1
wähnten Zustand, oder eine ähnliche Menge lütfreies Wasser(in größerer Tiefe ist das Wasser lutfreil) von glühendem Gestein umgeben. Eine fu chtbare Exploston wird entstehen, ein gewaltiger Soß wird erfolgen! Erwägt man aber, daß große Dassen lang glühend bleiben, überdies sich weit drzweigen können(siehe oben Granitgang!), so erlärt sich leicht die lange Dauer und die Heftig— ket der Stöße.
Eine augenscheinliche Bestätigung dafür bietet ei Vorfall auf der Sainerhütte. Dort sollte ein 3,000 Pfund schwerer eiserner Cylinder gegossen wnrden. Die flüssige Eisenmasse brach aber durch
d sank bis 20 Fuß in den sandigen Boden. Lold erfolgte eine erdbebenartige Erschütterung,
as sollte das Haus einstürzen; ½ Stunde später uch eine und nach 24 Stunden eine dritte.
In derselben Tiefe lagen Kanäle, die das Agenwasser sammelten, und es ist mehr als wahr— sceinlich, daß dasselbe wirderholt mit der glühen da Masse in Berührung gekommen. Wirklich suren auch unmittelbar nach dem Stoße Dampf- wilken aus den Oeffnungen der Kanäle.—
Mit Uebergehung mancher Einzelheiten über d Vorgänge bei Erdbeben wendet sich der Redner du in der neuesten Zeit aufgetauchten Erdbeben- thorle eines gewissen Falb aus Gratz zu. Falb ih mit viel Prätension und Leichtfertigkeit aufge- tmen und hat Erdbeben mit Bestimmtheit pophezeit. Wenn von seinen Vorhersagungen ulche eingetroffen sind, so ist das sicherlich nicht sime Schuld. Seine Theorie ist kurz die: Die zuziehungskraft des Mondes bewirkt ein Fluthen dr im Erdinnern eingeschlossenen flüssigen Massen,
ähnlich dem des Meeres. Dadurch je nach der Stellung des Mondes und der Sonne ein Zu— sammenströmen und Aufstauen dieser Massen an gewissen Stellen und daher Erdbeben. Was Falb von der Anziehungskraft des Mondes sagt, ist längst bekannt; neu ist nur das, daß dieselbe solch'
gewaltige Wirkung haben soll, während in der“
That der durch die Mondanziehung bewirkte Druck gegen die Erdrinde nur dem Gewicht einer 2 Fuß dicken Bodenschicht gleichkommt. Es ist dies, sagt Redner, als wenn 10000 Pferde und ein Kind an einer ofenrohrdicken Kette ziehen. Plötzlich bricht die Kette, und nun sagt Jemand: Seht, das Kind hat die Kette entzwei gerissen!—
Zum Schluß wirft Redner noch einen Blick auf die Zukunft unsers Erdkörpers. Die jetzige Beschaffenheit des Mondes deutet darauf hin, was die Erde einst sein wird. Der Mond ist nämlich urgleich gebirgiger als die Erde, und zwar sind seine Gebirge Ringgebirge mit Wällen und Schlün— den von 1 Stunde bis über 100 Stunden Um— fang. Solcher Gebirge sind auf der uns zuge— wandten Mondseite(noch einmal so groß als Europa) über 40,000 gezählt worden. Woher die vielen merkwürdig gestalteten Berge? Je kleiner ein Körper, desto rascher seine Abkühlung. Der Mond, fünfzigmal kleiner als die Erde, mußte darum viel rascher erkalten, seine Rinde sich weit energischer zusammenziehen. Daher ungemein häufiges Bersten derselben und auffallend zahlreiche Kraterbildung. Die Zahl der Vulkane auf der Erde beträgt 225. Sie sind allmählich entstan⸗ den; ehe 200 waren, waren 100 ic. Die vul⸗
kanische Gebirgsbildung ist damit nicht abgeschlossen.
Die fortdauernde Abkühlung und Zusammen zie hung wird neue Vulkane und Gebirge schaffen, ja es wird eine Zeit kommen, wo die Erdoberfläche in ähnlicher Weise mit Gebirgen übersäet sein wird, wie der Mond. Freilich werden bis dahin noch ungezählte Jahrmillioneu verfließen.“)
) Für die gefällige Mittheilung der Hauptskizzen dieses interessanten Vortrages, die hier nur aneinanderge⸗ reiht zu werden brauchten, fühlen wir uns verpflichtet, dem Herrn Redner verbindlichen Dank zu sagen.
Von Kaisern, Königen u. Volk gebraucht, 578 von den ersten ärztlichen Autoritäten als heilbringend anerkannt, sind die Johann Hoff'schen Malzseifen zur Stärkung des Körpers allen anderen Fabrikaten vorzu⸗ ziehen.— Die Malz⸗Kräuter⸗Bäderseife wirkt ungemein kräftigend, die Malz⸗Kräuter⸗Toilettenseife entfernt, längere Zeit angewendet, Flechten, Sommersprossen, Hautprickeln und macht spröde und aufgesprungene Haut wieder gut. Dr. Stark k. Stabsarzt in Loslau.— Und ferner; Bei gichtischen und rheumatischen Leiden wirkt die Hoff'sche Malz⸗Kräuter⸗Bäderseife stets mit gutem Erfolge. Dr. Weinschenk, Oberarzt in Stolp.— Gern will ich Ihrer Fabrikate, deren Nutzen von Stimmberechtigten anerkannt ist, eingedenk sein und solche am Krankenbett anwenden. Dr. A. A. Jeitteles, Professor der Mediein in Olmütz.
Herzlichen Dank
allen Denen, welche anf meine Bitte in Nr. 146 des Oberh. Anz. v. J. dem abgebrannten J. Weis dahier in seiner Bedrängniß mit ihren Liebesgaben zu Hülfe gekommen find. Den Empfang derselben mit 17 fl. 27 kr. bescheinige ich hiermit unter dem Bemerken, daß solche zum Ankauf von Futter für's darbende Vieh verwendet worden. Wingershausen, im Februar 1870.
J. Briegleb, co. Pfarrer.
Bekanntmachung.
Vom 1. März ab werden bei dem Postamte in zedberg außer den berelts gegenwärtig zum Verkauf zbangenden Sorten noch Bundes⸗Wechsel⸗Stempel⸗ Darken und gestempelle Wechsel⸗Blankets zum Stempel⸗ rage von 22½ Groschen ausgegeben werden. Darmstadt den 25. Februar 1870. Der Bundes Ober⸗Postdirector Vahl.
Holz-Versteigerung. 3 Freitag den 4. März d. J., Vormittags 9 Uhr, bnd im Ober ⸗Rosbacher Gemeindewald, District Uerberg und Salzberg, folgendes Holz öffentlich meist⸗ btuend versteigert: 2 Stecken Birken⸗Prügelholz,
1 5 Eichen ⸗ 5 663 Buchen ⸗Stockholz, 3369 Wellen„Reisholz, 229 Eichen⸗ 2 88 Nadel⸗ 5
1 Eichen- Stamm ven 22“ Duchmesser und 15“ Länge, 57 Cubiksuß haltend. Die Zusammenkunft it an der sleinernen Brücke an „ Sang. Ober⸗Rosbach am 24. Februar 1870. Großherzogliche N Ober⸗Ros bach le cher.
Holz ⸗Versteigerung. n Freitag den 4. März, Morgens 9 Uhr anfangend, len im Gambacher Gemeindewald folgende Holz⸗ mente versteigert werden: 36 Eichen⸗Baustämme von 7— 12“ Durchmesser und 25 50“ Länge, 850 Cubiksuß enthaltenb, 800 Fichtenstangen von 10— 35“ Länge, 900 Cubik⸗ fuß enthaltend. 7000 Gemischte Forstwellen. Das Bauholz wird Vormittags und das Brennholz guchmittags verflelgert. Die Zusammenkunft ist im Dickenwald am Pflanz⸗ garden. Gambach am 25. Februar 1870. Großherzogliche een Gambach a u x.
329 Gulden
ig liegen in der Kirchenkasse uderweiten Ausleshen bereit. Ztegenberg am 26. Februar 1870. Bindewald, Kirchenrechner.
Fertige Bauhölzer
500 in allen Dimenstonen bis 60“ Länge und 10“ Stärke, 5 und ungeflößt, beschlagen oder geschuttten, per abilfuß 10 kr. franco Babnbof Friebberg empfiehlt S. Katzenstein, Holzhandlung in Gießen.
zu Münster zum
576 Ein Wohnhaus, Scheuer und Stall, auch nach Belleben 2 Morgen Land, hat zu verkaufen Heinrich Wolf, Nieder- Mörlen.
Ein vollständiges Logis, 572 sowse zwei möblirte Zimmer mit Cadineten, hat zu vermiethen Fr. Hilbrecht Wittwe,
nachst dem Babhnhose.
Versteigerung.
570 Wegen Aufgabe der Oekonomie läßt der Unter⸗
zeichnete Mittwoch den 9. März d. J., Morgens
9 Uhr ansangend, in seiner Hofratthe RNachstehendes
öffentlich versteigern: 1 große Quantität Weizen-, Korn⸗, Gerfle-, Hafer⸗ und Erhsenstroh; desgleichen auch die Spreu von der⸗ selben Gattung gemischt, beides in größeren und kleineren Abtheilungen; ferner 1 Vorderpflug und 2 Hinterpflüge; 2 Eggen, wovon die eine noch ganz neu ist, sowie noch viele einzelne Theile der Ackergeräth⸗ schaften; 1 einspänniges Pferde-Wagengeschirr mit neuem Kummet; 1 altes Kummet;z 1 Reitsattel; 1 Wagendeichsel; 1 Wagenscheere; 1 Hemmwerk; 1 Rad. schuh; Ketten verschiedener Art; 1 Kasten mit Brill auf 1 zweispännigen Wagen; 1 großes schweres Pfubl⸗ aß; 1 Krautfaß; mehrere andere Zässer und Bültchen; 2 steinerne Tröge und Krippen; 1 großer Gußkessel; 2 gleiche Paar Wagenräder; 1 eiserne Achse; zwei Karrenbette; 1 Strohbank; 2 Dickwurzmühlen; 1 Futter- kasten; 1 Paferreff und Sensen; 1 noch ganz gute Treppe von Eichenholz und mehrere kleine Fenster.
Für Beträge üder fl. 5. wird gegen Bürgschaft Credit bis den 1. Juli d. J. gestattet. Berstadt bei Hungen. 8 C. B. Eichelmann.
Rath und Hilfe
72 für Alle, die sich geschwächt haben, bietet in vollkommen reeller Weise das Buch:
Dr. Uctau's Selbstbewahrung
mit 27 patbol.⸗anatom. Abbildungen. Dasselbe ist bereits in 5 N 172. Auflage
erschienen und hat, lt. allen Regierungen vor⸗ gelegten Denkschrift in 4 Jahren über 15,000 Personen ihre Gesundbeit verschafft. Verlag von G. Poenicke's Schulbuchhandlung in Leipzig und dort, sowie in jeder Buchhaudlung für 1 fl. 45 kr. zu bekommen.
1 Getreide- Presshefe! 581 Von anerkannt vorzüglicher Qualität, rein und
unverfälscht, das Zollpsund 4 30 kr. franco empfiehlt die Preßhesen⸗ und Spirttus⸗ Fabrik von Karl
Jank in München, Rumfordsiraße Nr. 5.
——— 0
Glacé- Handschuhe, F. Kirchen buchsauszügt.
Evangelische Gemeinde. Seiz ane;
20. Februar. Wilhelm Fink, Bürger zu Remrod, Kr. Alsfeld, und Taglöhner dahier, Sohn der Katharina Fink zu Romrod, und Katharina Dauber, Tochter des Bürgers und Schieferdeckers Heinrich Dauber zu Batten⸗ feld im Königl. Preuß. Hinterlandskreise.
13. Februar.(Zu Darmstadt.) Philipp Reinhard Vogt, hies. Bürger und Stadtrechner, Sohn des 7 hies. Bürgers, Metzgermeisters und Gastwirths Johann Adam Vogt und Louise Susanne Marie Karoline Bitriarius, Tochter des 1 hies. Bürgers und Schoͤnfärbermeisters Joh. Philipp Vilriarius.
Getauft e: 5
20. Februar. Dem Bürger zu Romrod im Kreis Alsfeld und Taglöhner dahier Wilhelm Fink eine Tochter Maria Katharina, geb. den 25. Januar.
20. Februar. Dem hies. Bürger, Küfer⸗ und Bier⸗ brauermeister Hildebrand Sang eine Tochter Anna Maria, geb. den 22. Januar.
21. Februar. Dem hies. Bürger und Großherzoglichen Rentamtsdiener Michael Jung ein Sohn Joh. Friedrich, geb. den 12. Januar.
Beerdig te:
21. Februar. Katharina Hofmann, geb. Heck, Ehefrau des hiesigen Bürgers und Saulermeisters Johann Hart⸗ mann Hofmann, alt 74 Jahre 6 Monate 17 Tage, 7 den 19. Februar.
21. Februar. Johann Philipp Muth, hiesiger Bürger und Schuhmachermeister, alt 61 Jahre 9 Monate 4 Tage, den 19. Februar.
23. Februar. Ungetanfte Zwillingssöhne des Bürgers zu Ortenberg im Kreise Nidda und Großh. Hofgerichts⸗ advokaten dahier Hermann Jdckel, alt 11 Tage, t den 22. Februar.
24. Februar. Katharina Nees, geb. Rudolph, Wittwe des verstorbenen hiesigen Bürgers und Handarbeiters Franz Nees, alt 83 Jahre 5 Monate 14 Tage, f den 22. Febr.
24. Februar. Johann Magnus Dapper, Handardeiter dahier, heimathberechtigt zu Staufenberg im Kr. Gießen, Sohn des 1 dortigen Bürgers und Drechslers Johann Friedrich Dapper, alt 70 Jahre 2 Monate 13 Tage, gest. den 22. Februar.
Kathslische Gemeinde. Getaufte:
16. Februar. Dem Kaufmann und Bürger zu Bad Nauheim Johannes Conrad Antoni eine Tochter Pauline Katharina Wilhelmine Mathilde, geb. den 6. Februar.
20. Februar. Dem hiesigen Bürger und Kupferschmied Goltsried Mondigler ein Sohn Heinrich, geb. den 10. Febr. Beerdigte:
7. Februar. Karl Friedrich, Söhnchen des Bezirks⸗ el owebels Christian Eimer dahier, alt 5 Monate, fam 5. Februar. 5
15. Februar. Anna Elisabetha Simmrock, alt 87
Jahre, Fam 13. Februar.


