Ausgabe 
23.10.1869
 
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gemeinde Behörde sich es zu einer ihrer Hauptaufgaben nachen 8 Nane möglichst bald abzuhelsen, wenn sie auch dabel Gefahr laufen sollte. wie ihr von

wisser Seite fetzt schon gerne unterbreitet wird, die Ge⸗ neinde mit Schulden zu belasten, denn das wied doch eder unpartheiisch denkendeNauhrkmer, möge er auch egen dievornehmen Vorstäbter noch so sehr eingenommen ein, zugeden müssen, daß es eine Ungerechtigkeit ist, daß ich in dem ganzen neuen nördlichen Stadithelle, vom pause des Herrn Medieinalrath Bode entlang der Kur⸗, Fark⸗ und Fürstenstraße, bis hinauf zu Gastwirth Fritz, licht ein einziger öffentlicher Brunnen befindet und daß s auch damit einmal anders werden muß.

Ein gesandt.

Die Abendeoncerte im Kursaale in Nauheim würden trotz der jetzigen herbstlichen Zeit von Friedberg ms viel mehr besucht werden, wenn es möglich wäre, nach dem Schlusse des Concertes noch den letzten Zug u erreichen. Es brauchte selbst nicht einmal die Anfaugs⸗ unde verlegt zu werden, wenn nur die Pauseu zwischen en einzelnen Stücken kürzer werden würden, dann wäre uns schon geholfen. Da für die wenigen Kurgäste, so unge das Spiel geöffnet bleibt, ja doch jeden Abend die Musik spielen muß, und es doch immer schöner ist, wenn Zublikum sich im Saale befindet, als wenn die Wände ber stehen, so glauben wir, daß es bei der liebens⸗ vürdigen Zuvorkommenheit der Direction gegen uns Friedberger nurdieser Auregung bedarf, um unserem Vunsche zu willfahren.

Mehrere Besucher der Abendconcerte.

Darmstadt. In Gemäßheit der vorliegenden gesetz chen Bestimmungen sind bei der für das Jahr 1869 sor genommenen Verloosung folgende Obligationen auf en 31. Dezember 1869 zur Rückzahlung berufen worden, iamlich:

1. Die 4proz. Staatsrenten-Obligationen:

Lit. A. Nr. 117. 137. 138. 172. 173. 278. 288. 320 68. d. d. 1. Oktober 1824 à 1000 fl. Lit. A. Nr. 63. 853. 882. 893. d. d. 1. Januar 1825 à 1000 fl. Lit. A. Nr. 904. 934. 935. 943. 954. 970. 986. 1004. 024. 1164. 1165. d. d. 1. Juli 1867 à 1000 fl. üt. B. Nr. 79. d. d. 1. Oclober 1824 à 500 fl. Lit. Nr. 201. d. d. 1. Juli 1867 à 500 fl. Lit. C. Er. 50. d. d. 1. October 1824 à 100 fl. Lit. C. Nr. 30. d. d. 1. Januar 1825 à 100 fl. Lit. C. Nr. 223. d. 1. Juli 1867 à 100 fl.

H. Die proz. Staatsstraßenbau⸗Obligationen d. d. 1. April 1838 und 1. October 1845

Lit. A. Nr. 61 bis 80. 141 bis 160. 1781 bis 1800. 1000 fl.

HI. Die prozent Provinzialstraßenbau- Obligationen d. d. 1. Juli 1838 und 1. Juli 1845: Lit. B. Nr. 66 bis 70. 106 bis 110. 161 bis 165.

321 bis 325. 370 bis 380. 431 bis 435. à 1000 fl. Ait. B. Nr. 661 bis 670, 8101 bis 820. 1211 bis 1220. 1821 bis 1339. 1411 bis 1420. 1441 bis 1450. à 500 fl. Lit. C. Nr. 205 bis 210 2021 bis 2025. 2041 bis 2045. 2156 bis 2160. à 1000 fl. Lit. C. Nr. 711 bis 720. à 500 fl.

IV. Die Eisenbahn⸗Obligationen:

1) Zu 4 Proz, verzinslich d. d. 1. Juli 1843: Nr. 61 bis 65. 236 bis 240. 271 bis 275. 4371 dis 4375. 4556 bis 4560. 4636 bis 4640. 4691 bis 4695. à 1000 fl. Lit. A. Nr. 98 bis 106. 108. à 1000 fl. Nr. 1631 bis 1640. 2301 bis 2310. 5161 bis 5170. à 500 fl.

2) Zu 4 Proz. verzinslich d. d. 1. Juli 1846: Nr. 6956 bis 6960. 7471 bis 7475. 7756 bis 7760. 7996 bis 8000. 8286 bis 8290. 8781 bis 8785. 14406 bis 14410. 14581 bis 14585. 14731 bis 14735. à 1000 fl. Nr. 8956 bis 8965. 9926 bis 9935. 10636 bis 10645. 11306 bis 11315. 12146 bis 12155. à 500 fl. Nr. 12611 bis 12635. à 200 fl.

3) Zu 4 Proz., früher Proz., verzinslich d. d. 1. November 1849: Nr. 251 bis 255. 491 bis 495. 516 bis 520. à 1000 fl. Nr. 1811 bis 1820. à 500 fl.

4) Zu 4 Proz., früher Proz., verzinslich d. d. 1. September 1850: Nr. 556 bis 560. 776 bis 780. 856 bis 860. 971 bis 975. à 1000 fl. Nr. 2471 bis 2480. 2711 bis 2720. à 500 fl.

5) Zu 4 Proz., früher 4½½ Proz., verzinslich d. d. 1. Januar 1853; Lit. A. Nr. 423. 424. 425. 426. 427. à 1000 fl. Lil. B. Nr. 690. 692. 693. 697. 698. 699. 700. 703. 705. 711. 992. 1003. 1005. 1006. 1007. 1008. 1012. 1013. 1014. 1020. à 500 fl

Die Inhaber dieser Obligationen werden hiervon mit der Aufforderung in Kenntniß gesetzt, die Nominalbeträge dieser verloosten Obligationen zwischen dem 27. und 31. Dezember 1869 gegen Rückgabe der Obligationen und der zu denselben gehörigen, nicht mehr zahlbaren Zinscoupons nebst Talons bei der Großherzoglichen Staatsschulden⸗ Tilgungskasse oder für deren Rechnung bei dem Banquier bause M. A. v. Rolhschild und Söhne zu Frankfurt a. M., die unter IV. 3. genannten dei der Großherzoglichen Staatsschulden-Tilgungskasse und dem Banquierhause Ph. Nic. Schmidt zu Frankfurt a M.; die unter IV. 4. derzeichneten aber sowohl bei der Groß. Staatsschulden⸗ Tilgungskasse, als bei den Banquierhäusern M. A. von Rothschild und Söhne und Ph. Nic. Schmidt zu Frank furt a. M., um so gewisser zu erheben, als dieselben, in Gemäßgeit des Art. 3 des Gesetzes vom 16. Juli 1833 vom 1. Januar 1870 an nicht mehr verzinst und in Folge davon die Beträge der etwa noch zur Einlösung kommen den Zinscoupons von deu bereits verloosten Obligationen in Abzug gebracht werden.

Die Rückzahlung der verloosten Obligationen- Beträge kann auf Wunsch der Interessenten auch vor dem Verfall⸗ Termine, dem 1 Januar 1870, jedoch alsdann nur mit Zinsen bis zum Zahlungstage, bei der Staatsschulden⸗ Tilgungskasse Stu finden.

Sagen aus der Wetterau. Von Helnrich Hensler.

5. Vom Einhos bei Staden.

Der Einhof, so heißt ein Gemeindegelände, liegt nicht weit von dem Fußweg über die Wiesen zwischen Staden und Niedermockstadt, etwa halb⸗ wegs nach der Nidda zu, die hier von den Bruch- wiesen die Bruchbach heißt. Dort soll vor Alters ein Kloster gestanden haben, in welches ein unter⸗ irdischer Gang aus dem alten Amthaus in Staden führte. Heute noch so erzählen die Leute dort geht ein graues Männchen, welches einem Mönche gleicht, den Fußweg an der Nachtweide und dem kleinen Bruch hinauf, am Mittelgraben her, Nachts mit Fußwandelnden bis an den Einhof.

Die Sage geht in der dortigen Gegend, es habe einstmals die Frau Amtmann in Staden ihre Dienstmagd Else dort hinauf geschickt, um das Land in einem ihr gehörenden Acker umzu⸗ graben. Während dleser Arbeit sei der Spaten, mit dem sie in die Erde gestochen, auf einmal in dem Boden stecken geblieben, als wenn er von einer Wurzel gehalten worden wäre. Else habe sich vergebens bemüht ihn herauszuziehen und habe endlich mit der Hand die Erde weggestrichen, um zu sehen, worin das Hinderniß bestehe und da habe sie denn gefunden, daß ein Kesselhaken den Spaten festhalte. Bei weiterem Nachsuchen habe sie gesehen, daß ein Kessel, ganz mit Geld angefüllt, an dem Haken hänge. Sie wendete nun alle ihre Kraft an, um den Kessel heraus- zuheben; aber vergebens, denn der Kessel fing an zu sinken und sank immer tiefer. Da rief sie die Leute zur Hülfe, welche auf den benachbarten Aeckern ebenfalls mit graben beschäftigt waren. Ihr Leute helft, kommt her und helft mir! Allein plötzlich versank der Kessel klirrend der Haken war abgebrochen und an, dem Spaten hängen geblieben.

Härte Else nicht gerufen und etwa die drei höchsten Namen ausgesprochen oder auch nur ein Kreuz gemacht, so hätte sie wohl den Kessel heraus- gebracht und das viele Geld gehabt!

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Conrad Ockel in seinem 86. Lebensjahre in ein besseres Jenseits abzurufen. Indem wir Freunden und Bekannten diese Trauerkunde widmen, bitten wir um stllle Theilnahme. Ole trauernden Hinterbliebenen.

Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 3 Uhr statt.