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dem Staatsschatze der Provinz Aegypten Garantie einer geregelten Finanzverwaltung ver—
pfändet. Der Vicekönig dürfe daher ohne Ein⸗ willigung der Pforte keine Anleihe auf sein Pri— vatvermögen aufnehmen.
Italien. Außer den beiden deutschen Bischöfen Ketteler und Hefele sind auch die beiden österreichischen Prälaten Cardinal Rauscher und Schwarzenberg als Publicisten gegen das Dogma der Infallibilität aufgetreten. Die umfangreichste der von ihnen publieirten Broschüren ist die des Erzbischofs von Wien. Die Augsburger„Allg. Ztg.“ gibt davon einen größeren Auszug, in welchem sie von der Schrift Rauschers sagt: „Mit großer Ruhe und Würde geschrieben, ver— meidet sie sorgfältig jedes Wort, jede Wendung, welche der Curie Mißfallen erregen könnte, macht große Zugeständnisse bis zur äußersten Gränze gin, auf der man, noch ohne Infallibilist zu werden,
sich halten kann, wird aber gleichwohl beträchtlich viel Oel in jene Zornesflamme gießen, die nun
schon seit Wochen boch oben auflodert und bald diesen, bald jenen Bischof versengt.“ volle Schluß der Schrift Rauscher's lautet:„Wird es zum Dogma erklärt, daß der Papst allein und ohne den Episkopat über Fragen des Glaubens und der Moral unfehlbar entscheidet, so sind da⸗ mit die ökumenischen Concilien jener Autorität beraubt, welche Papst Gregor der Große durch die Worte, daß er sie gleich den vier Evangelien verehre, ihnen zuerkannte; denn sie würden dann zur Entscheidung über Glauben und Sitte über— flüssig sein und stets überflüssig gewesen sein, selbst zur Zeit des Nicänischen Concils. Mit dicser Lehre wäre aber auch dem innersten Bewußtsein der Kirche der Krieg erklärt und würde die Kirche sür alle Zukunft jener Hülfe beraubt sein, welche ihr in der Zeit der höchsten Gefahr die Synode von Trient leistetete, würde selbst den römischen jede Unterstützung entzogen sein, welche die damals versammelten Bischöfe ihnen brachten; denn nach den Schlüssen von Trient ist die Macht des Papstes größer geworden, als sie vorher war.“
M. Vorschuß- und Creditvtreine betreffend.
Vorschuß⸗ und Creditvereine sind überall da, wo sie zu Stande gekommen, freudig begrüßt worden und gewiß mit Recht, denn sie haben sich in erster Linie Selbsthülfe zur Aufgabe ge⸗— macht, die dem Einzelnen, der sie bisber suchen
Der kraft⸗
mußte, in sehr vielen Fällen entweder schwer ge- lang, oder ihn nicht selten in Verwickelungen brachte, die mit seinem völligen Ruin endigten. Es ist dieß keineswegs eine Uebertreibung, viel-
eine Menge von traurigen Wahrnehmungen. Hat uns nicht erst kürzlich der Proceß gegen Joseph Strauß und den gewesenen Bürgermeister Vogt von Reichelsheim einen neuen Beleg zu dieser Behauptung geliefert? Sehen wir da nicht deut— lich genug, wie der Verderber sein Opfer an
so umstrickt, daß eine Umkehr fast zur Unmög⸗ lichkeit wird? Ja es ist entschieden gewiß, daß es niemals glatt abgeht, wenn sich Leute in die Arme gewisser Blutsauger werfen, um sich aus einer augenblicklichen Verlegenheit zu retten; in den meisten Fällen ist damit der Anfang zum Verderben gemacht, der bekannte Ausspruch von Lessing bewahrheitet sich:
„Laß dich den Teufel an einem Haar fassen Hund du bist sein auf ewig!“
Einsender dirses ist überzeugt, daß gedachte Institute, gleichviel ob sie in betriebsamen Städten oder auf dem Lande ihre Wirksamkeit entfalten, viel dazu beitragen, dem verderblichen Wucher zu steuern; allein er verhehlt sich doch nicht, daß lrotzdem und alledem noch Manche die darge— botene Hülfe verschmähen, weil sie aus falscher Scham vor den Augen der Welt nicht als Hülfs— bedürftige erscheinen wollen. Eine andere wichtige Aufgabe, die sich jeder Verein der fraglichen Art stellt, besteht darin, daß er denen, welche Geld
blicklich, sicher und gut anzulegen. Solches ge— schieht hauptsächlich durch eine Solidarhaft sämmt— licher Vereinsmitglieder. Besteht eine solche, so sollte man denken, im Publikum müsse die Meinung herrschen, es könne Niemand seine Gelder sicherer anlegen, als gerade in einer Vorschuß⸗ und Creditkasse. Leider ist das bis jetzt nicht der Fall. Nicht wenige Capitalisten haben sich seither bei Geldausleihungen der Geldmakler be— dient und bedienen sich derselben noch, wril sie es eben so gewohnt sind und mit ihnen am sichersten zu gehen glauben; sie bedenken aber nicht, daß es solchen Menschen mehr um ihren Verdienst zu thun ist, den sie von den Geldsuchenden(oft über Gebühr) ziehen, als um fremden Vortheil. Kann man sonach erwarten, daß sie von In—
mehr eine unumstößliche Thatsache, gestützt auf
der schwachen Seite packt und es nach und nach
übrig haben, Gelegenheit bietet, solches augen-
stituten, denen Einsender dieses mit voller Ueber⸗ zeugung das Wort redet, günstig urtheilen? In- dessen sind es die Gewohnheitsmenschen und Eigenartigen nicht allein, welche das Gute hindern; es gibt auch noch eine andere Klasse von Menschen, welche sich darin gefällt, über alles Neue abzu⸗ urtheilen, ohne die Sache näher zu kennen und sich das Ansehen zu geben weiß, als sei ihr Ur— theil allein richtig. Dergleichen Menschen sind selbstverständlich noch gefährlicher, als die Eigen- nützigen. Können sie nun gar auf einen Fall verweisen, in welchem Gläubiger bei einer schon längere Zeit bestehenden Sparkasse wirklich schlimm angekommen sind, so versäumen sie dieß gewiß nicht, ohne jedoch weiter zu erörtern, daß ein derartiger Verlust nur dadurch mözlich gewesen sein kann, daß in den Statuten der vorerwähnten Sparkasse die Solidarhaft der Mitglieder, welche entschieden nothwendig ist, nicht ausgesprochen war. Möge es darum allen Rechtlichdenkenden, welche den Werth der Creditvereine richtig zu würdigen verstehen, ein rechter Ernst sein, ihren Meinungen hierüber überall, wo sie Gelegenheit finden, Geltung zu verschaffen! Nur dann, wenn die ser Wunsch in Erfüllung geht, wird gegen solchen Einfluß auf die öffentliche Meinung der alte Schlendrian, der Eigennutz und das Vorurtheil nicht länger mehr bestehen; ja nur dann wird von einem segensreichen Wirken unserer Credit— vereine die Rede sein können.
1
Schiffsnachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.⸗ Agent.
Das Hamburger Post-Dampfschiff Hammonia, Capitän Mayer ging. expedirt von Herrn August Bolten, William Miller's Nachfolger, am 27. April von Hamburg via Havre nach New-York ab. Außer einer slarken Brief- und Packet⸗ post hatte dasselbe 94 Passagiere in der Cajüte und 598 Passagiere im Zwischendeck, so wie volle Ladung.
Das Hamburg⸗New⸗Norker Post⸗Dampfschiff Cimbria, Capitän Haack, welches am 13. d. von Hamburg und am 16. d. von Häore abgegangen, ist nach einer Reise von 10 Tagen 6 Stunden am 26. d. 5½ Ubr Nachmittags wohlbehalten in New-Hork angekommen.
Das Hamburg⸗New⸗Yorker Post⸗Dampfschiff Holsatia, Capt. Meier, am 19. d. von New⸗York abgegangen, is nach einer Reise von 9 Tagen 7 Stunden am 29. April Morgens 9 Uhr in Plymouth angekommen, und bat, nachdem es daselbst die Verein. Staaten-Post, sowie die für England bestimmten Passagiere gelandet, um 11¼ Uhr die Reise via Cherbourg nach Hamburg fortgesetzt. Dasselbe überbringt: 220 Passagiere. 89 Briefsäcke. 800 Tons Ladung. 31,670 Dollars Contanten.
Bekanntmachung. 1096 Die Ehefrau des Philipp Emmel III., Schuh ⸗ machers in Wohnbach, bat um Sicherstellung ihres Vermögens gebeten und werden demgemäß alle die⸗ jenigen, welche irgend eine Forderung an denselben zu haden glauben, eingeladen, im Termin
Mittwoch den 25. Mai d. J., Vormittags 10 Uhr,
an unterzeichneter Gerichtestelle anzumelden
ntwaigen Vorzugsrechten zu begründen. Hungen den 14. April 1870.
Großherzogliches Landgericht Hungen Dr r le ee
Landrichter. Landgerichts⸗Asseflor.
Bekanntmachung.
197 In Folge Ablebens des gewesenen Rentbeamten D. Trösch in Ockstadt ist von dem Herrn Reichsrathe
und mit
Freiherrn v. Franckenstein die Verwaltung seines Rent
amtes zu Ockstadt dem Derin Friedrich Rabenstein als Amtsverweser übertragen worren, welcher die an das besagte Rentamt zu machenden Zahlungen in Empfang zu nehmen und darüber zu qaitttren ermäch⸗ big: ist.
5 Ockstadt om 28. April 1870.
Der Frelherrlich v Franckensteln'sche Oberdeamte Quante.
Bekanntmachung.
238 Die am 28. und 29. l. M. in den Revleren Halnhards und Wickstadt abgehaltenen Holz versteigerungen sind genehmigt. Der erste Fahrtag ist festgesetzt: ) für das Revier Balnhards auf Dtenstag den e n 2) für das Revier Wickstadt auf Donnerstag den 5. Mal l. M. Wick fladt den 29. April 1870. räfliche Oberförsteret Assenheim Schal las.
Hofraithe⸗, Scheuer- und Güter-Versteigerung. 1221 Dienstag den 3. Mai d. I., Vormittags 11 Uhr, sollen in biesigem Rathhause die zur Debitmasse der Firma Georg Wagners Wittiwe dahter gehörenden Immobilien und zwar: 30,6 Klafter Hofratthe, 25 Klafter Scheuer, 0 113.5 Klaster Grabgarten, 38 Klafter Grasgarten, gelrennt und im Ganzen nach einem vorliegenden Meß⸗ brief mit Theilungsplan, sodann die Grundftücke in
1 der Stadt,
Friedberger und Ockstätter Gemarkungen nochmals öffen lich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 29. April 1870. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg
F o n e
Holz-Versteigerung. 1225 Montag den 9. Mai d. J., Vormittogs 10 Ubr anfangend, werden im biesigen Gemeindewald, Oistriet Jungenbolz zur Abfahrt nach der Ufastraße gut gelegen:
133 Eichen Bau- u. Werkholz Stämme, 3294 Cubik⸗
juß haltend, bereits im Winter gefällt,
212 Klafter gemischtes Scheuholz und
9900 Stück desgl. Wellen versteigert.
Die Herren Bürgermelster in Bad-Nauheim, Ockstadt, Ober-Mörlen und Ober Rovbach werden ersucht, die Bekanntmachung durch die betreffenden Ortediener per Schelle einmal veröffentlichen zu lassen und ihre Gebühr dahier zu erheben.
Pfaffenwiesbach den 29. April 1870.
Rupp, Bürgermeister.
Halsbind 42 und Shblipe ꝛc. in schöner Auswahl, sowie Hoularde,
seldene Umkubpftücher und schwarze seidene Halstücher bei N. Friedrich neben der Post.
Holzveersteigerung
in den Domanialwaldungen der Oberförsterei Eichels dorf.
1231 Mittwoch den 11. und Donnerstag den
12. Mat werden in den Diflricten Alterberg, Flachs⸗
derg, Gaulswiesenhang u. Ochsenwiesenhang nachffehende
Hoszsortimente versteigert:
A. Brennholz. Scheitholz. 4 eise Reis holz S
Holzart. t. e e n. Buchen 494 1. Cl. 237 206 529 * 8 1 77.* A Nadelbolz— 2— 4 Aspen——— 61
B. Bau-, Werk⸗ und Nutzholz.
47 Fichtenstämme von 5½—11“ Durchmesser und 40-60 Länge mit 1059 Cubikfuß,. 16 Fichteustangen von 4— 5“ Durchmesser mlt
126 Cubikfuß.
Am ersten Tag kommt das Holz in den Distrieten Alterberg und Ochsenwiesenhang, sowie sämmtllches Bauholz, am zweiten Tag das Brennßolz in den Distrieten Flachsberg und Gaulswiesenbang zum Ans⸗ gebot
Anfang der Verfleigerung an deiden Tagen Morgens präcis 9 Uhr, Zusammenkunft am ersten Tag im Defirlet Alterberg auf der Fünfeichenschneiße, am zweiten Tag
im Distrlet Gaulswlesenbang beiden ersten dolznummecn. Das Hotz sitzt sämmtlich durch neu gedaute Wege
gut zur Abfuhr auf die Niddaer Stagtscraße. Eichelesdorf am 23. April 1870. Großherzogliche Odertörsterel Eichelsdorf He per.
Bekanntmachung.
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