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5 Paar Schuhe verbrannt und die Robilgarden gehen barfuß! Dann hat man die Mobi n bald nach links, bald nach rechts gehetzt, als ob man mit ihnen nichts anzufangen. wüßte. Täglich erwarte man Siege... morgen, übermorgen ganz gewiß! Jetzt erzählt man schon, daß zwei Ulanen vor Paris in Layvilette sich gezeigt hätten! In Rbeims war bereits am 25. Aug.

uuf die Angst der Bevölkerung so groß, daß es, als persogen N. man Gewehrfeuer hörte, einem herbeigeeilten Done der 40 General nur mit Mühe gelang, den Leuten be⸗ ung und aa greiflich zu machen, daß sich seine Soldaten im batte n Schießen übten; Alles schrie:Die Preußen beten, eie kommen! Azenlose. 1 en!

inan danden if Hessen Friedberg. Nach nahezu vier⸗ pfahen, monatlichem Aufenthalte in unserer Stadt hat Shen tt wan S. K. H. der Großherzog, dieselbe am 1. Sept. wieder verlassen, um sich in die Residenz Darm- sstadt zurück zu begeben. Wie verlautet gedenkt Nen) derselbe die Lazarethe unserer Provinz zum Oefteren imit seinem Besuche zu beehren und bei dieser Veranlassung in Friedberg jedesmal einen mehr stündigen Aufenthalt zu nehmen.

Oesterreich. Wien. DieN. fr. Pr. bringt folgendes Telegramm aus Florenz: Min- ghetti hat in der Kammer erklärt, er habe in

Wien eine Allianz zwischen Italien und Oester-

Dens neich zur Garantierung der Integrität des fran⸗ 27 dc an Ng zösischen Gebiets vorgeschlagen, und versichert e belgeng, gleichzeitig, Graf Beust habe eine Circular-Depesche fangang, über die Bedeutung der letzten Anwesenheit Chotek's

erlassen.

Frankreich. Paris, 31. Aug. Gesetz⸗ Zebender Körper. Der Deputirte Keller verliest einen Brief aus Straßburg, wonach die Preußen die Stadt, nicht die Wälle beschießen. Ein Vier⸗ theil der Stadt sei verbrannt. Die Einwohner zögen den Tod der Ergebung vor. Der Feind i werwende Kriegsgefangene zum Graben der Tran⸗ cheen. Die Kammer erklärt hierauf, Straßburg der baun Um. habe sich um das Baterland verdient gemacht, es e Ache werde nicht aufhören, französisch zu bleiben. Keller ene Schncen. beantragt die Ernennung einer Commission, um een Kelen die Bevölkerung zu bewaffnen. Graf Palikao 4 aus Fut pelobt ebenfalls die Bewohner Straßburgs, aber

De Uetze nuch die Armee und der Commandant sei zu be . e sch lien oben. General Werder habe gesagt, es sei Sache ent e dae der Bevölkerung, die Garnison zur Capitulation den dir n. zu bewegen. Der Commandant Uhrich habe er

klärt, er werde den Platz bis auf den letzten Stein vertheidigen und die Stadt in die Luft prengen, wenn sie die Vertheidigung der Citadelle hindern solle. Palikab spricht gegen den Antrag Reller's und verlangt Vertrauen.

Durch Decret vom 29. d. ist General damotte Rouge zum Commandanten der National- garde ernannt worden an der Stelle des Generals Soumain, dessen Entlassung angenommen ist.

Der Kriegsminister hat befohlen, daß zsunderttausend Mann Mobilgarde aus den 3 Departements nach Paris marschiren sollen, e um an der Vertheidigung Theil zu nehmen.

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1 de al, 1 Hafrustücke, * in dobden

Mac Mahon 30,000 Mann zur Deckung des kaiserlichen Prinzen, der sich zu Avesnes aufhält, verlangt. Mac Mahon soll dies abgeschlagen haben.

31. Aug., Nachts. Die belgischen Truppen patrouilliren eifrig längs der Gränze; auf der

ganzen Linie sind Posten aufgestellt. In dem Gehölz, welches Carignan gegenüber Frankreich von Belgien trennt, sind bereits französische Ver⸗ sprengte bemerkt worden.

1. Sept. Dem Vernehmen nach haben

die an der französischen Gränze aufgestellten Truppen die strengsten Instruktionen erhalten, um jede eventuelle Verletzung der Neutralität Belgiens zu verhindern, namentlich sollen, falls der Kaiser Napoleon den Wunsch zu erkennen gibt, die bel gische Gränze zu überschreiten, Adjutanten ihm vorher den Degen abfordern. Ferner hat die Regierung längs der Gränze an den Uebergangs⸗ straßen Pfähle mit der Aufschrift:Neutrales belgisches Gebiet anbringen lassen. 1. Sept. Aus Paris wird gemeldet, Palikao habe den Pariser Blättern die Weisung ertheilt, bei Strafe der Unterdrückung, sich jeder Mittheilung über Truppenmärsche zu enthalten. Die Demolirung der in dem Festungsrayon ge legenen Baulichkeiten ist nahezu beendet.Echo du Parlement berichtet aus Boullion vom 31. Aug.: Die Preußen rücken auf Sedan los, um die Festung einzuschließen. Das erste französische Corps wird heute, von Carignan kommend, in Sedan erwartet. Mouzon und Bazeilles sind theilweise in Brand gesteckt.

Italien. Florenz. Vom norddeutschen Bundeskanzler ist eine Note eingelaufen, werin er gegen die Verletzung des Völkerrechts Seitens der Franzosen durch Schießen auf die Parlamen täre protestirt und anzeigt, er werde künftig keine Parlamentäre ins feindliche Lager schicken.

Rußland. Die Petersburger Blätter veröffentlichen mit der BezeichnungOfficiell das folgende Actenstück: Berlin, 22. August 1870. Am 19. d. M. wurde ein preußischer Parlamentär, der eine weiße Fahne führte und von einem Trompeter begleitet war, zum feindlichen Lager geschickt, um Meldungen der französischen Aerzte, im Interesse der französischen Verwundeten, die sich in den Händen der deutschen Armee befanden, zu überbringen. Dieser Parlamentär näherte sich den französischen Vorposten im Schritte und der Trompeter blies. Ungeachtet dieser üblichen Vor⸗ sichtsmaßregeln feuerten auf ihn alle feindlichen Patrouillen, denen er begegnete, und nachdem der Trompeter schwer verwundet worden, mußte er umkehren. Wir protestiren feierlich gegen diese Verletzung des Völkerrechts.(Gez). v. Thile.

Frankfurt. Dieser Tage kamen verwundete deutsche Krieger hungrig in eine hiesige Bahnhofs-Restauration und bestellten sich eiwas zu Essen; ibre Geldbeutel waren natürlich sehr schmal. Da beschlossen die Kellner, den braven Soldaten ein Souper zu geben. Es wurde den Hungrigen tüchtig servirt; auch an einem guten Trunk Wein fehlte es nicht. Als die Leute nach ihrer Schuld fragten, waren die beiden Kellner verschwunden und jene erhielten die Antwort, es sei Alles belegt.

den permanenten feindlichen Kugelhagel, ihre Tornistet auf die Brust geschnallt. Nach der S lacht überzeugten sich gar Viele, wie sie daburch am Leb erhalten waren, denn sie nahmen eineicht geringe Anzahl von Kugeln heraus, die stalt in die Brust ins Kalbfell gefahren waren.

Diez. Der entwichene Raubmörder Blank von Irm⸗ kraut wurde dieser Tage schon über Hadamar per Eisen⸗ bahn nach Diez geschlossen und wohlverwahrt in sein lebenslängliches Asyl wieder eingebracht.

Düsseldorf. Dieser Tage sahen wir einen verwun⸗ deten Grenadier, welchem das Schloß seiner Säbelkoppel das Leben gerettet hatte. Eine Chassepotkugel hatte das⸗ selbe ganz gekrümmt und war darin stecken geblieben. Da dieser Fälle mehrere vorgekommen sind, jo schickte eine vorsorgliche Mutter alsbald ihrem Sohne ein seidenes Vorhemdchen, welches ganz mit harten Thalern waltirt war.

München. Einige Herren, die einen Lebensmittel⸗ transport nach Nancy gebracht hatten, sind kürzlich hieher zurückgekehrt; einer derselben rauchte dieser Tage eine Tabakspfeife au, die er sich dort gekauft hatte; auf einmal springt der Kopf, dessen Boden offenbar mit Pulver und dergl. angefüllt war, und Kupferftücke fliegen ihm und seinen Nachbaren ins Gesicht, glücklicherweise, obne sie erheblich zu beschädigen.

Erfrischung der durchpassirenden Truppen und zurückkommenden Verwundeten und Gefangenen im hiesigen Bahnhofe.

Achte Liste der Gaben aus hiesiger Stadt und Umgegend:

a) an Naturalien: ¼ Ohm Aepfelwein(von Ober⸗Rosbach), 57 Maaß Branntwein(6 von Echzell, 41 von Wickstadt, 10 von Ober⸗Nosbach). 41 Flaschen Wein (9 von Beienheim, 25 von Echzell), 40 Maaß Milch, 66 Pfund Wurst und Fleisch, 128 Kuchen(von Ockstadt), 744 Laib Brod(82 von Dorn⸗Assenheim, 160 von Bauern⸗ beim, 114 von Beienheim, 171 von Echzell, 145 von Ober⸗Rosbach, 70 von Nieder⸗Rosbach), 2991 Eier(752 von Bauernheim, 450 von Beienheim, 315 von Nieder⸗ Rosbach, 1474 von Echzell), 67 Pfund Butter, 10 Glas Gelée, 30 Pfund Kaffee, 25 Pfund Dörrobst, 130 Gebund Stroh(36 von Fauerbach, 94 von Leidhecken).

b) an Geld: 9 fl. von Beienheim, 3 fl. 15 kr. von Södel, 1 fl. 45 kr. von Florstadt, 1 fl. 45 kr. von Ockstadt, 4 fl. 41 kr. von Nieder⸗Rosbach, 18 fl. 22 kr. an kleineren Gaben aus hiesiger Stadt und Umgegend sowie aus der im Bahnhofe aufgestellten Büchse. 8. Liste im Ganzen 38 fl. 48 kr., dazu von voriger Lisie 1471 fl. 30 kr., zusammen 1510 fl. 18 kr.

Unter bestem Danke für die reichen Spenden bittet um gütige weitere Gaben

Friedberg den 2. September 1870.

* Das Comité für die Erfrischung der durchpassirenden Krieger.

Sitzung des Lokalgewerbvereins am 3. September, Abends 8 Uhr.

Tagesordnung: Besprechung über Annahme des anzu⸗ stellenden Stadtbaumeisters als Lehrer an der hiesigen Ge⸗ werbschule.

Friedberg den 1. September 1870.

Der Vorstand.

Um den dahier in Pflege befindlichen 160 verwundeten Soldaten einige Unterhaltung zu verschaffen, bitten wir um leihweise Ueberlassung von passenden Lesebüchern; auch Zeitungen werden dankbar angenommen. N

Unser Vorstandsmitglied, Herr Lehrer Quehl, wird Bücher und Zeitungen in Empfang nehmen.

Auch freiwillige Gaben an Cigarren verkürzen sehr die Lazareth-Langeweile.

Bad⸗ Nauheim, am 28. August 1870.

Der Vorstand des Hülfsvereins.

act Neugt 0 Belgien. Brüssel. DieIndenpedance Vom Rhein. In der Schlacht von Meg batten die Grünen, schreibt: Der Kaiser Napoleon hat vom Marschall Soldaten des 43. Regiments, zu einigem Schutz gegen 10 Nat bn 1 los u 2 2 Au 1 2126 Frisch angekommen, neue Damenkleider⸗ . 0 stoffe, RNegenmäntel, sowie Tuch und Buckskings 150 451 Nn bei Mayer J. Hirsch. baent 5 41* 7 11 Aus a 0. 75 L nnd Panorama- Karte 1 E b 0 4 f 2 1* 150 d eu 4 ö kl, deutschen Meeresküsten. a, deen und Ibelin erte % 4 g(Sehr schönes Blatt von größter Deutlichkeit.) 2 5. ee e e Leere Stück-, Luder und * rr orrätht el ndernage in 15 eult 7 rieb e Nauheim. 4 Halbstück- Faß 40 n 100 5 2107 verkaufen 8 5 15 4 f Meine Obstkelter Veergder bel 1 Geda. 155 1470 1 110 ist aufgeschlagen und sieht zur Benutzung bereit 1 Wilh. Wind. pier ragen * 060 Fahnen! Illuminations⸗Sachen!

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Neuestes.

Angekommen: Friedberg den 2. September, 6 Uhr Nachmittags.

An General v. Borke in Königsberg i. Pr.

St. Barbe bei Metz, 1. Sept., 9 Uhr 54 Vorm. Seit gestern früh ist Marschall Baza ine mit seiner ganzen Armee im Kampfe gegen das erste Armetcops und der ihm zugetheilten Diviston von Kummer bei Tag und Nacht gewesen, und gestern in der Nacht und beute überall siegreich zurückgeschlagen worden. f

Die Franzosen haben mit großer Tapferkeit gefochten, mußten aber den Ostpreußen weichen. Prinz Friedrich Carl, der Oberbefehlshaber der Cernirungstruppen, hat gestern und heute dem 1. Armeecorps seine Anerkennung und seinen Die 4. Landwehr⸗ an dem heutigen Siege ruhmreichen

Glückwunsch ausgesprochen. division

43 bei K. Friedrich neben der Post.

Antheil.

v. Manteuffel. 2

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