Ausgabe 
30.11.1869
 
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ain Wuthregiment abzuschütteln. Die Antwort auf diese Frage liegt in der Eigenart der Bevöl- erung und in ibrer staatlichen Erziehung. Die Bevölkerung von Paraguay besteht großentheils uus Guarani-Indianern, einem von Haus aus iemlich anstelligen, bis zu einem gewissen Grad sildungsfähigen, dabei äußerst gefügigen Menschen⸗ chlag. Das war ein empfänglicher Boden für zie Erziehungsweise der Jesuiten, die den Staat Paraguay im 17. Jabrbundert gründeten. Die Zesuilen wurden schließlich vertrieben, nicht aber bre Regierungs- und Erziehungsmaximen. Die wurden in der Folge getreulich beibehalten.Ganz Paraguay war eine Maschine, die der Maschinen⸗ meister arbeiten ließ. Dieser Maschinenmeister

von außen wurden dabei strengstens abgehalten. Kein Fremder durste ohne Erlaubniß das Land betreten, kein Buch ohne besondere Ermäch'igung vom Ausland bezogen werden. Vollends ein vor her nicht controlittes Zeitungsblatt zu lesen, war Hochverrath.

Das All' schließt ein gewisses Wohlbefinden der einmal an solch' streng patriarchalisch Regiment Gewöhnten nicht aus, wie denn auch in Para- guay lange verhältnißmäßig erträgliche Zustände berrschten, während in den übrigen südamerikani schen Staaten Alles drunter und drüber ging. Wohin aber ein solches System, abgesehen von der unwürdigen Rolle, die es einer ganzen Be⸗ völkerung zuweis't, führen kann, wenn die Um-

war der Dictator, und sein Wille war das Evan⸗ selium, dessen gläubige Verehrung der Bevölkerung n Fleisch und Blut übergegangen war. Einflusse

stände sich darnach anlassen, das zeigt der Wütherich Lopez. von vernünftigen Zuständen noch weit entfernt.

Die Südamerikaner sind eben allewege

3270 Essen. Erbaulich und ergötzlich ist solgenbe wabre Geschichte. Am verflossenen Sonntig hat der katholischt Pfarrer in Gelsenkiichen den Kalender des Lahrer Hinkenden) gebörig abgekanzelt und in der Sonntags⸗ predigt von der Kanzel herab ihn als das verworfenste und schlechteste Buch bezeichnet, vor dessen Ankauf er jeden katholischen Christen, dem sein Seelenbeil lieb, warne, Und was geschah: Der Buchbinder des Ortes, welcher zu⸗ gleich mit Schul- und Gebetbüchern, sowie mit Kalendern aller Art handelte, hatle auch vom Hinkenden 80 Cxem⸗ plare auf Lager

Da wuft' den Hinkenden man sehen,

Wie flott der heute konnte gehen berkaufte an demselben Morgen nach dem Gottesdienste

alle 80 Exemplare, so daß er schon Nachmittags neuen Vorrath anschaffen mußte.

*) Der Jahrgang 1870, in 800,000 Exemplaren ge⸗

druckt, ist zu haben bei allen Buchhändlern und Buch bindern.

Edietalladung.

749 Nach erkanntem formellen Coneurse über das Bermögen des biesten Bürgers und Schlossers Car! Reuker wird Liquidatlonstermin auf Mittwoch am 8. December l. J., Vormittags 9 Ubr, mbetaumt, in welchem von allen Denjenigen, welche lorderungen und sonstige Ansprüche an denselben zu lden haben, solche mit etwaigen Vorzugsrechten bei Meidung fstillschweigend eintretenden Aussch usses von r Masse, dahier anzumeiden und zu begründen find an dem nämlicher Termine soll ein Arrangement ver auch!, auch üder die weitere Behandlung der Soche geschlut gefaßt und sollen die durch gebörig Bevoll nächtigte nicht vertretenen Gläubiger insoweit als den eschlüssen der Mehrheit der erscheinenden Gläubiger aitretend angesehen werden. Friedberg am 24. September 1869. Großberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger. Landrichter. Landgerichte Assessor.

Edictalla dung 018 Ueber den Nachlaß des verstorbenen Hrtsdieners konrad Denkelmann zu Mänster, hat Großheriog ches Hofgricht der Provinz Oterbessen in Folge dessen ledeischuldung förmlichen Concurs erkannt. ODte An neldung und Spez fication von Ansprüchen jerweder Urt an diese Nachlaß masse mit etwaigen Vorzugsrechten zat in dem auf Frettag den 3. Dezember l. J., Vormittags 9 Uhr, aher beftimmten Termin bei Meidung Ausschlusses von äeser Mosse zu gescheben. Alsdann soll auch wegen e finstiver Bestellung einee Massede: walters wegen Ver⸗ äußerung der Masse, Genebmtgung saltberiger provi⸗ drischer Maßlegeln und zur gütlichen Erledigung dieses oncurses verhandelt und Beschluß gefaßt werden und werden dieserhalb, die nicht oder mit nicht gehöriger Vollmacht ersckeinenden Gläubiger als dem Beschlusse wr 1 Mehrheit derselben betgetreten angesehen werden. Butzbach den 23. October 1869. Großherzogliches Landgericht Butzbach. Dr. Gilmer, Fresentus, Landrichter, Landgerichts ⸗Assessor.

In Sachen des Chrtsttan Klein II. von Wohnbach, Klägers,

gegen seine Ehefrau dried r e geb. Heeb daselbst, dermalen in Amerika Beklagte Ebescheidung betr. 019 Der abwesenden Ehefrau des Chrtsttan Klein II on Wohnbach, Friederike, geb. deeb, wid biermit er⸗ iffnet, daß ihr Ebemann wegen ihrer döslichen Ent ernung am 21. d. M. eine Klage auf Ehbescheidung erhoben habe und daß sie sich auf dieselbe, deren Ein⸗ licht auf dein Actuariat geffattet ist, binnen drei Monaten non heute an zu erklären babe, gegenfalls der Inhalt er Klage für eingestanden angenommen und unter Uusschluß mit Einreden weiter wie Rechtens erkannt werden wird. Alle weiteren Verfügungen werden nur durch An⸗ chlagen an die Gerichtsthüre publicirt. Pungen den 27. October 1869. Großberzogliches Landgericht Hungen Dreier.

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Ein braver Junge * 25 Drehermesster.

Bekanntmachung.

3274 Gestern Abend kurz vor 10 Uhr hat eln Schand bube von der Chbaussee aus einen Stein mit solcher Gewal! in ein hell erleuchtetes Zimmer des Wohnbaues unster Anstat geworfen, daß detselde nicht nur das Renster durchschlug, sondern das ganze Zimmer durch fliegend an der gegenüberstehenden Wand abprallte. Hätte er einen der im Zimmer arbeitenden Seminaristen getroffen, so hätte er ihn jedenfalls schwer verletzt.

Wer uns der erbä mlichen Tropf nennen kann, der zu solchem Unfug fähig war, erbält eine Belohnung von b fl.

Friedberg, 27. November 1869.

Großherzogliche Seminar-Direction Steinberger.

neun 3242 Samstag den 4. Dezember 1869, Vormittags 10 Ubr, soll die Lieferung des Brodbedarfs pro erstes Quartal 1870 für die Schwadronen zu Butzbach auf dem Büreau der Garnison Verwaltung nach den daselbst zur Einsicht offenltegenden Bedingungen auf dem Wege der Summission vergeben werden. Butzbach den 25. November 1309. n Röittmeißser und Schwadronchef.

Ausleerung der Kehrichtgrube in dem Garnison Lazareth Friedberg auf die Jahre 1870 u. 71. 2273 Samstag den 4. Dezember d. J., Vormittags 0 Ubr, soll auf dem Büreau des Garnison⸗Lazareths obige Auslecrung an den Wenigstfordernden durch Sou⸗ mission vergeben werden. Friedberg den 27. November 1869. Groß herzopliche Garnison Lazareth Commission Stock Dr. Steinbäuser.

Oeffentliche Aufforderung. 3272 Nachdem Groß berzo zliches Hofgericht der Provinz Oberhessen über das Vermögen des Gastwirths Heinrich Karl Henkel von Bad Nauheim den förmlichen Concuis erkannt dat, werden dessen fämmtliche Gläubiger zur Anmeldung und Begründung ihrer Forderungen, sowie zur Geltendmachung eiwaiger Vorzugsrechte auf

Montag den 14. Februar k. J., Morgens 9 Uhr, unter dem Rechtenachtherle des stillschweigend eintreten⸗ den Ausschlusses von der Concursmasse, geladen.

In der erwähnten Tagfahrt soll sodann über definitive Bestellung eines Massecurasors, sowie über die Wabl eines Gläubiger⸗Lusschusses und Verfilberung der Con⸗ cutsmasse verbondelt werden, was unter dem Anfügen dekannt gemacht wird, daß bezüglich der weder in Selbst⸗ person erscheinenden, noch durch gehörig devollmächtigte Mandatarten vertretenen Gläub'ger der slillschweigende Beitritt zu den von der Mehrbeit der Etschienenen, auch bezüglich eines etwa zu Stande kommenden Ar- rangemenis gefaßt werdenden Beschlüssen unterstellt werden wird.

Bad Nauheim am 24. November 1869.

Groß berzogliches Landgericht Nauheim Ulrich, Schnitispahn. Landtrichter. Landgerichts ⸗Ahessor.

9 0 tei 0 Versteigerung. 3278 Die Lieferung des Brennbolzbedarfes von 2) Stecken Buchen Scheitholz erster Classe zur Heizung des Land- gerichtagefängnssses soll Donnerstag den 16. December d. J., Mittage 12 Ubr, im Landgerichtslecal an den Wenigstfordernden vergeben werden und werden Stelglustige bierzu eingeladen. Vilbel am 26. November 1869. Großherzogliches Landgericht Vilbel Jäger.

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