Ausgabe 
2.4.1870
 
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d ee 9 des 1 rea 0 A erdan Windecker kuhn Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. ia Brack,* daesse. 77 1 8 N 22. 9* 71 % Auf den wöchentlich dreimal erscheinendenOberhessischen Anzeiger · 8 D 1. 0 1 22* kann man für das zweite Quartal l. J. bei allen Poststellen für 1 10 611 17 FPEy 1* dor

ung 38 kr., mit Bestellgeld für 47 kr. abonniren. Bei der Verlags⸗ de un Fabri. 1 112 2 0* 7 1 5 2 1 505 Expedition kostet das Blatt für das zweite Quartal 30 kr.

i Aunessung an 7 a e

z Amtlicher Theil. alt). Betreffend: Das Abledern und Verscharren gefallener Schafe. Friedberg den 30. März 1870.. 12 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. an Diejenigen von Ihnen, welche unsere Auflage vom 9. d. Mts., Oberhessischer Anzeiger Nr. 20, noch nicht* haben, werden * daran erinnert. ra p p. islisser der.

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dat e Betreffend: Die Anflellung eines Wlesenbaumeisters für den landwirthschaftlichen Verein von Oberbesseu. Laubach am 17. März 1870.

7 1 Der Unterzeichnete bringt hiermit zur öffentlichen Kenntniß, datz Projectirung von Ent- und Bewässerungsanlagen jeder Art auf Acker en 0 dem Großherzoglichen Wiesencommissar und Wiesenbautechniker, Herrn] und Wiesenländereien nach der Reihe der einlaufenden Anmeldungen aeg galt en Valentin Greb zu Rixfeld, Kreis Lauterbach, die Stelle als Wlesen⸗ unentgeltlich zur Verfügung gestellt, während die spätere Ausführung

un ze ktaßt 500

baumeister des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen mit Wir

der entworfenen und

genehmigten Pläne auf Kosten der einzelnen

Interessenten zu erfolgen haben soll.

dent des landw. Vereins von Oberhessen.

Otto, Graf zu Solms-Laubach.

lkkung vom 1. April l. J. an übertragen worden ist.

e. Gemeinden sowie Privaten, deren Besitz in der Provinz Ober Der prä W hessen liegt, wird auf desfallsiges jedesmaliges besonderes Anmelden

9 6 6 bei dem Unterzeichneten der Wiesenbaumeister zur Aufnahme und

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. Hessen. Darmstadt. Das Großherzog⸗ Jacob 58 und Comp. zu Ossenbach ein solches au

5 N 7 51 die durch Muster näher ertanterte Cönstruction eines VBer⸗

10 5 J. Uh liche Reglerungsblatt Nr. 25 enthält: 4 schlusses für Portemonnaies, Cigarreneluis ꝛc.. am duse 91 I. Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Großh. 17. März dem Instrumentenmacher C. L. Glück jun. in

n., Hauses und des Aeußern, das Portofreiheitswesen in den Friedberg ein sosches Patent auf die durch Zeichnung und

nicht zum Norddenischen Bunde gehörigen Theilen des f

Großherzogthums belreffend.

II. Oeffenulsche Anerkennung elner edlen That. Am 30. Januar laufenden Jahres brach beim Schlilischuh⸗ laufen auf der Nidda in der Nähe des sog. Pfaffenhofes

1 Kichberg.

bei Vilbel, Philipp Ochs, der vierzehnjährige Sohn des Andreas 800% V. zu Vilbel, im Eise ein und gerieth, da 4 Scr der Fluß an dieser Stelle eine nicht unbennächtliche Tiese hatte, in Gefahr zu ertrinken. Auf den Hülseruf der am 1 Ufer siehenden Personen eilte der 15 jährige Franz Klös, J Kicdbert Sohn des Konrad Klös zu Vilbel, herbei, legte sich auf die Eisdecke vor die Oeffnung, in welcher Philipp Ochs eingebrochen war, und reichte dem letzleren einen Schliti g 40 0 Wuhriemen hin. Da sich Ochs an diesen Riemen fest 6 470. klammerte, wäre Klös ebenfalls in das e ͤ worden, wenn nicht der 16 jährige Philipp Kreiling, Sohn des Philipp Kreiling zu Vilbel, demselben cinen Mir 1570. Riemen eworsen hätte, den er von seinen Schlilischuhen losgelöst hatte. Den vereinigten Anstrengungen des Franz 4 obUget Klös und des Philipp Kreiling gelang es nunmehr, den schon ganz erstarrten Philspp Ochs an das Ufer zu brin⸗ 71 1 en, wo sich derselbe almäblig erholte. S. K. H. der 5 5 Großherzog haben dem Franz Klös für diese muthvelle 6 mit eigener Lebensgefahr verbundene That das allgemeine e Ehrenzeichen mit der Inschrift:Für Rettung von Men⸗ 1. schenleden und dem Philipp Kreiling für seine enischlossene 7 Rund erfolgreiche Miiwirkung zur Rettung des Philipp 0 1 66 5 Ochs eine Geldprämie Allergnäoigst zu verleihen gelubt. 15 1 In Gemäßheit Allerböchster Enischließung wird dieses 5 1 hiermit zur öffentlichen Kennimiß gebracht. 1 u, III. Betannimachung Großh. Ministeriums der Justig. 1.% 6. S. K. H. der Großherzog haben unterm 19. März zu 4 beschlußen geruht, daß der bisher zum Sprengel des 5 Bezirtestrafgerichts Michelstadt gehörige Landgerichtobezirk 77 Wimpfen dem Sprengel des Bezikssnafgerichto Darmsladt 2. jugeiheilt werde, und wird diese Zutheilung vom 1. Mai 11 4 Jan in Wi tiemkeit neten. 9 1. IV. Nameneveränderung. S. K. H. der Großherzog 2 aben allergnädigst geruhr: Am 11. März dem Heimich 9* Trautmann von Groß⸗Gumpen zu gestatien, daß derselbe 75 1 seines bieherigen lünftighin den Familiennamen . licolay führe. 8 45 g 1 Werihellung von Erfindunge patenten. S. K. H. 1 ber Großherzog haben allergnädigst geruht: am 15. März 9** ö em Nicosaus Champeaux zu Paris ein Erfindungspalent 1 uf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläu⸗ 112 rte Genutuen eee Kriegs oder Zagdgewehrs mit ae ünfache m oder deppelien Laufe, Pinterladung und cen galer Percussion, am 16. März dem Fabrikanten

Beschreibung näher erläuterte Construktion von Pianinos zur Verbesserung der Stärke und Fülle des Tons der selben, sämmilichen auf deren Nachsuchen und unter dem ausdrücklichen Vorvehalte, daß durch das verliehene Patent Niemand in der Anwendung bereits srüher schon bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des Großherzogthums zu ertheilen.

Dem Vernehmen nach hat das Justizmini- sterium eine Vereinbarung über den Ankauf des in der Hügelstraße gelegenen Anwesens des Bier brauereibesitzers Ritsert abgeschlossen, auf welchem sich bereits ein als Assisensaal sehr wohl verwend bares Gebäude befindet und welches Raum für Errichtung der sonstigen durch die in Aussicht stehende Reorganisation des Gerichtverfahrens er forderlichen Justizgebäude in ausreichendem Maße bietet. Das Kaufobjcet liegt ganz nahe bei den kürzlich in Eigenthum des Staates übergegangenen sog. Brust'schen Häusern, in welchen Stadtgericht, Kreisamt ic. Unterkunft gesunden haben.

Die Ausdehnung des im norddeutschen Bund gesetzlich eingeführten Wechselstempels auch auf die nicht zum Gebiet des Nordbundes gehörigen Theile des Großherzogthums soll in Aussicht stehen.

Preußen. Berlin. DieProvinzial- Correspondenz sagt: Die Regierung wird voraus sichtlich das Abgeordnetenhaus einige Zeit vor Ablauf der gegenwärtigen Periode auflösen, da die wichtigen Aufgaben, welche in der nächsten Session zu erledigen sind, eine zeitige Einberufung der Kammer nothwendig machen.

DerStaatsanzeiger veröffentlicht das Gesetz vom 27. März d. J. über die Ausgabe von Banknoten.

Bayern. München. In der Abgeord netenkammer fand die Debatte über die außer ordentlichen Militärbedürfnisse statt. Der Minister

lüttzigen Lage. Die Lage Bayerns ist unangreif⸗ dar, jeder Angriff, jede ernste Drohung würde Complicationen hervorrufen, denen sich auch die größte Macht nicht aussetzen wird. Ich ver⸗ spreche Ihnen eine offene, loyale Politik; es existiren leine geheimen Verträge, keine geheimen Ver pflichtungen, keine politischen Geheimnisse. Wir wollen Deussche, aber auch Bayern sein! Die Verträge vom Jahre 1866 sind der einzige Er- satz für die durch den Krieg zerrissenen Bande, sie haben keine offensive Bedeutung, sondern nur die Abwehr zum Zweck. Wenn unseren Ver-

gelegen sein muß, daß wir nicht

bündeten daran wehrlos sind, so haben wir ein höheres, ein mächtigeres Interesse daran. Der Kriegs- minister erklärte sich entschieden gegen die bean tragte Herabsetzung der Präsenzzeit. Das baperische Heer müsse an Stärke und an Gehalt den übrigen Bundesheeren relativ gleichkommen. Eine Aenderung des Systems jetzt, wo die vorgenommene Heeres- reform kaum Fruchte getragen habe, wäre gleich- bedeutend mit Desorganisatlon der Armee. Was die Einführung des Milizsostems betreffe, so könne Bayern damit nicht vorangehen.

In einer an die Abgeordneten vertheilten FlugschriftMahnruf an Bayerns Kammern ist mit Ziffern nachgewiesen, daß Bayern verhältniß- mäßig mehr Soldaten hält, als die meisten Länder der Welt. Nach der Friedensstärke kommt ein Soldat in England auf 2363 Einwohner, in Nordamerika auf 705, Holland 407, Türkei 206, in Spanien auf 193, in Oesterreich auf 137, in Rußland auf 135, in Italien auf 132, Belgien und Württemberg auf 125, Schweden auf 123 und in Bayern auf 96 Einwohner.

Oesterreich. Wien. Gutem Vernehmen nach ist das Ministerium Hasner entschlossen, aus der Annahme des Nothwahlgesetzes im Reichs- rathe eine Cabinetsfrage zu machen.

Im Reichsrath brachten der Abg. Rech- bauer u. Gen. einen Gesetzentwurf ein behufs

des Auswärtigen, Graf Brey, erklärte:Ich theile nicht die Ansicht über die Unhaltbarkeit der

Abänderung der Verfassung durch Einführung unbet ingter direcker Wahlen zum Reichsratb,