Ausgabe 
27.7.1869
 
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Welt drüben niemals und Europa seit einem halben Jahrhundert nicht gesehen hat, die Anhänger der Sclaverei zu Boden geworfen hatte. Und als das Heer seine Pflicht gethan und die Republik gerettet hatte, da verstand es sich von selost, daß es sich sofort wieder auflöste, und die siegreichen Generale und Offiziere sahen sich nicht als die Herren des geretteten Staats an, sondern traten sofort in die Reihen der Bürger zurück und er warben, wie vorher, ihren Lebensunterhalt durch ihrer Hände Arbeit. Die Union wandte sich wieder ihren bürgerlichen Aufgaben zu. Sie bemühte sich auf der einen Seite, die durch den Krieg bewirkte colossale Schuldenlast in einem Maße zu bezahlen, wie noch nie ein Volk gethan, nuf der anderen Seite aber widmete sie sich mit um so größerer Rührigkeit der productiven Thätig keit. Der beste Beweis dafür, welche großartige nationale Werke des Friedens dieses Volk in urzer Zeit und unter den schwierigsten Verhält⸗ nissen zu schaffen im Stande ist, ist die den großen Ocean mit dem atlantischen Ocean verbindende stieseneisenbahn(Pacifiebahn), deren Vollendung

für unsere europäischen Begriffe als ein Wunder ohne Gleichen zu betrachten ist. Das ist das Volk der neuen Welt, das fast kein Militär hat, und doch in der Stunde der Gefahr ein mächtiges Bürger- und Volksheer zu schaffen im Stande ist, das Volk, das im Frieden seine besten Kräfte und Mittel nicht dem Heer und Kriegsbereitschaft opfert, sondern den Arbeiten des Friedens widmet, das lebensfrohe, lebensmuthige, strebende, schaffende, siegesgewisse Volk des Vorwärts, dem die groge, reiche Zukunft der Menschheit gehört. Und nun, ihr Staaten der alten Welt, insbesondere ihr an dem alten Militärsystem so sesthaltenden Staaten Mitteleuropa's, Frankreich, Oesterreich und Preußen, die ihr dem Militarismus die Ar beitskraft und den Wohlstand des Volkes opfert, erkennt ihr nicht die Gefahr, die euch von dem ohnehin durch die Natur reicher gesegneten Volk der neuen Welt für eure volkswirthschaftlichen Verhältnisse mit den Jahren in einem höheren Grade droht? Wollt ihr von dem Volk des Vor wärts, das mit Recht den wahren Fortschritt nicht auf dem Gebiete des Krieges,

Friedens sucht und der Friedensarbeit, d. h. der Steigerung der Production und des Erwerbs, der Förderung der Agricultur, der Industrie und des Handels alle seine Kraft widmet, euch über⸗ flügeln und von demselben über euch hinschreiten lassen? Wollt ihr, anslatt in eurem Volkswohl⸗ stand, der ja doch für die einzelnen Staaten auch die unerläßliche Bedingung für die Entwickelung ihrer Macht und für die Erhaltung ihrer Militär kraft bildet, vorwärts zu schreiten, immer mehr rüdwärts kommen? Möchten doch endlich die Re gierungen Frankreichs, Oesterreichs und Preußens ibren Völkern durch eine allgemeine Entwaffnung die Möglichkeit gewähren, daß auch sie, wie das Volk des Vorwärts, der Friedensarbeit ihre volle Kraft widmen und nicht zu ihrem Nachtheil hinter demselben zurückbleiben!

sondern des

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ist in Flaschen à 8 und 14 kr, stets zu hahen bei Bindernagel& Schimpff.

Oeffentliche Aufforderung.

135 Forderungen und sonfilge Ansprüche an den Noch des biefigen Ortsbürgers Hartmann Wilbelm Wagner sind binnen 14 Tagen bei dem unterzeichneten Zerichte aniumelden, widrigenfalls fie bei der Vertbeuung tes Nachlasses unter die Intenaterben des Versforbenen licht berücksichtigt werden konnen Friedberg am 14. Juli 1869. Großherzogliches Landgericht Friedberg Rertz, Hofmaun Landrichter. Landgerichts-Assessor.

Bekanntmachung.

75 Diejenigen Steigerer, welche am 2. Junk l. J. un dem Redier Wickßadt, Distriet Haardt, Holz er⸗ igert und noch im Walde fitzen haben, werden biermit sucht, dasselbe binnen 10 Tagen um so gewisser ab⸗ sufah ren, als man sich gegenfalls genötbigt seben würde, susselbe einer anderweiten Verfieigerung auszusetzen.

Zugleich werden die Steigerer auf die Versteigerunga⸗ bedingungen 10, 11 u. 12 und die hiernach für sie ent⸗ benden Nachtbeile, im Falle eines anderweiten Ver⸗ bufs, aufmerksam gemacht

Wickstadt den 22 Juli 1869.

Gräfliche Oberförsteret Assenheim Schal las

Lieferung

ton Bioouaks-Bedürfnissen.

476 Freitag den 30. d. M., Vormittage 11 Uhr, bird auf dem Bürecau der Div sions Intendantur dabter e Lieferung des Bedarfs an Fleisch, Victualien, FNreunholz und Lagerstroh für die wäbtend der drefährigen Perbstübungen der Großherzoglichen(25) Uivision dom 23. August bis 3. September in Lich, lerngen, Düdels heim, Altenstadt, Nieder- 2 öllstadt, Groß⸗Karben und Kloppenhelm errichtenden Manöver Magazine, durch Submission virrgeben werden.

Die Liferungs-⸗Bedinaungen können täglich auf dem gmannten Büreau eingesehen werden.

Darmstadt den 23. Juli 1869.

Großherzogliche Intendantur der 25. Diylsion Schimpf f.

2 1 1 7 1 Die Holzversteigerung 277 im Domanialwald der Oberförsterei Ortenberg m 21. und 23. d. M. wird hiermit genehmigt. Die Uberweisung des Holzes, sowie der erste Fahrtag wird u Montag den 2. k. M., Vormitiags 6 Ubr, mit dem damerken anberaumt, daß die Abfuhrscheine vom 31. d. M. bet Großherzoglichem Reutamte Nidda erhoben deden können. Ortenberg am 23. Jult 1869. Großherzogliche Oberlörsterei Ortenberg N re 9

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