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Samstag den 3. Dezember.
er Anzeiger.
Fritdberger Zuteligenzblatt.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publieiren: Pr. 55. sub 1. Bekanntmachung, den zwischen Hessen und Baden abgeschossenen Vertrag wegen wechselseitiger Gewährung der Rechtshülfe betreffend.
Friedberg den 30. November 1870.
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. . rA P.
Kriegs nachrichten. Officielle militärische Nachrichten. An die Königin Augusta in Betlin.
Versailles, 29. Nov. Prinz Friedrich Karl meldet: Das gestrige Gefecht war eine wahre Niederlage des größten Theils der Loire⸗ Armee, von der das ganze 20. Corps und wahr⸗ scheinlich auch das 18. und Theile des 15. und 16. da waren, nach fraazösischen Angaben 70,000 Mann. Das 20. Corps focht ganz, die andern Der Feind ließ 1000 Todte auf dem Schlachtfelde und soll über 4000 Blessirte haben, 1600 gesunde Gefangene, die sich stündlich mehren. Gesammtverlust wohl 7000 Mann. General d Aurelles soll blessirt sein. Unser Verlust ist 1000 Mann, wenig Offiziere. Wilhelm.
Versailles, 29. Nov. Die ganze Be⸗ deutung des von Theilen der 2. Armee, be—
enders vom 10. Armeecorps, gestern bis nach
Eintritt der Dunkelheit gelieferten Gefechtes vat erst heute mit Sicherheit festgestellt werden (önnen. Der größte Theil der feindlichen
Foire⸗Armee hat eine vollständige Niederlage rlitten.
Der Feind ließ gegen 1000 Todte 1600 unverwundete Hefangene, die sich stündlich mehren, sind in unseren Händen. Wir verloren 1 Geschütz, nachdem Pferde und Bedienung desselben todt, und nicht ganz tausend Mann an Todten und Zerwundeten, worunter verhältnißmäßig wenig Offiziere. v. Podbielski. Versailles, 29. Nov. Der bei Amiens eschlagene Feind flieht in voller Auflösung, von en diesseitigen Troppen verfolgt, gegen Norden. In seinen Verschanzungen wurden noch 4 Geschütze
borgefunden.
In Folge des siegreichen Kampfes des 10. Urmeecorps am 28. hat der vor demselben befind⸗ che Gegner den Rückzug weiter fortgesetzt.
In der Nacht vom 28. zum 29., sowie am Norgen des 29. heftiges Geschützfeuer aus den Forts um Paris, demnächst stärkerer Ausfall, unter- kützt durch Kanonenboote auf der Seine gegen Hay und durch das 6. Armeecorps. Gleichzeitig heinere Ausfälle unter anderen gegen das 5. Armee-Corps und Demonstrationen an verschiedenen Stellen. Der Feind überall siegreich zurück geschlagen. Mehrere Hundert Gefangene in unseren Händen. Dieeseitiger Verlust 7 Offiziere und „wa 100 Mann. v. Podbielski.
(Vorstehende Depeschen wurden bereits durch eine Irlrabeilage den Lesern unseres Blattes mitgetheilt.)
Versailles, 30. Nov. Der Königin Lugusta in Berlin. Gestern schlug das 6. Corps einen Ausfall(südlich) bei l'Hay siegreich zurück, Ueber 100 Gefangene. Viele hundert Blessirte und Todte. Wir hundert Mann Verlust. beute bedeutender Ausfall nach Osten gegen Würtemberger und Sachsen bei Bonneuil sur Narne, Champigny, Villiers, die genommen und lis zur Dunkelheit mit Hülfe unserer 7. Brigade ieder genommen wurden; gleichzeitig nach Nord- ist bei St. Denis gegen Garde und 4. Corps nur leichte Ausfälle. Ich konnte Versailles nicht
wrlassen, um im Centrum zu bleiben. Es scheint
der Feind auf einen Sieg bei Orleans gerechnet zu haben, um dem Sieger entgegen zu gehen, was mißglückte. Wilhelm.
Versailles, 30. Nov. Nachdem gestern das 6. Armee- Corps mehrfache Angriffe des 1. Corps der 2. Armee von Paris siegreich zurück— gewiesen, wurde während der ganzen Nacht von den Forts ein ungewöhnlich heftiges Feuer unter- halten. Heute Morgen entwickelte der Feind, unter gleichzeitiger Demonstration auf verschiedenen Punkten der Eneceinte von Paris, sehr bedeutende Streitkräfte zwischen Seine und Marne, und griff mit denselben um 11 Uhr unsere dortigen Posi⸗ tionen an. Es entspann sich ein sehr heftiger Kampf, von unserer Seite hauptsächlich geführt durch die würtembergische Division und den größten Theil des 12.(Königlich Sächsischen) sowie durch Theile des 2. und 6. Armee⸗Corps. Der Kampf dauerte bis 6 Uhr Abends, zu welcher Stunde unsere siegreichen Truppen den Feind auf der ganzen Linie zurückgeworfen hatten. Weitere Details noch nicht bekannt.
Unsere Verluste in der Schlacht von Amiens beziffern sich auf 74 Offiziere und 1300 Mann an Todten und Verwundeten. Die feindliche Nord-Armee befindet sich in vollständiger Deroute. Die Citadelle von Amiens hat heute nach kurzem Gefechte, in welchem der Commandant gefallen, capitulirt. 400 Kriegsgefangene mit 11 Offizieren, sowie 30 Geschütze in unsere Hände gefallen.
General Werder meldet: Garibaldi's Rückzug ist in Flucht ausgeartet.
v. Podbielsky.
Stuttgart, 1. December. Telegramm des Generals v. Obernitz an Se. Maj. den König von Würtemberg. Chateau le Piple, 30. Nov. Die 2. und 3. Brigade waren heute in ernstem Gefecht gegen den Ausfall einer Division Linien- truppen gegen Mont Mesly. Derselbe wurbe mit Hülfeleistung der 7. preußischen Brigade siegreich abgeschlagen. Die 1. Brigade hielt ihre Stellung bei Couilly und Villiers von Morgens bis in die Dunkelheit gegen den energischen Angriff einer feindlichen Division. Der Feind wurde auch hier zurückgeschlagen. Ueber 300 Gefangene sind ge— macht. Unser Verlust 6 Offiziere todt, 34 ver- wundet, 700 Mann todt und verwundet. Unter den Verwundeten befinden sich die Obersten Berger und v. Hügel, Oberstlieutenant Link, Major Schäffer.
Hauptquartier Versailles, 26. Nov. Der hiesige„Moniteur officiel“ bringt unter dem heutigen Datum an der Spitze seines Blattes solgende Mittheilung:„Am 23. Nov., Mittwoch Abend um 10 Uhr, hat das deutsche Einigungs- werk in Versailles seine Weihe empfangen. Die bayerischen Bevollmächtigten, der Minister der auswärtigen Angelegenheiten, Graf Bray, der Justizminister v. Lutz und der Kriegsminister von Prankh haben an diesem unvergeßlichen Abend den Eintritt in den norddeutschen Bund unter— zeichnet. Diese Convention, die am 15. Nov. durch einen analogen Act mit Baden und Hessen- Darmstadt abgeschlossen wurde, ist für ganz Deutschland eines der glücklichsten Resultate dieses mörderischen Krieges, welcher so viele Opfer ge—
kostet hat. Das geeinigte Deutschland, die Hoff— nung der ganzen Nation seit einem Jahrhundert, tritt endlich in Wirklichkeit vor uns hin, und das heilige Reich scheint unter einer praktischen und deßhalb glücklicheren Gestalt wiedererstehen zu wollen.“
— Das 7.(westfälische) Armee⸗Corps unter General von Zastrow, welchem bisher neben der Besetzung von Metz zunächst auch die Belagerung von Thionville u. s. w. zugewirsen war, wird jetzt vermuthlich auch in die anderweitigen Operationen mit eingreifen können.
— Der Platzcommandant von Mühlhauben, Major Hintzel, hat am 20. Nov. in Ueberein⸗ stimmung mit dem Commandanten des Belagerungs⸗ corgs von Belfort der benachbarten Stadt Altkirch eine Requisition, lieferber auf den 1. Dez., auf⸗ erlegt, bestehend in Paar Stiefeln mit langen Rohren, 2167 Paar Filzsohlen, 510 Paar Stiefel⸗ absätzen, 64,970 Schuhnägeln, 100 Stiefeleisen ꝛc.
Hessen. Darmstadt. Nach Mittheilungen der„Darmst. Ztg.“ aus einem Privatbriefe der hessischen Division bestand die Avantgarde der zweiten Armee bei dem Vormarsch nach Westen aus der 1. Cavalerie⸗Diviston, 2 Cuirassier-⸗ und 4 Ulanen-Regimentern, sowie der 49.(1. bessischen) Infanterie-Brigade und unsererer 2. schweren und 3. leichten Battefje. Den Befehl führte General v. Hartmann. Die Teten derselben standen bereits am 14. drei Meilen westlich von Fontainebleau, woselbst die übrigen Theile der hessischen Division, welche unter Prinz Ludwig von Tropes aus über Nogent-sur-Seine gegen Moret dirigirt worden war, an bezeichnetem Tag eintrafen. Am 15. wurde der Marsch nach Westen fortgesetzt. Am 16. führte das Corps eine große Linksschwenkung aus und bezog am 17. um Angerville, zu beiden Seiten der Straße von Orleans nach Paris, Cantonnements. Die Vorposten der Avantgarde hatten Verbindung mit den Vorposten der auf der Hauptstraße nach Orleans bis Tivernon vor— geschobenen 2. Cavalerie-Diviston Graf Stolberg. Man war in künstlich verstärkter Stellung des Feindes gewärtig. Derselbe verhielt sich jedoch ruhig, indem seine Vorposten die Linie Artenay, Neuville und Chilleurs aux bois inne hatten. Nur unsere Cavalerie-Patrouillen kamen täglich mit kleineren Abtheilungen Franctireurs und Mobilgarden in Berührung, welche in den der feindlichen Postenlinie vorgelegenen Ortschaften die Patrouillen mit Feuer empfingen. Als, auf Wagen von der nächststehenden Infanterie-Abthei⸗ lung herbeigeholt, Theile unseres 1. Jägerbataillons in den Ortschaften erschienen, waren dieselben vom Feinde verlassen. Nur die Compagnie VBalser kam mit dem Feinde bei Vrigny, nordwestlich Chilleurs aux bois, in Berührung. Sie wurde mit einer Escadron 12. Ulanen-Regiments den 19. Nach- mittags gegen den feindlichen rechten Flügel ent⸗ sendet und hatte den 20. Vormittags ein kurzes Gefecht mit Franctireurs, von welchen einige ergriffen wurden. Die Compagnie hatte keinen Verlust. Ein Ulan wurde verwundet.— Der Brief, vom 25., Abends 5 Uhr, datirt, bricht hier ab und schließt mit der Notiz: Heute von 9 bis 2 Uhr Gesechtsbereitschaft.


