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Billiaste Illastr. Zeitung!

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1870.

Donnerstag den 6. Januar.

N 3.

Oberhessischer Anzeiger.

Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.

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Friedberger Intelligenzblalt.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Mit dem 1. Januar beginnt ein neues Abonnement auf den Oberhessischen Anzeiger, welcher auch ferner wöchentlich dreimal,

Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird.

Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten und

wichtigsten Tagesbegebenbeiten, allgemein belehrende und unterhaltende Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheflungen, geschäftliche Nach⸗ richten, Markt- und Cours Berichte, Verloosungen von Staatspapieren und lokale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungs⸗Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Räthsel, Bilderräthsel ze.

Trotz der seit Beginn des Jahres 1869 eingetretenen nicht unbedeutenden Erhöhung des Abonnements für auswärtige Abonnenten ist die Zahl derselben dennoch ständig im Wachsen begriffen, was uns eine erfreuliche Aufmunterung sein muß, die Geschäfte der Redaktion in der bisher

geübten Weise auch ferner fortzuführen.

Das Abonnement beträgt bei der Verlagsexpedition ohne Bringerlohn halbjährlich 1 fl., durch die Post bezogen jedoch viertel⸗

jährlich 47 kr mit Bringerlohn

Inseratgebühren werden die einspaltige Petitzeile oder deren Raum mit 3 kr. berechnet, bei Tabellen- und Ziffersatz mit 8 kr.

. 1 7 1 1 der Anzeiger kann nach auswärts auch durch Privatboten direct von uns bezogen werden.

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brechung eintritt.

Bestellungen beliebe nan baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unter⸗

Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das neue Jahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich

Abbestellung erfolgt.

Die Redaktion.

Amtlicher Theil.

Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publieiren: Belanntmachung, das Portofretheitswesen in den nicht

Nr. 1 1.

zum Norddeutschen Bunde gehörigen Theilen des Großderzogtbums betreffend.

Linsen des Telegraphen⸗Vereins betreffend. sub. 4.

Nr. 60. sab. 1.

Verordnung, die poltzelliche Aufsicht über die Oberhessische Eisendahn.

Orkanntmachung, die Gesetze

sub. 2.

sub. 3. Bekanntmachung,

und Verordnungen des Norddeuschen Bundes betr.

Steuern und der Betträge zu den Kosten der Staats- und Provizialstraßen für das Jahr 1870 betreffend.

Friedberg den 3. Januar 1870.

1 die Telegraphen⸗ Ordnung für die Correspondenz auf den Die Erhebung einer Umlage in der Stadt Friedberg betr.(nur in Friedberg.)

sub. 2. Bekanntmachung, den Ausschlag der direkten

Groß herzogliches Kreisamt Friedberg Ter a p p.

Hessen. Darmstadt. Das Großherzog liche Regierungsblatt Nr. 80 enthält:

I. Publikation des Gesetzes vom 10. Juni 1869, be⸗ tressend die Wechselstempelsteuer im Norddeulschen Bunde welches in den zum Norddeutschen Bunde gehörigen Theilen des Großherzogthums am 1. Januar 1870 in Kraft tritt, sowie einer Vekannimachung vom 13. Dezember 1869 zur Ausführung dieses Gesetzes, sowie endlich einer Bekannt⸗ machung vom 13. Dez. 1869, betr. den Debit der Bundes⸗ Stempelmarken und gestempelten Blankets zur Entrichtung der Wechsel⸗Stempelsteuer, sowie das Verfahren bei Er⸗ ftattung verdorbener Stempelmarken und Blankets.

II. Bekanntmachung Groß. Ministeriums der Finanzen, den Ausschlag der direkten Steuern und der Beiträge zu den Rosten der Staats- und Provinzialstraßen für das Jahr 1870 betreffend.

III. Oessentliche Anerkennung einer edlen That. Am 30. Juli 1869 badete der zu Mainz in Conditon stehende Bäckerlehrling Johann Bork von Klein-Winternheim an der vor dem Raimundithore zu Mainz gelegenen öffen⸗ lichen Badestelle im Rhein. Während derselbe untertauchte, verlor er den festen Boden und wurde durch die Strömung in den freien Rhein getrieben. Als er dem Erttinken nabe war, speang der in der Nähe befindliche Carl Hof meisser von Mainz, Chevauxleger in der 4. Schwadron des Großherzoglichen 2. Reiter- Regiments, sofort in das Wasser, erfaßte den Bork und brachte ihn glücklich ans Land. S. K. H. der Großherzog haben dem Chevauxleger Carl Hofmeister für diese von ihm mit Muth und eigener Lebensgefahr ausgeführte That das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:Für Rettung von Menschenleben nebst Bewilligung einer Geldprämie, Allergnädigst zu ver leihen geruht. a a

IV. und V. Bekanntmachungen, die Verkündigung gerichtlicher Anzeigen in der Provinz Rheiuhessen betressend. Das Großh. Bezirksgericht Mainz hat dasMainzer Journal und das Bezirksgericht Alzey die,Wormser Zeitung als dasjenige in der Provinz Rheinhessen er⸗ scheinende Zeitungsblatt bezeichnet, durch welches die in dem Bezirke des genannten Gerichts nothwendig werden den, im Artikel 1 der Verordnung vom 12. Jauuar 1852 aufgeführten gerichtlichen Anzeigen für die Dauer des Jahres 1870 zu verkünden sind, und hat dieser Beschluß dle nach Art. 2 der erwähnten Verordnung erforderliche Genehmigung des Großherzoglichen Ministeriumc 6 der Justiz erlangt.

VI. Bekanntmachung, den Personenposlcours(hier die Per sonengeldsätze) zwischen Alsheim und Alzey betr.(Schl. f.)

Der Königlich Preußische außerordentliche Gesandte und bevollmächtigte Minister am Groß- herzoglichen Hofe, Gehtime Legatlonsrath von Wentzel, hat am 31. Dez. in besonderer Audlenz Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog das Creditiv

überreicht, durch welches er von dem König von

Preußen auch im Namen des Norddeutschen Bundes als außtrordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister am hiesigen Hofe beglaubigt worden ist.

DieM. Ztg. bringt folgende Nachricht: Der Brigade-Commandeur, Herr Generalmajor Bickel, ist, wie gemeldet wird, auf sein Nach- suchen pensionirt worden. Damit ist der letzte der seither activen hessischen Generale außer Dienst getreten und die stattliche Reihe der hohen mili tärischen Pensionäre wieder um einen vermehrt worden. Major v. Hesse vom Gr. Generalstabe ist in längeren Urlaub gegangen und durch einen preußischen Hauptmann dienstlich ersetzt worden.

Preußen. Berlin. DerK. Z. wird telegraphirt:Bei dem heutigen Neujahrsempfange der Generalität hielt Wrangel die Ansprache, worin er den Stolz der preußischen Armee wegen Verleihung des russischen Großkreuzes des Georgs ordens an den König betonte. Der König er widerte:Ich danke Ihnen für die Namens der Anwesenden ausgesprochenen Gesinnungen. Da Sie aber der Auszeichnung erwähnen, welche Se. Majestät der Kaiser Rußlands mir hat zu Theil werden lassen, so muß ich hier aussprechen, daß ich diese sowohl als die Worte des Kaisers, welche dieselbe begleiteten, nur Ihneu, meine Herren, verdanke, sowohl denen, welche die Armee zu Siegen geführt, als denen, welche sie lange Jahre zu so großartigen Erfolgen ausgebildet und vor bereitet haben.

DieSpenersche Zig. schreibt:Auf den Krieg von 1866 hat der König eine Erinnerungs medaille prägen lassen in Gold, Silber und Kupfer. Auf der vorderen Seite befindet sich das Portrait des Königs und oben am Rande in der Runde die Namen aller der Generale, die sich in jenem Feldzuge ausgezeichnet haben. Die Rück seite enthält eine Victoria, darunter die Jahres- zahl 1866.

Das norddeutsche Strafgesetzbuch ist nun mehr im Entwurfe vollendet. Die seit einem Viertelsahr mit der Begutachtung desselben be schäftigie Commisston hat am letzten

Tage des wohl von römischen Kreisen aus

Jahres ihre Sitzungen geschlossen und dem Bun deskanzler die Resultate ihrer Berathungen über⸗ mittelt, wie aus einem offiziell mitgetheilten Dank⸗ schreiben der Grafen Bismarck hervorgeht. Bayern. Im Laufe der nächsten Woche werden in München und in Nürnberg Versamm⸗ lungen von Juristen zum Zwecke der Herbeisührung der Freigabe der Advokatur stattfinden. Würtemberg. Die feierliche Inthronisation des neuen Bischofs von Rottenburg Dr. J. C. v. Hefele hat am 29. Dez. stattgefunden und zwar

unter der Betheiligung einer unübersehbaren Menschenmenge. Oesterreich. Wien. DieN. fr. Pr.

bringt einen Aufruf zur Bildung eines deutschen Vereins, dessen Aufgabe es sein soll, dem in rück sichtslosester Weise, mit allen Mitteln, von den Czechen, Slovenen und Polen geführten Kampfe gegen die Deutschen in Oesterreich entgegen zu treten. Obgleich eine Reihe von Vereinen in den Ländern mit gemischter Bevölkerung zu diesem Zwecke schon bestehe, so sei es doch durchaus nöthig, daß auch in der größten deutschen Stadt Oesterreichs, in der Reichshauptstadt Wien, sich ein Verein bilde, der die Wahrung der deutschen Interessen in Oesterreich überhaupt, in den Ländern mit gemischter Bevölkerung insbesondere zum Zwecke hat. Der Aufruf schließt: Seit den Zeiten der Hussiten ist der Kampf gegen Deutsche und Deutschthum nicht mit solcher Rücksichtslosigkeit geführt worden, wie eben jetzt. Deutsche Oester reichs! Es gilt mitzuarbeiten an dem Damm, den wir zum Schutze des deutschen Elements aufführen wollen. Wir wollen keine Nationalität unter- drücken. Wir wollen aber auch nicht, daß unsere Nationalität, der Oesterreich Bildung, Wohlstand und Freiheit, der wir und wohl auch die meisten unserer Gegner jeden höheren geistigen Athemzug verdanken, in einer Reihe öͤsterreichischer Länder politisch und rechtlos mundtodt gemacht werde. Hiesige Blätter wollen wissen, daß man in Rom den Kaiser mit aller Gewißheit erwartet. Derselbe soll zwar noch schwanken, da aber so

die Kaiserin