Ausgabe 
27.5.1869
 
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in Anwendung zu treten brauche, daß es aber sofort als internationales Band betrachtet werden möge. Es liegt ein ossenbarer Widerspruch in diesen parallel mit einander laufenden Bestrebungen unserer Zeit. Auf der einen Seite die enormen Vorbereitungen zum Kriege, das Ueberbieten in der Erfindung und Aneignung der möglichst Ver- derben bringenden Waffen. Auf der andern Seite diese Vereine zur Pflege der Verwundeten mit ihrem rothen Kreuz in der weißen Flagge, ihren Krankenträgern, ihren Wagen für die Fortschaffung der Verwundeten, kurz mit ihrer ganzen von Oben herab geförderten Sorge, die Leiden derer auf jede thunliche Weise zu mildern, die das Opfer möglichst vollkommener Waffen geworden sind. Zur Zeit ist diese internationale Conferenz der Vereine für Pflege der Verwundeten fast ge eignet, ein Lächeln hervorzurufen, und wenn die selbe in diesem Jahre in Berlin getagt hat, im nächsten Jahre in Wien tagen will, muß man unwillkurlich an die Taube unter den Geiern denken. Aber dennoch sind die internationalen Conferenzen ein erstes Anzeichen, daß ein Um- schwung in den Anschauungen über den Krieg sich vorbereitet. Gerade der Contrast, den diese hu manen Bestrebungen zu den kriegerischen Vorbe reitungen bilden, die an den Orten getroffen wer den, wo diese Bestrebungen sich geltend machen, muß um so lebhafter den Gedanken an die Schrecken des Krieges erwecken. Und je mehr Erfolg diese Bestrebungen haben, desto mehr er schweren sie die Kriegsführung. Früher galten die Verwundeten lediglich als eben so viel dem Feinde entzogenes Kriegsmatcrial. Je mehr die Grundsätze der Genfer Convention ausgebildet werden und je mehr dieselben ins praktische Leben treten, um so mehr werden die Verwundeten des

Feindes eine Last für den Sieger, denn er hat ihnen alle die Sorgfalt und die Pflege zu wid⸗ men, die er seinen eigenen Verwundeten zu Theil werden läßt. Wird der Krieg nicht länger mit jener Rohheit früherer Zeiten geführt, vor der wir jetzt zurückschaudern, will man die Kriegfüh- rung mit Humanität paaren, so wird das Mitleid mit den Verwundeten bald in Mitleid mit den Nichtverwundeten umschlagen. Denn liegt es nicht dem menschlichen Gefühle näher, lieber keine Wun⸗ den zu schlagen, als die geschlagenen Wunden mit Aufbietung aller Errungenschaften der Wissenschaft und aller Sorgfalt hingebendster Menschenliebe zu heilen. Je mehr Boden die Bestrebungen der Ver eine für Pflege der Verwundeten finden, desto näher kommt die Zeit, wo die Völker sich denen versagen werden, die sie auffordern, ihre Streitigkeiten durch Ströme vergossenen Blutes und all' die unsäglichen Leiden des Krieges zu schlichten. Rh. B.

cestprogramm für die am 31. Mai 1869 zu Worms stattfindende Versammlung von deutschen Protestanten.

Sonntag, den 30. Mai, nach der Conferenz des erweiterten Ausschusses, von Abends Uhr: Gesellige Zusammenkunft aller bereits anwesenden Festgäste im Worret'schen Saale. Um Uhr: Choral vom Thurme der Dreifaltigkeitskirche. Um 9 Uhr: Bengalische Beleuchtung des Luther Denkmals.

Montag den 31. Mai: Morgens 6 Uhr Choral vom Thurme. 10½ Uhr: Beginn der Versammlung in der Dreifaltigkeitskirche(am Markt), eröffnet mit allgemeinem Gesang des Liedes:Erhalt uns Herr bei deinem Wort! Hierauf Gebet, gesprochen von Herrn Pfarrer Briegleb aus Hohen-Sülzen. Dann

Gesang,Ich suche dich, Unerforschlicher, aus- geführt von hiesigen Gesangskräften unter der Leitung des Musikdirektors Hrn. C. Haine.

Begrüßung der Versammlung durch Herrn Dr. Schroeder aus Worms. Eröffnung der Ver⸗ handlungen:

a) Erklärung gegen das sg.apostolische Schreiben des Papstes Pius IX. vom 13. Sep⸗ tember 1868, welches die deutschen Protestanten zur Rückkehr in die römische Kirche auffordert, und gegen die ultramontanen Angriffe und An- maßungen. Referent: Kirchenrath Professor Dr. Schenkel aus Heidelberg. b) Das evangelisch⸗ protestantische Gemeindeprincip und die daraus folgenden Grundsätze der protestantischen Kirchen verfassung. Referent: Hofgerichteadvokat A. Ohly aus Darmstadt. Nach der Versammlung wird zur Schlußfeier am Lutherdenkmal das Lied:Ein' feste Burg ist unser Gott gemeinsam gesungen.

Nachmittags 4 Uhr: Festbanket im Casinosaale.

Programme nebst Liedertext, Thesen und be sondere Bandzeichen für die Herren Delegirten sind auf dem Einweisungs-Bureau im großen Kaufhaus saale, sowie an der Kirche zu haben. Auch haben sich alle Diejenigen, Damen und Herren, denen reservirte Plätze angewiesen sind, mit diesen Bandzeichen zu versehen.

Die Karten zum Banket à 1 fl. 45 kr. werden abgegeben bei Hrn. Kaufmann J. H. Mayer, gegenüber dem Casino.

Extra⸗Eisenbahnzüge am 31. Mai: 1) Aus Mainz nach Worms 845 Vorm. 2) Worms nach Mainz des Abends.

Aus Darmstadt über Gernsheim nach Rosengarten⸗ Worms sind Extrazüge in Aussicht gestellt, ohne daß deren Fahrzeiten vor dem 28. Mai fest angegeben werden können, sicher aber werden diese am Vormittag des 31. Mai rechtzeitig in Worms eintreffen.

GZBraunkohlen- Verkauf.

1530 Auf den Fürstlichen Braunkohlengruben zu

Weckesheim, Dorn⸗Assenheim und Wölfersheim

werden von jetzt ab trockene Koblenklötze von der diesjährigen Aufbereitung abgegeben und beginnt gleichzeitig

eine neue, bis zum 31. Creditpertode.

Die 12 kr. pro CEentner abgegeben werden.

Grube Weckesheim ten 18. Mai 1869.

December d. J. laufende, mit einer Zahlungsfrist dis zu Ende März 1870 verbundene

Preise find die seitherigen und wird desonders darauf aufmerksam gemacht, daß die Dolzlohlen zu

Jürstliche Berg Verwaltung Kröber.

Edictalla dung 3543 Ueber das Vermögen des Heinrich Kirchner von Ober⸗Rosbach ist förmlicher Concurs erkannt worden. Alle bekannten und unbekannten Gläubiger desselben werden aufgefordert Mittwoch den 30. Juni l. J., Bormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, bei Vermeidung still⸗ schweigend erfolgenden Ausschlusses, ihre Forderungen und Ansprüche anzumelden und zu begründen, auch etwaige Vorzugsrechte geltend zu machen. In dem Termine wird gleichzeitig Arrangementsversuch und die Wahl eines Massecurators resp. Gläubigerausschusses stattfinden, und die nicht erscheinenden oder durch einen Bevollmächtigten nicht vertretenen Gläubiger werden, als den Beschlüssen der Mehrheit der anwesenden Gläubiger beitretend, angesehen. Friedberg am 12. März 1869. OGroßherzogliches Landgericht Friedberg Reiß, Steinberger, Landrichter. Landgerichts Assessor.

Oeffentliche Aufforderung.

1521 Es werden Alle, die noch Ansprüche an den Nachlaß des verstorbenen Konrad Schimpf III. von Nieder ⸗Weisel rechtlich bilden können, zu deren specificirten Anmeldung im Termin Zreitag den 11. Juni d. J., Vormittags, sowelt die Anmeldung noch nicht geschehen ist, bei Met⸗ dung deren Nichtberücsichtigung vor unterzeichneter Gerichtsstelle aufgefordert. Butzbach den 14. Mai 1869. Großherzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gil mer.

loan un 1592 Freitag den 28. d. M., Morgens 9 Uhr, werden im Gemeindewald Ober⸗Rosbach 3400 Ginftern⸗ Wellen öffentlich meistbietend versteigert.

Die Zusammenkunft ist im Distriet Hoheburg auf dem Hühnerpfad.

Ober⸗Rosbach am 22. Mai 1869.

Großherzogliche Bürgermeisterei Ober⸗Ros bach Blecher.

Bie denn 1550 Montag den 31. Mal 1869, Vormittags 10 Uhr, soll die Lieferung des Brodbedürfnisses pro drittes Quartal 1869 für die Schwadronen zu Butzbach auf dem Büreau der Garnison- Verwaltung, nach den da⸗ selbft zur Einsicht offenliegenden Bedingungen, auf dem Wege der Summission vergeben werden. Butzbach den 20. Mai 1869. Das Großherzogliche Stattons⸗Commando daselbst Freiherr v. d. Ho o p, Rititmeister und Schwadronschef.

At af uni m chu n g.

1591 Die am 24. Mai d. J., im Domanialwald⸗ District Burgwald der Großherzoglichen Oberförsterei Ober Rosbach abgehaltene Holz⸗ und Ginstern⸗ Versteigerung ist genehmigt und können die Abfuhr⸗ schrine Dienstag den 1. Jun bei Großherzoglichem Rentamte Friedberg in Empfang genommen werden. Der erste Fahrtag ist auf Donnerstag den 3. Junt fest⸗ esetzt. e den 24. Mai 1869. Großherzogliche Oberförsteret Ober⸗Ros dach Bingmann.

Maurer-& Gartensand,

1553 Schlackensand von heute an fl. 6. pro Cubik⸗ Klafter gleich 400 Centner frei Waggon Lollar oder fl. 27. frei Station Friedberg.

Main⸗Weser⸗Hütte, Station Lollar, 12. Mal 1869.

A Avis. 1597 Zwei schöne, junge, wobhldressirte

Hühnerbunde find billig zu verkaufen. Expeditson d. Bl.

Mehrere gebrauchte Chaisen,

englische Wo? sagt die

1571 ganz und halb verdeckt, sowie ein Geschirr ze. sind zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl.

Holz⸗Versteigerung in den Domanialwaldungen der Oberförsterei Eichelsdorf.

1593 Mittwoch den 2. und Donnerstag den 3. Juni werden in den Districten Wolfslauf, Rainrod⸗Reiperts, Gaulswiesenhang, Floshsberg und Kleerberg nachstehende Holzsortimente verfteigert:

A. Brennholz. Scheitholz. Prügelholz. Stockholz. Reisholz. Holzart. Stecken

Buchen 675½ I. CI. 120½ 134¼ 442 33½ I., As pen 2 8 B. Bau-, Werk- und Nutzholz. 7 Buchenstämme von 15- 27½ Durchmesser mit 443 Cubtkfuß,

3 Fichtenssämme von 69 Durchm. mit 65 Cb.⸗Fuß,

1 Fichtenstange mit 4 Cubiksuß.

Das Buchenffammpolz kommt am 1. Tag und das Nadel, Stamm- und Stangenholz am zweiten Tag zum Ausgebot.

Anfang der Versteigerung jedesmal Morgens präcis 9 Uhr. Zusammenkunft am ersten Tag im Difirtet Wolfslauf dei den ersten Holznummern, am zweiten Tag im Dißrict Raluröder-Resperts. Das im Distriet Gaulewiesenhang zerffreut sitzende Windfallholz wollen fich die Steigliebhaber vorder von Groß berzoglichem Jorstwart Rodemich in Rainrod vorzeigen lassen.

Eichelsdorf den 23. Mai 1869.

W Eichelsdorf e per.

Antiquariats- Ausverkauf.

1554 Wegen Aufgabe meines Geschäfts verkaufe ich meine sämmtlichen noch vorräthigen Bücher zu bedeutend herabgesetzten Preisen.

Gleßen im Mai 1869.

S. Kaufmann neben der Fahrpost.

Verloosung.

1585 Von der Darmftädter Verloosung von 1868, welche am 20. Mal zu Darmstadt unter poltzeilicher Aufficht abgehallen wurde, sind folgende Nummern herausgekommen:

302 2173 384 1725 1455 1222 2101 2235 1360 1121 350 329 1070 1375 1034 2157 2183 1385 1565 2044 56 978 332 287 Carl Ramp aus Mainz.

Ein Laufmädchen

1589 sucht die Familie im neuen Vogt'schen Hause bel der Stadtkirche.