Ausgabe 
4.8.1870
 
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mittel nicht vernachlässigen. Die Neutralität sei schwierig gegenüber den mancherlei Forderungen der Kriegführenden.

Das ersie Contingent deutscher Matrosen, 70 Mann stark, hat sich gestern von Liverpool auf den Weg gemacht um über Hull und Rotter dam in die Heimath zu ziehen und in die preußische Flotte einzutreten. Landsleute gaben ihnen unter patriotischen Gesängen das Geleit.

DieTimes schreibt: Der Erlaß eines Verbots der Kohlenlieferungen an Kriegsschiffe ist unwahrscheinlich. Das an die Arsenale ergangene Verbot wird Deutschland hoffentlich befriedigen. Doch genügt dies nicht. Der Export von Waffen und Schießbedarf muß ebenfalls verboten werden, nöthigenfalls durch neue Gesetze, wofern die be stehenden unzureichend sein sollten.

Italien. Florenz. Wie der N. Fr. Pr. geschrieben wird, finden täglich in den italienischen Städten Demonstrationen für Deutschland und und gegen Frankreich statt, und unsere Regierung, die behauptet, sie wolle neutral bleiben, läßt die Leute, dieEs lebe Preußen! rufen, ganz ein fach verhaften und ins Gefängniß werfen. Daß die ganze italienische Neutralität eine Lüge ist, läßt keinem Zweifel mehr Raum, und da die Regierung jüngst erst zwei Altersklassen und nun wieder zwei andere Altersklassen, zusammen 100,000 Mann einberufen hat, so ist klar, was das bedeutet; da ihr auch die Kammer das nöthige Geld votirt hat, so kann sie wirthschaften, wie sie will. Man rüstet, und man rüstet für Frankreich, trotz der Entrüstung des ganzen Landes.

General Lamarmora ist in das französische Hauptquartier abgereist, um den Operationen bei zuwohnen.

Turin. Die officiöseTuriner Zeitung sagt: Der preußische Gesandte habe die Ersetzung sranzösischer Truppen in Civitavecchia durch talienische als Neutralitätsbruch und Kriegsfall erklärt. Würde die Antwort Italiens nicht ent⸗ prechen, so kehre er nicht zurück. Die Richtigkeit »ieser Nachricht wird indeß von vielen Blättern vezweifelt, jedenfalls ist vorerst Bestätigung ab uwarten.

DieOpinione sagt:Die Nachricht erN. fr. Pr. von einer französisch⸗italienischen Allianz, wonach Italien u. a. im Falle von Nie- serlagen Frankreichs 150,000 Mann stellen, und Frankreich für deren Ausrüstang 100 Millionen jarantiren werde, seien die Ausgeburt einer urch die Ereignisse der Gegenwart überspannten Phantasie.

Civitavecchia. General Dumont hat die Ordre erhalten, die französischen Truppen zu con- lentriren und bei dem ersten Befehl einzuschiffen.

J Geht der Krieg uns alle an? II.

Die schrecklichen Verwüstungen und Er⸗ pressungen, welche die Heere Jourdan's und Moreau's sich zu Schulden kommen ließen, muß man zum Theil auf Rechnung der Zucht⸗ losigkeit setzen, die in jenen revolutionären Heerschaaren eingerissen war. Diese Zucht losigkeit hörte aber auf, als Napoleon Bona⸗ parte das Commando übernahm. Er hielt auf strenge Disciplin in der Armee und gestattete auch weder den Soldaten, noch den Offizieren und Generalen, auf eigne Hand zu plündern und zu stehlen. Darum waren aber die Be- wohner der von seinen Truppen besetzten Lan destheile nicht besser daran als früher. Er verstand es meisterlich, ein Land auszusaugen und dessen Kräfte ganz und gar zu Gunsten ciner Armee zu verwenden. Er brachte in dlese Sache erst Methode und betrieb sie wie eine Kunst. Es würde ermüden, wenn wir die Contributionen und Requisitionen und wie die Quälereien alle heißen, einzeln aufzählen wollten Es ist genug gesagt, wenn wir be⸗ werken, daß diese Geißel jahrelang über Süd westdeutschland geschwungen wurde und daß dadurch die Bewohner fast in Verzweiflung gebracht wurden. Wenden wir uns lieber nach enem andern Theile Deutschlands, betrachten

wir das merkwürdige Stück französischer Ver⸗ waltung, dessen Schauplatz Hannover wurde.

Im Jahre 1803 ließ Napoleon das Kur⸗ fürstenthum Hannover durch den General Mortier mit Truppen besetzen. Die schwache Regierung dieses Landes wagte nicht einmal einen ernstlichen Versuch des Widerstandes. Als die Franzosen nun das ganze Gebiet Hannovers in Besitz genommen hatten, begann eine systematische Aussaugung des Landes. In der kurzen Zeit vom 5. Juli bis zum 23. Dezember des Jahres 1803 wurden ledig lich für Sold, Lieferungen, Pferde und Equi pirung der Truppen die Summe von 17½ Million Franken erpreßt, ungerechnet die Ein quartierungslast und die kostspielige Verpflegung der Offiziere, welche den Einzelnen zur Last siel. Der mäßigste Anschlag für den Tisch eines Offiziers betrug einen Thaler täglich, es gab aber viele, die das 2 und Zfache kosteten. Der Brigadegeneral Paethod z. B. war be rüchtigt durch die Sultanslaunen, denen er auf Kosten der armen Einwohner fröhnte. Manche kleine Stadt, die von der Einquartierung heim gesucht war, hat sich in eine Schuldenlast ver strickt, die ihren ökonomischen Ruin nach sich zog. Die Schulden des Landes nahmen in den ersten 5 Monaten um 16 Million Franken zu. Außerdem mußte man die Wälder lichten, eine außerordentliche Kriegssteuer einführen und, wie auch das nicht reichte, mit Defensions-, Personen- und Pferdesteuern das schon ausge sogene Land bedrängen. Die französische Occu⸗ pation währte 26 Monate lang. Man greift nicht zu hoch, wenn man die Kosten, welche während dieser Zeit durch die französische Occupation dem Kurfürstenthum Hannover erwuchsen, auf 45 Million Gulden veranschlagt. Die jährlichen Einkünfte des Landes dagegen betrugen damals kaum 9 Million Gulden. Man sieht, die feige Nachgiebigkeit der hannö verschen Regierung kam das Land theuer genug zu stehen.

Am 12. Juli 1806 stiftete Napoleon den Rheinbund, in welchen allmählich fast alle Fürsten Deutschlands mit Ausnahme des Kaisers von Oesterreich und des Königs von Preußen eintraten, die Häupter der ältesten deutschen Fürstengeschlechter sowohl wie die neugebackenen Fürsten von Napoleon's Gnaden d. h. seine Generale, Günstlinge und Ver wandten. Dieser Rheinbund ist die größeste Schmach, die jemals Deutschland widerfahren ist, ein Denkmal für die tiefste politische Ver kommenheit der Nation und ihrer Fuͤrsten. Wir wollen das indessen hier ganz außer Be tracht lassen. Wir fragen jetzt allein danach: in welcher Lage befand sich die Bevölkerung, während ihre Fürsten im Bunde mit Frankreich standen, während der franzoͤsische Kaiser Na poleon ihr Protector war? Die Bevölkerung der Rheinbundsstaaten lieferte damals ihre Söhne als Soldaten für die großen französischen Kriege. Die Bayern, Würtemberger, Badenser, Darmstädter ꝛc. ließen sich damals für Na poleon todtschießen im Kriege gegen Oester reich, gegen Preußen; für den Ruhm und die Größe Frankreichs, oder vielmehr des fran zösischen Herrschers, düngten sie mit ihrem Blute den Boden von Spanien, bleichten ihre Gebeine auf den Schneefeldern Rußlands. Wer bezahlte die Kosten für diese furchtbaren, allein im Interesse Napoleons unternommenen Kriege? Die Unterthanen. Bald stieg die Steuerlast zu einer fast unerschwinglichen Höhe. Wie schlimm der Steuerdruck war, dafür möge einer der besten Rheinbundsfürsten Zeugniß geben, der Großherzog Karl Friedrich von Baden. Derselbe schrieb an Napoleon:Es ist unmöglich, daß solche Anstrengungen noch länger fortgesetzt werden. Ein Drittel der Landeseinkünfte wird durch Pensionen und Staatsschulden verschlungen; sie nicht bezahlen, würde Elend und Verzweiflung in alle Familien tragen. Die Auflagen sind gesteigert, Miß vergnügen ist die Folge gewesen. Der öffent

liche Credit ist Null, die Unsicherheit der Er⸗ eignisse zerstört ihn. Die Abgaben sind im Rückstand, weil Handel und Verkehr gehemmt sind, Anleihen lassen sich keine machen. Weil Napoleon den Handel mit England verboten hatte und alle englischen Waaren consiscirt wurden, erlitt nicht allein der deutsche Handel die empfindlichsten Verluste, sondern es wurden auch manche Handelsartikel und Nahrungsmittel außerordentlich vertheuert. Das Pfund Kaffee oder Zucker z. B. mußte man damals mit einem Kronenthaler bezahlen. Indessen diese materiellen Lasten waren noch nicht der empfindlichste Druck, den man damals zu spüren hatte. Die Chikanen der auf deutschen Boden verpflanzten französischen Polizei berührten vielleicht noch empfindlicher. Gegen Bücher und Zeitschriften wurde die strengste Censur geübt. Im Groß⸗ herzogthum Frankfurt gar durfte nur eine ein⸗ zige Zeitung erscheinen, nämlich die offizielle. Polizeispione schlichen sich in die Familien ein, suchten selbst, indem sie sich für politische Märtyrer ausgaben, den Gefangenen unvor sichtige Aeußerungen zu entlocken. Die Briefe wurden auf der Post erbrochen. Wehe dem, der in den Geruch eines Franzosenfeindes kam! Für ihn gab es keine schützenden Rechtsformen mehr. Der Hofrath Becker in Gotha wurde wegen eines Aufsatzes in der Nationalzeitung von franzosischen Soldaten aus dem Schooße seiner Familie gerissen und auf die Festung Magdeburg geschleppt, wo er 18 Monate lang gefangen saß. Der Buchhändler Palm in Nürnberg hatte eine nicht verbotene Schrift, Deutschland in seiner tiefsten Erniedrigung be⸗ titelt, deren Inhalt er wahrscheinlich nicht einmal kannte, im Buchhandel verbreitet. Dafür wurde er, der Unterthan eines mit Frankreich ver- bündeten Fürsten, vor ein französisches Militär gericht gestellt, auf ausdrücklichen Befehl Na poleon's kriegsrechtlich zum Tode verurtheilt und erschossen. Ueber das Königreich West phalen, das aus vormals kurhessischem, braun schweigischem, hannöverschem ꝛc. Gebiet gebildet und Jerome, dem liederlichen Bruder Napo leon's, übergeben worden war, kam außer all den geschilderten Uebelständen noch ein ganz besonderes Unglück. Mit den französischen Beamten, Polizeispionen und Abenteurern der verschiedensten Sorte zog auch die französische Sittenlosigkeit ein. Kassel, die Hauptstadt des Königreichs, wurde Klein-Paris. Hören wir darüber einen hessischen Geschichtsschreiber. Rommel sagt:Nicht der vorübergehende Druck der Einquartierung und der Kriegssteuern, nicht der Waffendienst und die gesetzwidrige Verstärkung des westphälischen Heeres für eine französische Weltherrschaft, nicht die Erschöͤpfung und liederliche Verschleuderung der Staatsein⸗ künfte war es allein, was den deutschen Vater⸗ landsfreund mit bangen Besorgnissen erfüllte. Der Despotismus und die geheimen Denun ciationen der von inländischen und ausländischen Spionen bedienten Polizei, die schamlose Sitten losigkeit des Hofs unter einem leichtsinnigen und verschwenderischen, dem Volksbewußtsein fremden Usurpator, die Prostitution des weib lichen Geschlechts, die tief eingeprägten bösen Flecken des französischen Sittenverderbnisses untergruben die alte treuherzige Biederkeit, die männliche Kraft und das dem deutschen Bürger und Landmann noch immer inwohnende sitt liche Gefühl.

Wie schwer, schwer haben doch die Bevöl kerungen der Rheinbundsstaaten büßen müssen für die Schmach, daß sie durch Stiftung des Rheinbundes statt deutscher Reichsfürsten fran zoͤsische Vasallen zu Oberherrn bekommen hatten!

Für die Einrichtung eines Kriegs- lazarethes in der Turnhalle bedarf es eines Vorrathes von Haushaltungs gegenständen verschiedener Art, als: Teller, Schüsseln, Trinkbecher, Thee, und Kaffeetöpfe, Waschschuͤsseln, Loͤffel, Messer und Gabeln,

Nachtgläser, Spirituslampen, Leuchten, Later