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sggar Strümpfe nicht mehr geliefert werden. Darf ran sich da wundern, wenn mancher derselben. ucht mehr ganz auf den Strümpfen sein wird? „Friedberg. Nachdem der bisherige Land- gsabgeordnete der Stadt Friedberg, Landrichter tockhausen zu Groß-Umstadt, seines ange- giffenen Gesundheitszustands wegen zurückgetreten,
ird dahier die Neuwahl eines Abgeordneten dem-
lüchst vorgenommen werden müssen. Zur Be⸗ hrechung dieser wichtigen Angelegenheit soll nächsten
Vonntag, Nachmittags 3 Uhr, eine Bürgerver⸗
Immlung im hiesigen Rathhause stattfinden. Preußen. Berlin. Nach Schluß der
berathung über die beiden die Prämienanleihe
atreffenden Anträge wurde der Antrag Brauchitsch- we(„das Haus der Abgeordneten möge er— ären, daß es die von der Regierung beabsich— gte Concession einer Prämienanleihe von 100 Millionen mit dem Staatswohle für nicht ver— ubar halte“) mit sehr großer Majorität an- ruommen. Ebenso der Antrag Braun(gesetzliche ziegelung der Anleihefrage und einstweilige Nicht— etheilung der Concession), gegen den die conser⸗— ative Partei und einige Mitglieder der Linken
iimmten.
— Au Stelle des Freiherrn v. d. Heydt, zelchem der König die nachgesuchte Dienstent— issung ertheilte, wurde der Präsident der See— andlung, der wirkliche Geheimerath Camphausen, um Finanzminister ernannt. Der interimistische sorsitz des Staatsministeriums ist dem Kriegs ninister v. Roon übertragen worden.— Herr d. Heydt erhielt den schwarzen Adlerorden.
— Einem Gerücht zufolge hat Graf von stzenplitz abgedankt und sei Herr v. Dechend zu inem Nachfolger ernannt worden. Auch von er Abdankung Herrn v. Mähler's wird gesprochen.
HBraf Bismarck wird hier erwartet.
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— Die„Kreuzzeitung“ versichert, daß von 0
nem Wechsel im Handelsministerium ebensowenig
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Würtemberg. Stuttgart. Es erregt ser Aufsehen, daß der zum Bischof in Rotten— urg erwählte Professor Häfele, statt vom Papste
ine Bestätigung zu erhalten, nach Rom beschie—
en worden ist, um dort zuerst noch persönlich Das Verfahren ist jeden; sells außerordentlicher Art; es kam sonst nicht
wr. Man glaubt allgemein, daß die Haltung uns Dr. Häfele auf der Fuldaer Bischofsconferenz
ne Ursache zu diesem Verhalten der Curie sei.
Oesterreich. Wien. Wie dem pesther hoyd geschrieben wird, leidet es keinen Zweifel kehr, daß in der bevorstehenden Reichsrathssesston s der Mitte des Abgeordnetenhauses ein for teller Antrag auf Annullirung der noch aufrecht übliebenen Theile des Concordats hervorgehen rird, und es haben sich angeblich die betreffenden übgeordneten bereits vergewissert, daß in dem falle eines übereinstimmenden Beschlusses beider läuser das Ministerium keinen Anstand nehmen rde, der Krone die Sanktion desselben zu inpfehlen. Einen Antrag auf Einbringung eines tus Concordat förmlich aufhebenden Gesetzes in din Reichsrath hat so eben der steierische Landtag an die cisleithanische Regierung gestellt.
— Der Aufstand in Süddalmatien scheint
tit ernster zu sein, als die bisherigen Nachrichten
gauben ließen. Eine Wiener Correspondenz der
Rarlsruher Ztg.“ vom 24. sagt darüber Fol—
undes:„Die Regierung hat alle Sendungen von Vaffen und Munitionsgegenständen nach Mon- anegro ohne Ausnahme und selbst in dem Fall irt, wo solche Sendungen mit früher ausgestellten heleitscheinen versehen sein sollten. Die viel „lobte„loyale“ Haltung des Fürsten von Mon— nlegro scheint also bereits in ihr Gegentbeil um— schlagen zu sein. Was die Telegramme des Hrrespondenzbureaus„unglaublich“ nennen, die nnahme des Fort Stanjevich in Dalmatien darch die Insurgenten, ist eine zweifellose That⸗ abe, wenn auch das Nähere noch fehlt. Sie nerd aber um so mehr die Veranlassung sein, die sa wachen Regimenter, welche seither dem Ausstande J genüberstehen, schleunigst zu complettiren und zu
verstärken, als man bereits im Allgemeinen die Ueberzeugung gewonnen hat, daß der bewaffnete Aufruhr überraschende Dimensionen anzunehmen beginnt.“
— Ein Privat⸗Telegramm der„N. Fr. Pr.“ vom 27. Oct. meldet: Der gestrigen Expedition unter Oberst Jovanovic gelang die Entsetzung des Forts Dragali nicht. Die Oesterreicher mußten, von 2000 Insurgenten hart bedrängt, das Hoch- plateau von Dragali räumen und zogen sich mit ziemlichen Verlusten nach Pisano, Dragali und Cerekvice zurück, fortwährend von Insurgenten- haufen cernirt.— Eine weitere Nachricht des- selben Blattes lautet: Telegramme des Feldmar— schall-Lieutenants Wagner constatiren, daß die Insurgenten aus Montenegro und der Herzegowina fortdauernden Zuzug erhalten. Es stellt sich da— her die Nothwendigkeit einer Operation an der türkischen Gränze, speziell an der Gränze von Montenegro heraus, und hat sich aus diesem Grunde das Ministerium des Auswärtigen an die Pforte gewandt, um die Erlaubniß zur Gränz— überschreitung zu erlangen.
Prag. In der Landtagsesitzung wurde die Absendung einer Adresse an den Kaiser beschlossen, in welcher das Festhalten an der Verfassung be— tont wird. Der Ausgleich der widerstrebenden Nationalitäten soll nur auf Grundlage der Ver— fassung als zulässig bezeichnet werden. Ebenso ist eine Resolution wegen direkter Reichstags wahlen gefaßt und die Verdoppelung der Abgeord— netenzahl beschlossen.
Cattaro. Das Kanonenboot„Streiter“ beschoß mit Erfolg die Insurgenten von Budna. Dieselben bieten ihre Unterwerfung an. Die Be— satzungen von Dragali und Czekowice wurden verstärkt und verproviantirt; die damit betrauten Truppen kehrten nach Risano zurück. Auf dem Hinmarsch wie auf dem Rückmarsch hatten dieselben hitzige Gefechte zu bestehen.
Frankreich. Paris. Der mit großer Spannung und Besorgniß erwartete 26. Oct. ist ohne irgend welche Excesse verlaufen. Es herrschte den ganzen Tag über vollständige Ruhe. Gegen 3 Uhr versammelten sich Truppen Neugieriger auf dem Concordeplatz. Der Kaiser promenirte auf der Terrasse des Tuileriengartens und ward leb— haft acclamirt. Paris hat auch am Abend sein gewöhnliches Aussehen bewahrt.
— Sämmtliche Blätter des 27. vom„Con- stitutionnel“ bis zum„Reveil“ bringen dem„ge— sunden Sinne der Pariser Bevölkerung“ ihre Huldigungen dar. Aeußerlich hat diese Episode vom 26. October darin ihren Abschluß gefunden, daß am 27., 3 Uhr Nachmittags, der Kaiser in Begleitung seiner Adjutanten nach Compiegne zurückgekehrt ist.
— Die Commis der Modewaaren Magazine haben im Cirque de l' Imperatrice eine aus 3000 Personen bestehende Versammlung gehalten und einstimmig beschlossen, auf ihren den Chefs der Häuser gestellten Bedingungen fest zu bestehen. Wie die„France“ meldet, sind von ihnen mit Beihülse großer Engros-Häuser drei Bazars er— öffnet worden, welche als ein erster Versuch der Cooperativ-Association zu betrachten sind.
— Der Monde bringt folgende offizielle Mit- theilung:„Da der durch den ehrwürdigen Pater General der Barfüßer-Carmeliter dem Pater Hya— cinthe von der unbefleckten Empfängniß, Provin— zial-Definitor und Superior des Ordenshauses von Paris, gestellte Termin zur Rückkehr in das besagte Kloster abgelaufen ist und nach Einsicht der Akten und authentischen Zeugnissen, welche be— stätigen, daß der besagte Pater Hyaeinthe noch nicht in dieses Kloster zurückgekehrt ist, hat die oberste Behörde des Ordens durch Dekret vom 18. Okt. 1869 den Pater Hyaeinthe von der unbefleckten Empfängniß von allen Aemtern, welche er im Orden bekleidete, entsetzt, und erklärt ihn überdies wegen seiner Apostaste als betroffen von der großen Excommunikation, so wie von allen andern Censuren und geistlichen Strafen, die be— stimmt sind durch das gemeine Recht und die Constitutionen des Ordens gegen die Apostaten.
Spanien. Madrid. Die behufs Lösung
der Monarchenfrage am 26. d. zusammengelretene Fünfzehner Commission setzte ihre Berathung die ganze Nacht durch fort. Da keine Einigung zu erzielen war, wurde die Lösung auf spätere Zu- sammenkünfte vertagt. Die künftige Fortdauer versöhnlicher Ansichten ist schwierig geworden.
— Die Einigkeit im Cabinet ist wieder her gestellt. Der Justizminister Ruiz Zorilla verzichtet auf sein Projekt, den Etat des Cultusministeriums, insbesondere den der Geistlichkeit, zu beschränken.
— Der Berichterstatter der„Times“ in Spanien entwirft ein düsteres Bild von dem Kampfe zwischen den Truppen und den Aufstän⸗ dischen in Valencia.„Statt der 18 Bomben (bemerkt er u. A.), die nach Ansicht mancher Leute in Madrid hinreichen würden, um die Re- bellen zu Paaren zu treiben, gab es ein vielstün— diges Bombardement, ohne daß die Aufständischen Miene gemacht hätten, sich zu ergeben. Während einer sechsstündigen Kauonade wurden 190 12;öllige Bomben, 150 gzöllige Granaten und 1000 andere Geschosse in die Stadt geschleudert. Dann erst kam es zur Uebergabe, oder vielmehr zur Flucht, denn Diejenigen, welche die Waffen streckten, bil⸗ deten nur die Masse. Die Führer waren todt oder verwundet, oder aber, und das gilt von der Mehrzahl, sie hatten sich versteckt. Die Zerstörung ist ungemein groß und es werden Jahre dazu gehören, um die Stadt wieder so aufzubauen, wie sie vorher war. Spitäler, Kirchen, Banken und zahlreiche Privatwohnungen sind vollständig zer— trümmert und viele andere sehr übel mitgenommen.
Italien. Rom. Die Zahl der Bischöfe, welche vom Besuche des Concils dispensirt zu sein wünschen, ist bereits auf 63 gestiegen. Die meisten gehören den entlegensten Gegenden Austra— liens, Amerikas und Asiens an, aber auch Italien, Portugal, Spanien, Frankreich, England und Deutschland sind dabei vertreten. Auch der Bischof von Culm, Herr v. d. Marwitz, wird nicht kommen.
Türkei. Konstantinopel. Die Concession für die rumelischen Eisenbahnen ist jetzt definitiv ertheilt, dieselben werden den Bosporus mit den curopäischen Eisenbahnlinien in Verbindung bringen und eine direkte Verbindung zwischen Thracien, Macedonien und den Häfen von Saloniki, Enos und Konstantinopel eröffnen. Die Länge der Bahn wird 2000 Kilometer betragen. Hirsch und die Concessionsinhaber werden eine Gesellschaft mit einem Kapitale von 50 Millionen Francs bilden, das ganze Eisenbabnnetz soll in sieben Jahren vollendet sein.
Donaufürstenthümer. Bukarest. Der Fürst Karl hat aus Neuwied an den Minister⸗ präsidenten ein Telegramm gerichtet, welches der— selbhe durch Placate an den Straßenecken der Hauptstadt veröffentlichte. Dasselbe enthält die Verlobungsanzeige des Fürsten mit der Prinzessin von Wied. Die Bevölkerung nahm diese Nach- richt kühl auf, denn die Rumänen erwarteten, daß der Fürst sich mit einer Tochter aus einem der Häuser der Großmächte verheirathen würde, welche ihm als Mitgift die vollkommene Unabhängigkeit des Landes und den Königstitel bringen sollte.
Amerika. Nach Nachrichten aus Peru herrschte in der Hafenstadt Callao eine allgemeine Panique. Die Einwohner verließen die Stadt; ebenso sei die ganze Küste von Peru von den Einwohnern verlassen. Die Geschäfte sind gelähmt. Man erwartete, daß Mitte September bis An- fangs Oktober neue Erderschütterungen stattfinden werden. Die Erdstöße in Südperu und Guayaquil dauerten fort.
* Friedberg. Nachdem wir schon seit mehreren Tagen die Höhen des Vogelsberges mit Schnee bedeckt sahen, ist auch bei uns in der Wetterau gestern und heute am 29. Oktober der erste Schnee gefallen. Heute Morgen zeigte das Thermometer 3 Grad Kälte.
Daumstadt. Auf Anregung des Prinzen und der Prinzessin Ludwig wird im Laufe dieses Winters ein Cyclus wissenschastlicher Vorträge stallfinden. Von aus wärtigen Gelehrten werden sich hieran betbeiligen die
Professoren: Dr. Riehl aus München, Dr. Biidiuger aus Zürich, Dr. v. Fritsch aus Frankfurt a. M., Jürgen Bona Meyer aus Bonn, Dr. Brehn aus Berlin, Emminghaus aus Karlsruhe, Köchly aus Heidelberg, Gotifried Kinkel aus Zürich, Pauli aus Macburg und Dr. Zöppritz aus Gießen. Der erste Vortrag:„Der Kampf des Schriftsllers und des Gelehrten“ von Dr. Riehl, wird am 30. October staltfinden.
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