hüllt
eis.
lets, 5 N 72 dtetsalson.
dealt Be, ztriedberg abzweigt,
* 1
der Abgeordneten Curtman, ßunsinger, Kolb und
Stände
1869.
Vonnerstag den 23. Dezember.
N 150.
enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.
Fricdberger Jutelligenzblalt
Oberhessischer Anzeiger.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Mit dem 1. Januar beginnt ein neues Abonnement auf den Oberhessischen Anzeiger, welcher auch ferner wöchentlich dreimal,
Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird.
Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten und
nichtigsten Tagesbegebenbeiten, allgemein belehrende und unterhaltende Aufsätze, landwirthschaftli ˖ itthei äftli
a. ö aftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nach⸗ 8 Markt ⸗ e eee Verloosungen von Staatspapieren und lokale Notizen, außerdem wöchentlich e in 105 e ö nterhaltungs⸗Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Räthsel, Bilderräthsel ꝛc.
Trotz der seit Beginn des Jahres 1889 eingetretenen nicht unbedeutenden Erhöh l ärti i eginn d N ö 0 ung des Abonnemenks für auswärtige Abonnenten ist die Zahl derselben dennoch ständig im Wachsen begriffen, was uns eine erfreuliche Aufmunterung sein muß, die Geschäfte der Redaktion in der eher
geübten Weise auch ferner fortzuführen.
Das Abonnement beträgt bei der Verlagsexpedition ohne Bringerlohn halbjährlich 1 fl., durch die Post bezogen jedoch viertel⸗
jährlich 47 kr. mit Bringerlohn
der Anzeiger kann nach auswärts auch durch Bestellungen beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unter⸗
1
brechung eintritt.
Privatboten direct von uns bezogen werden.
Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das neue Jahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich
Abbestellung erfolgt.
Die Redaktion.
Amtlicher Theil.
Letreffend: Die Mathildenstiftung zur Reitung verwahrloster Kinder in dem Kreise Friedberg.
Friedberg den 22. Dezember 1869.
473 An sämmtliche Großherzogliche Bürgermeistereien des Kreises. Wir ersuchen Sie, denjenigen Ihrer Orts angehörigen, welchen Pfleglinge unserer Stiftung anvertraut sind, gefälligst mitzutheilen, daß unser Rechner, Herr Beigeordneter Steinhaußer dahler, die Pfleggelder für das II. Semester 1869, Dienstag den 28. d. M., aus- uhien wird, weßhalb sich die Empfänger in diesem Termin entweder in eigner Person hier einzufinden haben oder sich durch gehörig
ügitimirte Bevollmächtigte vertreten lassen müssen.
Für den Vorstand der Mathildenstiftung
Seim eit geeias
Hessen. Darmstadt. Der Wiederzusam⸗ tentritt der zweiten Kammer wird dem Vernehmen jach Dienstag den 28. Dezember erfolgen.
— Der großh. Provinzial⸗Direktor Geheime Jath Schmitt zu Mainz ist zum lebenslänglichen Nitgliede der ersten Kammer ernannt worden.
* Friedberg. Der schon erwähnte Antrag Haberkorn, Zimmer, die Er⸗ bauung einer Eisenbahn in der Richtung von Alsfeld nach Friedberg(Wetterauer Zweigbahn)
betreffend, lautet: Die unterzeichneten Abgeordneten
galten bei dem rasch fortschreitenden Bau der Herhessischen Eisenbahnen den Augenblick für ge— kommen, in welchem der Ausbau des oberhessischen Jetzeg, in der von der Natur vorgezeichneten Jichtung herbeizuführen ist. Der lokale Verkehr der Provinz Oberhessen schlägt nämlich im All⸗ gemeinen nicht den Weg ein, welchen die jetzt im Bau begriffenen Hauptbahnen verfolgen, sondern geht meist den Wetterauer Flußthälern entlang lach dem Mittelpunkte des südwestdeutschen Handels, Frankfurt, und erstrebt auf dem nördlichen Abhange des Vogelsbergs Alsfeld und die Straße nach bersfeld 1c. Es wird daher ein Schienenstrang, gelcher an eine zu erbauende Bahn von Hersfeld
N 1* gach Alsfeld anschließt und in der Richtung auf
Hungen, Echzell, Reichelsheim nach aller Voraussicht ee gel höbere Frequenz erlangen, als die die Fluß- 1 25 10 75 05 Verkehrslinien durchschnei— denden Hauptbahnen. Und eben so sicher ist anzu⸗ nehmen, daß diese Bahn bald auf ihren eigenen Füßzen sehen, d. h. sich ohne Unterstützung Seitens des Staats erhalten und rentiren wird. Wir erachten daher für eine unabweisliche Pflicht, alle Nittel aufzubieten, um einen so fruchtbringenden Verkehrsweg herzustellen, und glauben, daß die des Großherzogthums die Regierung dringend ersuchen sollten, für Herstellung der von uns vorgeschlagenen Bahnlinie Sorge zu tragen. Dabei dürste es selbstverständlich sein, daß in Lorstehendem die Richtung der Bahnlinie im Finzelnen nicht festgestellt sein soll, und ebenso,
Laubach über
daß es der Gr. Staatsregierung überlassen bleiben muß, auf welche Weise sie für Herrichtung des fraglichen Bahnbaues thätig sein will. Indem wir noch hervorheben, daß durch eine derartige Bahn auch die militärische Verkehrsstraße zwischen Coblenz und Eisenach wesentlich abgekürzt wird, erlauben wir uns unseren Antrag dahin zu stellen: die Kammer wolle an die Gr. Staatsregierung das dringende Ersuchen richten, für die Herstellung einer Eisenbahn in der oben hervorgehobenen Richtung eifrigst besorgt zu sein.
Gießen. Dem„Fr. J.“ wird von hier gemeldet: In der Nacht vom 20. d. starb hier am Schlagfluß der katholische Priester und ordent— liche Professor der Philosophie Dr. theol. et phil. Leopold Schmid, Ritter erster Klasse des Lud- wigsordens, in weiten Kreisen bekannt geworden durch seine vollkommen kanonische Wahl zum Bischef von Mainz und Nichtbestätigung als solcher von Seiten des Papstes. Leopold Schmid, ein logischer Kopf, ebenso tüchtig als Prediger wie als academischer Docent, war, obwohl streng katholisch, doch so tolerant, daß er als Bischof von Mainz Segen nicht nur für diese Dibzese, sondern für ganz Deutschland geworden wäre— eine reine, kindliche Seele, die keine Feinde hinter— läßt, als seine jesuitischen Gegner!
Preußen. Berlin. Im Herrenhause wurde der vom Abgeordnetenhause genehmigte Gesetzentwurf, die Competenz der Schwurgerichte bei politischen Verbrechen und Vergehen, sowie bi Preßvergehen betr., einstimmig abgelehnt.
— Die dänische Agitation in Nordschleswig, schreibt die„Köln. Zig.“ ist wieder kräftiger und rühriger als je. Seit den letzten Wahlen haben die Bauern auf Alsen und im Sundewitt erklärt, bei keinem Deutschgesinnten mehr kaufen oder arbeiten lassen zu wollen. In Folge dessen sind die deutschen Krämer und Handwerker, zumal in der Stadt Sonderburg, in übler Lage.
— Das Herrenhaus genehmigte das Etats— gesetz mit einem Antrage der Commission, welcher die Regierung um Vorlegung eines Gesetzes an⸗
geht, das Aufhebung der Diäten für die Mit⸗
glieder des Abgeordnetenhauses verfügt. Der zweite Tbeil dieses Antrags, die Regierung möge bis zur Vorlegung dieses Gesetzes die Zahlung der Diäten aussetzen, wird abgelehnt..
— Das für den Zollbundesrath bestimmte Begleitschein⸗Regulativ, eine Arbeit des Groß- herzoglich hessischen Steuerrathes Fabricius, dessen Annahme Seitens des Bundesrathes un⸗ bezweifelt ist, gilt als eine besonders schätzbare Arbeit des genannten Beamten, welcher bekanntlich als Zoll vereins Bevollmächtigter in Hannover fungirt und sich seit einiger Zeit hier aufge⸗ halten hat.
— Der Preiscourant der durch das Berliner Zeitungs- Comptoir und die Postanstalten des norddeutschen Bundes für das nächste Jahr zu beziehenden Zeitungen und Zeitschriften bekundet. auf das Neue den Ausschwung oder die Ver⸗ mehrung des Zeitungsverkehrs, wobei noch in Betracht zu ziehen ist, daß im Laufe des Jahres die Menge der periodischen Blätter erfahrungs⸗ gemäß noch wächst. Die Zahl der in dentscher Sprache aufgeführten politischen Zeitungen beträgt 983, der nichtpolitischen, aber steuerpflichtigen Zeitschriften 1060, der nichtpolitischen, steuerfreien 970, zusammen also 3013. Dazu treten noch die in 27 fremden Sprachen erscheinenden.
— Der Schaden, den der orkanartige Sturm am Freitag in Berlin und Umgegend angerichtet hat, beläuft sich fast auf eine halbe Million Thlr.; leider ist eine ganze Anzahl von Menschenleben zu beklagen, welche dem Sturme zum Opfer sielen. Die Telegraphenverbindungen wurden nach vielen Richtungen hin gestört, so die Verbindungen mit Großbritannien, den Niederlanden, Belgien, Frank- reich, Oesterreich, Süd Rußland, Schweden, Däne— mark, Südveutschland, Breslau, Königsberg i. Pr., Hannover, Bremen, Köln und Koblenz. Inzwischen ist die Beseitigung der Störungen auf den meisten Strecken bereits erfolgt.
Sachsen. Dresden. Das„Dresdener Journal“ bestätigt, daß ein Consortium, bestehend aus der Sächsischen Bank, der Allgemeinen Deut— schen Credit- Anstalt und mehreren Bankhäusern


