarck zum Sesuch seines Sohnes dahier eintreffen werde.

Mainz. Der Gemeinderath beschloß eine dresse an Se. Majestät den König zu erlassen. es sei nur eine Stimme aller dem Vaterlande gebenen Männer, daß Deutschland vor allem zie zu seinem Schutze erforderlichen Friedens- ledingungen zu bestimmen habe. Die Stadt Nainz und fämmtliche Städte und Bewohner des Unken Rheinufers danken es dem siegreichen Vor nringen der deutschen Heere, daß sie nicht von gem Kriege heimgesucht wurden, und hegen die neberzeugung, daß nur eine neue Regelung der seutschen Gränzen deren künftige Sicherstellung zerschaffe. Das deutsche Volk lebe der Ueber⸗ rugung, daß die erhabenen Heerführer Bürg⸗ haft eines dauernden Friedens erzielen und ein u Freiheit geeinigtes Vaterland die ihm gebührende Nachtstellung erlangen werde.

Preußen. Berlin, 3. Sept. Berlin tiert einen Siegesmorgen, wie es noch keinen esehen. Der Enthusiasmus ist unbeschreiblich. Tausende durchwogen die Straßen. Vor dem bniglichen Palais stehen Menschenmassen, welche zem Könige, der Königin und der Armee Vivat nufen. Die Königin erscheint wiederholt auf dem Balkon und dankt. Das Denkmal Friedrichs des Großen ist von der Schuljugend beflaggt, welche ie Nationalhymne und dieWacht am Rhein sngend die Straßen durchzieht und auch vor den häusern Bismarck's, Roon's und Moltke's ihre ieder erschallen läßt. Von den entfernten Stadt- heilen wogen Menschenmengen nach den Linden, die Geschäfte feiern fast alle im Siegesjudel.

An der heutigen Börse brachte der Börsen Uteste Arnett ein dreimaliges Hoch auf den König ind die Armee aus. Donnernde Hochs durch⸗ lrausten den Saal. Die Börsenbesucher sangen eWacht am Rhein und die Volkshymne ab, sets aufs Neue in endlosen Jubel ausbrechend, ihne an das Geschäft zu denken. In den Straßen, insbesondere vor dem königl. Palais, läbeschreiblicher Jubel der unzählbaren Volksmenge. Haus für Haus ist mit Fahnen geschmückt. Ueber all sind Vorkehrungen für eine heutige Illumination getroffen. Sämmtliche Schulen sind geschlossen.

Nach derWeser⸗Zeitung ist von Seiten des englischen Ministeriums des Auswärtigen auch aaf die neuesten Reklamationen des norddeutschen Votschafters in London wegen der englischen Leferungen von Waffen und Munition an Frank- ich eine ausweichende, den gegenwärtigen Stand der Gesetzgebung vorschützende Antwort erfolgt.

Frankfurt. Am Morgen des 3. langten bon Courcelles kommend mehrere Züge mit Verwundeten an, welche die Schlachten vom 31. Aug. und 1. Sept. mitgemacht. Sie erzählten unter Anderem, daß der Kugelhagel der Franzosen unter dem Schutz der Wälle so eminent gewesen, daß nan von gewissen Stellen des Schlachtfeldes ohne lebertreibung hätte sagen können, es sei mit [hassepotkugeln gepflastert. Die Schwerverwun

Kisten und Kasten. Der Zorn der Soldaten sei aber natürlich gewesen, weil die Einwohner eflohen, nachdem sie sämmtliche Brunnen ver⸗ stopft und die Häuser verschlossen gehabt. In Remilly seien es sogar französische Nachzügler und nicht deutsche Soldaten, auf welche die Verwüstung, welche angerichtet worden, zurück zuführen sei.

Frankreich. Paris, 3. Sept., Nachts. Gesetzgebender Körper. Um 1 Uhr Morgens ver- kündet Palikao, daß ein Theil der Armee in Sedan eingeschlossen ist, der andere Theil der Armee capitulirt hat, der Kaiser gefangen ist. Palikabo fährt fort: Diesen Nachrichten gegen über dürste es unmöglich sein, hier eine Discussion über die möglichen Folgen dieses Ereignisses zu beginnen. Die Minister haben sich darüber noch nicht besprechen können. Ich verlange die Ver tagung der Discussion auf morgen. Jules Favre bringt einen Antrag ein, welcher den Kaiser und die Dynastie aller Rechte, die die Verfassung ihm übertragen hat, für verlustig erklärt, welcher ferner verlangt, eine Commission des gesetzgebenden Körpers zu ernennen, die mit den Rechten der Regierung versehen wird und die Mission haben

Posten als Generalgouverneur von Paris beläßt. Dieser Vorschlag wurde mit tiefem Stillschweigen aufgenommen. Die Kammer beschließt, Sonntag Mittag wieder zusammenzutreten.

3. Sept. Sitzung des Senates. Der Minister Jerome David erklärt: Wir haben auf vielfachen, und nicht officiellen Wegen erfahren, daß ein neuer Versuch Bazaine's sich von den feindlichen Armeen zu befreien, welche ihn in Metz einschlossen haben, gescheitert ist. Seine An strengungen waren heldenmäßfg. Der König von Preußen hat nicht umhin gekonnt, der Tapferkeit unserer Soldaten Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Mac-Mahon, nachdem er versucht hatte,

bindung zu erzielen, wurde gezwungen sich in die Umgebung von Sedan zurückzuziehen. Es wurde mehrere Tage gekämpft, mit beiderseitig verschiedenen Erfolgen. Wir kämpften aber gegen einen numerisch zu überlegenen Feind und ungeachtet der ener- gischesten Anstrengungen scheint dieser Versuch in einer für unsere Waffen unglücklichen Weise ge endet zu haben. Andere aus preußischer Quelle stammende Mittheilungen sind noch ungünstiger für uns, sie scheinen aber nicht glaubwürdig zu sein. Auf jeden Fall würde die Regierung nicht um- hin können, diesen Mittheilungen einen gewissen Werth beizulegen, wenn sie sie öffentlich mit⸗ theilte.

Belgien. Brüssel, 3. Sept. Es wird hierher gemeldet: Der kaiserliche Prinz ist in Chimay(Belgien) eingetroffen und im Schlosse des Fürsten von Chimay abgestiegen. Die Zahl der nach Belgien übergetretenen Franzosen betrug gestern etwa 12,000. Alle haben die Waffen niedergelegt und werden vorläufig nach Namur geschafft. Mit ihnen sind 400 Artillerie- fahrzeuge, 1200 Pferde und 2 Geschütze über die Gränze gekommen. Von beiden kriegführenden Mächten soll mit der diesseitigen Regierung eine Vereinbarung getroffen sein, wonach Belgien eine gleiche Anzahl deutscher und französischer Ver wundeter zur Pflege übernehmen wird. Die ent

Städten werden bereit gehalten. DieIndepen dance belge meldet noch über die Schlacht von Donnerstag, daß schon um 2 Uhr der linke Flügel der Mace Mahon'schen Armee, den Failly comman

soll, den Feind aus Frankreich zu vertreiben, welcher schließlich den General Trochu in seinem

mit Bazaine in nördlicher Richtung eine Ver

sprechenden Räumlichkeiten in Brüssel und anderen

Italien. DieTriester Ztg. bringt aus Florenz die Mittheilung, daß die italtenische Re⸗ gierung, gedrängt von der sich immer entschiedener manifestirenden öffentlichen Meinung in Italien, sich entschlossen habe, einen entscheidenden Schritt zur definitiven Lösung der römischen Frage zu thun und trotz ihrer in der Kammer abgegebenen Erklärung, an der September Convention festzu⸗ halten, ihre Truppen in den Kirchenstaat einrücken lassen zu wollen, um mit einem fait accompli vor den eventuell behufs des Frievensschlusses zu⸗ sammentretenden Congreß treten zu können.

Florenz. Die Kriegsrüstungen und Pferde Ankäufe beschränken sich auf die Mobilisirung von drei Armeecorps oder neun Divisionen. Verschanzte Lager werden bei Verona und San Maurizio in Oberitalien errichtet werden.

Frankfurt. Der hiesige Verein, welcher sich zur Aufgabe gestellt hat, für die Gefangenen und Verwundeten die Correspondenz zu vermitteln, hat auf dem Main⸗ Neckar-Bahnhof allein bei 6000 Correspondenz⸗Karten ge⸗ schrieben. 12

Frankfurt. DemFr. J. wird von glaubwürdiger Seite mitgetheilt, daß sich in einem dortigen Lazarethe ein Turco durchaus nicht habe verbinden lassen; als man schließlich Gewalt angewandt und zu diesem Zwecke die Person zäher untersucht habe, habe man in einer der Brusttaschen verschiedene goldene Ringe, mit abgeschnittenen Fingern untermischt, vorgefunden. 5

Mainz. In den verschiedenen Sälen des Theater⸗ gebäudes in Mainz sind eben Hunderte von Frauen und Jungfrauen beschäftigt, um flanellene Leibbinden für unsere Krieger anzufertigen. Der hierdurch täglich erwachsende Vorrath zählt nach Tausenden. 160,000 Binden werden schon in wenigen Tagen mittels directer Beförderung an die Armeen abgehen und für Weiteres wird fortwährend noch Vorsorge getroffen.

Kassel. Die für die Kasseler Industrie-Ausstellung bestimmte Mitrailleuse ist von Berlin hier eingetroffen.

In Schweinfurt existirt eine Dose von 1807, wo

Napoleon in Berlin war, mit der Ausschrift:Die Illumi⸗ nation zu Berlin; darunter steht: Durchmarschiren, ver⸗

alimentiren, fouragiren, contribuiren, requfriren, Weiber und Töchter verführen, Haus und Nahrung verlieren, sich nicht moquiren, nicht raisonniren, sonst arretiren oder gar füsiliren und doch illuminiren! Das ist doch zum exepiren.

Sigmaringen. Von Interesse dürfte die Notiz sein, daß ein preußischer Offizier seinen biesigen Angehörigen Ordensbänder des Mac Mahon geschickt hat; dieselden befanden sich in einer Brieftasche, die dei der bei Wörth erbeuteten Bagage des Marschalls vorgefunden wurde.

Berlin. Das Centralcomite in Berlin bat an alle Hülfsvereine, welche in der Lage sind, Sanitäismann⸗ schaften auszurüsten und ins Feld zu schicken, die sehr zeitgemäße Aufforderung ergehen lassen, darüber zu wachen, daß sich die Betreffenden mit warmer Kleidung, womöglich mut wollenen Leibbinden versehen, um auf diese Weise namentlich in der jetzigen Jahreszeit gefährlichen Erkran⸗ kungen vorzubeugen.

Bern. Der Winter sendet bereits seine Vorboten. Schon am 21. hat es in den Alpen bis tief hinunter ge⸗ schneil und der Schnee ist bis auf die Höhe des Gurnigels gefallen.

Erfrischung der durchpassirenden Truppen und zurückkommenden Verwundeten und Gefangenen im hiesigen Bahnhofe.

Neunte Liste der Gaben aus hiesiger Stadt und Umgegend:

a) an Naturalien: 5 Maaß Branntwein(von Södel), 6 Flaschen Wein(von Södel), 4 Maaß Milch, 14 Pfund Fleisch und Wurst, 185 Laib Brod(142 von Södel, 43 von Ildenstadt), 1070 Eier(von Södel.)

b) an Geld: 30 fl. von Wohnbach, 7 fl. 38 kr. an kleineren Gaben ꝛc. 9. Liste im Ganzen 37 fl. 38 ke., dazu von voriger Liste 1510 fl. 18 ke, zusammen 1547 fl. 56 kr.

Unter besiem Danke für die reichen Spenden um gütige weitere Gaben

Friedberg den 5. September 1870.

Das Comité für die Erfrischung der durchpassirenden Krieger.

bittet

Bescheinigung.

5 0. f 0 e e ee Bei dem Rechner des Comités für die Unterslützung Sledt deten sind hier verblieben, die Leichtverwundeten digen um Centrum Nad dem rechten Flügel abe der eee* Soda ten 3 n 0 f sind in die Lazarethe von Rödelheim, Oberweiler, geschnitten, auf Sedan zurückgeworfen wurde. der nothleidenden Familien von Soldaten sind weiter ein.

rnit köchst a. d. N. und Oberursel verbracht worden. General de Failly ist durch eine preußische Kare gegangen und werden dankbar quittirt; fl. ke. 1 80 Saarbrücken. DerSaarbrücker Zei- tätschenkugel getöptet worden. Donnerstag Abend von 1 C. 8* n f f 12 5 er Ken 1 5 Altre von Fräulein V. 5 3

1 ung geht eine Erwiderung auf die in der sandte der Kaiser seinen Degen dem Könige. Am durch Venen Pfarrer Utich d Behn a w N Köln. Ztg. erhobene Beschuldigung zu, daß Freitag war der Kaiser im preußischen Haupt dem J. Abendgottesdiene 5 4 30

. wutsche Regimenter in Falkenberg und Remilly quartier. Aus Virton in belgisch Luxembourg durch Herrn Pfarrer Müller Kirchenopfer in unt J ü ichtet wird elde ein preußischer Parlamantär Nieder-Rosbach 1 2 uten 5 Jlünderung und arge Verwüstung angerach t. t, daß g 1 Fe 9 9 durch Hrn. Oberlieutenant Stegmeyer Ungenannt 2 ee hben. Dieser Erwiderung nach soll die Plün⸗ in ontmedp eintraf un e Ulebergabe des durch Herrn Dr. Lorenz aus einer Weite 1 rung in Falkenberg zurückzuführen sein auf Platzes forderte, welche der Commandant abge- von dem Gesangverein gesammelt in Nieder- enige eingeschlagene Weinfässer und etliche lehnt hat. Rosbach 17 9 45 I. 4 a 1 * 5 a 1 4