Ausgabe 
30.12.1869
 
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Ueujahrs- Gratulationen,

ernsten und komischen Inhalts, bei

Bindernagel& Schimpff.

Eine erfreulichere(2 Christbeseheerung

als sie diesmal so vielen Steuerpflichtigen zu Theil wurde, ist wohl nie dagewesen. die Ehre hat, unter couvertirter Adresse seinen Steuerzettel zu erhalten, freut den er zu zahlen hat, sondern der Ehre, der er theilhaftig wurde unter die bevorzugte couverttrte

Jeder, der das Glück und sich weniger des Betrags wegen Steuerklasse

seines Wohnorts zu gebören. Diese Freude hat wie alles andere, da sie keine ungetrübte ist, auch noch dazu

eine recht ernste Seite. Wirklichkeit wohl bei Keinem der

muß biernach von anderer Seite die besser prüfende Hand sein Einkommen zu schätzen gewußt haben.

Niemand begreift die ansehnliche Erhöhung des Einkomm: bei sich selbst, das in Steuerpflichtigen seit der letzten Einschätzung sich ergeden hat. Es

Ob das

Institut des Bezirksraths des Kreises, dem die Ehre zufällt, die Einschätzungs⸗Commissions⸗Mitglieder zu ernennen,

das Verdienst hat, wollen wir nicht untersuchen.

Wir beklagen,

daß von dieser Seite fast nur Bürgermeister

der Landbevölkerung in die Einschätzungs Commission berufen wurden und daß von Geschäfteleuten aus der Stadt, die das Einkommen ihrer Mitbürger wohl ohne Zweifel eher zu beurtheilen wissen, als es fest steht, daß umge ebrt Geschäftsleute das Einkommen aus Grundeigenthum nicht gut anzugeben vermögen, nur ein Einziger, sage ein Geschäftsmann aus hiefiger Stadt zugezogen war. Wir unterftellen bierbei durchaus keinen bösen Willen, sondern wir conftatiren nur, daß die frübere Einschätzungscommission das Einkommen theilweise bedeutend

niedriger eingeschätzt hat.

Möglich wäte vielleicht noch, daß bei Einschätzungen überhaupt ein anderer besonderer

Veranlsassungsgrund in Betracht zu ziehen sei und wir find sogar der Meinung und haben Grund zu glauben, daß dies Princip, das wir darin suchen und gerechtfertigt erklären möchten, daß alle Steuecpflichtigen, die sich

bei einer früheren Einschätzung für

nicht beschwert erachten, bei jeder späteren Einschätzung böher eingeschätzt

werden, um blernach jeden Steuerpflichtigen in die ihm selbst gerecht erscheinende Klasse zu bringen seine Anwendung gefunden dat. Sollte dieser Grund bet der letzten Veranlagung in Betracht gekommen sein, so dürfte allen, welche sich für beschwert erachten diese Beschwerde innerhalb 3 Monaten anzubringen ange⸗ ratben sein. Zweckmäßig wäre dielleicht eine Vereinigung aller Beschwerdeführer zu gemeinsamen Schritten und dürfte die Berufung einer Versammlung plerzu und ob einzelne oder insgesammt Beschwerde zu führen set, seine

Erledigung finden.

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Bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg ist vorräthig: Die

** grundstürzenden Irrthümer unserer Zeit in 8 auf die Kirche und ihre Verfassung.

Aufruf zur gemeinsamen That des Kampfes u. der Abwehr.

Von Dr. Fr. Haupt. e eee 3566 Das Schätzungsregister zu den Parochialumlagen für die hiesige isr. Cultusgemeinde liegt bel dem Unter⸗ zeichneten von heute an 8 Tage für die Interessenten zur Einficht offen. Friedberg den 29. Dezember 1869.

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3557 An das Menschenherz. Menschenherz, o hab Erbarmen l In der großen Noth, 5

Gib den Vöglein, ach den armen, Gib von deinem Brod. 1

0 Sie, die dich in schöͤnen Tagen Wonniglich erfreut,

Sie erhör', die draußen klagen,

Mildere ihr Leid. N

Alles ist mit Schnee bedecket,

Die Natur erstarrt,

Daß es selbst den Starken schrecket, Der auf Nahrung harrt.

Und die Vöglein, ach, die kleinen, Die so schwach umhüllt,

Können nicht durch lautes Weinen Seh'n den Wunsch erfüllt.

Gebt! sie wollen gern auch wieder, Wenn der Frühling naht,

Singen neue, schöne Lieder

Auf der grünen Saat.

Hunger leiden, welch' Gefühle;

Welcher herbe Schmerz!

Brachte schon zur Grabeskühle

Manches frohe Herz.

Menschenherz, drun bab Erbarmen

In der großen Noth!

Gib den Vöglein, ach den armen,

Gib von deinem Brod! ö Friedberg..

2 2 2 8

2 2 α 2 1. 8 838

326874 2 8

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S. 28 8 S r 2 8 S S2 1 2 82 8 0 S 88 8 8 28 2 2 2 8 3 2 2

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Neujahrs fe st. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Orth. Nachmittags: Herr Pfarrer Schwabe. Gottesdienst in der Burgkir che: Vormittags: Herr Diakonus Meyer. Nachmittags: Herr Candidat Weigold.

Sonntag nach Neujahr. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Köhler. Gottesdie nst in der Stadtkirche; Vormitiags: Herr Candidat Schmidt.

Nachmittags: Herr Pfarrer Baur.

Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags: Herr Pfarrer Diegel. Nachmittags: Fällt aus.

Katholische Gemeinde. f Sylvoester⸗ Abend. 62 Abends: 7½¼ Uhr Jahres sschlußfeier mit Predigt, Andacht und Te Deum.

Neujahrsfest. Vormittags: 10 Uhr Hochamt mit Segen und Predigt. Nachmittags: 2 Uhr Vesper; nach derselben Beichte.

Sonntag nach Neujahr. Vormittags: 10 Uhr Hochamt und Exhortation. Nachmittags: 2 Uhr Andacht.

Beginn des Gottesdienstes an Morgens Uhr. Istaelitische Gemeinde. Beginn des Gottesdienstes:

Freitag Abends 4 Uhr. Samstag Morgens Uhr.

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den Wochentagen

Verantw. Ned.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag ven Bindernagel& Schinnpff.

Jos. Hoffmann.

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