Ausgabe 
27.11.1869
 
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sie in das Gebirg zurückgedrängt wurden, nicht mehr sichtbar. Die Bivouaks der Truppen sind aufgehoben; dieselben haben Cankonnements an der Küste bezogen.

Frankreich. Paris. Die genauen Ziffern des Pariser Wahlergebnisses id: 1. Bezirk: Rochefort 18,051, Carnot 13,734, Terme 2678, ungültige Stimmzettel 31; Rochefort ist gewählt. 3. Bezirk: Cremieux 20,788, Pouper-Quertier 9675, Pascal-⸗Duprat 380, Manccl 124, Alexandre Laya 42, Tony Moilin 20, Ledru-Rollin 729; Cremicux ist gewählt. 4. Bezirk: Glais-Bizoin 13,353, Allou 7552, Brisson 6910, Didier 462, Barbes 1800, Verschiedene 1700; Ballotage. 8. Bezirk: Emanuel Arago 21,681, A. Gent! 5273, Herold 2462, Felix Pyat 3036; Arago ist gewählt. Allou und Brisson erklären bereits in den Zeitungen, daß sie zu Gunsten des Herrn Glais⸗Bizoin zurücktreten.

Großbritannien. London. DieTimts hält den Angaben des Generals Prim gegenüber alle Punkte ihres, die Throncandidatur des Herzogs von Genua betreffenden Artikels, aufrecht und er⸗ klärt, selbst wenn Prim das Versprechen des Königs von Italien erhalten habe, so werde dies doch den Herzog von Genua nicht zwingen können, die Krone von Spanien anzunehmen.

Nachrichten von Bombay zufolge erhielt der dortige Gouverneur einen Brief von Living- stone, datirt vom 13. Mai 1869.

Der vor kaum drei Monaten vom Stabel gelassene Schraubendampfer Lady Flora ist wäh⸗ rend der letzten Stürme auf der Reise nach der Ostsee wahrscheinlich mit Mann und Maus zu Grunde gegangen, da derselbe mehr als drei Wochen an seinem Bestimmungsorte fällig und ganz verschollen ist. Aus Zanzibar meldet der englische Consul den Untergang des britischen Schiffes Hyderabad, welches 45 Meilen füdlich von genannter Stadt auf eine Sandbank gerathen war. Mehrere Personen ertranken, die anderen retteten sich auf die Sandbank, aber viele starben vor Durst, und erst nach siebentägigen Qualen wurden die 54 Ueberlebenden gerettet.

Spanien. Madrid. In einer Versamm⸗ lung der Corteswajorität erklärte Marschall Prim, daß sich die Frage der Königs-Candidatur noch in demselben Stadium befände. König Viktor Emanuel habe seine Zustimmung zu der Candi⸗ datur des Herzogs von Genua in Aussicht gestellt. Die Krankheit des Königs sei Grund der Ver⸗ zögerung.

Der Civilgouverneur hat eine Bekannt; machung erlassen, nach welcher alle Besitzer von Waffen, welche nicht den Miliztruppen angehören, dieselben binnen drei Tagen abzuliefern haben.

Italien. Florenz. Lanza ha: die Neu⸗ bildung des Cabinets übernommen, und es wurde im Sitzungssaale versichert, daß dieselbe die größte Aussicht habe, bald zum Abschluß zu kommen.

In der Deputirtenkammer hat der Präsident Lanza eine Rede gehalten, in der er zur Eintracht ermahnt und es als nothwendig hinstellt, das Hauptaugenmerk auf die Verwaltung der Finanzen zu richten, damit man den eingegangenen Ver- pflichtungen genügen könne.

Nach einer Mittheilung derOpinions hat der König den Präsidenten Lanza durch den Gencral de Sonnaz positiv mit der Bildung des neuen Cabinettes betraut. Lanza hat sich einen definitiven Beschliß so lange vorbehalten, bis er mit dem Könige eine Unterredung gehabt.

Donaufürstenthümer. Der feierliche Einzug des Fürsten Karl und der Fürstin Elisa⸗ beth in Bukarest fand am 24. d. statt. Der

Bürgermeister nahm den Civiltrauungsakt in Gegen⸗

von wichtigen Entschlüssen des Washingtoner Cabinets: die Insel St. Domingo soll annektirt und in dem Krieg zwischen Brastlien und Para · guaßy zu Gunsten des Letztern intervenirt werden.

Frankfurt. Der landwirthschastliche Monatsclub wird in seiner zu Anfang des nächsten Monats staitfindenden Zusammenkunft Verhandlung pflegen uber die Verbesserungen, deren das Verhältniß der Dienstherrschaften zu dem länd⸗ lichen Gesinde und den sonstigen Arbeitern dringend be⸗ dürftig ist. Im zoologischen Garten traf ein prächtiger männlicher Löwe ein. Für das nächsie Frühjahr steht die Erwerbung von zwei Tigern in Auosicht. Frankfurt. Man spricht bier viel von einer scham⸗ losen Ausbeutung der kleineren Geschäftsleute und Arbeiter, welche einige Händler mit österreichischen Sechskreuzer⸗ seügen betreiben. Diese Münzen werden nämlich von den⸗ selben massenhaft aufgekaust, der ärmeren Klasse bei Zahlungen aufgenöthigt, und von dieser

45 Prozent Abzug eingetauscht, um bei abermaliger Verwendung in Oesterreich wieder 68 Prozent daran zu gewinnnen. Hiesige Blätter drohen mit Nennung von Namen, wenn der Unfug fos tgesetzt werden sollte.. Darmstadt Die hicsige Waaren- und Produktenbörse wurde unter außerordentlich zahlreicher Betheiligung der biesigen sowohl als auswärtigen Geschäftale ue mit einer würdigen Ansprache von Seiten des Präsidenten unster Handelskammer im Cafe Siamm eröffnet. Trotz der eben herrschenden allgemeinen Geschäftenille wurden in Früchten und Branntwein sehr bedeutende Käufe abgeschlossen. Worms. Wegen des an dem Schiffb mer Schlegel verüdten Mordes sind außer dem Taglöhner Hollerieth, welcher die That leugnet, trotzdem er bestimmt als der Mörder bezeichnet wird, noch vier Personen in Verwahr genommen, mittlerweile aber wieder frei gegeben worden. In der nahen Gemarkung Horchheim wurden bei einem Treibjagen 536 Hasen geschossen, in Odenhein 800 Stück. Bei einem früheren Treibjagen daselbst hatte man 30⁰ Stück erlegt, also in Summa 1100 Stück. Rechnet man den Hasen zu 1 fl. 30 kr., so macht das 1650 fl., wozu noch eine Einnahme in runder Summe von 500 fl. für Hühner gerech et in Allem 2150 fl. als Ertrag ergeben. Der Pachtpreis ist nur 450 fl

Aus Rheinhessen. Am 21. d. Abends zwischen 5 und 6 Uhr wurde auf dem Wege von Ober⸗Hilbersbeim nach Sprendlingen, noch ziemlich nahe bei Ober-Hilbers⸗ heim, Wirth Johann Walter von Sprendlingen erschlagen. Sein Geld, und was er sonst noch bei sich gehabt, wurde alles dei ihm gefanden, es liegt also kein Raubmord vor. Hamburg. In Untersuchunssachen gegen den Rheder R. Sloman, betreffend den Ausbruch des Typhus auf dem AuswandererschiffePalimerston erkannte das Ober⸗ gericht, daß R. Sloman in eine Geldstrafe von 100 Thlr. und in die Hälfte der Untersuchungskosten zu verurtheilen sei.

Sagen aus der Wetterau. Von Heinrich Hensler. 10. Jagen von Fritdberg. Friedberg ist eine der ausgezeichneisten Römer⸗ stätten der ganzen Wetterau, wo nicht die erste Sie liegt auf einer zwar unbedeutenden, aber zu einer Feste gegen einen von Norden her drohenden Feind in frühern Zeiten sehr geeigneten Anhöhe, deren westliche, nördliche und östliche Seite ziem lich steil und die dabei durch den Seebach und die Usa geschützt ist.

Die Stadt war in früheren Zeiten sehr groß und reichte bis zum sogenannten Galgenberge hin. Es entstand aber einst ein dewaltiger Brand, welcher die ganze Stadt zerstörte, und nur nach und nach wurde sie, aber in geringerer Aus⸗ dehnung, wieder aufgebaut.

Von dem Augustinerkloster bis zur Stadtkirche ist ein unterirdischer Gang, in welchem die zwölf Apostel, ganz von Silber und in Lebensgröße, aufbewahrt sind. Es waren schoͤn manche Ein⸗ wohner und Leute aus fernen Ländern lüstern darnach und gaben sich viele Mühe sie aufzufinden; Niemand störte diese Leute in ihrer Arbeit, die oft Wochen lang währte, aber Niemand hat sie noch gefunden.

Auch unter der alten im Jahre 1804 ab- gebrochenen Kirche zu Straßheim ist der Sage nach ein Schatz vergraben gewesen, den zu heben Einige im letzten Viertel des vorigen Jahr⸗

wart von Tauseaden von Zeugen vor. Gleich⸗ zeitig werden 50 rumänische Brautpaare getraut.

Nußland. Petersburger Journale er zählen von einem großen Diebstahl, der in dem Winter⸗ palast des Zaren begangen worden.

den. entdeckt. Amerika.

Die kaiser⸗ ihn reich machen, liche Kapelle ist vollständig geplündert, der ganze Namen in Schmuck an Gold und Edelsteinen geraubt wor- Fremde bei sich trug Die Diebe hat man bis jetzt noch nicht das nicht und weigerte sich, da

hunderts vergebens unternahmen.

wieder gegen]

lang an nichts fehlen. Da wurde es dem Manne heiß und er gerieth in große Angst, denn er hakte einen falschen Fuß bei dem Fremden bemerkt, und wußte nun, daß es der Teufel war. Es befand sich Niemand in der Nähe, den er hätte zu Hülfe rufen können; in der Verzweiflung schnitt er sich in den Finger und schrieb in das Buch; Jesus Christus.

Wie der Fremde dieses sah, verschwand er plötzlich und ließ das Buch nebst einem fürchter⸗ lichen Gestanke zurück. Der Mann aber nahm das Buch und fand, daß viele Namen darin standen, und trug es nach Friedberg auf die Kanzlei. Man hörte aber nichts weiter davon und es soll verbrannt worden sein, denn es sollen vie Namen vieler Großen darin gestanden haben.

Wenn Pius IX. 3234 der Königin Isabella die Rose zusandte, so hat er eben sie für die dieser Ehre würdigste unter den christ⸗ lichen Fürstinnen erachtet. Das it das Ganze. Eiust⸗ weilen dürfen wir wohl den Papst Pius IX. bezüglich dieses Urtheils für competenter erachten, als den Lahrer Hintkenden Boten).

Osnabrücker Volksblatt. (5) Auflage 800,000 Exemplare. Vorräthig bei allen Buchhändlern und Buchbindern.

3231 Ungeachtet der Anfechtungen von Feinden einer raschen und sichern Selbstbülfe, ungeachtet der zahllos auftauchenden ähnlichen Hausmittel, steben die nach Vor⸗ schrift des Professors der Mebicin Dr. Harleß gewissen⸗ haft bereiteten Stollwerck'schen Brustbonbons bis heute vollkommen unerreicht da! Der 230 jährige stets wachsende Consum ist das beste Zeugniß für die Güte des Fabrikats, welches allen Brustleidenden warm empfoblen zu werben verdient.

Bitte.

Arm 3. November ist der 18 jährige, sebr brave Zimmer⸗ geselle Ludwig Michel in Steinfurth beim Heben eines schweren Baumstammes durch denselben niedergeschmettert und sofort als Leiche heimgebracht worden. Er war der treue Ernährer seiner armen, verwittweten und arbeitsun⸗ fähigen Mutter und seiner jüngeren Brüder. Für dꝛese Hmierbliebenen haben Steinfurth's Bewohner die Liebes gabe von 38 fl. 40 kr. zusammengebracht, und es findel sich in Friedberg und Umgegend wohl manche mitleibige Seele, die für diesen wohlthäligen Zweck vielleicht ein Scherflein opfern möchte. 215 Etwaige Gaben in Empfang zu nehmen, ist die Expedition d. Bl. auf an sie ergangenes Ersuchen bereit.

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Fauerbach nach Friedberg. Da trat ein wohlgekleidtter Fremder unterwegs zu ihm, und versprach ihm, er wolle wenn er mit seinem Blute seinen Buch schreibe, das der

das großze Aber der Mann wollte

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drang aber Jener

in ihn und setzte ihm hart zu, er solle nur

Nachrichten aus Amerika sprechen schreiben, es werde ihm dann gewiß sein Leben

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