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halten es für unmöglich, eine Kreisverwaltung zu schaffen, ohne die Grundzüge der Gemeinde mit⸗ aufzunehmen. Wir acceptiren gern die Regierungs-: vorlage als Grundlage der Verhandlungen. Kom⸗ men wir damit nicht zu Stande, so wird das Land entscheiden.

Das dahier anwesende englische Parlaments- mitglied Henry Richard hat mit hiesigen Abgeord⸗ neten eine Zusammenkunft gehabt, welche zu leb⸗ haften Erörterungen führte. Es wurde in engl. Sprache verhandelt, der Abg. Faucher übernahm das Dolmeischeramt. Herr Richard entwickelte seine neulich erwähnten Anträge auf Entwaffnung und betonte, wie alle Parlamente auf die Er⸗ richtung internationaler Schiedsgerichte zur Schlich · tung der Streitigkeiten zwischen den Nationen hinwirken müßten; er erwähnte, daß der Minister Gladstone eine Unterstützung dieser Bestrebungen, jedoch nicht im Parlamente, zugesagt, daß in Frankreich der Deputirte Passy, in Belgien der Deputirte Fischers es übernommen haben, das Friedenswerk zu fördern. Die zahlreich erschienenen hiesigen Abgeordneten, ausschließlich Mitglieder der national liberalen und der Fortschrittspartei, beobachteten eine ziemlich kühle Haltung und be tonten, daß hier den befonderen Verhältnissen Rechnung zu tragen sei. Herr Richard begibt sich von hier nach Wien, um dort seine Zwecke weiter zu fördern.

Wie dieKreuzzeitung hört, ist der preußische Gesandte in Wien, Baron Werther, zum Botschafter in Paris ernannt worden.

DieBörsenzeitung meldet, das Staats- ministerium habe in seiner am Sonntag statt⸗ gefundenen Sitzung in Betreff der Prämienanleihe beschlossen, diese Frage auf dem Wege der Bundes- gesetzgebung zu regeln und bis dahin den Con⸗ tessionsgesuchen, die auf Genehmigung von Prä⸗ mienauleihen gerichtet sind, keine Folge zu geben.

Der Abg. Virchow und die gesammte Fortschrittspartei beantragten für den Schluß der allgemeinen Budgetdebatte folgende Resolutionen: Die Regierung möge auf Ersparnisse im Etat der Bundesarmee und auf diplomatischem Wege auf allgemeine Abrüstung binwirken.

Sachsen. Dresden. In det zweiten Kammer beantragte der Abg. Wigard: Auflösung des gegenwärtigen Landtags, Berufung der Kammer nach dem Wahlgesetz von 1848 und Vereinbarung mit dieser über das Einkammersystem. Der Abg. Wigard beantragte ferner Einführung der obli⸗ gatorischen Civilehe.

Bayern München. Zu dem neuen Landtage sind die Urwahlen auf den 16., die Ab⸗ geordnetenwahlen auf den 25. Nov. anberaumt. Es ist keine Proklamation an das Volk erschienen. In der bezüglichen kgl. Verordnung wurden zu⸗ gleich die Wahlbezirke anderweitig in dem Sinne festgestellt, daß die Städte der Landbevölkerung gegenüber mehr als bisher zur Vertretung gelangen.

Baden. Wie man hört, steht die großh. Staatsregierung mit Spielpächter E. Dupressoir zu Baden in Unterhandlung wegen Erhöhung der Pachtsumme um bedeutenden Betrag, wogegen das Spiel bis 1872 gesichert ist. Herr Dupressoir will in die Erhöhung willigen, wenn die Pacht; zeit auf fünf Jahre verlängert wird.

Oesterreich. Wien. DieN. fr. Pr. theilt mit, daß in Cattaro das Standrecht pub⸗ lizirt ist. Im Hafen von Triest ist ein angeblich montenegrinisches Pulverschiff confiszirt worden, ein zweites ist entflohen. Der Fürst von Mon- tenegro, von der Confiscation des Schiffes in Kenntniß gesetzt, mißbilligte den Aufstand und versicherte die Einhaltung absoluter Neutralität. Aus Risano wird gemeldet: Die Truppen er⸗ stiegen unter dem Schutz einer Batterie ohne Kampf die Höhe von Lodnice.

Bergrücken. Geschützfeuer

Reichskanzler eingesendet habe. Um dem napo⸗ leonischen Hofe den mustkalischen Verlust zu ersetzen, den er durch die Abberufung Metternich's exleiden würde, schlägt ein Wiener Blett dem Grafen Beust vor, dem künftigen Bolschafter für Paris den Walzercomponisten Eduard Strauß als Attache beizugeben.

Der k. k. Armee und der k. k. Marine ist endlich die längst gewünschte Bartfreiheit ge⸗ währt worden. Künftig sind nicht blos Schnurr⸗ bärte, sondern auch Vollbärte gestattet, jedoch nur in solcher Länge, daß die Distinclionszeichen nicht verdeckt werden. Die französischen Henriquatres und die sogenanntenSchusterbärte(Hambacher?) bleiben auch in Zukunft untersagt,

Die ungarische Regierung hat 30 Lehrer ins Ausland geschickt, die insbesondere an deutschen Lehrer⸗Seminarien sich Kenntnisse erwerben sollen, um sie dann zum Besten des ungarischen Volkes zu verwerthen. Diese Lehrer erhalten aus Staats- mitteln je 1000 fl., um damit die Unterhalts- und Ausbildungskosten zu bestreiten.

Linz. DieKatholischen Blätter melden, Bischof Rudigier werde gegen die Entziehung der Domänen von Garsten und Gleink auf Auffor⸗ derung einer sehr hohen Persönlichkeit beim Reichs⸗ gerichte Klage führen.

Prag. Der Kurfürst von Hessen beabsichtigt, derN. fr. Pr. zufolge, ein Manifest an das hessische Volk in Form einer kleinen Broschüre zu veröffentlichen.

Frankreich. Paris. DieAgence Havas meldet: In einer auf dem Boulevard Clichy statt gefundenen, von einigen angeblich Delegirten des

Versammlung wurden die Abgeordneten Baneel, Simon, Ferry und Pelletan mehrfach, selbst thäk⸗ lich beleidigt, so daß sie nur mit Mühe den Saal verlassen konnten. Andere Abgg. Gambetta, Garnidr⸗Pagds und Jules Favre waren gar nicht erschienen, Ersterer hatte sich mit Krankheit ent⸗ schuldigt, Letzterer mit einem Schreiben geantwortet, in welchem er unumwunden erklärte, er habe nicht die Gewohnheit, Sommationen in der von den Einladenden beliebten Form zu empfangen und noch weniger, ihnen zu gehorchen. Die Versammlung war aus 200 bis 300 Personen bestehend.

Mißtrauens⸗ Adresse an die Abgeordneten von Paris, welche in mehreren Versammlungen zur Abstimmung gebracht werden soll.

Spanien. 18. d. versichern, daß die Insurrektion in Valencia noch nicht überwältigt ist. Neue Verstärkungen der Truppen sind dorthin geschickt. Die tele · graphische Verbindung mit Frankreich ist unter⸗ brochen..

Ein Circular des Marschall Prim rühmt die Beweise von Bravour, welche die Armee in Andalusien gegeben. Salvochea ist gefallen. Der diplomatische Verkehr zwischen Mexico und Spanien ist wieder angeknüpft worden.

bezeichnet. die Königswahl könne beschleunigt werden.

Cuba zu senden.

Amerika Newyork.

vertrieben und die Höhen nach kurzem Widerstande Empfang angeboten.

von den Truppen genommen.

Man erzählt, daß Fürst Richard 1 70 nich einige Tage vor seinem Duell mit dem Congreß eröffnet. Grafen Beaumont sein Entlassungsgesuch an den hin, da

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große Vorbereitungen zu Truppenrevüen gemacht. Präsident Grant hat die Nachricht von einer zwischen ihm und dem Gebirgsbatterien Agenten des Haut und Raleten bestreichen bereits den jenseitigen Anleihe stattgefundenen Die Insurgenten wurden durch Die Pastoren der evange von den Höhen oberhalb Risano haben dem Pater Hyaeinthe

Male wieder ruhig begehen könne, während rings im Lande Friede und Ordnung berrsche. Darauf fand ein öffentliches Fest statt, an welchem 50,000 Personen Theil nahmen. Tags darauf wunde die Eisenbahn zwischen Puebla und Mexiko durch den Präsidenten, sein Cabinet, den Congreß und den Gesandten der nordamerikanischen Union feker⸗ lich eröffnet. i

In Fauerbach v. d. H. brach am 19. d. Feuer aus; es brannten mehrere Scheunen und Ställe nieder.

Wehrheim. Dieser Tage hat dahier eine Kuh vier lebende Kälber geboren. Dieselben sind kräftig gebaut, und erfreuen sich bis jetzt noch eines munteren Daseins.

R. Grünberg. Die Ergebnisse unseres dießjährißzen Gallusmarkies auf dem neuerwordenen Marksplatze, der durch seine ausgezeichnet günstige Lage und zweckmäßige Einrichtung die Ansprüche des Publikums gewiß in jeder Beziehung befriedigt haben wird, waren überaus gut. An Vieh war aufzetrieben 375 Stück Rindvieh und 3610 Stück Schweine; sodann waren in recht zierlicher Weise aufgebaut 240 große und 145 kleine Krämerstände. Käufer halten sich sehr zahlreich von nah und fern eingefunden und es wurden in kurzer Zeit sehr viele Geschäfte gemacht. Nach diesen Resultalen zu urtheilen, bietet sich für die

hierher noch bedeutend gehoben werden wird, eine sehr günstige Aussicht dar.

von denen die eine 23 Pf., die andere 20 Pf. wiegt.

Aus Rheinhessen. Dem allgemeinen Herbst ist der Rothherbst in unserer Provinz vorangegangen. Der Rothwein wird allem Anschein nach den vorjährigen an Qualität übertreffen. Auch der Ertrag der weißen Trauben wird dem letzten Jahrgange mindestens gleichgeschätzt.

Bei Tauberbischofsheim hat vorige Woche ein Zusammenstoß zweier Bahnzüge staltgefunden, wobei mehrere Leute des Bahnpersonals und auch eine Anzahl Passagsere mehr oder weniger verletzt wurden, glücklicherweise ohne daß lebensgefährliche Veiwundungen vorkamen. Der Um⸗

ehemaligen Wahlromite's von Parts veranlaßten f fland, daß das Bahnpersonal die eingetretene Aenderung

des Fahrplans nicht genügend kaunte, weil dieselbe erst in der letzten Stunde in dessen Hände kam, soll au dem Unglück die Schuld tragen. Es kann nichts schaden, auch bier auf den schon mehrfach gerügten Mißstand der zu späten Veröffentlichung neuer Fahrpläne aufmerksam zu machen, der nicht allein dem reisenden Publikum Nach⸗ theile bringt, sondern auch wie hier großes Unglück ver⸗ anlassen kann, wenn dem Bahnpersonale nicht einmal Zeit gegönnt wird, sich mit den eingetretenen Veränderungen genügend bekannt zu machen. aris. Traupmann, Vater, hat wiederum ein Schreiben erhalten, worin dieser und seine ganze Familie nut Tod bedroht werden, salls der Mörder Traupmann Enthüllungen machen werde. Traupmann händigte dieses Schreiben sofort der Polizei ein. Aus New⸗York wird ein Beispiel seltener Berufs.

DieReforme veröffentlicht als Antwort] treue gemeldet. Als nämlich vor einiger Zeit Albert G⸗ auf das Manifest der Linken den Entwurf einer Decker, ein bei der Newyork und Newarl Eisenbahn ange⸗

stellter Brückenwächter, die Brücke über den Passaie schließen wollte, fiel sein achtjähriger Sohn ins Wasser. In diesem Augenblicke kam mit voller Geschwindigkeit ein Passagierzug herangebraust, und der unglückliche Vater

Nachrichten aus Madrid vom hatte kaum noch Zeit, die Brücke zu schließen, aber er blieb

auf seinem Posten und mußte sehen, wie sein Sohn unter⸗ sank. Erst nachdem er seiner Pflicht genügt, stürzte er sich dem Sohne nach; aber derselbe war nicht mehr zu reiten. Das war ein Moment, der ein ganzes Menschen⸗ schicksal, ja das Schicksal vieler Menschen in sich schloß. In die Macht jenes Bahnwärters war es gegeben, ob der Passagierzug verunglücken, oder sein Sohn ertrinken sollte.

Bescheinigung.

Für die Wittwen und Waisen der am 2. August in den Burgk'schen Kohlenschächten verunglückten Arbeiter

Das Gerücht, die Feindseligkeiten hätten] sind von der Erpedition des Oberhessischen Anzeigers zu

in Valencia wieder begonnen, wird als unrichtig Prim hat erklärt, er wünsche lebhaft,

Friedberg

362 fl. 40 kr. gesammelt, und uns heute zugesandt worden. Indem wir Allen Denen, welche sich an dieser Sammlung durch

Im Ministerrathe wurde am 18. d. be-] Gaben betheiligten, unsern Dank sagen, versichern wir, schlossen, wieder 3000 Mann frische Truppen nach] daß wir dieselben zweckmäßigst verwenden und s. Z. nicht

verfehlen werden, darüber öffentlich Rechnung abzulegen. Döhlen bei Dresden den 18. October 1869.

Türkei. Konstantin opel. Der Kron. Das Central⸗Hülfs⸗Comilé im Plauen'schen Grunde prinz von Preußen wird hier am 26., der Kaiser R. Gah, Cassirer. von Oesterreich am 28. Okt. erwartet. Es werden

Eingesandt. Bad⸗ Nauheim Dem Eingesandt in Ihrer vor⸗ letzten Nummer,Wassermangel in Friedberg! können wir uns hier mit Recht durch einen

es Rothschild hinsichtlich einerNothschrei nach Wasser und gutem

Unterredung dementirt.

Wasser

lischen Kirche Boston's anschließen. Man hört sehr oft und viel sprechen über einen öffentlichen Manches, was unserem Badeorte noch fehle, und was

noch geschehen müsse, um den gerechten Ansprüchen eines

In der Stadt Mexiko wurde am 20. Sept., Kurpublikums einigermaßen zu henügen. Mag dem sein

wie ihm wolle, aber ein sehr nahe liegendes, großes

dem Jahrestage der Unabhängigkeitserklärung, der und dringendes Bedürfniß ist jedenfalls Präsident Juarez wies darauf ß man diesen Tag seit 1859 zum ersten

ein guter Trunk süßen Wassers. Wir boffen daher auch zuversichtlich, daß unsere neue

Frequenz der künftigen hiesigen Jahrmärkte, welche durch die demnächslige Eröffnung der Eisenbahn von Gießen

In Groß Umstadt sind zwei Dickwurzeln gewachsen, i

würdigen Juice Wunsche d

Dart lichen B vorgenon den 31. nämlch; 5

Al. A. 368. d. 703. 803 Nl. A.