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0 104 und die Armee von Metz zur Uebergabe auf—
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Kriegs nachrichten. Karlsruhe, 31. Aug. Vierzig bis fünfzig französische Mobilgardisten baben heute Morgen bei Bellingen(5 Stunden unterhalb Basel) über den Rhein gesetzt und den Telegraphen be— schädigt; sie gingen alsdann ohne weitere Exzesse wieder zurück. Energische militärische Maßregeln sind gegen eine Wiederholung derartiger Einfälle angeordnet.
— 29. Aug.
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Straßburg hat furchtbar gebüßt
dessen Commandaat gegen Kehl vorgegangen ist. Denn es ist erwiesen, daß am 19. d. M., nach- dem die ersten Schüsse von diesseits gefallen waren, nicht auf unsere Batterieen, sondern sofort nur mit Bomben auf die Stadt Kehl geschossen wurde, und ebenso, daß erst dann die Exlaubniß zum Werfen von Brandkugeln nach Straßburg aus dem Hauptquartier ertheilt wurde, als festgestellt war, dag Kehl einem Trümmerhaufen gleiche. Massenhaft verlassen die Straßburger die Stadt und flüchten theilweise auf deutschen Boden.
Kehl, 28. Aug. In der Nacht vom 27. auf den 28. brannten 20 Häuser in Straß burg— darunter die Präfektur— ab. Die Stauschleiße im ersten Wallgraben wurde von badischen Truppen unter der heftigsten Kanonade zerstört.
Müllbeim(im badischen Oberlande) 31. Aug. Heute früh hat ein französisches Corps won über 400 Bewaffneten(nach der betreffenden Depesche sind es nur 40—50 gewesen), darunter edoch nur weniges reguläre Militär, bei Bel- ingen den Rhein überschritten. Nach vor
mitteln ꝛc., sind dieselben in vier diesseits mit— zenommenen großen Kähnen rheinabwärts gefahren. Militär ans Rastatt, telegraphisch requirixt, ist nterwegs, um wiederholten Einfällen vorzubeugen. — Aus Alt- Breisach theilt man uns mit, aß man dort, wegen einer zu befürchtenden Be— chießung von Neu⸗Breisach aus, Alles zur Flucht vorbereitet habe.
Vor Straßburg, 30. Aug., Morgens. Zergangene Nacht und heute früh lebhafte Be— schießung, zum ersten Male mit Bomben. An- altende Brände in Straßburg.
Magny bei Metz, 26. Aug. Der„Elberf. Ztg.“ wird geschrieben: Heute Mittag Alarm ämmtlicher um Metz befindlichen Truppen. Der Feind eröffnete aus den nördlich gelegenen Festungs— werken und Forts ein lebhaftes Feuer und ließen ch dabei einige Compagnieen Soldaten außer— halb der Festung blicken, während nach kurzer geit aus den diesseitigen Werken die ganze fran— zösische Armee einen Ausfall versuchte. Hierbei wurden sie von ihren schwersten und besten Ge— schützen unterstützt besonders aus dem hochgelegenen ort St. Quentin. Der Ausfall mißglückte zänzlich, denn sie wurden von einem lebhaften feuer der Unsrigen, welche auf ihrem Posten sind, tegrüßt und gleich nachher bis in die Festung zurückgeworfen. Viele Todte und Verwundete des seindes blieben auf dem Platze. Unsere Artillerie hat tüchtig mitgewirkt und noch bis heute Abend sch mit Metz unterhalten. Die Maßregeln werden werstärkt; heute oder morgen soll die Besatzung
gefordert werden und dann, wenn sie nicht erfolgt, Metz beschossen werden. Unsere langen gezogenen 24 Pfünder baben wir schon hier, auch wird das (üntreffen von schwerem Belagerungsgeschütz, den „Düppeler Brummern“, stündlich erwartet.
In St. Dizier haben sich die preußischen Uanen(welche jetzt die Helden zahlloser Geschichten nd), wie der„N. Fr. Pr.“ berichtet wird, den paß gemacht, allerhand verwirrende Befehle mit der Signatur des Präfekten oder Bazaines nach den südlichen Departements zu schicken, Truppen indungen abzubestellen, eine Revolte in Paris auzuzeigen u. dgl. mehr. Im Pariser Ministerium
n, Bherhessischer Anzeiger.
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des Innern hat man beinahe einen Tag verloren, alle diese Mystificationen zu redresstren.
Hessen. Darmstadt. Der Großherzog hat die Errichtung eines Lehrstuhls für das Lehr⸗ fach der Landwirthschaft an der Landesuniversität genehmigt und den außerordentlichen Professor an der Königl. Universität zu Berlin, Dr. Albrecht
Thaer, zum ordentlichen Professor in der philo—
sophischen Facultät der Landesuniversität, insbe— sondere für das Lehrsach der Landwirthschaft, ernannt.
— Oberstlieutenant v. Zwenger, Commandeur des 4. Infanterie-Regiments, und Hauptmann von Hombergk, vom 2. Jäger-Bataillon, welche beide in der Schlacht bei Metz vom 18. August schwer verwundet worden waren, sind ibren Wunden erlegen. Dagegen soll der todtgesagte Lieutenant Anton noch leben und Hoffnung zu seiner Wie- derherstellung vorhanden seim,
— Bis zum 20. v. M. hat die hiesige Central— stelle der hessischen Hülfsvereine 106,809 fl. ver- einnahmt, darunter noch etwa 12,000 fl. Vereins ⸗ vermögen aus 1866, 1000 L. St. vom deutschen Comite in London, 5000 fl. vom Comite in Antwerpen, 3400 fl. von Deutschen in Petersburg, 19,250 fl. vom deutschen Centralcomite in Berlin und 52,123 fl. aus Sammlungen im Großbher- zogthum selbst. Fast genau ebensoviel, nämlich 52,046 fl., betragen die Ausgaben der hiesigen Landescentralstelle für Zwecke des Vereins.
— In vielen Blättern erhebt sich lauter Tadel über die Wirksamkeit der Johanniter-Ritter. Es kann nicht unbemerkt bleiben, daß auch ein Auf— satz, dem die„Darmstädter Zeitung“ Aufnahme gewährte, in welchem über die neulich stattgehabte Entsendung von Krankenpflegerinnen des„Alitce— Frauenvereins“ zu dem Feldlazareth der hessischen Diviston Bericht erstattet wird, Gelegenheit nimmt, der Johanniter-Ritter zu gedenken. Die Beob— achtungen des Verfassers bestätigen das ungünstige Urtheil, das man sich bisher auch anderwärts über dieses Institut bildete.
— Einem Privatbrief aus dem Lager der hessischen Diviston bet St. Marie aux Chenes vom 21. Aug. entnehmen wir der„Darmst. Ztg.“ Folgendes: Gestern haben wir hier ein Standlager bezogen. Um Metz liegen ungefähr 200,000 Mann; sie find ausschließlich zur Bewachung der Festung bestimmt. Sechs Armeecorps sind nach Chalons aufgebrochen und nehmen an dem Marsche nach Paris Theil. An Bequemlichkeiten fehlt es uns hier nicht, denn nach der Schlacht von Verneville fiel uns ein ganzes französisches Lager mit tausenden von Zelten, Tornistern und Offtzierskoffern in die Hände. Schreiber dieses sitzt gegenwärtig selbst unter einem französischen Zelt, auf einein franzö— sischen Stuhl und an einem Tische gleichen Ursprungs. Des Nachts ruhen meine Kameraden und ich auf französischen Teppichen oder künstlich gearbeiteten Betten. Die frische Luft bekommt uns ganz gut; sind wir auch alle etwas schmäler geworden, so sehen wir doch gesund aus.
1 Friedberg. Von den nach der Schlacht bei Metz in den Zusammenstellungen der Verluste der hessischen Division als vermißt erwähnten Soldaten soll weitaus der größte Theil wohlbe— halten bei den Fahnen wieder eingetroffen sein. Viele befanden sich unter den kürzlich aus Metz entlassenen deutschen Gefangenen.
Mainz. Die vor einigen Tagen hier durch— passirten französischen Mobilgarden(850 Mann) bildeten den Rest zweier 2 Stunden vor Chalons von der pommer'schen Landwehr versprengten Ba— taillone. Die Garden waren bereits bewaffnet und sollten in Chalons eingekleidet werden. Von etwa 1300 Mann, welche Stand hielten, wurden gegen 400 kampfunfähig gemacht und obiger Rest gefangen genommen. Es befanden sich unter den Leuten einige Leichtverwundete.
Preußen. Berlin. Der Generalmajor
v. Schlottheim, Commandeur der großherzoglich hessischen 25. Cavaleriebrigade, ist zum Stabschef des Kronprinzen von Sachsen ernannt, der General- major v. Rantzau, attachirt der 3. Cavalerie— Division, hat das Commando der 25. Cavalerie— Brigade erhalten. Eine dahier stattgebabte Versammlung aller Parteien, welche von dem Ober bürgermeister Seydel und den Abgeordneten v. Unrub und Löwe berufen war, nahm einstimmig einen Aufruf an das deutsche Volk an, in welchem dasselbe zu einer Adresse an den König aufgefordert wird. Die Adresse spricht sich beunruhigt über die Be- richte aus, daß fremde Einmischung bemüht sei, den Preis unserer Kämpfe zu beschränken. Deutsch⸗ land muß die Förderung seiner Wohlfahrt allein berathen. Das Volk erneuert daher das Gelöb— niß, treu auszuharren, bis es der Weisheit des Königs gelingt, unter Ausschluß jeder fremden Einmischung Zustände zu schaffen, welche das friedliche Verhalten des Nachbarvolkes besser als bieher verbürgen, die Einheit und Freiheit des gesammten deutschen Reiches begründen und gegen jede Anfechtung sicher stellen.
— 31. Aug. Die„Provinzial-Correspondenz“ schreibt:„Nachdem die Vermuthung entstanden war, Mac Mahon suche auf Umwegen an der belgischen Gränze unversehens nach Metz zu mar- schiren, um die Vereinigung beider französischen Heere zu erzwingen, erfolgte der Marsch unserer Armeen auf drei Linien. Der Kronprinz mar⸗ schirte von Nancy südlich über Commerey, Bar le Due, St. Dizier nach Vitry, die vierte Armee unter dem Kronprinzen von Sachsen etwas nörd— licher von Pont à Mousson über die mittlere Maas in der Richtung von Metz⸗Chalons; nörd— lich führte General Steinmetz seine vor Metz durch andere Truppen ersetzten Corpe über Verdun nach Reims, rechts bis an die belgische Gränze reichend, um eventuell Mac Mahon zu begegnen. So umfaßte unsere Armee bei dem Marsch auf Paris die ganze Linie von der belgischen Gränze längs der Maas bis zur Aube und konnte mit der Zuversicht vorrücken, daß Mae Mahon keines- falls unbemerkt auf Metz marschiren könne.“
— Die„Nordd. Allg. Ztg.“ erfährt aus bester Quelle, daß in England die öffentliche Meinung mehr und mehr anfängt, sich mit dem Gedanken vertraut zu machen, daß wir mindestens die Vogesengränze fordern könnten, neben einer Entschädigung für Kriegskosten im Betrage von einer Milliarde. Wir denken aber, daß wir da— zu noch die Mosellinie mit Metz haben müssen und, so Gott will, auch haben werden. Königsberg. An der Börse beschloß die zablreich versammelte Kaufmannschaft einstimmig eine Adresse an den König analog der Berliner Petition mit der Bitte, um Fernhaltung fremder Einmischung bei den event. Friedensverhandlungen.
Frankfurt. Die hier durchpassirten ge— fangenen Mobilgarden waren größtentheils mit blauen Bousen bekleidet; sehr viele trugen ihre gewöhnlichen Civilkleider. Die Herren sahen nichts weniger als kriegerisch aus und sagten, sie hätten bei ihrem Auszuge in den Krieg nicht einmal Gewehre gehabt, sie hätten sie sich erst von den Schlachtfeldern holen sollen.
Banern. München. Das hiesige Ge—
meindecolleg hat dem Magistrate ein Procent der Bruttoeinkünfte der hiesigen Gemeinde zur Unter— stützung der nothleidenden deutschen Gränzpro⸗ vinzen zur Verfügung gestellt. Der König von Bayern verlieh dem Kronprinzen don Preußen aus Anlaß der sieg— reichen Führung des Commandos bei Wörth das Großkreuz des Militär-Max-Josephordens,
— Der Bürgermeister, die Abgeordneten und die Vorstände der liberalen Bezirksvereine haben an den König Ludwig eine Glückwunsch⸗ Adresse gerichtet, worin dieselben ihr Vertrauen auf die
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