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den Bewohnern Nauheims entgegengebracht wurde und werden sich erstere gewiß nur slets mit Freude an ihren Aufenthalt in Nauheim erinnern können.
In Offenbach regen sich alle Händ“, um das vierte mifteltheinische Schützenfesit kommenden Sonntag in würdiger Weise zu begehen. Nach der Absicht des Comites soll das Fest den Charakter eines Volksfestes agen. Wer sich der Gesang⸗ und Turnfeste daselbst er⸗ innert, wird wissen, daß dort bis jetzt jedes Fest zum Volkesest wurde. Die Festgebäude sind bereits fertig und wird eben an deren Ausschmückung die letzte Hand gelegt. Durch eine Ehrenpforte gelangt man auf den Festplatz selbst, auf dessen rechter Seite sich die 200 Fuß lange und 50 Fuß breite Festhalle befindet, welche in der Stunde des Banketes 580 Speisenden hinlänglich Raum bietet. Für Speisen und Getränke ist in reicher Fülle gesorgt, mnd fehlt es auch an labendem Quellwasser nicht; denn mit großen Kosten richtete der Offenbacher Schützenverein diese Wasserleitung ein, die sich namentlich noch durch einen mächtigen Springbrunnen auf dem Festplatze do cumentirt. Gambrinus ist gleichfalls Rechnung getragen
und ziehen sich die betreffenden Gebäulichkeiten der Seite entlang bis zur Schießhalle, welch' letztere mit 22 Ständen versehen ist. An den Festplatz schließt sich ein Volksplatz au, auf welchem sich das bunte Treiben des Jahrmarktes, der Messe, entfalten wird. Im Ganzen werden etwa 600 Schützen erwartet, welchen von Offenbachs Bürger⸗ schaft über 400 Freiquartiere zur Verfügung gestellt sind.
Darmstadt. Der am 6. Juli bier stattfindende Zuchtviehmarkt wird wobl der bedeutendste aller bis jetzt abgehaltenen Märkte werden, da zu gleicher Zeit die hiesige Maschinen-Ausstellung abgehalten wird, zu welcher nicht nur die Landwirthe aus hiesiger Gegend, sondern auch jene aus weiter Ferne erscheinen werden. In richtiger Würdigung dieses Verhältnisses, machen die betreffenden Handelsleute bereits die größten Anstrengungen, um die ausgesuchtesten und allervollkommensten Thiere jenem Markte zuzuführen.
Darmstadt. Das Bedürfniß, gegenüber der dem⸗ nächst eintretenden Erhöhung der Maischraumsteuer die gemeinsamen Interessen der Brennereibesitzer zu fördern
und zu vertreten, ist die Gründung eines Vereins süb⸗ deutscher Brennereibesitzer während der in den ersten Tagen des nächsten Monats hier stattfindenden Maschinenaus⸗ stelluug beabsichtigt. Die Einladungen hierzu sind bereits ergangen.
Mainz. Die Eröffnung unserer Industritausstellung ist, da manche für dieselben bestimmten Arbeiten von Aus⸗ stellern noch zu sehr im Rückstande sind, auf den 14. August d. J. verschoben worden.— Es circuliren hler falsche preußische/ Thalerstücke mit dem Bilbnisse König Wil⸗ helm IV., die aus einer Bleicomposition versertigt sind und sich bei einiger Aufmerksamkeit leicht an dem blei⸗ artigen Aussehen, sowie an den plumpen Buchstabenformen erkennen lassen.
Zu Caub am Rhein nimmt man seit Kurzem die sehr bedrohlichen Anzeichen wahr, daß in einer dortigen Straße eine Bergwand in sieter, wenn auch langsamer Bewegung begriffen ist. Mehrere Häuser am Fuße des Berges sind dadurch schwer bedroht und hat sich ihrer Bewohner große Aufregung und Besorgniß bemöchtigt.
Mühle⸗Versteigerung.
1795 Die den Erben des Emil Sundbeim dabier gehörige Badenburger Mühle, 704[OJ Klftr., soll Donner⸗ stag den 1. Juli d. J., Nachmittags 5 Uhr, auf hiesigem Ortsgerichts⸗Büreau versteigert werden.
Die Mühle steht an der Lahn, bat 3 Mabl⸗ und 1 Schlaggang, sowie Oeconomie-Gebäude in gutem Zu⸗ stande und starke Wasserkraft.
Wieseck den 2. Juni 1869.
Großberzogliches Ortsgericht Wieseck Lang.
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Holz⸗Versteigerung. 1831 Freitag den 25. Juni l. J., Morgens 9 Uhr anfangend, werden in den Freiherrlich v. Ritter'schen Waldungen zu Hof Hassel deck:
8½¼ Stecken geschältes Eichen ⸗Scheitholz,
36 ¼ 5 7 7 Prügelbolz, 4812 Wellen 5„ Reiserholz,
2½ Stecken Klefern⸗ Prügeiholz,
21 II„ Stockbolz und
250 Wellen„ Reiserholz an den Meistbietenden versteigert.
Die Zusammenkunft(st am Pflanzgärtchen, woselbft mit dem Verkaufe des Kiefernholzes der Anfang gemacht vir d.
Iriedberg den 14. Juni 1869.
In Auftrag der Frh. v. Ritter'schen Gutsverwaltung zu Rüdesheim Hdeidt.
Oeffentliche Aufforderung.
1869 Wilheim Vorbach II. aus Nieder- Rosbach bbeftellte am 3. August 1863 seinem damals minder lährigen Sobne erster Ehe, Conrad Vorbach, zur Sicherung des in feiner Verwaltung stehenden beweg⸗ lüchen Vermögens desselben im Capitalbetrage von 201 fl. 34½ kr.(Zwethundert und Ein Gulden Dreißig Bier Kreuzer Ein Heller) eine Hppothek. Die hierüber errichtete Urkunde, welche später dem Conrad Vorbach dehändigt wurde, soll abhanden gekommen, jeder Anspruch nus derselben aber erloschen sein. Geschebenem Antrage gemäß ergeht daher an Alle, welche einen solchen aus wieser Urkunde für sich herleiten zu können glauben, die Aufforderung, solchen binnen drei Monaten von dem Tage der ersten Veröffentlichung dieses Aufrufs an so o gewiß dahter zur Anzeige zu bringen, als sonst der elbe für exloschen betrachtet und die Löschung der Dppotbek verfügt werden wird. Friedberg am 21. Junt 1869. Großherzogliches Landgericht Friedberg Re ls.
Oeffentliche Aufforderung.
879 Forderungen an den Nachlaß des Johannes Zritz II. von Södel find bie zum 10. Jult 1. J., bei Meldung der Nichtberücksichtigung bel Regelung der Bermögensverhältnisse, dahier specificirt einzureichen. Friedderg am 18. Juni 1869. Großberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Hofmann, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor.
Arbeits ⸗Versteigerung. 887 Samstag den 26. Juni, Vormittags 11 Uhr, ollen auf dem Ratbhause zu Ossenheim die im Pfarrbhause daselbs vorkommenden Reparaturarbeiten, als:
Schreineraraeit, veranschlagt zu 50 fl.— kr.
Weißbinderarbeit 14„ 0. Glaserarbeit 8 I, Maurerarbeit 10„—
un die Wenigstfordernden in Accord gegeben werden. ZItledberg den 22. Juni 1869. 0 Der Bezirks- Bauaufseher
Schneider.
863 Tüchtige Schuhmachermeister, welche bei ieferung der Zuthaten schöne Arbeit anfertigen können, anden bei wöchentlicher Ablieferung dauernde Beschäf⸗ gung. C. Hellfeld,
Götheplatz 11,1. Stock, Frankfurt a. M.
An sämmtliche Großherzogl. Bürgermeistereien des Kreises.
1824 Wir müssen wiederholt bitten, alle in
Angelegenheiten der Mathildenstiftung an uns
gerichtete Schreiben mit„Gemeinde⸗Dienstsache“, nicht aber mit„Großherzogliche Dienstsache⸗ zu bezeichnen, weil sie nur im ersteren, nicht aber im letzteren Falle von der Postverwaltung als portofrei behandelt werden, und werden wir in Zukunft alle falsch declarirten und deshalb mit Porto belegten Zusendungen uneröffnet zurückgehen lassen. 8 Friedberg am 15. Juni 1869. Für den Vorstand der Mathildenstiftung Ste in be t r.
Der Vorstand der Mathildenstiftung an die Großherzogl. Bürgermeistereien des Ereises.
1885 Wir ersuchen Sie, denjenigen Ihrer Ortsangehörigen, welchen Pfleglinge unsrer Stiftung anvertraut sind, gefälligst bekannt zu geben, daß die Pfleggelder vom 1. Semester 1869 am 29. Juni d. J. bei unserm Rechner, Herrn Beigeordneten Joh. Steinhäußer dahier, gegen Beibringung der vorschriftsmäßigen Bescheinigung in Empfang genommen werden können.
Friedberg, 23. Juni 1869.
Mit dem 1. Juli 1869 beginnt ein neues Abonnement auf die
„Hessischen Volksblätter.“
Stein berger.
1873
Dieselben werden fortfahren, die politischen Tagesfragen im Sinne freibettlicher Entwickelung nach Innen und nach Außen zu besprechen und hierbei, dem Laufe der Weltdegebenheiten folgend, dem Großherzogthum
Hessen besonderes Augenmerk zuwenden.
Ader auch die Nachbarländer, Kurhessen, Nassau, Frankfurt, die thatsächlich keine freie Presse mehr baben,
sollen gebührende Berücksichligung finden.
Insbesondere werden wir den Frankfurter Zuständen, und dem Ringen
dieser ehemals freien Stadt, aus dem Schiffbruche ihrer Selbftständigkeit doch immerhin noch ein möglichst freies Bürgetibum zu retten, eine besondere Aufmerksamkeit schenken, und die in ihrer Stadtverordneten⸗Versammlung
vorkommenden Gegenstände eingehender debandeln.
Die„Localnachrichten aus Hessen“ enthalten in gedrängter Darstellung alle Neuigkeiten innerhalb des Großberzogthuma; durch unsere in sämmtlichen Landestbeilen thätigen Correspondenten find wir in der Lage,
diese Berichte mit größter Raschheit und Vollständigkeit zu bringen.
haben wir zuverlässige Mitarbeiter gewonnen.
Auch für die Berichte aus Frankfurt
Ueber die Landtagsverhandlungen berichten wir rasch und erschöpfend. 5 Das Feuilleton bringt neben auserwählten Novellen gemeinnützige Erzählungen, gedrängte Erörterungen über Kunst und Literatur, Miscellen, Aufsätze und Necenfionen über Schauspiel, Oper und Concerte ꝛc.
AJnserate finden geeignetste Verbreitung. Petitzetle, für Localanzeigen nur zwei Kreuzer.
Die Einrückungsgedühr beträgt drei Kreuzer für die vierspaltige Auch für Frankfurt rürfte sich das Blatt bei der immer
größeren Verbreitung, die es dort findet, zu Anzeigen empfehlen. Der vierteljäbrige Abonnementspreis beträgt in Darmftadt 43 kr., im früheren Thurn. und Taxis'schen Postgebiet,(einschließlich des Postaufschlags und Bestellgeld) 1 fl. 9 kr., in Frankfurt(einschließlich der Stempel;
steuer und des Bestellgeldes) 1 fl. 25 kr.
Bet dem reichen Inhalte, den die„Hessischen Volk sblätter“ darbieten, müssen sie als
die billigste aller politischen Zeitungen
angesehen werden,
Wir bitten auswärtige Abonnenten, ihre Bestellungen dei ihrem betreffenden Postamte sofort auf⸗ zugeben, damit keine Unterbrechung in der Zusendung eintritt und vollftändige Exemplare geliefert werden können. Ju Frankfurt können Einsendungen und Inserate füt die Hessischen Volksblätter in der Buchbandlung des Herrn Benjamin Auffahrt(Töngesgasse Nr. 28) abgegeben werden, von wo dieselden portofrei an
die Redaction befördert werden. Darmfstadt, im Juni 1869.
Die Expedition.
Kirschen⸗Versteigerung. 1868 Freitag den 25. d. M., Vormittags 9 Uhr, sollen die Kirschen am Vieinalweg nach Fauerbach hin an Ort und Stelle meiftbietend versteigert werden.
Ossenbeim am 22. Juni 1869. Großherzogliche Bürgermeistere! Ossenheim J Mau l. eee ee eee eee eee Nee ee ee, 5 2 22 N Epileptische Krämpfe wens
1343 peilt der Speeialarzt für Epilepsie Dr. O. K il- lisch in Berlin, jetzt Mittelstrasse Nr. 6.— Auswärtige brieflich. Schon über Hundert geheilt.
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1875 Die Armen-Commission wünscht einen kräftigen Jungen einem Schlossermeister, der auch die Verföstigung übernimmt, in die Lehre zu geben.
Arbeits ⸗Versteigerung. 1886 Freitag den 25. Juni, Vormittags 9 Ubr, soll für 150 fl. Bachdeckerardelt auf dem Bürcau des Groß. berzoglichen Bürgermeisters zu Gambach verstelgert werden.
Gambach am 22. Juni 1869. Schneider,
Bezirks ⸗Bauaufseher.
Schristliche Arbeiten
1872 nehme fortwäbrend entgegen und bitte mir solche gefälligst zukommen zu lassen.. G. J. Römich,
Ludwlgsstraße Nr. 21.
1866 Meine Niederlassung als practischer Arzt in Ober⸗ Mörlen zeige hiermit an. Ober-Mörlen den 18. Juni 1869. Dr. med. Credner.


